08.02.2010
Die Rache der Schneemänner
von Pfarrer Michael Chalupka
Schmelzen hätten sie sollen die 750 Schneemänner, die am Berliner Schlossplatz vor nunmehr mehr als zwei Wochen gebaut worden sind. In der Sonne dahin schmelzen, um auf die Gefahren des Klimawandels hinzuweisen. Das war der Plan des Künstlers Ralf Schmerberg. Nun aber ist es bitter kalt. Die Schneemänner und Schneefrauen fühlen sich wohl und denken nicht ans Schmelzen.
Dabei hatte alles so schön begonnen. Sogar einen echten Schamanen hatte man einfliegen lassen. Angaangaq Angakkorsuaq, Ältester der Grönland-Inuit und Umweltbotschafter der Vereinten Nationen rief mit Trommeln und Gesängen die Klimageister an. Und es scheint, sie haben sich rufen lassen, denn so einen strengen Winter hat die deutsche Hauptstadt seit vielen Jahren nicht erlebt.
Dabei geht es um ein wichtiges Anliegen, die von Menschen verursachte Erderwärmung, die auch durch einen strengen Winter nicht rückgängig gemacht wird. Doch die Aktion war nicht nur eine Kunstaktion und Demonstration, sondern auch eine PR-Aktion für einen deutschen Energieerzeuger, sie soll 500.000 Euro gekostet haben und es mussten dafür 300 Tonnen Kunstschnee angekarrt werden.
Hätten die Schneemänner eine Seele, ich denke, sie würden sich missbraucht fühlen. Und wer weiß, ob sie sich nicht heimlich mit den Klimageistern verschworen haben, um zum Trutz nicht zu schmelzen, um der Welt zu zeigen, dass sich nicht jedes ernste Problem der Menschheit für einen PR Gag verwenden lässt.
Dabei hatte alles so schön begonnen. Sogar einen echten Schamanen hatte man einfliegen lassen. Angaangaq Angakkorsuaq, Ältester der Grönland-Inuit und Umweltbotschafter der Vereinten Nationen rief mit Trommeln und Gesängen die Klimageister an. Und es scheint, sie haben sich rufen lassen, denn so einen strengen Winter hat die deutsche Hauptstadt seit vielen Jahren nicht erlebt.
Dabei geht es um ein wichtiges Anliegen, die von Menschen verursachte Erderwärmung, die auch durch einen strengen Winter nicht rückgängig gemacht wird. Doch die Aktion war nicht nur eine Kunstaktion und Demonstration, sondern auch eine PR-Aktion für einen deutschen Energieerzeuger, sie soll 500.000 Euro gekostet haben und es mussten dafür 300 Tonnen Kunstschnee angekarrt werden.
Hätten die Schneemänner eine Seele, ich denke, sie würden sich missbraucht fühlen. Und wer weiß, ob sie sich nicht heimlich mit den Klimageistern verschworen haben, um zum Trutz nicht zu schmelzen, um der Welt zu zeigen, dass sich nicht jedes ernste Problem der Menschheit für einen PR Gag verwenden lässt.
