08.03.2010
Es ist Liebe
von Pfr. Mag. Michael Chalupka
Es ist Liebe, wenn zwei sich finden, ihre Liebe vor der ganzen Welt erklären und heiraten. Da läuten die Glocken, spielt die Musik und schlagen die Herzen im Dreivierteltakt. Dass Ehe und Liebe zusammen gehören, scheint uns klar, ist aber eine moderne Vorstellung. Bis ins 19. Jh. hinein waren es materielle Überlegungen oder Entscheidungen der Familien, die zur Ehe geführt haben. Liebe führte, wie wir von Romeo und Julia wissen, eher in die Tragödie als zum Traualtar.
Martin Luther, der große Reformator der evangelischen Kirche, sah vor allem die praktischen Vorzüge des Ehelebens, war doch seine Frau Katharina eine hervorragende Köchin und Braumeisterin, die immer dutzende Gäste zu beherbergen wusste.
Ein verheirateter Pfarrer – eine Neuheit im 16. Jh. Warum Pfarrer heiraten sollten, musste begründet werden. Das geschah im Augsburger Bekenntnis, in dem die Protestanten ihren Glauben vor dem Kaiser zu rechtfertigen versuchten: „Es ist bei jedermann eine große mächtige Klage in der Welt gewesen von großer Unzucht und wildem Wesen und Leben der Priester, die nicht vermochten, Keuschheit zu halten. So viel hässliches großes Ärgernis, Ehebruch und andere Unzucht zu vermeiden, haben sich etliche Priester bei uns in den ehelichen Stand begeben.“
So verdanken die evangelischen Pfarrer das Glück, heiraten zu dürfen, weniger der romantischen Einsicht in die Größe der Liebe, sondern der Einsicht in die Gefährdungen des Mannseins.
Martin Luther, der große Reformator der evangelischen Kirche, sah vor allem die praktischen Vorzüge des Ehelebens, war doch seine Frau Katharina eine hervorragende Köchin und Braumeisterin, die immer dutzende Gäste zu beherbergen wusste.
Ein verheirateter Pfarrer – eine Neuheit im 16. Jh. Warum Pfarrer heiraten sollten, musste begründet werden. Das geschah im Augsburger Bekenntnis, in dem die Protestanten ihren Glauben vor dem Kaiser zu rechtfertigen versuchten: „Es ist bei jedermann eine große mächtige Klage in der Welt gewesen von großer Unzucht und wildem Wesen und Leben der Priester, die nicht vermochten, Keuschheit zu halten. So viel hässliches großes Ärgernis, Ehebruch und andere Unzucht zu vermeiden, haben sich etliche Priester bei uns in den ehelichen Stand begeben.“
So verdanken die evangelischen Pfarrer das Glück, heiraten zu dürfen, weniger der romantischen Einsicht in die Größe der Liebe, sondern der Einsicht in die Gefährdungen des Mannseins.
