29.01.2010

Haiti: Notunterkünfte und Arbeit für die Überlebenden

Diakonie Katastrophenhilfe startet zweiten Hilfsflug für Jacmel

Die Diakonie Katastrophenhilfe schickt zum zweiten Mal Hilfsgüter nach Haiti. Am 28. Jänner 2010 ist ein Flugzeug von Airbus von Hamburg aus in die haitianische Hauptstadt Port-au-Prince geflogen. Das Unternehmen stellte den Flug kostenlos zur Verfügung.
"Das Ausmaß der Zerstörungen ist riesig. Hier wird langfristige Hilfe notwendig sein, um den Menschen einen neuen Anfang zu ermöglichen", sagt Rainer Lang, der zurzeit für die Diakonie Katastrophenhilfe vor Ort ist. Lang hat in den vergangenen Tagen die Verteilung der Hilfsgüter in Jacmel begleitet.
 
Von Hamburg aus wurden unter anderem 10 Tonnen Werkzeug - Hacken, Schaufeln und Hämmer - nach Haiti gebracht. Sie sind für das so genannte "Cash for Work"-Programm (Geld für Arbeit) vorgesehen.
„Dies ist gerade in der schwierigen Phase direkt nach dem Erdbeben besonders sinnvoll. Die Armut in Haiti war schon vor dem Erdbeben enorm. Jetzt sind die Lebensmittelpreise so stark gestiegen, dass viele Menschen sich das Notwendigste nicht leisten können. Wir geben ihnen Geld für ihre Arbeit, das hilft mehrfach: Es stärkt sie in ihrem Selbstbewusstsein, hilft ihnen ihre Angehörigen versorgen zu können und leistet therapeutische Hilfe, weil damit ihr Tagesablauf strukturiert wird“, nennt Rainer Lang die Vorteile des Programms. Positive Erfahrungen mit „Cash for work“ hatte die Diakonie Katastrophenhilfe schon 2005 nach dem Erdbeben in Pakistan gesammelt.
 
Besonders freut sich Lang darüber, dass die Diakonie Katastrophenhilfe ein Kinderkrankenhaus in Port-au-Prince unterstützt. "Wir haben hier selbst  gesehen, wie groß der Bedarf ist und wie viele Menschen in der Klinik gerade behandelt werden", so Lang. Er war in den vergangenen Tagen in Jacmel und im benachbarten Bainet. Dort läuft seit Tagen die Verteilung der schon angekommenen Hilfsgüter auf Hochtouren. Die haitianische Diakonie-Partnerorganisation verteilt dort die Hilfsgüter an rund 1.600 Menschen. Darunter sind unter anderem Nahrungsmittel, Decken, Wasserkanister, Hygieneartikel und Plastikplanen.
 
Diese persönlichen Verteil-Aktionen durch die Diakonie Katastrophenhilfe und ihre Partner wird bei den betroffenen Menschen vor Ort gut angenommen. "Der Abwurf von Hilfsgütern aus Flugzeugen wurde hier von der Bevölkerung kritisiert. Dabei kämen sich die Menschen vor wie Tiere, außerdem löse diese Verteil-Strategie unter den Betroffenen oft Streit aus. Bei uns ist es bisher nicht zu Tumulten gekommen, eine Begleitung durch Sicherheitskräfte ist bis dato nicht nötig."

Die Diakonie Katastrophenhilfe hat seit fünf Jahren ein eigenes Büro in Haiti hat. Gemeinsam mit den lokalen Partnerorganisationen und den Partnern im globalen kirchlichen Hilfsnetzwerk ACT (Action by churches together) arbeitet die Diakonie Katastrophenhilfe in einem lokal eingebundenen Hilfsnetzwerk.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet dringend um Spenden für Haiti! Die Diakonie Katastrophenhilfe ist Trägerin des Spendengütesiegels. Die Spende ist steuerlich absetzbar.

Spendenkonto Diakonie Katastrophenhilfe
PSK 23.13.300 (BLZ 60.000)
Kennwort: Erdbeben Haiti
Online Spende: http://www.diakonie.at/katastrophenhilfe

Haiti Erdbeben2