Armut und Bildung
Gib mir eine Chance.
Benachteiligte Kinder sind ganz besonders auf die Qualität öffentlicher Kinderbetreuung angewiesen. Wenn in den Familien niemand in der Lage ist, Kinder in ihrer Entwicklung aufmerksam zu begleiten und zu fördern, muss der Kindergarten ausgleichend wirken können.
Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise wäre es notwendig, in Bildung und Kinderbetreuung zu investieren. Denn diese beschäftigungsintensiven Branchen sind wahre Job-Motoren! Besonders im Kleinkind-Bereich könnte Österreich auf diese Weise gleichzeitig Betreuungslücken schließen und dringend benötigte Arbeitsplätze schaffen.
Die Diakonie und andere Hilfsorganisationen stellen fest, dass immer mehr Menschen, die heute Sozialhilfe beziehen, mit weniger als 4€ pro Tag auskommen müssen. Das reicht auch im sparsamsten Haushalt nicht mehr für Hefte, Stifte und Bücher, die zu Schulbeginn für die Kinder angeschafft werden müssen! Mit der Aktion „Schulstart“ unterstützt die Diakonie Familien in der finanziell besonders belastenden Zeit zu Schulbeginn.
Damit Zukunft nicht von der Herkunft abhängt, braucht es Hilfestellungen am Schulstart genauso wie einen Bildungsweg, der nicht sozial selektiert, sondern individuell fördert.
Daher fordert die Diakonie
- Qualitativ hochwertige Kinderbetreuung, die vor allem benachteiligte Kinder in ihrer frühen Entwicklung optimal begleitet und fördert.
- Besonders gute Ausstattung von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen in sozial benachteiligten Bezirken mit Personal und anderen Ressourcen!
- Ein inklusives Schulsystem, das allen Kindern dieselben Chancen für ihre Zukunft bietet.
(Darunter versteht man eine allgemeine Pädagogik, die allen Kindern zugänglich ist. In ihr wird die Vielfalt der Kinder berücksichtigt und individuell gefördert: Geschlecht, ethnische, sprachliche und kulturelle Hintergründe, religiöse und weltanschauliche Überzeugungen, Familienstrukturen, soziale Lage sowie besondere Fähigkeiten und Behinderungen.)
