Armut und Flucht
Gib mir eine Chance.
Die dreijährige Nayri auf den Diakonie-Plakaten kommt mit ihrer Familie aus dem Iran. Die Schrecken und Schwierigkeiten ihres Weges nach Europa sind auf den ersten Blick nicht sichtbar.
Jedes Jahr suchen Familien in Österreich Schutz vor Verfolgung in ihrem Heimatland. Hunderte minderjährige Jugendliche suchen ohne Begleitung ihrer Eltern um Asyl an.
Die Heimat zu verlassen, ist besonders für junge Menschen kein Kinderspiel. Niemand verlässt freiwillig Freunde und Familie für eine ungewisse Zukunft. Als Flüchtling einmal in Österreich angekommen, gibt es neue Hürden zu überwinden:
Jahrelanges Warten und komplexe juristische Verfahren, die schon in der Muttersprache schwer zu verstehen sind und die ständige Gefahr, in Schubhaft zu landen.
Dazu brechen traumatische Erlebnisse vor und während der Flucht besonders dann hervor, wenn es keine konkreten Perspektiven für die Zukunft gibt.
Die Diakonie nimmt sich Kindern, Familien und Jugendlichen auf der Flucht an. Sie kümmert sich um Unterbringung, Ausbildung, Rechtsberatung und Traumabewältigung. Sie sorgt dafür, dass die Zeit in Österreich für junge Menschen keine verlorene Zeit ist – egal, ob sie hier bleiben können oder weiter ziehen müssen.
Daher fordert die Diakonie
- Bleiberecht für Familien, die seit Jahren auf einen Asylbescheid warten und sich in dieser Zeit integriert haben!
- Keine Schubhaft für Kinder und Jugendliche!
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