2021 begleitete uns die Pandemie bereits das 2. Jahr. Wenn wir zurückblicken, können wir mit Stolz sagen - wir haben trotz der widrigen Umstände im #teamdiakoniewerk so vieles gemeinsam geschafft. 

Unser Jahr 2021

Im Diakoniewerk sind an über 200 Standorten in Österreich und im Ausland mehr als 3.600 Menschen tätig. Sie alle erbringen ein breites Spektrum an sozialen Dienstleistungen in der Behinderten- und Seniorenarbeit, im Therapie- und Gesundheitsbereich, in der Bildung sowie in den Bereichen Flucht & Integration und Stadtteilarbeit. Gemeinsam sind wir #teamdiakoniewerk.

Im Folgenden finden Sie - gegliedert nach Themenbereichen - was uns im Jahr 2021 bewegt hat und wir gemeinsam umgesetzt haben. Wir konnten auch sehr schöne Jubiläen feiern, auf die wir stolz sind:

Jahresrückblick Diakoniewerk 2021

Faltvariante

Jahresrückblick Diakoniewerk 2021

Poster

Menschen mit Behinderung

Eröffnung Wohnen für Menschen mit Behinderung Katsdorf
Das Diakoniewerk Oberösterreich hat im neuen Gemeindezentrum „Im Hof“ in Katsdorf eine Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderung realisiert. Insgesamt wurde mit diesem Projekt, mit Mitteln des Sozialressorts des Landes OÖ, Wohnraum für 16 Bewohner:innen geschaffen, aufgeteilt auf zwei Wohnungen mit jeweils acht Einzelzimmern und Gemeinschaftsräumen. Ein Wohnplatz steht für Gästewohnen zur Verfügung. Bei der Eröffnung wurden im Rahmen eines gemeinsamen Luftballon-Starts Wünsche formuliert und in den Himmel geschickt.
Wohnen Hopfgarten - Selbstbestimmtes Wohnen
Glückliche Gesichter in Hopfgarten. Die Bewohner:innen eines Wohnprojekts der Alpenländischen in Kooperation mit dem Diakoniewerk Tirol bekamen die Schlüssel für ihre Wohnungen überreicht. Darunter auch sieben Menschen mit Behinderung, die bei ihrem selbstbestimmten Wohnen von Mitarbeiter:innen des Diakoniewerks begleitet werden. Inmitten des Wohnprojekts finden sie die besten Voraussetzungen sich aktiv einzubringen und die Nachbarschaft mitzugestalten.
Café&Bistro KOWALSKI Standort in Kitzbühel eröffnet
Nach den Lockdowns und der Schließung der Gastronomie konnte endlich das neue Café&Bistro KOWALSKI in Kitzbühel öffnen. Von Montag bis Freitag verwöhnt das inklusive Team die Gäste mit regionalen Frühstücksvariationen, Mittags-Snacks, Kaffee und selbst gemachtem Kuchen. Wer in Kitzbühel ist, gerne im Hornweg 28 vorbeikommen.
Dachgleiche für Johann-Wilhelm-Klein-Haus in Wien
In Wien errichten das Diakoniewerk und die Österreichische Blindenwohlfahrt erstmals Hausgemeinschaften für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen. Im 14. Wiener Gemeindebezirk wird der bestehende Standort modernisiert und erweitert. Baustart für Bauteil 1 mit 90 Wohnplätzen war im Dezember 2020, Ende September 2021 wurde nun die Dachgleiche gefeiert. Das innovative Wohnmodell mit Wohn- und Betreuungskonzept für Menschen im Alter soll im Herbst 2022 eröffnet werden. Danach erfolgt der Start von Bauteil 2. Nach der kompletten Fertigstellung werden im Johann-Wilhelm-Klein-Haus rund 130 Menschen mit Sehbeeinträchtigung ein neues Zuhause finden.
Sehr smart: Arbeit und Assistenz Graz übersiedelt
17 Menschen mit Behinderung stehen am neuen Stützpunkt großzügige und helle Räume, ein direkter Zugang in den Garten und eine barrierefreie Küche zum Wohnen und Arbeiten zur Verfügung. Die Smart City überzeugt mit urbaner Infrastruktur: eine Straßenbahnlinie mit direkter Anbindung in die Innenstadt, zahlreiche Geschäfte, ein Gemeinschaftsraum für Mieter:innen und zahlreiche Erholungsmöglichkeiten bereichern den Stadtteil. „Der neue Standort steht für Innovation und Inklusion und wird einer zeitgemäßen Dienstleistung für Menschen mit Beeinträchtigung gerecht“, freut sich Claudia Paulus, Geschäftsführerin des Diakoniewerks Steiermark. Geplant ist auch eine starke Vernetzung innerhalb des Sozialraums.

Menschen im Alter

Modell der Hausgemeinschaften wieder umgesetzt
Das Haus für Senioren in Aigen, Salzburg wird saniert und soll ab dem Sommer 2022 wieder besiedlelt und nach dem Modell der Hausgemeinschaften geführt werden. Diese Wohnform ermöglicht es Senior:innen in familiären Umfeld möglichst lange selbstbestimmt zu leben. Damit ist es bereits das achte Haus, in dem das Diakoniewerk das Modell der Hausgemeinschaften umsetzt.
Kooperation mit Franziskanerinnen im Bereich 24h.Betreuung
Die neue Kooperation des Diakoniewerks mit den Franziskanerinnen von Vöcklabruck im Bereich der 24h.Betreuung ermöglicht es mehr Senior:innen ihren Lebensabend im eigenen Zuhause zu verbringen. Ältere Menschen können damit ihren gewohnten Alltag weiterleben und vor allem auch selbst (mit-)bestimmen.
Salzburg: IT-Hilfe und digitaler Besuchsdienst
Eine schöne Initiative starteten Freiwillige, vermittelt durch das Diakoniewerk Salzburg, im Rahmen von IT-Hilfe für ältere Menschen. Dabei wurde der Umgang mit Smartphone, Laptop sowie WhatsApp und Facebook näher gebracht. Auch das Ausfüllen von Formularen war ein Thema. Ganz nebenbei lernten sich Menschen kennen und spürten ein Gefühl von Gemeinschaft.

Kinder & Bildung

FABIS Kindernest – neue betriebliche Kinderbetreuungseinrichtung
Mit Jänner 2021 starteten die ersten Kinder in der neuen betrieblichen Kinderbetreuungseinrichtung „FABIs Kindernest“ der Firma Fabasoft in Linz. In einem modernen und kindgerechten Ambiente können Kinder ab 1 Jahr begleitet werden. Die Trägerschaft hat das Diakoniewerk Oberösterreich übernommen. FABIs Kindernest bietet den Kleinsten eine bunte, inspirierende Erlebniswelt zum Wohlfühlen, in der sie Geborgenheit und Sicherheit erfahren und mit all ihren Stärken und Fähigkeiten angenommen werden. Für die Firma Fabasoft ist es als familienfreundlicher Arbeitgeber wichtig, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern und eine Hilfestellung zu geben.
Gelebte Inklusion seit 25 Jahren
In der Martin-Boos-Landesschule in Gallneukirchen lernen Kinder mit und ohne Behinderung bereits seit 25 Jahren in Sonder- und Integrationsklassen gemeinsam. Für das Diakoniewerk Gallneukirchen ist dieses Jubiläum ein Anlass, um Danke zu sagen und aufzuzeigen, wie wichtig lebendige Orte des Lernens und des Miteinanders sind. Die vom Land OÖ betriebene Martin-Boos-Schule ist ein solcher Ort.
130 Jahre Kindergarten Gosau
Der Evangelische Kindergarten Gosau, der seit fünf Jahren vom Diakoniewerk betrieben wird, wurde bereits vor 130 Jahren gegründet. Unter dem Motto „Gemeinsam Wachsen“ wurde das Jubiläum mit Vorstand Rainer Wettreck, Gerhard Breitenberger, Geschäftsführung des Diakoniewerks Oberösterreich, Elisabeth Laggner, Bereichsleitung und dem Team und Kindern des Kindergartens sowie Vertreter:innen der Evangelischen Kirche und der Gemeinde Gosau mit einer Andacht und einer Baumpflanzung gefeiert. Der Baum steht dabei auch symbolisch für die Früchte des Kindergartens. Die Kinder gestalteten dazu passende Holztafeln und sagten Danke.

Internationale Projekte

Nach Übersiedelung zieht wieder Leben ein in den integrativen, multiethnischen Kindergarten in Sunčani Most Mostar

Am neuen Standort in Mostar (Bosnien-Herzegowina) wurden die Räumlichkeiten des Kindergartens mit kleinem Garten adaptiert und saniert. Böden wurden neu verlegt, die Heizung erneuert, Sanitäranlagen angepasst und ein Raum für Therapieangebote eingerichtet. Jetzt ist wieder Kinderlachen zu vernehmen. Seit 2002 betreibt das Diakoniewerk diesen Kindergarten für Kinder mit oder ohne Behinderung und gleich welcher Herkunft oder Religion. Spezielle Angebote des Kindergartens reichen von logopädischer und ergotherapeutischer Begleitung, bis hin zur Anwendung von Unterstützter Kommunikation. Auch für Kinder von sozial schwächeren Familien bietet Sunčani most eine gelungene Alternative, indem diese von der Kindergartengebühr befreit sind.

© Diakoniewerk

Gesundheit

Neue forKIDS Therapiezentren von Lienz bis Reutte

Das Diakoniewerk erhielt vom Land Tirol und der Gesundheitskasse Österreich den Auftrag, in Tirol die flächendeckende Therapie-Versorgung für Kinder und Jugendliche sicherzustellen. Mit 1. November 2021 erfolgte daher die Übernahme von acht Standorten und rund 90 Mitarbeiter:innen der bisherigen Zentren der EULE GmbH. Das eigene Therapiezentrum des Diakoniewerks in Kitzbühel wird ebenfalls weitergeführt. Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen erhalten bei Bedarf therapeutische Begleitung. Die neun Therapiezentren unter dem Namen forKIDS befinden sich in Lienz, Kitzbühel, Wörgl, Schwaz, Innsbruck, Telfs, Imst, Zams und Reutte.  

© Diakoniewerk

Sozialraumentwicklung

Verleihung Menschenrechtspreis #GuteNachbarschaft
Landeshauptmann Thomas Stelzer verlieh dem Diakoniewerk den Menschenrechtspreis 2020 des Landes OÖ. für das Freiwilligen-Projekt #GuteNachbarschaft. Der Festakt fand im Landhaus statt und stellvertretend für alle Beteiligten nahm Dr.in Daniela Palk den Preis entgegen. #GuteNachbarschaft wurde während der Corona-Pandemie ins Leben gerufen und steht wie das tägliche Tun im Diakoniewerk im Zeichen der Nächstenliebe und des Miteinanders. Bereits in den ersten 72 Stunden meldeten sich mehr als 500 Freiwillige, die 500 ältere Menschen und Risikopatient:innen mit Einkäufen versorgten, Medikamentenabholdienste wahrnahmen oder in sogenannten „Lerntandems“ das Homeschooling für Familien mit schulpflichtigen Kindern übernahmen. Wir sind sehr stolz auf diesen Preis!
Mobile Beratung in Salzburg wird ausgebaut
Die Corona-Pandemie wirkt sich unterschiedlich aus: weniger Geld oder weniger Kontakte – beides kann auf Dauer krank machen. Umso schöner ist es, dass unser eingereichtes Salzburger Stadtteil- und Quartiers-Projekt zum Thema „Armut & Gesundheit“ vom Sozialministerium genehmigt wurde. Wir konnten dadurch unsere Beratungs- und Unterstützungsleistungen in der Stadt Salzburg deutlich für die kommenden Monate ausbauen. Die Mitarbeiter:innen aus Bewohnerservices und Quartieren sind als mobile Teams in zahlreichen Siedlungen und Stadtteilen unterwegs. Sie hören genau hin, was die Bevölkerung aktuell belastet, wo und welche Unterstützung benötigt wird. Sie helfen den Menschen dabei, unkompliziert Lösungen zu finden. Damit wirken wir aktiv möglichen langfristigen sozialen Corona-Folgen entgegen.

Organisation im Wandel

Neues Vorstandsteam mit 1. April 2021
Mit 1. April bilden Daniela Palk, Robert Schütz und Rainer Wettreck den neuen Vorstand des Diakoniewerks. Im Vorstand verstehen sie sich als Team und Ermöglicher und wollen diesen Spirit in der Belegschaft erlebbar und spürbar machen. In ihren individuellen Rollen und verantworteten Bereichen – Daniela Palk für soziale Dienstleistungen, Robert Schütz für Finanzen und Kliniken und Rainer Wettreck für den Bereich der Diakonischen Identität und Personalentwicklung, soll Zusammenarbeit auf unterschiedlichen Ebenen ermöglicht werden.
#teamdiakoniewerk - Jerusalema Challenge accepted
Der Song der Pandemie macht gute Laune, stärkt das Miteinander und mobilisierte Mitarbeiter:innen aus zahlreichen unserer Einrichtungen. Der verbindende Rhythmus inspirierte Teams aus verschiedenen Bereichen zum gemeinsamen Tanz.

Kunst im Diakoniewerk

Übergabe der Drache von Christian Öllinger an Albertina
„Was darf ich malen?" - war die Einstiegsfrage von Christian Öllinger, 24 Jahre jung und Künstler in der Kunstwerkstatt des Diakoniewerks, als er im Frühjahr 2020 im Aktionsraum Linkz ankam. Er ist einer von zehn Künstler:innen, die unter der Leitung des renommierten Künstlers TOMAK einen überdimensionalen Fries erarbeiteten. Die Werke waren im Ausstellungsprojekt „Aktion 11 - Die Schöpfung. Vornehm unbequem“, kuratiert von Roman Grabner, im Herbst 2021 zu bestaunen. Öllingers Werk eines lebensgroßen, roten Drachens wurde in die Sammlung der ALBERTINA aufgenommen und an den Generaldirektor der ALBERTINA, Klaus Albrecht Schröder, übergeben.
26 Jahre Kunst im Atelier des Diakoniewerks
Vom Freizeit-Atelier zur etablierten Kunsteinrichtung – heute sind zahlreiche Künstler:innen mit Beeinträchtigung im Atelier der Kunstwerkstatt des Diakoniewerks tätig. Ausstellungen im In- und Ausland, Würdigungen und Preise aber auch Werke in öffentlichen und privaten Sammlungen unterstreichen die Bedeutung der Kunstschaffenden aus dem Atelier. Zum 26 Jahre Jubiläum wurde eine eigene Ausstellung im Ursulinenhof kuratiert. Auch ein Kunstkatalog mit mehr als 400 Seiten ist entstanden.

Freiwilligenarbeit

10 Jahre Jubiläum für Europäisches Freiwilligenjahr im Diakoniewerk  

Bereits seit 10 Jahren gibt es im Diakoniewerk für junge Menschen die Möglichkeit sich im Rahmen des europäischen Freiwilligenjahres sozial zu engagieren. 48 Personen zwischen 18 und 30 Jahren aus der Europäischen Union und Drittstaatenländern kamen durch diese Initiative im letzten Jahrzehnt nach Österreich und absolvierten ein Jahr in der Begleitung von Menschen im Alter und Menschen mit Behinderungen. Nach dieser Erfahrung haben fünf junge Menschen auch ihre Ausbildung im Diakoniewerk absolviert und arbeiten nun in unterschiedlichen Einrichtungen. Mit September 2021 startete für neun junge Menschen aus der Türkei, Russland, Frankreich, der Ukraine, Albanien und Deutschland das Projekt "Europäischer Solidaritätskorps" im Diakoniewerk. Sie werden ein Jahr unterstützend in den Bereichen der Senioren- und Behindertenarbeit mitarbeiten. 

© Diakoniewerk