Unsere Organisation lebt von der Vielfalt der Mitarbeitenden. Unterschiedliche Hintergründe, Erfahrungen und Perspektiven bereichern unsere Arbeit und tragen dazu bei, dass wir als Organisation Bedarfe besser erkennen und darauf eingehen können. Wir setzen uns dafür ein, dass alle Mitarbeitenden gleiche Chancen erhalten und Diskriminierungen aktiv entgegengewirkt wird. 

Eng damit verbunden sehen wir die Förderung von Empowerment und Partizipation. Mitarbeitende sollen nicht nur ihre Aufgaben gut erfüllen können, sondern auch Möglichkeiten haben ihre Arbeitsumgebung mitzugestalten. Dazu gehören bei uns Kommunikation auf Augenhöhe, transparente Entscheidungsprozesse sowie Strukturen, die Eigeninitiative und Verantwortungsübernahme unterstützen. 
Ein weiterer zentraler Aspekt ist für uns der Erhalt und die Förderung der Gesundheit unserer Mitarbeitenden. Die Rahmenbedingungen in unserer Arbeit sind oft sehr anspruchsvoll: hohe Verantwortung, emotionale Belastungen, Fachkräftemangel und organisatorische Veränderungen. Wir reagieren darauf mit Maßnahmen zur Gesundheitsförderung, Angeboten zur Unterstützung in belastenden Situationen und mit der wiederkehrenden Überprüfung von Arbeitsprozessen.  

Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ist für uns ebenfalls ein wesentlicher Faktor für nachhaltige Arbeitsbedingungen. Wo es der organisatorische Rahmen erlaubt, setzen wir auf flexible Arbeitszeitmodelle, selbstbestimmte Beschäftigungsausmaße, Homeoffice und individuelle Lösungen, etwa in Phasen von Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen oder eigener gesundheitlicher Einschränkungen. Gleichzeitig stehen wir vor der Herausforderung, diese Anliegen mit den Bedürfnissen der von uns begleiteten Menschen und den betrieblichen Erfordernissen in Einklang zu bringen. Dies erfordert viel Abstimmung, Offenheit in der Auseinandersetzung und ein hohes Maß an gemeinsamer Verantwortung in den Teams. 
Nicht zuletzt spielt für uns kontinuierliches Lernen auf der Ebene der Mitarbeitenden wie auch auf der Organisationsebene eine wichtige Rolle. Die fachlichen Anforderungen und Rahmenbedingungen in unseren Arbeitsfeldern verändern sich rasch. Durch maßgeschneiderte Weiterbildungsangebote, kollegialen Austausch und strukturierte Einarbeitung versuchen wir, dem Rechnung zu tragen. Ebenso wichtig ist uns die Entwicklung persönlicher und sozialer Kompetenzen, etwa in den Bereichen Diversitätssensibilität, Gewaltprävention, Kommunikation und Führung. Wir sehen uns dabei als lernende Organisation, in der auch Fehler als Anlass zur Reflexion und Weiterentwicklung genutzt werden. 

Soziale Nachhaltigkeit ist damit kein isoliertes Thema, sondern durchzieht alle Bereiche unserer Arbeit. Sie erfordert Aufmerksamkeit, Bereitschaft zur Reflexion und die kontinuierliche Bereitschaft, Strukturen und Prozesse weiterzuentwickeln – immer mit dem Ziel gute Arbeitsbedingungen für alle zu schaffen.

Die Vielfalt in unserer Organisation spiegelt sich auch in den unterschiedlichen Lebensrealitäten der Mitarbeitenden wider. Unsere Haltung als Organisation ist, so flexibel als möglich darauf einzugehen und Rahmenbedingungen zu schaffen, die diesen unterschiedlichen Bedürfnissen so gut wie möglich gerecht werden. 

Ein wesentlicher Baustein dabei ist eine möglichst flexible Gestaltung von Arbeitszeit und Beschäftigungsausmaß. Dort wo es der organisatorische Rahmen zulässt wird dem gewünschten Beschäftigungsausmaß der Mitarbeitenden entsprochen bzw. an veränderte Lebensphasen angepasst. Einem großen Teil der Beschäftigten kann eine flexible Arbeitszeitgestaltung in Form von Gleitzeit angeboten werden. Für Bereiche mit stärker gebundenen Arbeitszeiten, wie in der direkten Arbeiten mit den Klient:innen, wird über mitbestimmte Dienstplangestaltung und bestmögliche Planbarkeit versucht, Vereinbarkeit zu unterstützen. 

Im Rahmen der organisatorischen Möglichkeiten und abhängig von den Tätigkeitsbereichen wird Homeoffice im Ausmaß von bis zu 2 Arbeitstagen pro Woche angeboten. 

Um in speziellen Lebensphasen bestmöglich zu unterstützen gibt es organisationsseitig eine hohe Bereitschaft Karenzzeiten und Auszeiten auch in den gewünschten Ausmaßen zu berücksichtigen. Neben einer Elternkarenz wurden vor allem die Bildungskarenz stark in Anspruch genommen, darüber hinaus in Einzelfällen auch die Optionen auf Sabbaticals und unbezahlte Urlaube. Mitarbeitende können so abgesichert Berufspausen für Weiterbildung, familiäre Aufgaben oder persönliche Projekte gezielt nutzen und danach in ihre Funktionen zurückkehren. 

Die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben verstehen wir nicht nur als Frage von Arbeitszeitgestaltung oder Berufspausen, sondern auch als Frage von Sicherheit und Unterstützung in belastenden Lebenssituationen. Mitarbeitende können in akuten persönlichen Krisen auf Unterstützungsangebote zurückgreifen. Dazu zählen Beratungsmöglichkeiten, ein über den Betriebsrat verwalteter Sozialfonds sowie zinsfreie Dienstnehmer:innendarlehen. Angebote von Wiedereingliederungsteilzeit sollen nach längeren krankheitsbedingten Auszeiten das schrittweise wieder Fuß fassen in der Arbeit ermöglichen. Zusätzlich stehen vier weitere freie Tage pro Jahr zur Verfügung, die zur Entlastung und Regeneration beitragen sollen. 

Mit der Offenheit für Lösungen für die bestmögliche Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben hoffen wir eine Kultur zu erhalten, in der Mitarbeitende ihre Bedürfnisse offen ansprechen können, ohne Nachteile befürchten zu müssen. Damit wollen wir langfristig attraktive Arbeitsbedingungen sichern, aber auch die Chancengerechtigkeit innerhalb der Organisation stärken. 

Schulungen und Kompetenzentwicklung

Die kontinuierliche Weiterentwicklung und Weiterbildung der Mitarbeitenden ist der Diakonie Eine Welt ein großes Anliegen und wichtiges Qualitätssicherungsmerkmal. Dazu wurde 2016 die Diakonie Eine Welt – Akademie, eine Ö-Cert zertifizierte Erwachsenenbildungseinrichtung gegründet. Innerhalb der Akademie gibt es den Bereich für berufliche Weiterbildung, das Bildungsmanagement, sowie das ASH Forum der Zivilgesellschaft, ein Kooperationsprojekt zwischen der Diakonie Eine Welt und einer von evangelischen Einrichtungen gegründeten Plattform für gesellschaftlichen Dialog und Bildung. 

Das Bildungsmanagement bietet neben verpflichtenden Fortbildungen für Mitarbeitende auch eine Vielzahl an offenen Fortbildungen für Mitarbeitende und externe Interessierte an. Die Fortbildungsformate umfassen dabei halbtägige und ganztägige Seminare und Workshops sowie umfassende Lehrgänge.  

Verpflichtende Fortbildungen werden von den jeweiligen Geschäftsführungen beauftragt, das offene Fortbildungsprogramm setzt sich aus bewährten Fortbildungen sowie stets wechselnden Themen zusammen, die sich aus aktuellen Problemstellungen, Trends und Bedarfen aus den unterschiedlichen Berufsgruppen ergeben.  Im Jahr 2025 haben Mitarbeitende gesamt 16.479,5 Fortbildungsstunden in der Akademie absolviert, davon 2.373 Fortbildungsstunden in eigenen Formaten für Führungskräfte (Vergleich 2024: 16.649 Fortbildungsstunden gesamt, davon 1.586 Fortbildungsstunden für Führungskräfte). 

Die Personalentwicklung der DEW ist Partnerin für Führungskräfte und Mitarbeitende bei allen Fragen der beruflichen Entwicklung und begleitet Maßnahmen zur Selbst-, Team-, oder Organisationsentwicklung.  
Die DEW versteht sich als lernende, sich stetig weiterentwickelnde Organisation. Hierzu gehört auch die Stärkung einer konstruktiven Feedbackkultur. Neben regelmäßigen Mitarbeiter:innen-Befragungen und dem Instrument des Mitarbeiter:innen-Gesprächs wurde ab November 2025 mit einer Austrittsbefragung ein zusätzliches Instrument für Feedback an die Organisation geschaffen. Durch die Rückmeldungen hoffen wir weitere Ansatzpunkte zu finden, um als Arbeitgeberin noch attraktiver zu werden.  

Zur Unterstützung unserer Führungskräfte werden laufend bedarfsorientierte Workshops, Trainings und andere Formate angeboten. Die thematischen Schwerpunkte lagen 2025 bei den Themen Führungskommunikation und Gesprächsführung, Selbstfürsorge, Konfliktmoderation und Arbeitsrecht. Insgesamt wurden 2.373 Fortbildungsstunden für Mitarbeiter:innen mit Leitungsfunktion angeboten (Vergleich 2024: 1.586 Fortbildungsstunden für Führungskräfte). 

Gesundheitsschutz und Sicherheit

Für Gesundheitsthemen der Mitarbeiter:innen gibt es in der Diakonie Eine Welt den Bereich Gesundheitsmanagement sowie das Angebot der Gesundheit & Burnout-Präventionsstelle, die Beratung und Unterstützung bei arbeitsbedingten Belastungen bietet.  
Das Gesundheitsmanagement umfasst den Arbeitnehmer:innenschutz, betriebliche Gesundheitsförderung sowie das Wiedereingliederungsmanagement. 

Ziel ist es Gesundheit und das Wohlbefinden aller Mitarbeitenden nachhaltig zu fördern und zu stärken. Die Früherkennung von Belastungen, das Vorbeugen von Gesundheitsrisiken und Krankheiten sind hier zentrale Anliegen. Die Angebote zur Gesundheitsförderung sind ein fester Bestandteil der DEW-Strategie , die auch die soziale Nachhaltigkeit und Vereinbarkeit verschiedener Lebenslagen beinhaltet.  

Gesundheit & Burnout-Prävention 

Das Angebot der Beratungsstelle Gesundheit & Burnout-Prävention haben 2025 insgesamt 186 Mitarbeiter:innen der Diakonie Eine Welt in Anspruch genommen. Gegenüber 2024 mit 181 Personen entspricht das einem leichten Anstieg um rund 3 %. Neben den Beratungs- und Entlastungsgesprächen wurden 145 externe Unterstützungsmaßnahmen genutzt.  

In den Bundesländern haben sich die Inanspruchnahmen und die Anfragen verstärkt - sowohl durch die engere Einbindung von Kooperationspartner:innen als auch durch Teambesuche. 

Wie in den Vorjahren war die Einzelsupervision die am häufigsten genutzte Maßnahme.  An zweiter Stelle standen Angebote, die sich auf die körperliche Dimension arbeitsplatzbezogener Belastungen konzentrierten. Bei einem hohen Erschöpfungsgrad kamen insbesondere Kombinationen aus Einzelsupervision und körperorientierten Angeboten zum Einsatz.

Gesundheitsschutz & Sicherheit 

Bei der Einhaltung der Grundsätze des Arbeitnehmer:innenschutzes werden wir in der Umsetzung der Schutzmaßnahmen von externen Sicherheitsfachkräften, Arbeitsmediziner:innen und Arbeitspsycholog:innen unterstützt. Schwerpunkte sind vor allem die laufende Evaluierung und der Schutz von schwangeren Mitarbeiterinnen durch besondere gesetzliche Bestimmungen im Betreuungsbereich sowie die Beratung und Unterstützung der Standorte bei der Umsetzung.

Über das gesetzliche Ausmaß hinaus ist zusätzlich die betriebliche Gesundheitsförderung und das Wiedereingliederungsmanagement verankert. Schwerpunkte waren 2025 Ergonomie und Bewegungsangebote, die zur Vorbeugung von Erkrankungen als auch zur Stärkung des körperlichen und mentalen Wohlbefindens beitragen. Mittels Newsletter und Angeboten wurden Mitarbeiter:innen dazu motiviert, Angebote wie Beratung oder Fortbildungen zu ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, Bewegungs- und Sportangebote (z. B.: myclubs, Fit-Up, ÖGK Toolbox,...) in Anspruch zu nehmen.  

Für den Erhalt und die Förderung der Gesundheit unserer Mitarbeitenden ist ein Ziel die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit nach einem Krankheitsfall mit bedarfsgerechten Angeboten. Mitarbeitende, die über eine längere Zeit physisch oder psychisch erkrankt waren, werden bei einer schrittweisen Rückkehr in den Arbeitsalltag unterstützt. Insbesondere das Modell der Wiedereingliederungsteilzeit hat sich hier bewährt. Die Arbeitszeit wird hierfür reduziert. Während dieser Zeit erhalten die Mitarbeitenden neben dem aliquoten Entgelt Wiedereingliederungsgeld von der zuständigen Krankenversicherung. Im Rahmen des Wiedereingliederungsteilzeit gibt es eine Kooperation mit Fit2Work.  

Diakonie Bildung 

Partizipation und Empowerment sind zentrale Grundlagen der pädagogischen Arbeit in der Diakonie Bildung. In unseren Evangelischen Kindergärten, Horten und Schulen schaffen wir Räume, in denen Kinder ihre Stimme entdecken können und in denen sie ernst genommen werden. Kinder werden als kompetente Personen gesehen, die ihre Lebenswelt mitgestalten.  

Im Alltag bedeutet das: Kinder entscheiden mit, wie ihr Tag gestaltet wird – etwa bei der Mitbestimmung bei Projekten oder Ausflügen, beim Einrichten von Räumen oder bei anderen demokratischen Entscheidungsprozessen. In Gruppengesprächen etwa lernen sie, ihre eigenen Interessen zu formulieren, Kompromisse zu finden und Verantwortung zu übernehmen. Pädagogische Fachkräfte unterstützen sie dabei, ihre Bedürfnisse auszudrücken – auch nonverbal, mehrsprachig oder in unseren Integrationsgruppen mit unterstützter Kommunikation.  

Empowerment heißt für uns auch, Benachteiligungen bewusst zu machen und abzubauen. Kinder erleben Vielfalt in Herkunft, Sprache, Religion, Familiensituation und Geschlechtsidentität als Bereicherung. Sie werden ermutigt, Grenzen zu benennen und für sich und andere einzustehen.  

So tragen Beteiligung und Stärkung von Kindern dazu bei, demokratische Haltungen und Kinderrechte von Anfang an erlebbar zu machen. Die Einrichtungen der Diakonie Bildung verstehen sich dabei als lernende Organisationen: Wir sind offen für Feedback, lernen aus Erfahrungen und entwickeln Formen der Beteiligung Schritt für Schritt weiter. 

Flüchtlingsdienst/ Sozialdienst/ Lebensräume

Die Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe unserer Klient:innen ist ein zentrales Anliegen unserer Arbeit. Daher ist für uns die Partizipation unserer Klient:innen an der Gestaltung unserer Angebote, sowie der Entwicklung unserer Einrichtungen und unserer Organisation von großer Bedeutung. 

Die Partizipation unserer Klient:innen an unserer Arbeit wirkt sich stärkend und selbstermächtigend auf sie aus. Sie ermöglicht, aus dem Ungleichheitsverhältnis zwischen Klient:innen und Mitarbeiter:innen herauszutreten und dadurch Begegnung, Diskurs und Zusammenarbeit auf Augenhöhe zu fördern. Wir nehmen unsere Klient:innen als handelndes und gestaltendes Gegenüber, sowie als Expert:innen in eigener Sache wahr, und teilen Verantwortung mit ihnen. 

Klient:innen steigern durch die Partizipation an unserer Organisation ihr Selbstbewusstsein und erwerben Tools für die gesellschaftliche Teilhabe und können gestärkt in der Öffentlichkeit für ihre Belange selbst eintreten und mit ihren vielfältigen Fähigkeiten und Anliegen sichtbar werden. Kient:innenpartizipation ist ein zentrales Instrument des Empowerment. 

Klient:innenpartizipation steigert die Qualität unserer Arbeit. Die Einbeziehung der Perspektive und der Erfahrung unserer Klient:innen, macht uns als Expert:innenorganisation glaubwürdig und authentisch. Nur durch die gelebte Teilhabe unserer Klient:innen können wir sicherstellen, dass unsere Angebote zu den Bedürfnissen, Erwartungen und Lebenswelten unserer Klient:innen passen und für sie von Nutzen sind. Die Einbeziehung des Wissens und der Erfahrung unserer Klient:innen stellen eine Notwendigkeit für die laufende Weiterentwicklung und innovative Verbesserung unserer Leistungen und Einrichtungen dar 

 

Antidiskriminierungsstelle 

Die Anlaufstelle bietet Beratung und Begleitung für Personen an, die in der Arbeit Diskriminierungen oder Belästigungen erleben. Es wird ein geschützter Raum geboten, um das Erlebte zu besprechen und einen Überblick über mögliche Handlungsoptionen zu erhalten. Gemeinsam werden passende weitere Schritte erarbeitet und bei deren Umsetzung unterstützt. 

Die Beratung erfolgt vertraulich und betroffenenorientiert. Alle Informationen werden streng vertraulich behandelt, und die Entscheidungen der Ratsuchenden stehen im Mittelpunkt. Die Beratung orientiert sich am individuellen Erleben und den Wünschen der betroffenen Person, insbesondere darin, ob und wie die Diskriminierungserfahrung bearbeitet und ob relevante Personen einbezogen werden sollen. 

Die Anlaufstelle steht bei allen Formen von Diskriminierung zur Verfügung, darunter Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Queerfeindlichkeit, Behindertenfeindlichkeit, Mehrfachdiskriminierung oder strukturelle Diskriminierung. Auch bei Unsicherheit, ob eine Erfahrung als Diskriminierung einzustufen ist, wird die Situation gemeinsam reflektiert und eingeordnet. 

Prävention und Sensibilisierung 

Die Antidiskriminierungsstelle engagiert sich in der Präventions- und Sensibilisierungsarbeit, insbesondere durch Fortbildungen, Workshops und Trainings. Diese Bildungsangebote zielen darauf ab, niederschwellig und interaktiv an Antidiskriminierungsthemen zu arbeiten. Im Laufe des Jahres 2025 werden die Angebote in Präsenz- und Online-Formaten für alle Bundesländer gestartet. 

Die Bildungsarbeit konzentriert sich auf die Vermittlung von Wissen und die Reflexion über verschiedene Formen der Diskriminierung, die eigene Position und das eigene Handeln. Ziel ist es, Wahrnehmungslücken zu schließen und diskriminierungskritisches sowie vorurteilsbewusstes Handeln in der Diakonie Eine Welt zu fördern. Durch Bewusstmachung und Sensibilisierung sollen potenzielle Diskriminierungen und Belästigungen verhindert werden. 

Diakonie Bildung 

Vielfalt ist für uns eine grundlegende Haltung. Jedes Kind bringt individuelle Stärken, Bedürfnisse und Lernwege mit. Wir gestalten unsere Angebote so, dass alle teilhaben können, und wir schaffen Lernumgebungen, die Unterschiede wertschätzen. Kinder mit und ohne Behinderungen lernen bei uns gemeinsam, wachsen miteinander und sind füreinander da. Unsere inklusive Spielgruppe SMILE ist ein Angebot für Kinder mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen. In diesem geschützten Raum können sie erste Gruppenerfahrungen machen - eine wichtige Vorbereitung auf den späteren Kindergartenbesuch. Wir setzen auf Inklusion von Anfang an - durch frühe Förderung ohne Wartezeit (z.B. SMILE), nahtlose Übergänge bis zur Schule (z.B. Integrationsgruppen in der Evangelischen VS Gumpendorf, bei Be-Fit, I-Fit oder im ERG), individuelle Lösungen (Einzelinklusion) und durch die Einbeziehung unserer Bildungspartner:innen (Elterncafés, Elternabende, etc.). 

Wir setzen uns für die Einstellung von Menschen mit Behinderungen ein, stoßen dabei jedoch auf strukturelle Hürden: Gesetzliche Qualifikationsanforderungen sind nicht für alle zugänglich, nicht alle Arbeitsplätze sind barrierefrei, körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten können nicht immer angepasst werden, und hohe Anforderungen in bestimmten Bereichen (z.B. Klassenleitung in Schulen, Aufsichtspflicht, usw.) sind nicht für alle erfüllbar. Gleichzeitig leben wir Inklusion in Bereichen wie Verwaltung oder Hauswirtschaft und arbeiten kontinuierlich daran, mehr Menschen mit Behinderungen einzubinden. Eine interne und bereichsübergreifende Arbeitsgruppe zum Thema Mitarbeiter:innen mit Behinderungen wurde im November 2025 installiert und entwickelt dazu laufend Vorschläge und Maßnahmen für die Organisation weiter. 

Flüchtlingsdienst/ Sozialdienst/ Lebensräume

Eine positive Wahrnehmung von Vielfalt gilt uns als gelebte Selbstverständlichkeit. Wir wollen nicht die Menschen verändern, sondern den gesellschaftlichen Rahmen an ihre Bedürfnisse, Fähigkeiten, Begabungen und Ressourcen anpassen. Wir schenken unseren Mitmenschen Aufmerksamkeit und begegnen ihnen respektvoll und wertschätzend auf Augenhöhe. Wir setzen uns im gesellschaftlichen Diskurs für Gender Mainstreaming ein und wollen zu einer geschlechtergerechten und solidarischen Gesellschaft beitragen, in der Chancen, Möglichkeiten und Verpflichtungen gerecht verteilt sind. 

Aus tiefster Überzeugung lassen wir uns vom Gleichheitsgrundsatz leiten. Wir unterscheiden im Zugang und der Nutzung all unserer Angebote nicht nach Nationalität, ethnischer Gruppenzugehörigkeit, Sprache, Geschlechteridentität, sexueller Orientierung, Alter, Vorliegen einer Behinderung, sozioökonomischer Zugehörigkeit, Gesundheitszustand, Bildungsniveau, politischer, religiöser und philosophischer Weltanschauung oder der frei gewählten Art der Lebensführung. 

In der Öffentlichkeit setzen wir uns für eine positive Wahrnehmung von Vielfalt als Bereicherung und Ressource in einer pluralistischen Gesellschaft und für die Partizipation und die Wahrung der Rechte unserer Zielgruppen ein. 

Wir achten in jeglicher Form von Kommunikation auf einen Sprachgebrauch, der Menschen aller Geschlechteridentitäten gleichermaßen anspricht, setzen uns gegen diskriminierende Sprache ein und nutzen die inklusive Schreibweise. Chancengerechtigkeit und Teilhabegerechtigkeit für Menschen aller Geschlechter sind handlungsleitend für unsere Arbeit und Teil der Zielsetzung all unserer Angebote.