Schüler:innen der HLPS Gallneukirchen testen 21 Tage ohne Smartphone
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Drei Wege durch das Smartphone-Experiment
Die Schüler:innen der HLPS Gallneukirchen gehen dabei bewusst unterschiedliche Wege im Umgang mit ihrem Handy:
- Kontrollgruppe: Nutzung des Smartphones wie bisher
- Reduzierter Konsum: Deutlich eingeschränkte Nutzung
- Kompletter Verzicht: Das Smartphone wird ausgeschaltet und für 21 Tage abgegeben
Die meisten Jugendlichen entscheiden sich für einen individuellen Zugang. Sie reflektieren ihr eigenes Nutzungsverhalten und setzen sich persönliche Ziele für die drei Wochen.
Am Ende des Experiments beantworten die Teilnehmer:innen einen Fragebogen zu ihrem digitalen Verhalten. Eine weitere Befragung folgt später, um auch mittelfristige Auswirkungen von Smartphone-Verzicht auf Konzentration, Lernen und soziale Beziehungen zu untersuchen.
Vom Schulimpuls zur ORF-Dokumentation
Die Auseinandersetzung mit der eigenen Smartphone-Nutzung beschäftigt die HLPS Gallneukirchen schon länger. Ursprünglich plante das Lehrteam ein eigenes Schulprojekt.
Im Jänner wurde dann bekannt, dass das ORF-Handyexperiment nach einem österreichweit vielbeachteten ersten Durchgang in eine zweite Runde geht – erneut begleitet von wissenschaftlicher Forschung.
Die HLPS meldete sich an und produzierte ein Video zum Thema. Dieses überzeugte auch ORF-Moderatorin Lisa Gadenstätter: Ausschnitte daraus werden in der ORF-1-Dokumentation über das Handyexperiment gezeigt. Die Sendung wird nach Abschluss des Experiments ausgestrahlt und begleitet Schulen aus ganz Österreich bei ihrem Selbstversuch.
Smartphone bewusst nutzen
Mit dem Handyexperiment greift die HLPS Gallneukirchen ein Thema auf, das den Alltag junger Menschen stark prägt. Für 21 Tage rückt das Smartphone in den Hintergrund – und vielleicht etwas anderes in den Vordergrund: mehr Konzentration, mehr Gespräche und mehr bewusst erlebte Zeit.
Bewusstseinsbildung statt Verbotskultur
Begleitet wird das Projekt von Pädagoge Manfred Trauner. Für ihn steht nicht das Verbot im Mittelpunkt, sondern die Reflexion der Jugendlichen:
Wir wollen keine Verbotskultur etablieren. Die Schüler:innen sollen selbst erleben, was sich verändert, wenn das Handy nicht permanent verfügbar ist – im Lernen, im Miteinander und in der eigenen Konzentration. Diese Erfahrung wirkt nachhaltiger als jede Regel.
„Offline wirkt“: Handyverzicht mit sozialem Zweck
Die Schüler:innen möchten dem Experiment zusätzlich eine soziale Dimension geben.
Unter dem Motto „offline wirkt“ suchen sie derzeit einen Sponsor, der für jeden Tag ohne Smartphone einen bestimmten Betrag spendet. Das gesammelte Geld soll anschließend einem wohltätigen Zweck zugutekommen.