Sicher mit dem Fahrrad zur Arbeit: Patrick Reiter trainiert mit JobFit
- News
Radfahren sicher üben
Gemeinsam mit JobFit des Diakoniewerks entstand die Idee, Verkehrsregeln aufzufrischen und Situationen zu üben, denen Patrick Reiter auf seiner täglichen Strecke begegnet. Aus diesem individuellen Bedarf entwickelte sich schließlich ein Angebot, an dem auch weitere interessierte Menschen mit Behinderungen teilnehmen konnten. Finanziert wurde das Training von der AUVA, die auch die Kooperation mit dem ARBÖ als fachlichem Partner ermöglichte.
Am ersten Trainingstag übten die Teilnehmenden auf einem geschützten Gelände. Ein eigens aufgebauter Parcours bot die Möglichkeit, verschiedene Situationen praktisch auszuprobieren. Dazu gehörten richtiges Bremsen, sicheres Lenken und Ausweichen sowie das Reagieren auf unerwartete Situationen. Auch wichtige Verkehrszeichen und Verkehrsregeln wurden gemeinsam wiederholt.
Am zweiten Tag ging es direkt auf die Straße: Patrick Reiter fuhr gemeinsam mit der Trainerin seinen tatsächlichen Arbeitsweg mit dem Fahrrad ab. Kreuzungen, unübersichtliche Stellen und weitere Situationen entlang der Strecke wurden direkt vor Ort besprochen und geübt
Ich fahre gerne mit dem Rad in die Arbeit. Beim Training übe ich, wie ich sicher fahre und wo ich gut aufpassen muss. Das ist mir wichtig.
Der Praxisbezug war dabei besonders wichtig. Die Übungen orientierten sich an den konkreten Anforderungen des täglichen Arbeitswegs. Für Patrick Reiter bedeutet das Training deshalb mehr als das Beherrschen von Verkehrsregeln. Es unterstützt ihn dabei, einen wichtigen Teil seines Alltags weiterhin selbstständig zu gestalten und sicher mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren.
Selbstständig unterwegs sein zu können, bedeutet ein wichtiges Stück Selbstbestimmung. Wir wollten nicht nur allgemein Verkehrssicherheit vermitteln, sondern dort ansetzen, wo Patrick sie braucht: auf seinem eigenen Weg zur Arbeit.
AUVA unterstützt Verkehrssicherheit auf Arbeitswegen
Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) finanzierte das zweitägige Radfahrsicherheitstraining.
„Fast 13.000 Menschen in Österreich verunglückten im vergangenen Jahr auf dem Weg zur Arbeit, von der Arbeit nach Hause oder auf dem Schulweg. Das entspricht rund neun Prozent aller von der AUVA erfassten Arbeitsunfälle. Jeder Arbeitsunfall, der vermieden wird, zählt. Deshalb unterstützen wir Maßnahmen zur Prävention, wie etwa Fahrradworkshops, damit Menschen Risiken im Alltag besser erkennen und sicher bewältigen können“, sagt Maria Lesterl, Direktorin der AUVA-Landesstelle Linz.