Ein Kennenlernen, ein Gespräch, eine gemeinsame Aktivität: Das Projekt "mitnånd - Die beste Zeit teilen wir" von Diakonie de La Tour und Carinthian University of Applied Sciences schafft Begegnungen, stärkt soziale Verbindungen und beugt Einsamkeit im Alter vor. 

Gemeinsam statt allein: Neue Kontakte und Begegnungen in der Region Spittal an der Drau

Gemeinsam lachen, sich austauschen, neue Bekanntschaften schließen oder einfach eine schöne Zeit miteinander verbringen. Manchmal braucht es gar nicht viel, damit aus einer Begegnung eine echte Verbindung entsteht.

Soziale Kontakte und das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein, sind dabei weit mehr als eine Bereicherung des Alltags. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zu unserem Wohlbefinden und unserer Gesundheit. Denn anhaltende Einsamkeit kann nicht nur die psychische Gesundheit belasten und Depressionen begünstigen, sondern auch das Risiko für körperliche Erkrankungen und kognitive Beeinträchtigungen erhöhen.

Genau hier möchte das Projekt mitnånd ansetzen: Begegnungen ermöglichen, soziale Beziehungen stärken und Menschen dazu ermutigen, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Ob bei einer Tasse Kaffee, einem gemütlichen Plausch oder einer gemeinsamen Unternehmung: Im Mittelpunkt steht die Freude am Miteinander. 

Gerade ältere Menschen sind manchmal in ihrer Mobilität eingeschränkt. Und wenn jemand lang allein war, kann schon die Vorstellung, irgend wo hinzugehen, wo man neu und fremd ist, eine große Hürde sein. Genau hier setzen im Projekt die Wegbegleiter:innen an: Sie kennen die Angebote, aber vor allem kennen sie die Menschen. Sie können ermutigen, begleiten und dabei helfen, dass aus einem ersten Kontakt vielleicht irgendwann eine regelmäßige Begegnung wird.

Melanie Toff, Fachbereichsleitung Pflege.Hospiz.Beratung

Zusammen mehr bewegen: So wird mitnånd umgesetzt

Hinter mitnånd steht die Zusammenarbeit der Diakonie de La Tour mit der Carinthian University of Applied Sciences (CU). Beide Partnerinnen bringen ihre unterschiedlichen Stärken in das zunächst auf drei Jahre angelegte, vom Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) geförderte Projekt ein.

Das Forschungszentrum IARA der CU übernimmt die wissenschaftliche Begleitung. Die Diakonie de La Tour bringt ihre langjährige Erfahrung aus der mobilen Pflege, der Sozialraum- und Quartiersentwicklung sowie der Koordination freiwilligen Engagements ein. 

Ein wesentlicher Bestandteil ist die Zusammenarbeit mit bestehenden Initiativen, Vereinen und sozialen Organisationen in der Region Spittal an der Drau. Angebote sollen miteinander vernetzt, vorhandene Strukturen genutzt und neue Möglichkeiten für Begegnungen geschaffen werden. Bestehende Angebote sollen dabei nicht ersetzt, sondern sinnvoll ergänzt und Menschen der Zugang dazu erleichtert werden. 

So soll ein regionales Netzwerk entstehen, das von freiwillig Engagierten, lokalen Partner und den Menschen vor Ort gemeinsam getragen wird. Mit dem Ziel, Begegnungen und soziale Teilhabe langfristig im Alltag der Region zu verankern.

Die Diakonie bringt viel Erfahrung in den Bereichen Ehrenamt, Sozialraumkoordination und Quartiersentwicklung mit. Wir vom IARA übernehmen die Forschungsarbeit und begleiten die Entwicklung gemeinsamer Maßnahmen.

Manuela Perchtaler, Forscherin am IARA-Institut und Projektleiterin von mitnånd

mitnånd mitgestalten: Wegbegleiter:innen gesucht!

Damit aus ersten Begegnungen ein lebendiges Miteinander entsteht, braucht es Menschen, die sich engagieren, andere motivieren und Gemeinschaft aktiv mitgestalten. Genau hier kommen die freiwilligen Wegbegleiter:innen von mitnånd ins Spiel.

Sie sind wichtige Ansprechpersonen, begleiten gemeinsame Treffen, bringen eigene Ideen ein und unterstützen dabei, Menschen miteinander zu vernetzen. Dabei geht ihre Rolle über die Begleitung einzelner Aktivitäten hinaus: Sie gestalten das Projekt aktiv mit, greifen Wünsche und Interessen der Teilnehmer:innen auf und tragen dazu bei, dass sich langfristig ein lebendiges Netzwerk in der Region entwickelt.

In Workshops werden die Wegbegleiter:innen auf ihre künftige Rolle vorbereitet, besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Viel wichtiger sind Freude am Umgang mit Menschen, Offenheit, Verlässlichkeit und die Bereitschaft, etwas Zeit zu schenken. Ob Organisationstalent, Freude an Gesprächen oder kreative Ideen für gemeinsame Unternehmungen – bei mitnånd können Freiwillige ihre persönlichen Stärken einbringen.

Wer Freude daran hat, Menschen zusammenzubringen und das Miteinander in der Region Spittal an der Drau zu stärken, ist herzlich eingeladen, Teil von mitnånd zu werden!

Zur Projektwebseite von mitnand

Kontakt und Informationen zum Projekt mitnånd
DGKP Alexandra Schneeweiß
Regionenkoordinatorin Projekt mitnånd

Projektpartner und Fördergeber