Menschen mit basalen Bedürfnissen verstehen

Das Konzept der "Sensomotorischen Lebensweisen" Zielgruppe: Interessierte Personen, die in Wohngruppen und Werkstätten mit Erwachsenen mit schwerster Beeinträchtigungen arbeiten, auch solche ohne fachliche Ausbildung, aber mit praktischer Erfahrung.
Datum
23.03.2022 | 09:00 bis 17:00
24.03.2022 | 09:00 bis 17:00
Veranstaltungsort
Diakonie Akademie – Haus Bethanien, Hauptstraße 3 , 4210 Gallneukirchen
Kosten

€ 490,— (inkl. MwSt) — inkl. Verpflegung

Anmeldeschluss: Mi., 23.02.2022

Die Begleitung von Menschen mit basalen Bedürfnissen in Wohngruppen oder Tagesangeboten wirft Fragen auf: Was sind ihre Themen, wie ist ihr Verhalten zu verstehen, welche Angebote können ihnen gerecht werden? Was braucht es konkret, um ihrem lebenslangen Bedarf nach Begleitung gerecht zu werden? Was bedeuten Selbstbestimmung und Teilhabe ganz praktisch in ihrer jeweiligen Lebensrealität? Das Konzept der Sensomotorischen Lebensweisen kann hier einen Verständnisrahmen eröffnen, der es erleichtert, zu diesen Menschen einen positiven Zugang zu finden, sie besser zu verstehen, ihre Lebensinhalte wahrzunehmen, sowie Gemeinsamkeiten zwischen ihnen und allen Menschen zu erkennen. Dies kann auch helfen, den eigenen Umgang mit ihnen möglichst förderlich zu gestalten und gegebene Grenzen klarer in den Blick zu nehmen.

Inhalte
  • Die Teilnehmer:innen lernen das Konzept der Sensomotorischen Lebensweisen kennen und bekommen einen Blick dafür, was basale Bedürfnisse ausmachen, erkennen dabei auch Gemeinsamkeiten dieser Personen mit allen Menschen.
  • Sie erkennen, wie sich Selbstbestimmung und Teilhabe jeweils konkret gestalten lassen.
  • Sie erhalten einen Überblick über methodische Ansätze (z.B. Basale Kommunikation, Kinästhetik, Basale Stimulation, Snoezelen, TEACCH, Führen nach Affolter, Unterstützte Kommunikation), die den Bedürfnissen dieser Personen entsprechen könnten.
  • Sie reflektieren die eigenen Praxiserfahrungen und prüfen die Übertragbarkeit der vorgestellten Ansätze.
  • Sie stellen sich den Fragen lebenslanger Begleitung, deren Rahmenbedingungen und Grenzen.
  • Sie übertragen in einer Kleingruppe die gelernten Inhalte in einer begleitenden Fallbesprechung auf eine Person aus Ihrem Praxisalltag.