Buchbrücken-Projekt der Mediathek und IB Hopfgarten erhält Förderpreis
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Inklusive Zusammenarbeit seit über zwei Jahren
Das Projekt entstand vor mehr als zwei Jahren aus einer gemeinsamen Idee von Angelika Fohringer, Leiterin der Mediathek in Hopfgarten, und Katrin Pancheri, Jobcoach im Diakoniewerk. Menschen mit Behinderungen unterstützen seither das Team der Mediathek bei verschiedenen Aufgaben.
Begonnen hat die Zusammenarbeit mit dem Zurückräumen von Büchern, Spielen und CDs. Heute übernimmt das Team der Integrativen Beschäftigung zusätzlich das Ein- und Ausbuchen der Medien am Computer. „Das Bibliotheksteam spart sich Zeit und wir können dadurch einen zusätzlichen Tag pro Woche aufmachen“, freut sich Angelika Fohringer.
Hilfsmittel für selbstständiges Arbeiten
Seitens der Mediathek gab es keine Vorgaben, wie die Arbeitsabläufe gestaltet werden sollen. Für das Team der Integrativen Beschäftigung war das optimal. Alle begleiteten Menschen mit Behinderung erledigen die übertragenen Arbeiten im Rahmen ihrer individuellen Möglichkeiten und in leicht abgeänderter Form. Da einige Mitglieder aus dem Team der Integrativen Beschäftigung nicht lesen können, werden verschiedene Hilfsmittel wie Unterstützte Kommunikation und leichte Sprache eingesetzt. So haben sie sich eigene Buchstabenschilder vorbereitet, um sich das Ablagesystem zu erleichtern.
Ganz nebenbei bietet die Arbeit in der Mediathek ein ideales Umfeld für Therapieeinheiten. Einmal pro Monat begleitet eine Therapeutin eine Nutzerin in die Bibliothek. Dort setzen sie logo- und ergotherapeutische Übungen gleich in die Praxis um.
Ausgezeichnetes Beispiel für gelebte Inklusion
Rund 100 bis 150 Menschen leihen jede Woche etwas in der Mediathek in Hopfgarten aus. Für sie ist es normal, dass dort Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam arbeiten.
Dass die Zusammenarbeit so gut klappt und mittlerweile fest verankert ist, freut alle. „Menschen mit Behinderung wollen sich aktiv in das soziale Leben im Ort einbringen und hier gelingt das richtig gut“, schildert Katrin Pancheri. Das Projekt zeigt, wie Inklusion im Alltag Barrieren abbauen und das Miteinander stärken kann.
Wir haben uns sehr gefreut, dass unser kleines Projekt diese Auszeichnungen bekommen hat und damit das Engagement im ländlichen Raum sichtbar wird.