Kein Platz für Diskriminierung: Im Gespräch mit Daniela Grabovac
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Grabovac studierte Jus in Wien und Graz und baute bereits während ihrer Studienzeit die Anti-Rassismus-Hotline mit auf. Mit der Gründung der Antidiskriminierungsstelle Steiermark übernahm sie deren Leitung und ist heute zusätzlich für die Extremismusprävention zuständig. 2017 initiierte sie gemeinsam mit ihrem Team die „BanHate“-App, über die Hasspostings einfach und unkompliziert gemeldet werden können.
Im Gespräch gibt sie Einblicke in ihre tägliche Arbeit und zeigt, wie sich Diskriminierungsformen über die Jahre verändert haben: Während ethnische Diskriminierung konstant eine zentrale Rolle spielt, gewinnen Themen wie Alters- oder digitale Diskriminierung zunehmend an Bedeutung.
Die Entwicklung von Online-Hass
Ein Schwerpunkt der Folge ist zudem der „Online-Hassreport“, der auf Basis der über die BanHate-App gemeldeten Inhalte Entwicklungen zwischen 2017 und 2025 analysiert. Deutlich wird dabei, wie stark gesellschaftliche Ereignisse den digitalen Hass beeinflussen. Von der Flüchtlingskrise über die Corona-Pandemie bis hin zu aktuellen politischen Debatten.
Auch die Zielgruppen von Hasspostings verschieben sich dabei immer wieder: Während es im Jahr 2017 vor allem Migrant:innen stark traf, standen während der Corona-Pandemie Politiker:innen, Ärzt:innen und Journalist:innen im Mittelpunkt. „Natürlich, die Corona-Zeit hat sehr viel Wut aufgebracht, sehr viel Enttäuschung, aber dass diese Enttäuschung darin gemündet hat, dass man Vergewaltigungswünsche schickt, dass man sagt, die sollen auf einen Baum gehängt werden und man bereitet sich vor auf die Revolution, das war eine Neuigkeit auch in der Corona-Zeit“, erzählt Grabovac von ihren Erfahrungen.
Mehr Diskurs gegen Diskriminierung
Zum Abschluss richtet Grabovac den Blick auf mögliche Lösungen im Alltag: Mehr Gespräch, mehr Aufmerksamkeit füreinander und einfache Gesten im direkten Umfeld – etwa auf Nachbar:innen zuzugehen oder Unterstützung anzubieten. Für sie ist klar: Gesellschaftlicher Zusammenhalt beginnt im Kleinen.
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