Kurt Engleder beim Literaturpreis Ohrenschmaus ausgezeichnet
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Literaturpreis für Autor:innen mit Lernbehinderung
Der Literaturpreis Ohrenschmaus zeichnet seit 2007 Texte von Autorinnen und Autoren mit Lernbehinderung aus und stellt dabei bewusst ihr literarisches Talent in den Mittelpunkt.
Mit „Seelenritter“ wurde heuer ein Gedicht ausgezeichnet, das mit klaren Bildern und einer direkten, eigenen Sprache arbeitet. Der Text spricht von Freundschaft, Frieden und Schutz. Gerade diese Unmittelbarkeit machte ihn besonders.
Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung für Kurt Engleder. Sie macht sichtbar, wie viel künstlerische Kraft, Ausdruck und Eigenständigkeit in seiner Arbeit liegt. Der Preis ist eine schöne Würdigung und zugleich ein starkes Zeichen für die Bedeutung inklusiver Kulturarbeit.
Inklusive Kulturarbeit
Kurt Engleder ist seit vielen Jahren als Schauspieler im Theaterensemble Malaria und in der Literaturwerkstatt des Diakoniewerks tätig. Dort treffen sich jeden Montagnachmittag im Haus Bethanien in Gallneukirchen acht Künstlerinnen und Künstler, um ihre Gedanken auf Papier zu bringen oder mündlich zu erzählen. So schaffen sie einen eigenen Zugang, sich mitzuteilen und ihre Sicht auf die Welt auszudrücken.
Die Werke der Literaturwerkstatt erscheinen in Publikationen und Büchern. Außerdem beteiligen sich die Künstlerinnen und Künstler an Lesungen und Kunstprojekten. Einmal im Monat werden ihre Texte von Redakteur Harald Brachner im Freien Radio Freistadt ausgestrahlt.
Die Auszeichnung war auch für das Diakoniewerk ein besonderer Anlass zur Freude. Sie lenkte den Blick auf die Bedeutung von Räumen, in denen künstlerischer Ausdruck wachsen kann und Menschen mit ihren eigenen Themen und Perspektiven ernst genommen werden.
Dass Kurt Engleder für seinen Text ausgezeichnet wurde, freut uns sehr. Solche Anerkennung zeigt, wie wichtig Orte sind, an denen Menschen ihre Sprache entwickeln, ihre Gedanken ausdrücken und mit ihren künstlerischen Arbeiten sichtbar werden können.
Weitere Auszeichnungen
Neben Kurt Engleder wurden auch Ruth Oberhuber und Elisabeth Stachl mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet. Beide sind ebenfalls Literatinnen in der Literaturwerkstatt des Diakoniewerks und waren damit Teil der diesjährigen Preisverleihung.