Lernen im Ausland: SOB Ried Schüler:innen sammeln internationale Praxiserfahrung

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30. März 2026
Ried im Innkreis, 30. März 2026 – Während viele den Sommer für Urlaub nutzen, entschieden sich drei Schüler:innen der Schule für Sozialbetreuungsberufe (SOB) Ried im Innkreis bewusst für einen anderen Weg: Sie absolvierten ihr Pflichtpraktikum im Ausland, sammelten wertvolle internationale Erfahrung und konnten so ihren Bildungshorizont erweitern.

Praxisnahe Ausbildung in der Sozialbetreuung

Praktika sind ein zentraler Bestandteil der Ausbildung an der SOB Ried. Sie ermöglichen es den Schüler:innen, ihr theoretisches Wissen direkt anzuwenden, unterschiedliche Arbeitsfelder kennenzulernen und Sicherheit im Umgang mit Menschen mit Unterstützungsbedarf zu gewinnen.

Céline Schläfli, Natalie Schiefecker-Sösser und Monika Deubler gingen noch einen Schritt weiter: Sie entschieden sich für ein Auslandspraktikum in der Sozialbetreuung.

Bildung endet nicht im Klassenzimmer – sie beginnt dort, wo wir neue Kulturen erleben und unseren Horizont erweitern.

Nina Mathis, Direktorin der SOB Ried
Holzhäuschen zwischen Bäumen
Lebens- und Wohngemeinschaft in Grebinsrade / © Diakoniewerk

Auslandspraktikum in der Schweiz: Arbeit mit Prader-Willi-Syndrom

Céline Schläfli und Natalie Schiefecker-Sösser verbrachten zwei Wochen im Argo-Wohnheim Surava in Graubünden (Schweiz). Dort arbeiteten sie mit Menschen mit dem Prader-Willi-Syndrom, einer seltenen genetischen Erkrankung mit besonderen Anforderungen an Betreuung und Begleitung.

Neben der Mitarbeit im Alltag:

  • nahmen sie an Fachvorträgen teil
  • begleiteten verschiedene Wohngruppen
  • entwickelten eigene Projekte zu Ernährung, Bewegung und Emotionswahrnehmung

Ziel war es, die gewonnenen Erkenntnisse in ihre Ausbildung und spätere Berufspraxis einzubringen.

Alltag und Gemeinschaft in Norddeutschland

Monika Deubler absolvierte ihr Praktikum in der Lebens- und Wohngemeinschaft Grebinsrade, einem sozialtherapeutischen Gutshof nahe Kiel. Drei Wochen lang lebte und arbeitete sie dort mit Menschen mit unterschiedlichem Assistenzbedarf – eingebettet in eine ländliche Umgebung, die den Alltag strukturiert und Gemeinschaft erfahrbar macht.

Ich lernte viele großartige Menschen und andere Arbeitsweisen kennen. Besonders prägend waren für nicht nur die fachlichen Einblicke, sondern auch die persönlichen Begegnungen und Eindrücke außerhalb der Arbeit – von der Ostsee bis zur Altstadt von Lübeck.

Monika Deubler, Praktikantin in Norddeutschland

Lernen für den Beruf – und darüber hinaus

Die Ausbildung an der SOB Ried im Innkreis verbindet Theorie und Praxis eng miteinander. In der Fachausbildung Behindertenbegleitung lernen die Schüler:innen, Menschen mit Behinderungen professionell im Alltag zu begleiten, individuelle Bedürfnisse wahrzunehmen und tragfähige Beziehungen aufzubauen.

Auslandspraktika eröffnen dabei zusätzliche Perspektiven: andere Betreuungskonzepte, neue Arbeitsweisen und ein erweiterter Blick auf das eigene Berufsfeld. Gleichzeitig stärken sie Selbstständigkeit, Offenheit und die Fähigkeit, sich auf neue Situationen einzustellen.

Oder, wie Monika es formuliert: „Ich kann nur jedem empfehlen, sich auf so ein kleines Abenteuer fernab der Heimat einzulassen.“

Fotocredit: Monika Daubler

Rückfragen:

Mag. Nina Mathis
Schulleitung der Schule für Sozialbetreuungsberufe Mauerkirchen & Ried
nina.mathis@diakoniewerk.at