Pflegeausbildung in Salzburg: Wie Masooda Niazi ihren Weg zur Heimhilfe und Pflegeassistentin in Österreich findet

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21. August 2026
Nicht alle Menschen starten mit denselben Voraussetzungen in eine Ausbildung. Entscheidend ist, ob sie die Möglichkeit erhalten, ihre Fähigkeiten einzubringen und ihre Ziele zu verfolgen. Masooda Niazi wusste genau, was sie wollte: in Österreich Fuß fassen und in der Pflege arbeiten. Dafür wollte sie die Ausbildung zur Heimhilfe und danach die Ausbildung zur Pflegeassistentin in der Schule für Sozialbetreuungsberufe in Salzburg absolvieren. Im Haus für Senioren Henndorf des Diakoniewerks fand sie ein Team, das ihr diesen Weg zutraute.

Der Weg in die Pflege begann mit vielen Herausforderungen

Masooda kam 2015 aus Afghanistan nach Österreich. Eine Berufsausbildung konnte sie zuvor nicht abschließen, weil sie bereits mit 15 Jahren verheiratet wurde und deshalb die Schule verlassen musste. Auch in Österreich war der Einstieg nicht einfach. Ihre Deutschkenntnisse entwickelten sich noch weiter, ein unterstützendes soziales Umfeld war kaum vorhanden und gleichzeitig musste sie die Betreuung ihrer beiden Kinder organisieren.

Trotzdem verlor sie ihr Ziel nie aus den Augen.

Sie informierte sich selbstständig über Ausbildungsmöglichkeiten im Sozial- und Gesundheitsbereich, bewarb sich für die Heimhilfe-Ausbildung und suchte einen Praktikumsplatz. Für ihre jüngere Tochter organisierte sie zunächst eine Tagesmutter.

Eine Chance eröffnet neue Perspektiven

Den Mitarbeitenden war bewusst, dass Masoodas Ausgangssituation herausfordernd war. Gleichzeitig erlebten sie eine Frau, die Verantwortung für ihren eigenen Weg übernimmt und mit großer Entschlossenheit an ihrer beruflichen Zukunft arbeitet.

Deshalb entschied sich das Haus für Senioren Henndorf, Masooda während ihrer Ausbildung praktisch zu begleiten und ihr den Einstieg in den Pflegeberuf zu ermöglichen.

Seit Februar arbeitet sie 20 Stunden pro Woche im Haus für Senioren Henndorf und besucht zusätzlich an sieben Stunden pro Woche die Schule. In der Hausgemeinschaft unterstützt sie die Alltagsmanager:innen, bereitet gemeinsam Mahlzeiten zu und sammelt täglich Erfahrungen im Umgang mit älteren Menschen. Sie führt Gespräche mit Bewohner:innen, versteht den Salzburger Dialekt zunehmend besser und lernt den Pflegealltag kennen. Unter Anleitung begleitet sie Pflegefachkräfte und übernimmt erste pflegerische Tätigkeiten.

Pflegeausbildung bedeutet Lernen in der Schule und im Alltag

Lernen findet nicht nur im Unterricht statt. Bewohner:innen, Angehörige und Mitarbeitende erleben Masooda als aufmerksame und verlässliche Kollegin. Sie fragt nach, möchte Zusammenhänge verstehen und setzt Gelerntes rasch um. So bringt sie nicht nur ihre Arbeitskraft ein. Auch ihre Erfahrungen, ihre Perspektiven und ihre Haltung bereichern das Team.

Das erste Semester ihrer zweisemestrigen Ausbildung an der Schule für Sozialbetreuungsberufe des Diakoniewerks in Salzburg hat sie bereits erfolgreich abgeschlossen. Im Herbst folgt das zweite Semester sowie das Praktikum im mobilen Bereich.

Nach der Heimhilfe folgt die Ausbildung zur Pflegeassistentin

Für Masooda ist der Abschluss als Heimhilfe erst der erste Schritt. Ihr Ziel ist bereits klar: Im Anschluss möchte sie die Ausbildung zur Pflegeassistentin absolvieren. Auch diesen Weg möchte das Haus für Senioren Henndorf gemeinsam mit ihr gehen und sie langfristig als Mitarbeiterin gewinnen.

Uns kann nichts Besseres passieren, als so eine herausragende Nachwuchsmitarbeiterin in unserem Team zu haben

Angelika Auböck-Geist BA, MA, Leitung des Hauses für Senioren Henndorf.

Masoodas Geschichte macht deutlich: Pflegeausbildungen eröffnen Perspektiven – für Menschen, die einen Beruf mit Sinn suchen, und für Einrichtungen, die engagierte Fachkräfte begleiten und entwickeln.