Schule als Lernort: So lernen Kinder in den Mosaik.Schulen in Katsdorf

  • News
09. Juni 2026
Der Tag beginnt im Morgenkreis. Kinder sitzen beieinander, hören zu, erzählen und denken gemeinsam nach. Es geht um Impulse, Gespräche und Achtsamkeit. Kein hektischer Start in den Unterricht, sondern ein bewusstes Ankommen. Wer die Mosaik.Schulen in Katsdorf besucht, merkt schnell: Hier wird Schule als Lernort neu gedacht.

Lernen beginnt mit Beziehung

„Da ist Beziehung, da ist ein Du“, beschreibt Mittelschuldirektorin Stefanie Zierer den Unterschied zu vielen traditionellen Schulformen. Gemeint ist ein wertschätzendes Miteinander auf Augenhöhe, das den gesamten Schulalltag prägt.

Auch in der Mosaik.Volksschule gehört dieses Verständnis zum pädagogischen Kern. Lernbegleiter und Kinder sprechen sich mit Vornamen an, Beziehung wird bewusst aufgebaut und gepflegt. Dieses Fundament verändert vieles. Kinder erleben Schule nicht nur als Ort des Lernens, sondern als Raum, in dem sie gesehen und ernst genommen werden.

Wenn diese Kinder erleben, dass sie nicht zuerst bewertet, sondern wirklich gesehen werden, dann passiert oft etwas sehr Schönes.

Theresa Sitz, Direktorin der Mosaik.Volksschule.

Individuelles Lernen statt passiver Wissensvermittlung

Nach dem Morgenkreis arbeiten die Kinder an Projekten, wählen Lernangebote oder holen Materialien für selbstständiges Arbeiten. Der Unterricht findet in den Klassenräumen statt, aber auch im Garten oder an anderen Lernorten. Fächergrenzen werden durchlässig, Lernen entsteht im Tun.

Immer wieder zeigt sich dabei ein besonderer Moment: Kinder wechseln vom Konsumieren ins Gestalten. Sie fragen nicht mehr: „Was muss ich machen?“, sondern sagen: „Ich habe eine Idee. Darf ich das so umsetzen?“

So werden Kompetenzen und Potenziale sichtbar, die in einem stärker vorgegebenen Schulsetting oft verborgen bleiben würden.

Eigene Wege gehen und Fehler als Chance sehen

Ein zentrales Prinzip der Mosaik.Schulen in Katsdorf ist die Individualität. Kinder dürfen ihren eigenen Zugang zum Lernen finden – in ihrem Tempo, auf ihre Weise und ohne Angst vor Fehlern.

„Etwas falsch machen ist erlaubt, denn Lernen ist ein Prozess“, sagt Stefanie Zierer.

Auch alternative Formen der Leistungsfeststellung gehören dazu. Hausübungen sind ein Angebot und keine Verpflichtung. Die Beurteilung erfolgt wie an anderen Mittelschulen über Noten, diese werden jedoch ausschließlich den Eltern kommuniziert. Im Mittelpunkt steht die Reflexion von Kompetenzen und Lernfortschritten.

Wir möchten, dass Lernen aus Sinn, Beziehung und Eigenverantwortung entsteht und nicht aus Druck.

Theresa Sitz, Direktorin der Mosaik.Volksschule.

Um Videos abzuspielen, akzeptieren Sie bitte die erforderlichen Cookies.

Cookie Einstellungen

Lernen Sie die Mosaik.Volksschule kennen

Wir geben Einblick
Video ansehen

Warum der Lernort Schule so wichtig ist

Auch die Lernumgebung trägt dazu bei. Die Mosaik.Volksschule befindet sich in einem umgebauten Bauernhof, die Mosaik.Mittelschule in modernen Räumen des Gemeindezentrums IM HOF. Die Atmosphäre erinnert eher an ein wohnliches Umfeld als an ein klassisches Schulgebäude.

Gerade Kinder mit Schulangst, Unsicherheit oder belastenden Erfahrungen finden hier häufig leichter Zugang zum Lernen. Die Umgebung unterstützt das Ankommen und schafft Raum für Vertrauen, Selbstständigkeit und persönliche Entwicklung.

Die Mosaik.Schulen, deren Träger das Diakoniewerk ist, verstehen sich als Teil einer vielfältigen Bildungslandschaft. Ihr Motto lautet: „Lernen ermöglichen. Wachstum begleiten.“

Das Ziel beider Schulen ist klar: Kinder sollen gestärkt ihren Weg gehen.

Melden Sie jetzt Ihr Kind für die Mosaik.Volksschule an