Sprachtalent aus de La Tour Schule Seiersberg holt 2. Platz in Österreich
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Anspruchsvolle Aufgaben auf Bundesebene
Der Wettbewerb fand in der Wiener Niederlassung des Instituto Cervantes - der weltweit größte Institution im Bereich des Spanisch Lernens - statt und stellte die Teilnehmer:innen vor anspruchsvolle sprachliche Herausforderungen. In einer ersten Runde diskutierten die Kandidat:innen in Kleingruppen über die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Berufswelt und Gesellschaft. Im Finale mussten die besten vier Teilnehmer ihre Sprachkompetenz und ihr Improvisationstalent in einem Rollenspiel unter Beweis stellen.
„Die Stimmung war ganz anders als beim Landesfinale. Man hat gemerkt, dass viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr hohe Erwartungen an sich selbst hatten und entsprechend nervös waren“, erzählt Leonie. „Ich wollte mir selbst keinen zusätzlichen Druck machen und einfach mein Bestes geben. Mir war wichtig, Spaß zu haben und die Erfahrung zu genießen.“
Natürlichkeit überzeugte die Jury
Im Finaldurchgang musste sie die Rolle einer Schülerin übernehmen, die ihre Direktorin davon überzeugen möchte, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und ChatGPT an ihrer Schule stärker zu fördern. Die Aufgabe meisterte sie mit viel Spontaneität und natürlichem Sprachgefühl.
Besonders beeindruckt zeigte sich ihre Spanischlehrerin Mag.a Ana Edo Minguillon, die Leonie nach Wien begleitete: „Die sprachlichen Leistungen waren beeindruckend. Teilweise wurden Vokabeln verwendet, die selbst Muttersprachler:innen kaum im Alltag benutzen. Umso mehr hat es mich gefreut, dass die Jury nicht nur auf sprachliche Perfektion geachtet hat, sondern auch auf die Fähigkeit, natürlich zu kommunizieren. Leonie spricht Spanisch sehr authentisch und schafft es, Gespräche lebendig zu gestalten.“
Auch Leonie selbst blickt positiv auf den Wettbewerb zurück: „Es hat mir geholfen, noch selbstbewusster auf Spanisch zu sprechen. Vor so vielen Menschen und vor einer hochkarätigen Jury zu präsentieren, war eine tolle Erfahrung. So eine Gelegenheit bekommt man wahrscheinlich nicht oft im Leben.“
Feierliche Siegerehrung in der spanischen Botschaft
Ein besonderes Highlight war für sie die anschließende Siegerehrung in der spanischen Botschaft in Wien. Die Auszeichnungen wurden von der spanischen Botschafterin Maria Aurora Mejía Errasquín überreicht.
„Die Botschaft war unglaublich beeindruckend. Ich habe mich fast wie in einem Palast gefühlt“, erzählt Leonie. „Es war spannend, mit Vertreterinnen und Vertretern aus Spanien, dem Bildungsbereich und der Diplomatie ins Gespräch zu kommen. Allein diese Erfahrung war etwas ganz Besonderes.“
Neben Geldpreisen wurden den Teilnehmer:innen von Sponsoren auch Sprachreisen nach Spanien, Flugtickets nach Spanien, Sprachkurse und die Übernahme von Prüfungsgebühren für das offizielle spanische Sprachzertifikat DELE ermöglicht.
Stolz auf eine besondere Leistung
Für Ana Edo Minguillon ist der Erfolg ihrer Schülerin nicht nur eine Bestätigung ihrer sprachlichen Fähigkeiten, sondern auch der besonderen Schulkultur in Seiersberg: „Wir sind eine vergleichsweise kleine Schule und deshalb freuen wir uns über jeden Erfolg unserer Schülerinnen und Schüler besonders. Was mich am meisten freut: Leonie ist ihren eigenen Weg gegangen, hat sich nicht verstellen müssen und ist trotzdem ganz vorne gelandet. Das ist eine wunderbare Botschaft.“
Für Leonie bleibt vor allem die Erinnerung an eine außergewöhnliche Reise, neue Begegnungen und die Erfahrung, Österreichs beste Spanisch-Schüler kennengelernt zu haben. „Natürlich freut mich der zweite Platz sehr. Aber mindestens genauso schön war es, all die Menschen kennenzulernen und zu sehen, wie viele junge Leute sich mit Begeisterung für Sprachen interessieren.“
Foto: © Instituto Cervantes