Theresas Meisterwerk: Oxymel aus Handarbeit

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10. August 2026
Am Linzerberg in der Werkstätte Emmaus des Diakoniewerks entsteht ein ganz besonderes Produkt: das Oxymel. Theresa ist seit drei Jahren maßgeblich an der Herstellung des sogenannten Sauerhonigs beteiligt - von den selbst angebauten Kräutern bis zum fertigen Produkt.

Es ist ein sonniger Tag am Linzerberg in Engerwitzdorf. Theresa, die in der Werkstätte Emmaus des Diakoniewerks arbeitet, ist draußen unterwegs und sammelt Kräuter für die Herstellung eines ganz besonderen Produktes: dem Oxymel - ein sogenannter Sauerhonig.

Theresa mit ihrer Lieblingssorte: Hagebutten-Oxymel

Oxymel: Honig, Essig und Kräuter in Handarbeit

"Oxymel ist eine Mischung aus Honig und Essig, die gemeinsam mit verschiedenen Kräutern oder Gewürzen angesetzt wird", so die 21-jährige.

Wie die Herstellung funktioniert, erklärt Theresa am Beispiel des Ingwer-Kurkuma-Oxymels: "Zuerst wird der Ingwer gewaschen und geschnitten und in ein großes Gefäß gegeben, wo Salz, Pfeffer und die Honig-Essig Mischung dazukommt. Dann wird das Ganze gut durchgeschüttelt. Anschließend heißt es warten: "Drei Wochen muss das Oxymel zum Ziehen stehen gelassen werden und in dieser Zeit immer wieder gut geschüttelt werden, damit sich die Zutaten miteinander verbinden können.

Vom Kräutergarten bis zum Abfüllen: Alles entsteht am Linzerberg

Das Oxymel ist Theresas Herzensprojekt. Sie begleitet die Herstellung schon seit drei Jahren. Seit insgesamt vier Jahren ist sie in der Werkstätte Emmaus tätig. Neben der Herstellung des Oxymels liegen ihre Hauptaufgaben auch im Streichelzoo am Linzerberg, wo sie Schweine und Kühe versorgt. Außerdem kocht und backt Theresa für die gesamte Gruppe.

Dass sie Teil des Oxymel-Produktionsteam ist, macht Theresa außerdem besonders stolz. "Hinter dem Oxymel liegt wirklich liebevolle Handarbeit. Das macht es so einzigartig - es wird nichts zugekauft. Jeder Schritt - vom Anbau der Kräuter, bis zum Abfüllen und Ausliefern - wird von uns übernommen."

Das Oxymel wird im Laden am Linzerberg und am Gallneukirchner Weihnachtsmarkt verkauft. Die Herstellung erfolgt zur Gänze in der Erlebnisgruppe der Werkstätte Emmaus am Linzerberg, wo verschiedene Einrichtungen des Diakoniewerks ihren Standort haben.

Ingwer-Kurkuma, Hagebutte, Thymian-Ingwer-Zitrone

Natasa, Theresas Einzelbetreuerin in der Werkstätte, erzählt, dass es für die Kräuter, die für das Oxymel und auch für die Säfte der Eigenmarke Erlkönigin verwendet werden, einen eigenen Kräutergarten am Linzerberg gibt, wo zum Beispiel Thymian oder Hagebutte wachsen. 

"Die Hagebutte wurde erst letztes Jahr angepflanzt. Bald gibt es hoffentlich wieder ein Hagebutten-Oxymel. Das ist auch eine meiner Lieblingssorten weil sie sehr besonders schmeckt und in dieser Form auch nicht oft zu finden ist", freut sich Theresa. Sie ist hoch motiviert neue Sorten des Oxymels auszuprobieren und zu produzieren. "Man muss nur kreativ sein", sagt Theresa mit einem Augenzwinkern.

Ein Produkt, das Selbstvertrauen stärkt

Für Theresa geht es nach dem Kräutersammeln nun ans Waschen, Schneiden und Schütteln: "Das Schöne beim Oxymel ist zu sehen, wie es Schritt für Schritt entsteht. Wenn es dann fertig ist, wir es verkaufen und es den Leuten schmeckt, bin ich immer sehr stolz auf unser 'Kunstwerk'".

Durch die aktive Einbeziehung in die Entwicklung des Oxymel-Produktes ist Theresas Selbstwert und ihr Vertrauen in sich unglaublich gestiegen. "Theresa fällt es mittlerweile leicht, jeden einzelnen Schritt selbst durchzuführen. Sie sieht das Produkt als ihr Meisterwerk und ist sehr stolz darauf, es von Anfang bis Ende produziert zu haben - das ist sehr schön", freut sich Natasa.

Eine neue Oxymel-Sorte für den Herbst?

Und Theresas Pläne? "Seit letztem Jahr geht mir eine neue Geschmacksrichtung nicht aus dem Kopf. Die Kräuter wurden bereits von mir gepflanzt und warten auf die Ernte und Verarbeitung. Ich hoffe, dass wir euch im Herbst mit einer neuen Oxymel-Sorte verwöhnen dürfen!"

Das Oxymel wird in der Werkstätte Emmaus produziert und im Laden am Linzerberg verkauft.