Zivildienst im Haus am Ruckerlberg in Graz
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Bewusste Entscheidung für den Zivildienst in der Pflege
Kevin entschied sich gegen den Wehrdienst und für den sozialen Bereich. Bei seiner Online-Recherche stieß er auf das Haus am Ruckerlberg in Graz. Der gute Ruf der Einrichtung und die Möglichkeit, echte Einblicke in die Pflegearbeit zu gewinnen, waren ausschlaggebend.
Mich hat der soziale Bereich interessiert. Ich wollte Menschen unterstützen und etwas Sinnvolles machen.
Ankommen im Haus am Ruckerlberg und im Team
Der erste Tag war vom Kennenlernen geprägt: Küche, Hauswirtschaft, Abläufe, Hygienevorschriften, Brandschutz sowie erste Begegnungen mit Bewohnerinnen, Bewohnern und dem Team. „Ich wurde sehr offen aufgenommen. Man fühlt sich schnell als Teil des Hauses“, erinnert sich Kevin. Besonders positiv: Mehrere Zivildiener waren gleichzeitig im Einsatz. „Der Austausch und der Zusammenhalt waren wirklich cool – wir waren ein richtiges Team.“
Lernen, was man nicht planen kann
Der Pflegealltag brachte viele neue Erfahrungen. Vor allem der Umgang mit Menschen mit Demenz hat Kevin geprägt. „Kommunikation funktioniert anders. Man lernt, geduldig zu sein, zuzuhören und flexibel zu reagieren.“
Auch die Anforderungen des Berufs wurden ihm bewusst: „Ich wusste, dass Pflege anstrengend ist. Wie hoch das Pensum wirklich ist und wie viel körperliche und psychische Kraft es braucht, habe ich erst hier verstanden.“
Neben fordernden Momenten gab es viele schöne: gemeinsame Ausflüge, Aktivitäten, Feste wie die Weihnachtsfeier – und kleine Highlights im Alltag. „Die Fahrten mit dem Dienstauto waren immer ein Highlight. Unser Caddy war fast schon Teil des Teams.“
Menschen, die bleiben
Besonders berührt hat Kevin die Begegnung mit einzelnen Menschen. Eine Bewohnerin beeindruckte ihn nachhaltig: „Sie war immer dankbar, nie schlecht gelaunt und hatte stets liebe Worte.“ Auch Kolleginnen und Kollegen haben ihn geprägt. Sein Kollege Lukas ist für ihn ein Vorbild: „Er war immer hilfsbereit, ehrlich, engagiert und positiv – das motiviert enorm.“
Ein neuer Blick aufs Leben
Der Zivildienst hat Kevins Haltung verändert: „Ich habe gelernt, dankbarer zu sein, nichts für selbstverständlich zu halten und Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind.“
Beruflich denkt er über ein Studium in Fotografie oder Medizin nach. „Was ich hier gelernt habe, nehme ich aber auf jeden Fall mit. Geduld, Verantwortung und der Umgang mit Menschen begleiten mich weiter.“
Kevins Rat an zukünftige Zivildiener
Zivildienst ist Vollzeitarbeit. „Man braucht einen guten Rhythmus und sollte die Arbeit nicht unterschätzen.“ Gleichzeitig räumt Kevin mit Vorurteilen auf: „Es geht nicht nur um pflegerische Tätigkeiten. Man lernt unglaublich viel fürs Leben.“
Sein Fazit: „Ich würde den Zivildienst jederzeit weiterempfehlen.“
Seinen Zivildienst beschreibt er in drei Worten: Verbundenheit. Ehrlichkeit. Fordernd.