Armut tut weh

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25. August 2022
Was ein Alltag in Armut bedeutet.

„Armut bedeutet, vieles aufgeben zu müssen“, sagt Marisa Zerza. Und dabei geht es nicht alleine um Urlaub, besondere Lebensmittel oder neue Spielsachen. „Armut heißt, dass du viele Momente nicht mehr erleben kannst, die gut tun und wichtig sind für dich – und für deine Kinder.“

Sommer ohne Spaß

Marisa Zerza und ihre Kolleg:innen von der sozialpädagogischen Familienbetreuung der Diakonie in Oberösterreich wissen, was ein Alltag in Armut bedeutet. Da ist zum Beispiel Thomas (Name geändert). Seine Kinder würden in den Sommerferien gerne mit anderen ins Schwimmbad fahren. Aber Eintritt, Pommes, Eis – all das summiert sich, ganz besonders jetzt, wo alles teurer wird. Ein Tag im Schwimmbad ist einfach nicht drin. Die Kinder müssen zuhause bleiben, während andere ins Becken hüpfen. „Armut grenzt aus“, sagt Mariza Zerza.

Armut heißt, dass du viele Momente nicht mehr erleben kannst, die gut tun und wichtig sind für dich – und für deine Kinder.

Marisa Zerza, Sozialpädagogin

Scham und Schweigen

Niemand spricht gerne über finanzielle Nöte – oder wird gerne darauf angesprochen. „Den meisten Menschen fällt es unglaublich schwer, um Hilfe zu fragen“, sagt Zerza. „Eltern, die von Armut betroffen sind, wollen meist vermeiden, dass sich ihre Kinder vor anderen schämen müssen.“ Rückzug und Schweigen sind oft die Folge. Bei vielen Eltern beginnt der Verzicht bei sich selbst: Sie nehmen sich zurück, damit ihre Kinder nicht allzu viel von der Armut mitbekommen.

Essen oder Schuhe

Zum Beispiel Martina (Name geändert). Ihre Kinder brauchen neue Schuhe für den Herbst. Aber Martina muss mit so wenig Geld auskommen, dass sie sich die Schuhe eigentlich nicht leisten kann. „Also isst sie ein paar Tage nur Kartoffeln und beschließt, selbst im Winter Sommerschuhe zu tragen, solange es irgendwie geht“, erzählt Marisa Zerza.

Wenn sich Strom und Heizkosten schon bisher nur ganz knapp ausgegangen sind – wie soll das für von Armut betroffene Menschen in Österreich weitergehen?

Marisa Zerza, Sozialpädagogin

„Wie soll das weitergehen?“

Viele Familien müssen eigentlich Notwendiges aufgeben, schon bisher und jetzt ganz besonders. Alles wird teurer. Mit dem Schulanfang müssen wieder Schultaschen, Stifte und viele andere Dinge gekauft werden. Und alle blicken besorgt auf den Winter. „Wenn sich Strom und Heizkosten schon bisher nur ganz knapp ausgegangen sind – wie soll das für von Armut betroffene Menschen in Österreich weitergehen? Ich fürchte, hier müssen wir uns noch auf viel Not gefasst machen“, sagt Marisa Zerza.

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Ihre Ansprechperson zu dieser Story

Dr.in Roberta Rastl-Kircher
Pressesprecherin & Medienarbeit