Demenz bei Angehörigen: Wie ein Tageszentrum den Alltag erleichtern kann

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21. September 2026
Frau Pockfuß nennt die Tagesbetreuung für ihren Mann in Gallneukirchen einfach „Seniorentreff“

Tagesbetreuung gehört zum Alltag

Seit vier Jahren besucht Robert Pockfuß regelmäßig die Tagesbetreuung. Seine Gattin Marianne Pockfuß erinnert sich noch gut an die Anfänge. Das Ehepaar hatte über viele Jahre eine Bäckerei, eine Konditorei und ein Lebensmittelgeschäft in Altenberg geführt. Im Zuge einer Augenoperation im Jahr 2016 wurde bei Herrn Pockfuß erstmals der Verdacht auf Parkinson geäußert. Damals war er 66 Jahre alt.

Die Diagnose hielt ihn zunächst nicht davon ab, seinen Interessen nachzugehen und neue Fähigkeiten zu erlernen. Unter anderem absolvierte er eine Ausbildung in Bowen-Therapie, einer sanften alternativmedizinischen Behandlungsmethode.

Zu Beginn der Covid-19-Pandemie endete diese Tätigkeit jedoch abrupt. „Wie bei vielen anderen entstand plötzlich eine Leere“, erzählt Marianne Pockfuß. In der Folge verschlechterte sich der Gesundheitszustand ihres Mannes deutlich.

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Die Tagesbetreuung ist ein Ort, der einfach gut tut

Von der Tagesbetreuung in Gallneukirchen erfuhr die Familie durch Empfehlungen im Bekanntenkreis. Bereits nach einem halben Schnuppertag war für beide klar: Hier findet Robert Pockfuß ein abwechslungsreiches Programm, während seine Frau einige Stunden Entlastung erhält und Zeit für eigene Erledigungen gewinnt.

In der Tagesbetreuung wird gesungen, gekocht, gespielt und gelacht – Tätigkeiten, die Robert Pockfuß schon sein Leben lang Freude bereiten. Auch Freundschaften sind entstanden. Robert Pockfuß bringt sich gerne in die Gemeinschaft ein und gibt immer wieder Anregungen für gemeinsame Aktivitäten. „Stadt, Land, Fluss“ steht fast immer auf dem Programm. Auf seine Idee hin wurde beispielsweise einmal gemeinsam Mohnflesserl geflochten – eine Aktion, die an seine langjährige Tätigkeit als Bäcker erinnerte und bei den Tagesgästen großen Anklang fand. Marianne Pockfuß nennt die Tagesbetreuung ihrem Mann gegenüber schlicht „Seniorentreff“. Denn für sie steht weniger die Betreuung als vielmehr das Miteinander im Vordergrund.

Entlastung für beide

Die Erkrankung ihres Mannes stellt auch Marianne Pockfuß vor Herausforderungen. „Ich musste durch meinen Beruf mein Leben lang auf vieles verzichten und hatte praktisch eine Sieben-Tage-Woche. Deshalb kann ich gut mit meiner täglichen Verantwortung in der Betreuung von meinem Mann“, sagt sie.

Dennoch belasten sie die Veränderungen. „Alles geht langsamer. Spontanität ist kaum mehr möglich. Ich versuche deshalb, jede Form von Stress zu vermeiden. Die Tagesbetreuung ist für uns eine wertvolle Unterstützung. Es schafft Freiräume für mich im Alltag und trägt dazu bei, dass wir beide trotz der Erkrankung meines Mannes weiterhin aktiv am Leben teilnehmen können“.

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Ihre Ansprechperson zu dieser Story

Dr.in Roberta Rastl-Kircher
Pressesprecherin & Medienarbeit