Ukraine-Krieg: Bangen vor dem Wintereinbruch

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25. Oktober 2022
Die Situation für Geflüchtete und Binnenvertriebene wird sich in den nächsten Monaten weiter zuspitzen. Sowohl in der Ukraine als auch den Nachbarländern ist der nahende Wintereinbruch für Notleidende des Krieges ein weiteres Schreckensszenario.

Auf der Flucht

Tetiana floh mit ihrer zweijährigen Tochter Sofia Anfang April aus einem vom Krieg zerrütteten Dorf in der Region Saporischschja. Tagelang hatten sie sich bereits im Keller vor dem ständigen Beschuss versteckt gehalten. Einen Monat lang lebten sie bereits unter Besatzung. Fliehen mussten sie alleine, denn Männer durften das Dorf nicht verlassen. Tetianas Mann und Bruder blieben zurück – seither ist es schwierig mit ihnen in Kontakt zu bleiben. Im besetzten Gebiet ist kein Internet verfügbar und die ukrainischen Mobilfunkanbieter sind blockiert.

In Zaporizhia, im Südosten der Ukraine, traf Tetiana ihre Mutter, die bereits früher geflohen war. Bei entfernten Verwandten konnten sie eine Zeit lang bleiben, aber auch diese große Stadt war häufig Ziel von Raketenangriffen. Die kleine Sofia hatte Angst vor Sirenen, denn sie wusste nur zu gut, was sie bedeuteten: Du musst schnell zum Luftschutzbunker, denn der Tod kommt auf dich zu. Also beschlossen Tetiana und ihre Mutter mit der kleinen Sofia aufs Land zu ziehen. Ein Dorfbewohner überlässt ihnen kostenlos sein unbewohntes Haus, sie zahlen nur die Stromrechnungen.

Der Winter naht

Sofia wächst schnell und braucht warme Kleidung. Sie müssen Kohle oder Brennholz kaufen, da das Haus keine Heizung hat, sondern nur einen Ofen. Doch das Geld ist knapp. Eigentlich haben sie nur 800 UAH Kindergeld vom Staat, umgerechnet etwas mehr als 20 Euro. Und auch diese Zahlungen enden mit Dezember, wenn Sofia 3 Jahre alt wird. Gott sei Dank hat Tetianas Mutter es geschafft einen Job in einem örtlichen Geschäft zu bekommen - so bezieht sie zumindest ein kleines Gehalt. Ihre Hoffnung ist es, bald nach Hause zurückkehren zu können. Die Familie plant die Rückkehr, sobald ihr Dorf wieder als sicher gilt.

Start der Winterhilfe

Nach mehr als 200 Tagen Krieg steht jetzt der Winter bevor. Die Besorgnis über die humanitäre Situation wächst. UN und andere humanitäre Organisationen arbeiten eng mit lokalen Behörden um den dringendsten Bedarf zu erheben und lebensnotwendige Hilfslieferungen in die am härtesten getroffenen Regionen zu organisieren.  

Neben der Fortführung der humanitären Hilfe geht es mit Blick auf den Winter darum, die Hilfe auszubauen: Decken, warme Kleidung und Heizmaterial werden dringend benötigt. Wohnungen müssen so weit möglich instandgesetzt werden, damit der Winter bestmöglich überstanden werden kann. 

Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt gemeinsam mit lokalen Organisationen und im Hilfsnetzwerk ACT Alliance - sowohl in der Ukraine als auch den Nachbarländern.  

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