Wenn Flüchtlingsschutz neue Perspektiven schafft

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15. Juni 2026
Aus dem Iran geflohen, in Oberösterreich zuhause

Soheila Darvishi weiß, was es bedeutet, Schutz zu brauchen. Die gebürtige Iranerin floh 2014 gemeinsam mit ihrer Familie aus politischen Gründen nach Österreich. Heute arbeitet sie als Fachsozialbetreuerin im Diakoniewerk und begleitet Menschen mit Behinderung. Ihre Geschichte zeigt, was möglich wird, wenn Menschen Schutz, Sicherheit und vor allem eine faire Chance erhalten.

Während der Zeit in der Grundversorgung lernte Soheila intensiv Deutsch, absolvierte eine Ausbildung zur Alltagsbegleiterin und engagierte sich über Jahre hinweg freiwillig in verschiedenen sozialen Einrichtungen und der Pfarrgemeinde. Dabei lernte sie zahlreiche Menschen kennen, die sich gegenseitig unterstützten und ihr beim Ankommen halfen.
Sie arbeitete zunächst in der Gastronomie, bevor sie ihre Ausbildung zur Fachsozialbetreuerin an der Schule für Sozialbetreuungsberufe des Diakoniewerks begann.

Sprache ist der Schlüssel zur Gesellschaft

“Sprache ist der Schlüssel zur Gesellschaft, zu den Menschen und zur Kultur. Es ist ein fortlaufender Prozess und ich lerne jeden Tag Neues dazu“, sagt sie heute. Schritt für Schritt baute sie sich gemeinsam mit ihrer Familie ein neues Leben auf und ist dankbar für alle die sie auf Ihren Weg begleitet haben. Mit ihrer Arbeit möchte sie heute selbst einen Beitrag für die Gesellschaft leisten. Ihre Kinder sind mittlerweile im IT-Bereich tätig und Österreich ist für sie zur zweiten Heimat geworden.

Besonders schätze ich, in einem Land zu leben, wo Sicherheit, Meinungsfreiheit und Gleichberechtigung gelebt werden.

Soheila Darvishi

Flüchtlingsschutz ist kein abstraktes politisches Thema

Ihre Geschichte macht deutlich, dass Flüchtlingsschutz kein abstraktes politisches Thema ist und auch 75 Jahre nach der Genfer Flüchtlingskonvention aktueller ist denn je. Menschen, die aufgrund von Verfolgung, Gewalt oder politischer Unterdrückung ihre Heimat verlassen müssen, brauchen Schutz und Perspektiven.

Dabei gelingt Integration nicht von allein. Sie braucht Zeit, Unterstützung und Möglichkeiten. Ihr Lebensweg ist ein Beispiel dafür, was entstehen kann, wenn Menschen nicht nur aufgenommen, sondern auch Teilhabe erfahren.

Für die Zukunft wünscht sich Soheila vor allem eines: „… ein friedliches Zusammenleben, gegenseitigen Respekt und ein Leben ohne Angst.“