52. Martinstift-Symposion: Herausfordernd vielfältig
Autismus-Spektrum: Wege zum gemeinsamen VerstehenVorverkauf:
Tageskarten inkl. Mittagssnack 90,- EUR / ermäßigt 80,- EUR (für Schüler:innen, Studierende, Wehr und Zivildiener, Pensionist:innen, Menschen mit Behinderung)
Das 52. Martinstift-Symposion widmet sich der Frage, wie unterschiedliche Wahrnehmungen und herausfordernde Verhaltensweisen besser verstanden und begleitet werden können. Fachvorträge, persönliche Einblicke und praxisnahe Beispiele eröffnen neue Perspektiven auf Neurodiversität, Autismus-Spektrum und den Umgang mit herausfordernden Situationen im Alltag.
Die Veranstaltung lädt dazu ein, voneinander zu lernen, Verständnis zu vertiefen und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln.
Das Martinstift-Symposion ist im Sinne der Fortbildungsverpflichtung im Rahmen des Sozialbetreuungsberufegesetzes und als Fortbildung im Rahmen der Fortbildungsverpflichtung gemäß 5 63 GuKG anrechenbar.
Programm
Begrüßung und Eröffnung
Neurodiversität im Spannungsfeld von Wissenschaft, Selbstverständnis und der Frage nach Zugehörigkeit
Prim. Priv.-Doz. Dr. Johannes Hofer (Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde, Facharzt für Neurologie, Barmherzige Brüder Linz)
Autismus - (m)eine andere Wahrnehmung
Gee Vero (freischaffende Künstlerin, Illustratorin, Autorin, Referentin, Initiatorin des Kunstprojektes The Art of Inclusion)
Nah dran: Angehörige berichten
Mag.a Regina Hörmanseder, Dr.in Elisabeth Wurm, LL.B. MA
Pause
Konsequent arbeiten - Konsequenzen, Grenzen und förderliche Strategien bei herausforderndem Verhalten
Andreas Münch (Diplom-Sozialpädagoge, Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie)
Wir haben ein Tipi in der Glaswerkstatt
Mitarbeiter:innen Wohnen und Werkstätte Bad Wimsbach, Diakoniewerk
Duo der Perspektive - Fokus Deeskalationsmanagement und Mitarbeiterschutz in der Arbeit mit Menschen im Autismus-Spektrum
Florian Henetmayr (DSB, Geschäftsführer GsbR Lösungsmittel) und DI(FH) Rainer Likar (DSB, Diakoniewerk)
Ende
Referent:innen
Prim. Priv.-Doz. Dr. Johannes Hofer
Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde, Facharzt für Neurologie, Vorstand des Instituts für Sinnes- und Sprachneurologie des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder LinzNeurodiversität im Spannungsfeld von Wissenschaft, Selbstverständnis und der Frage nach Zugehörigkeit
Neurodiversität wird häufig zwischen wissenschaftlichen Konzepten, Identität und gesellschaftlicher Anerkennung diskutiert. Dabei geraten Menschen mit ASS mit schweren kognitiven Beeinträchtigungen oder fehlender Lautsprache sowie die Perspektiven ihrer Familien nicht selten in den Hintergrund. Der Vortrag greift diese Spannungsfelder auf und fragt, wie Zugehörigkeit gelingen kann, wenn sehr unterschiedliche Lebensrealitäten und Unterstützungsbedarfe unter dem Begriff Neurodiversität zusammenkommen. Ziel ist es, unterschiedliche Sichtweisen wertschätzend miteinander ins Gespräch zu bringen, ohne bestehende Widersprüche zu überdecken.
Zur Person:
Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde, Facharzt für Neurologie
Vorstand des Instituts für Sinnes- und Sprachneurologie des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Linz
Gee Vero
freischaffende Künstlerin, Illustratorin, Autorin, Referentin, Initiatorin des Kunstprojektes The Art of InclusionAutismus - (m)eine andere Wahrnehmung
Gee Vero hat über 50 Jahre Autismus Erfahrung. Der Vortrag über ihre andere Wahrnehmung Autismus wird Ihnen helfen, autistische Menschen besser zu verstehen. Sie erklärt die neuronale Vorgänge, autistisches Verhalten, Hilfsmittel und Kompensationsstrategien und gibt einen tiefen Einblick in ihr Leben mit Autismus, aber auch den frühkindlichen Autismus ihres Sohnes. Sie zeigt auf, was sich verändern muss, damit autistische Menschen ihren Alltag erfolgreich meistern und auf ihre Art am gemeinschaftlichen Leben teilhaben können. Sie macht Mut und zeigt Wege zur inklusiven Gesellschaft. Es geht ihr um das Verständnis des Andersseins und ein besseres Miteinander. Der Vortrag basiert auf den Büchern Gee Veros, die vor Ort von der Autorin erworben werden können.
Zur Person:
1990 Abitur
1991-1993 Anglistik / Amerikanistik Universität Leipzig
1993 – 2001 London, England
1993 -1995 Personal Assistant to Chief Executive Vocational Guidance Association, Harley Street, London
seit 1993 freischaffende Künstlerin
1993-1995 Researcher für LBC Radio, London
1995-1998 Founder Bareface Records
2009 Autismus Diagnose
seit 2013 freischaffende Autorin, Illustratorin und Referentin
Dr.in Elisabeth Wurm
Juristin, MediatorinNah dran: Angehörige berichten
Zur Person:
Dr.in Elisabeth Wurm, LL.B. MA begleitet als Juristin und eingetragene Mediatorin (BMJ) Menschen in anspruchsvollen Konflikt- und Veränderungssituationen. Als Mutter eines Sohnes im Autismus-Spektrum bringt sie zugleich eine persönliche Perspektive mit – auf unterschiedliche Formen des Wahrnehmens und Kommunizierens, auf Teilhabe und auf die Bedeutung von Beziehung, Verständnis und würdevoller Begleitung. Weitere Informationen unter https://institut.a-mmm.eu
Mag.a Regina Hörmanseder
Nah dran: Angehörige berichten
Durch unseren Sohn im AutismusSpektrum (mittlerweile 34 Jahre alt) wurde Autismus in seiner Vielfalt zum Lebensbegleiter.
Das Leben in unserer Familie hat mich gelehrt, dass würdevolle Lebensbegleitung eine wertschätzende Anerkennung der Einzigartigkeit jedes Menschen braucht!
Gelungene Beziehungen sind entscheidend für ein erfülltes Leben.
Zur Person:
Studium Haushalts- und Ernährungswissenschaften, Lebensmitteltechnologie;
Seit 1997 in verschiedenen Funktionen und nach vielen Fortbildungen zum Thema, ehrenamtlich im Vorstand der Autistenhilfe OÖ tätig, einem gemeinnützigen Verein, der aus einer Eltern-Selbsthilfegruppe entstanden ist.
Andreas Münch
Diplom-Sozialpädagoge, Stiftung Nieder-Ramstädter DiakonieKonsequent arbeiten - Konsequenzen, Grenzen und förderliche Strategien bei herausforderndem Verhalten
Konsequenzen als ein wichtiges agogisches Mittel in der Zusammenarbeit in Hinblick auf Personen mit ASS. Klar, nachvollziehbar und zeitnah handeln – verlässliche Anwendung als wichtige Komponente gerade in der Begleitung von Personen mit ASS.
Zur Person:
- Diplom-Sozialpädagoge
- Seit 1998 in der Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie (NRD) in Südhessen beschäftigt. Zunächst für mehrere Jahre im Gruppendienst in Wohngruppen für Menschen im Autismus-Spektrum. Seit 2010 als Teilhabeleitung für Autisten- sowie intensivpädagogische Wohn- und Arbeitsbereiche zuständig.
- Seit 2015 als Referent für Fortbildungen und Vorträge sowie als Berater tätig, schwerpunktmäßig zu Themen wie „Autismus“ und „Umgang mit herausforderndem Verhalten“, zunächst NRD-intern, seit 2023 im Rahmen des „Autismus-Kompetenzteams der NRD“ auch für externe Institutionen.
- Verschiedene absolvierte Weiterbildungen wie „Fachberater Autismus-Spektrum“, „Praxisberater Positive Verhaltensunterstützung“, „Multiplikator für das Kriseninterventionsprogramm Ki-Pro plus“.
Florian Henetmayr
diplomierter Behindertenpädagoge, Deeskalationstrainer nach ProDeMaDuo der Perspektive - Fokus Deeskalationsmanagement und Mitarbeiterschutz in der Arbeit mit Menschen im Autismus-Spektrum
Dieser praxisnahe Vortrag beleuchtet die Besonderheiten der Deeskalation von Menschen im Autismus-Spektrum und zeigt auf, welche Vorgehensweisen sich in den einzelnen Eskalationsstufen bewährt haben.
Menschen im Autismus-Spektrum nehmen ihre Umwelt häufig anders wahr und verarbeiten Reize auf besondere Weise. Gerade in belastenden Situationen kann dies zu Missverständnissen, Überforderung und herausforderndem Verhalten führen. Eine klare, sachliche, emotionslose und strukturierte Kommunikation ist daher ein wesentlicher Baustein erfolgreicher Deeskalationsstrategien.
Die Teilnehmenden erhalten Handlungskompetenzen und Ideen zur Prävention, um Mitarbeitende zu schützen und Menschen im Autismus-Spektrum professionell, respektvoll und sicher zu begleiten.
Zur Person:
Florian Henetmayr lebt und ist im schönen Oberösterreich tief verwurzelt. Er ist diplomierter Behindertenpädagoge, Deeskalationstrainer nach ProDeMa und als freiberuflicher Dozent und Berater im Sozialbereich tätig.
Sein fachlicher Schwerpunkt liegt in der Arbeit mit herausfordernden, befremdlichen und aggressiven Verhaltensweisen. Über viele Jahre war er als Leitung und Fachkraft im intensivpädagogischen Bereich tätig und arbeitete unter anderem mit Menschen im Autismus-Spektrum.
Die praktische Arbeit ist ihm bis heute ein besonderes Anliegen. Deshalb ist er neben seiner Lehr- und Beratungstätigkeit regelmäßig in der Praxis tätig. Der direkte Kontakt mit Menschen bereichert ihn, hält ihn fachlich am Puls der Zeit und gibt seiner Arbeit eine wertvolle Bodenständigkeit.
DI (FH) Rainer Likar
Diplom-Sozialbetreuer, Diakoniewerk, Deeskalationstrainer nach ProDeMaDuo der Perspektive - Fokus Deeskalationsmanagement und Mitarbeiterschutz in der Arbeit mit Menschen im Autismus-Spektrum
Dieser praxisnahe Vortrag beleuchtet die Besonderheiten der Deeskalation von Menschen im Autismus-Spektrum und zeigt auf, welche Vorgehensweisen sich in den einzelnen Eskalationsstufen bewährt haben.
Menschen im Autismus-Spektrum nehmen ihre Umwelt häufig anders wahr und verarbeiten Reize auf besondere Weise. Gerade in belastenden Situationen kann dies zu Missverständnissen, Überforderung und herausforderndem Verhalten führen. Eine klare, sachliche, emotionslose und strukturierte Kommunikation ist daher ein wesentlicher Baustein erfolgreicher Deeskalationsstrategien.
Die Teilnehmenden erhalten Handlungskompetenzen und Ideen zur Prävention, um Mitarbeitende zu schützen und Menschen im Autismus-Spektrum professionell, respektvoll und sicher zu begleiten.
Zur Person:
Ausbildung:
FH Kuchl (Holztechnik und Holzwirtschaft ) – DI(FH) - Möbeldesign und Innenausbau )
SOB Diakoniewerk Salzburg – DSB (BB)
ProDeMa-Deeskalationstrainerausbildung (MmB + betagte Menschen)
Lebenshilfe Salzburg 2001-2005
Werkstätte Kreuzhofweg
Führung der Holzgruppe
Diakoniewerk Salzburg 2005-dato
Mitarbeiter im Wohnverbund 2 (2005-2006) des neu gestarteten Wohn- und Beschäftigungsprojektes
„Wohnen und Förderung Leopold-Pfest-Straße“ für Schwerst-und Mehrfachbehinderte Personen teilweise mit Verhaltenauffälligkeiten
Leitung des Wohnverbund 3 (12 Bewohner:innen) am Standort Leopold-Pfest-Straße (2006-2015)
Leitung Fördergruppe am Standort Leopold-Pfest-Straße (seit 2015 bis dato) – Beschäftigungsangebot für 29 Klient:innen der Leopold-PfestStraße
Lehrbeauftragter an der SOB Diakoniewerk Salzburg seit 2010 zu Themen Heimaufenthaltsgesetz, Dienstplanerstellung, MANO, Krisenintervention
Tabakfabrik Linz
4020 Linz
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