Wenn Trauer Begleitung braucht: Nachfrage in Kärnten steigt
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Der Verlust eines geliebten Menschen gehört zu den herausforderndsten Erfahrungen im Leben. Trauer kann viele Gesichter haben und braucht vor allem eines: Zeit und Raum. Doch nicht immer gelingt es, mit dem Schmerz und den Veränderungen alleine zurechtzukommen. Hier setzt die Hospizbewegung Diakonie seit inzwischen rund 30 Jahren an. Ihre qualifizierten ehrenamtlichen Trauerbegleiter:innen hören zu, geben Gefühlen Raum und begleiten Betroffene in ihrem ganz persönlichen Tempo. Seit 2025 ergänzen offene Trauergruppen in Klagenfurt, Villach, Spittal und Wolfsberg das Angebot für Menschen, die einen Verlust verarbeiten müssen.
Jedes Abschiednehmen ist anders. Das Thema Sterben verunsichert uns, denn es trifft uns immer mitten im Leben. Mit dem Ende des Lebens umzugehen, wird nie zur Routine werden. Mit der Trauer verhält sich es genauso. Trauerbewältigung versteht sich nicht von selbst, sondern braucht individuelles Hinhören. Die Trauerbegleitung der Diakonie de La Tour öffnet einen Raum der Empathie und Menschlichkeit, um Fragen zuzulassen und den Verlust neu in das Leben einordnen zu können.
Bedarf an Trauerbegleitung steigt
Der Bedarf an Trauerbegleitung nimmt seit Jahren zu. Allein 169 Menschen wurden im vergangenen Jahr durch die Hospizbewegung Diakonie individuell begleitet. Kärnten weit begleiten die Ehrenamtlichen der verschiedenen Hospizorganisationen jährlich mehrere Hundert Menschen durch ihre Trauer.
Trauer zulassen ist auch ein ,Ja‘ zum Leben. Ziel der Begleitung ist es nicht, den Verlust ungeschehen zu machen, sondern Menschen dabei zu unterstützen, mit ihrer Trauer leben zu lernen und Schritt für Schritt neuen Halt und Perspektiven zu finden.
Kostenlose Trauergruppen in Klagenfurt, Villach, Spittal und Wolfsberg
Auch die offenen Trauergruppen in Klagenfurt, Spittal an der Drau, Villach und Wolfsberg werden gut besucht. Sie finden monatlich statt und bieten die Möglichkeit, unter qualifizierter Begleitung Erfahrungen auszutauschen und mit anderen Betroffenen ins Gespräch zu kommen. Zudem unterstützen die ausgebildeten Trauergruppenleiter:innen Teilnehmende mit hilfreichen Tools für den Umgang mit Trauer im Alltag.
Zunehmend gefragt ist darüber hinaus die Begleitung von Familien, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, deren Angehörige schwer erkrankt oder verstorben sind. Ihnen in dieser belastenden Lebenssituation einfühlsam zur Seite zu stehen, ist ein besonderes Anliegen der Hospizbewegung Diakonie.
160 Ehrenamtliche begleiten Menschen in ganz Kärnten
Seit nahezu drei Jahrzehnten begleitet die Hospizbewegung Diakonie Menschen in Fragen rund um Leben, Sterben, Tod und Trauer. Aktuell engagieren sich rund 160 qualifizierte ehrenamtliche Hospizbegleiter in ganz Kärnten. Die Angebote stehen allen Menschen unabhängig von Alter, Herkunft, Glauben oder Weltanschauung offen und sind kostenlos.
Termine und Treffpunkte der offenen Trauergruppen
Die Trauergruppen Villach, Spittal, Klagenfurt und Wolfsberg finden jeweils einmal im Monat statt. Interessierte können jederzeit, kostenlos und unverbindlich teilnehmen.