Sudan: 34 Millionen Menschen benötigen dringend humanitäre Hilfe

  • Pressemitteilung
03. Juni 2026
Diakonie Katastrophenhilfe leistet Nothilfe im Nachbarland Tschad

Der Krieg im Sudan hat sich in den vergangenen Jahren zu einer massiven humanitären Katastrophe entwickelt. Rund 20 Millionen Menschen (40 % der Bevölkerung) leiden akut an Hunger. Weit mehr als 150.000 Menschen sind durch die Kämpfe bereits getötet worden. 

„Die verheerende Lage im Sudan findet immer weniger Beachtung. Sie wird von anderen Kriegen und Katastrophen überlagert. Und sie wird international schlichtweg ignoriert, obwohl es die größte humanitäre Katastrophe unserer Zeit ist“, sagt Maria Katharina Moser, Direktorin der Diakonie Österreich.  

Die Hilfe, die unsere Partner dort leisten, ist umso wichtiger, weil die internationale Hilfe für den Sudan zurückgeht. Und das, obwohl innerhalb des Sudans mehr als neun Millionen Menschen vertrieben wurden, und 4,5 Millionen in den Nachbarländern wie Tschad, dem Südsudan oder Ägypten Schutz suchen mussten.  

Im Sudan selbst wird die Zivilbevölkerung, aber auch humanitäre Helfer:innen immer wieder Opfer von Angriffen und Gewalt. Die Bedingungen, unter denen Hilfe geleistet wird, sind enorm schwierig. Diese Angriffe gegen die Zivilbevölkerung verletzen das humanitäre Völkerrecht und schränken Hilfsprogramme und humanitären Zugang zu Notleidenden ein. 

„Wir sehen, wie Menschen in Scharen fliehen, oft traumatisiert und mit nichts als dem, was sie tragen können. Schaffen sie es über die Grenze, landen sie meist in den Nachbarländern in völlig unterversorgten Lagern – wo sie dringend auf Unterstützung angewiesen sind, um überleben zu können”, beklagt Katharina Lehner, Bereichsleiterin Diakonie Katastrophenhilfe. 

 Den Menschen fehlt es an allem, um gesund zu bleiben 

Die Partner der Diakonie Katastrophenhilfe sind im an den Sudan angrenzenden Tschad aktiv, um sudanesische Flüchtlinge und Aufnahmegemeinden in der Provinz Ouaddaï zu unterstützen: Es werden Latrinen und Handwaschmöglichkeiten gebaut, Seife und andere Hygieneartikel verteilt, um den Menschen zu helfen, gesund zu bleiben. Außerdem geht es um die Sanierung von Bohrbrunnen und den Zugang zu sauberem Wasser. Wichtig ist auch die Sensibilisierung für Hygienemaßnahmen, um Ausbrüche von Krankheiten vorzubeugen. 

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Ihre Ansprechperson zu dieser Pressemitteilung

Dr.in Roberta Rastl-Kircher
Pressesprecherin & Medienarbeit