Konzerte sollen für alle da sein.
Die Wirklichkeit sieht anders aus.

Barbara Schinko-Tubikanec
Barbara Schinko-Tubikanec / © Diakoniewerk

In vielen Hallen gibt es kaum Rollstuhl-Plätze.
Oft gibt es nur ein paar Rollstuhl-Plätze oder gar keine.
Dagegen gibt es hunderte normale Sitz-Plätze oder Steh-Plätze.
Das ist strukturelles Ausschließen.

Strukturelles Ausschließen heißt:
Manche Menschen haben schlechtere Chancen,
weil Regeln, Gebäude oder Systeme so gebaut sind.

Menschen im Rollstuhl müssen sich immer extra anmelden.
Ohne Anmeldung gibt es keinen Platz.
Während andere Menschen einfach Tickets kaufen können.
Damit wird aus einem Konzert-Besuch eine Bitte um Erlaubnis.
Nicht freiwillig, sondern vorgeschrieben.

Auch der Weg zum Konzert ist oft schwer:
Barrieren in der Anreise, hohe Fahrt-Kosten, wenig Unterstützung.
Für viele Menschen mit Behinderung ist ein Konzert unerreichbar.

Musik verbindet.
Doch Barrieren trennen.
Barriere-Freiheit darf kein Extra sein.
Barriere-Freiheit ist ein Recht.

Artikel erschienen in Ausgabe 2025-04

geschrieben von
Barbara