Arbeiten bedeutet, etwas Sinnvolles zu tun, Teil der Gesellschaft zu sein und einen Beitrag zu leisten. In den Werkstätten des Diakoniewerks setzen Menschen mit Behinderungen ihre Stärken ein und erleben innerhalb einer Tagesstruktur einen sinnerfüllten Arbeitsalltag. 

Lernen mit Perspektiven 

Rund 34 Menschen finden in der Werkstätte Bad Wimsbach ein umfangreiches Angebot für Beschäftigung und Förderung. „Wir arbeiten sehr viel mit unterstützter Kommunikation und dem TEACCH-Modell, dem Lernen am anderen“, sagt Monika Engler, Leiterin der Werkstätte. 

Menschen mit Beeinträchtigung sollen eine Struktur erhalten, um mit Unterstützung ein Handwerk in den Werkstätten zu erlernen. Viele junge Menschen lernen hier, begleitet von Köchen, Tischlern und weiteren Fachkräften, wie diese Arbeitsschritte funktionieren. „Wir achten sehr darauf, dass wir durchmischte Gruppen haben, weil wir merken, wie intensiv das Lernen von anderen ist“, sagt Engler. „Die Jahre in der Werkstätte sind speziell für junge Klient:innen sehr wichtig, um soziale Kompetenzen und das Arbeitsleben kennenzulernen.“ 

Stark integriert auch in der Gemeinde 

Teamwork und Kommunikation bereiten auf die Integrative Beschäftigung vor, wo rund 23 Mitarbeiter:innen arbeiten. Die Perspektiven in und rund um Bad Wimsbach sind aussichtsreich. „Wir sind sehr stark in der Gemeinde integriert, sind sehr gut angenommen worden und haben dadurch schon vieles erreicht“, sagt die Werkstättenleiterin Monika Engler. „Unsere Mitarbeiter:innen können in Praktika zuerst schnuppern und miterleben, wie ein Betrieb läuft. Oft geht auch ein Jobcoach mit ihnen in die Firmen und zeigt, wie die Arbeitswelt läuft.“  

Schnuppern, ausprobieren und jobfit werden 

Sobald es möglich ist, können interessierte Mitarbeiter:innen ein Praktikum für einige Wochen oder Monate machen, bevor sie in die Integrative Beschäftigung umgemeldet werden. „Auch für die Firmen muss es passen, damit die Beteiligten wissen, dass Klient:innen auch zurückkommen können, falls es doch nicht funktioniert“, sagt Engler. „Wir versuchen immer, jene Menschen aufzubauen, bei denen wir merken, wir können sie jobfit machen. Der Fokus liegt schon stark darauf, sie integrativ zu beschäftigen. Menschen in Integrativer Beschäftigung entwickeln oft auch den Ehrgeiz, in unbegleitete Beschäftigung zu kommen. Wir bemühen uns dann, abzuwägen, ob es die richtige Zeit dafür ist.“

Viele Firmen sind schon sehr offen für Integrative Beschäftigung. Wichtig ist die Arbeit in den Werkstätten als Grundstock für einen Job. Wir versuchen, auch die Eltern zu bestärken und mögliche Sorgen zu nehmen. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter wird dort abgeholt, wo sie oder er derzeit steht.

Monika Engler, Leiterin der Werkstätte Bad Wimsbach

Wir haben zwei Jahreshöhepunkte: das Ostercafé und den Adventmarkt gemeinsam mit anderen Aussteller:innen. Da kommt zum Beispiel die Blasmusik Roitham, die Chöre singen unentgeltlich, und weil zum Adventmarkt ungefähr 1000 Besucher:innen kommen, haben wir den Markt auf zwei Tage ausgeweitet, weil’s sich sonst nicht ausgeht!

Monika Engler, Leiterin der Werkstätte Bad Wimsbach

Arbeit ist für mich wichtig, um nicht den ganzen Tag zu Hause zu sitzen und Däumchen zu drehen. Mir gefällt es, mit Menschen zusammen zu sein und gemeinsam daran zu arbeiten, etwas Sinnvolles zu tun.

Christina Einsiedler, Mitarbeiterin in der IB-Spar in Vorchdorf

Eine Fülle an Fähigkeiten braucht eine Vielfalt an Beschäftigungsangeboten:

  • Glaswerkstatt 
  • Holzwerkstatt
  • Kreativwerkstatt 
  • Sekretariat  
  • Küche mit Essen auf Rädern 
  • Werkgruppe JobFit: Job-Coach bereitet auf berufliche Arbeit vor 
  • Integrative Beschäftigungen (IB) u.a. bei Spar Vorchdorf, bellaflora Wels, Gemeinde Wels-Land, SteinZell , Gemeinde Bad Wimsbach, Autohaus Gruber, OBI Wels
Basale Angebote für Menschen mit höherem Betreuungsbedarf:
  • Feiern von Andachten
  • Aktivprogramm mit Spaziergängen, Turnsaal, Schwimmen, WATSU
  • SOKO Gruppe (Sozial-Kompentenz)
  • UK Förderungen am Tablet
  • Singen und Trommeln als Pausenangebot

Wir hatten hier einen Burschen, der bei einer Firma schnuppern wollte, zuerst für drei Monate. Dann haben die Verantwortlichen der Firma zugestimmt, ihn nach sechs Monaten in den ersten Arbeitsmarkt zu übernehmen. Mittlerweile ist er schon mehr als ein Jahr in der Instandhaltung integriert und voll angestellt. Das ist für mich ein super Beispiel – jemand äußert den Wunsch selbst und sagt: ‚Ich will das!‘. Ich bemühe mich, unterschiedliche Bereiche miteinzubeziehen: von Gartenarbeit bis zum Servieren im Restaurant, da haben wir schon oft neue Bereiche gefunden.

Monika Engler, Leiterin der Werkstätte Bad Wimsbach
Metallarbeiten in der Werkstätte des Diakoniewerks
Metallarbeiten in der Werkstätte Linzerberg des Diakoniewerks / © Diakoniewerk

Onlineshop

Wertvolle Arbeit - Sinnvolle Produkte

In unseren rund 20 Werkstätten in ganz Österreich arbeiten Menschen, die es am Arbeitsmarkt nicht so einfach haben. Hier werden sie als qualifizierte Mitarbeiter:innen geschätzt, die Unikate fertigen, die anderen Freude machen. Bei der Herstellung setzen wir auf Design, höchste Qualität und Nachhaltigkeit. Wer arbeiten kann, fühlt sich gebraucht. 

In unserem Onlineshop finden Sie liebevoll handgefertigte Produkte mit jeweils saisonalen Schwerpunkten. 

Im Onlineshop stöbern
Monika Engler
Leitung Werkstätte Bad Wimsbach

Öffnungszeiten Werkstätte Bad Wimsbach

Montag bis Donnerstag
08:00 - 16:30 Uhr

Freitag
08:00 - 13:00 Uhr

Samstag
geschlossen

Sonn- und Feiertag
geschlossen

Werkstätte Bad Wimsbach

Saalachstraße 12
4654 Wimsbach-Neydharting

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