Der Mama-Baby-Sozialraum (MaBa) eröffnet seinen neuen Laden!

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31. März 2022
Ein Ort im 15.Bezirk in Wien, wo Frauen entlastet, unterstützt und gestärkt werden

"Ich bin Marzia, ich komme zwei Mal die Woche her, mittwochs und donnerstags. Man kann hier viele Frauen kennenlernen, und wir können miteinander Deutsch sprechen“, erzählt die junge Frau, die vor sechs Jahren aus Afghanistan nach Österreich gekommen ist. „Ich habe aber auch schon ein bisschen Englisch hier gelernt. Und man kann wichtige Sachen für das Baby hier kaufen“, freut sie sich über den neuen Laden, der jetzt im MaBa Sozialraum eröffnet worden ist.

Im MaBa Sozialraum geht es um die Bedürfnisse der Frauen

Marzia engagiert sich heute als Freiwillige im Mama-Baby-Sozialraum (MaBa) und unterstützt damit andere Frauen und Mütter. Mit dem MaBa haben sie einen geschützten Raum, in dem sie zur Ruhe kommen können und wo sie jene Unterstützung und Rückhalt erfahren, der für die von Armut und Ausgrenzung betroffenen Frauen besonders wichtig ist.

„Manche Frauen hier brauchen Hilfe oder haben Fragen und ich kann ihnen dann schon Dinge erklären“, erzählt Marzia. Sie selbst hat zwei Kinder, das erste ist ein Bub und das Mädchen ist fünf Monate. „Mein Sohn ist fünf Jahre alt. Ich komme auch mit dem Baby her und manchmal nehme ich beide Kinder mit. Mein Sohn kommt gerne her, weil er mit den anderen Kindern spielen kann. Er hat sogar ein bisschen Englisch hier gelernt. Drei Sprachen sprechen meine Kinder damit jetzt."

Armut und Ausgrenzung sind Geschwister

Marzia selbst lebt mit ihren Kindern von sehr wenig Geld. Aber sie gehört hier dazu. Und das ist wichtig.

Der Mama-Baby-Sozialraum wurde ins Leben gerufen, um der Ausgrenzung durch Armut entgegen zu wirken. Hier erleben schwangere Frauen und junge Mütter nicht nur finanzielle Entlastung, sie erhalten auch die Möglichkeit an Workshops, Kursen und Veranstaltungen teilzunehmen.

Teresa Bodner, Leiterin von MaBa

Und der Veranstaltungskalender ist schon gut gefüllt. „Wir haben sogar einen Geburtsvorbereitungskurs, der diesen Frauen wahrscheinlich sonst verwehrt geblieben wäre“, so Bodner.

Was auch wichtig ist: Die Frauen lernen nicht nur von Expert:innen. Auch durch den Austausch untereinander vermitteln sie einander Wissen und teilen Erfahrungen. Das MaBa-Wohnzimmer ist für sie ein Treffpunkt mit niedrigschwelligen Unterstützungsangeboten durch die Diakonie-Sozialexpert:innen und als offener warmer Platz zum Durchschnaufen vom Alltag bei einer Tasse Tee.

Neueröffnung des MaBa-Ladens in der Nobilegasse 23

Eine weitere Besonderheit unseres Mama-Baby-Sozialraum ist unser neuer MaBa-Laden in der Nobilegasse 23, 1150 Wien. Hier können Schwangere und junge Mütter an der Armutsgrenze alle Produkte rund um’s Baby und Mutter sein zu stark vergünstigten Preisen erhalten. Frauen, die mit ihrem Baby im Arm in den Laden kommen, erhalten hier den so dringend benötigten Kinderwagen.

Am 24. März wurde der MaBa-Laden unter Ehrenschutz durch Vizebürgermeisterin Kathrin Gaál eröffnet und heißt seitdem Schwangere und Mütter mit ihren Babys willkommen.

Die Erlöse des Ladens dienen der Finanzierung des Projektes und der anderen Angeboten in diesem Zentrum. Dabei sollen die Ideen und Wünsche der Besucherinnen und von anderen Initiativen aus dem Grätzl miteinbezogen werden.

Auch Besucherinnen des MaBa-Ladens wollen für ihre Kinder nur das Beste. Daher ist es besonders schön, dass sie im MaBa-Laden Neuware zu stark vergünstigten Preisen kaufen können und somit Zugang zu hochwertigen Produkten haben. Dies ist nur möglich durch unsere Unterstützer:innen, bei denen wir uns ganz herzlich bedanken wollen:

  • Augenstern Kindermode
  • baby-walz
  • daantje
  • De'Longhi-Kenwood GmbH
  • Durex
  • erdbär GmbH
  • Herzchenklein
  • Himmeltau
  • Kleiner Schatz
  • LILLYDOO GmbH
  • MAM Babyartikel GesmbH
  • popolini
  • Textilmüller Kritzendorf
  • TK Maxx
  • unter umständen
  • Staudigl
  • Medela

In Österreich sind 17,5 Prozent der Bevölkerung armuts- oder ausgrenzungsgefährdet. Über 350.000 Kinder leben in Familien, deren Haushaltseinkommen unter der Armutsgrenze liegt. Das bedeutet, jedes 5. Kind in Österreich lebt in Armut. Vor allem Frauen sind anteilsmäßig stärker von Armut und Ausgrenzung betroffen als Männer.

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