Informationsmaterialien zum Thema für Jugend- und Schulgruppen
Es hat in Österreich Tradition, Menschen auf der Flucht Schutz und Hilfe zu gewähren. Die Diakonie steht in dieser Tradition. Sie unterstützt Menschen auf der Flucht und hilft bei der Integration.
Unsere Haltung und unsere Botschaft an junge Menschen:
Menschenrechte gelten für alle – immer. Niemand kann seine Würde oder seine Rechte „verlieren“. Auch auf der Flucht oder in schwierigen Lebenssituationen bleiben Menschenrechte unantastbar. Indem wir Menschen mit Fluchterfahrung offen begegnen, setzen wir ein Zeichen für Solidarität und Respekt.
Vielfalt stärkt uns alle. Integration heißt, dass wir gemeinsam lernen, arbeiten, leben und unsere Gesellschaft gestalten. Unterschiedliche Erfahrungen, Kulturen und Perspektiven machen uns reicher und widerstandsfähiger.
Dein Engagement macht den Unterschied. Junge Menschen können durch Begegnung, Ehrenamt, Freundschaften oder Einsatz für faire Politik aktiv für Gerechtigkeit und Zusammenhalt sorgen – und damit Zukunft mitgestalten.
Materialien:
Wie viele Menschen flüchten nach Österreich? Dieses FactSheet fasst die wichtigsten Fakten und Zahlen zum Thema anschaulich und kompakt zusammen.
Wie reden wir über Menschen mit Fluchterfahrung? Dieser Leitfaden erläutert geeignete bzw. diskriminierende Begriffe zum Thema und hilft, eine respektvolle Debatte in Schulen und Jugendgruppen zu führen.
Unterrichtsmaterialien der Asylkoordination Österreich
Die Diakonie Österreich ist Vorstandsmitglied der Asylkoordination Österreich. Die Asylkoordination Österreich bietet kostenlose Workshops in Wien an und empfiehlt Unterrichtsmaterialien sowie Online-Learning-Tools zu folgenden Themen:
Unterrichtsmaterialien der UNHCR Österreich
Auf der Website von UNHCR Österreich finden Sie kostenloses Unterrichtsmaterial für Jugendliche ab 12 Jahren, welches wir weiterempfehlen. Es sind 20 didaktische Impulse rund um Flucht und das Leben in einer vielfältigen Gesellschaft – erzählt anhand von Porträts und Videobiografien junger Geflüchteter in Österreich.
Filmempfehlungen
2014, Ioan Gavrilowitsch, empfohlen ab 14 Jahren
Drei Kurzfilme (je ca. 5 Minuten) erzählen die Geschichten von Segal, Diyar und Asif – geflüchtet aus Somalia, Syrien und Afghanistan. In eigenen Worten berichten sie über ihren Alltag in Österreich, ihre Hoffnungen und Erinnerungen. Geeignet für den Unterricht und die Jugendarbeit ab 14 Jahren.
Link zu den Kurzfilmen und Materialien:
2013, 98 Minuten, Sudabeh Mortezai, Österreich, empfohlen ab 14 Jahren
Der elfjährige Ramasan lebt mit seiner Mutter und seinen Schwestern in der Flüchtlingssiedlung Macondo am Rand von Wien. Seit dem Tod des Vaters gilt er als „Mann im Haus". Als Isa, ein Kriegskamerad des Vaters, einzieht, sucht Ramasan seine Nähe – doch auch die Mutter zeigt Interesse. Eine Geschichte vom Erwachsenwerden zwischen den Kulturen.
Link zum Trailer und Schulmaterialien:
2018, 93 Minuten, Wolfgang Fischer, Deutschland/Österreich, empfohlen ab 14 Jahren
Die Notärztin Rike segelt allein von Gibraltar über den Atlantik. Nach einem Sturm entdeckt sie ein Flüchtlingsboot in Seenot. Verzweifelt setzt sie Notrufe ab – doch die großen Schiffe fahren vorbei. Rike muss selbst handeln.
Link zu Trailer und Schulmaterial:
2013, 82 Minuten, Anja Salomonowitz, Österreich, empfohlen ab 16 Jahren
In ihrem Dokumentarfilm „Die 727 Tage ohne Karamo" erzählt Anja Salomonowitz von binationalen Paaren in Österreich, deren Liebesgeschichten an der Asylgesetzgebung zerbrechen. Zwischen Deutschkursen und Hausdurchsuchungen zeigt der bei der Berlinale uraufgeführte Film, wie behördlicher Druck Beziehungen zerstört – in einem feinfühligen Mosaik aus Momentaufnahmen mit vielen Protagonist:innen.
Link zu Trailer und Schulmaterial: