In der Lösungsfokussierte Praxis werden Probleme, Sorgen und Gefährdungen klar benannt und ernst genommen. Gleichzeitig richtet sich der Blick darauf, was bereits gelingt, welche Stärken und Ressourcen vorhanden sind und welche Veränderungen möglich werden können.
Lösungsfokussierte Praxis beschreibt unsere Haltung in der Begleitung von Kindern, Jugendlichen und Familien in herausfordernden Lebenssituationen.
Probleme, Sorgen und Gefährdungen werden klar benannt und ernst genommen. Gleichzeitig richten wir den Blick darauf, was bereits gelingt, welche Stärken und Ressourcen vorhanden sind und welche Veränderungen möglich werden können.
Kinder, Jugendliche und Familien werden als Expert für ihr eigenes Leben verstanden. Gemeinsam entwickeln wir Vorstellungen davon, wie eine gute und sichere Zukunft aussehen kann – und welche konkreten Schritte dorthin führen.
Was bedeutet lösungsfokussiertes Arbeiten?
Gerade in belastenden Situationen können Probleme und Schwierigkeiten den Blick auf das bestimmen, was nicht funktioniert. Lösungsfokussierte Praxis erweitert diese Perspektive.
Wir fragen:
- Was läuft gut?
- Was macht uns Sorgen?
- Was soll anders werden?
- Wie sieht die erwünschte Zukunft aus?
- Woran würden wir eine erste kleine Verbesserung erkennen?
Dabei geht es nicht darum, Schwierigkeiten kleinzureden. Sorgen und Gefährdungen müssen konkret benannt werden. Gleichzeitig machen wir Fähigkeiten, Ressourcen und bereits vorhandene Sicherheiten sichtbar.
So entsteht gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und Familien ein verständliches Bild davon, wo sie gerade stehen, was sie erreichen möchten und was der nächste Schritt sein kann.
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Video ansehenGrundsätze unserer lösungsfokussierten Praxis
Lösungsfokussiert zu arbeiten bedeutet nicht, Probleme auszublenden. Sorgen und Gefährdungen werden offen und möglichst konkret angesprochen. Eine klare und verständliche Sprache hilft allen Beteiligten zu verstehen, worum es geht.
Auch in schwierigen Situationen gibt es Fähigkeiten, Beziehungen und Momente, in denen etwas gelingt. Wir machen diese Ressourcen sichtbar und überlegen gemeinsam, wie sie für weitere Veränderungen genutzt werden können.
Wenn konkrete Gefährdungen bestehen, braucht es Klarheit darüber, was sich verändern muss, damit Kinder und Jugendliche sicher sein können. Gemeinsam mit der Familie sowie wichtigen Personen aus ihrem sozialen und professionellen Netzwerk können konkrete Sicherheitsziele und ein Sicherheitsplan entwickelt werden.
Kinder, Jugendliche und Familien werden aktiv an der Entwicklung von Lösungen beteiligt. Ihre Erfahrungen, Sichtweisen und Ideen sind wesentliche Bestandteile der gemeinsamen Planung. Auch Sicherheitsziele sollen von Familien mitgetragen und von Kindern und Jugendlichen mitgestaltet werden.
Was soll sich verändern? Und woran wäre zu erkennen, dass es besser geworden ist? Gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und Familien entwickeln wir konkrete Vorstellungen einer erwünschten Zukunft und daraus realistische, erreichbare Ziele.
Veränderung muss nicht auf einmal geschehen. Auch kleine Fortschritte zeigen, was funktioniert und welcher nächste Schritt hilfreich sein kann. Lösungsfokussierte Fragen und Einschätzungen helfen dabei, diese Entwicklungen sichtbar zu machen.
Unsere Haltung: mit Menschen Lösungen entwickeln
Lösungsfokussierte Praxis bedeutet für uns, Menschen nicht auf ihre Probleme zu reduzieren. Wir begegnen Kindern, Jugendlichen und Familien mit ihren Fähigkeiten, Erfahrungen, Bedürfnissen und Rechten.
Wir arbeiten mit ihnen an Veränderungen – nicht über ihre Köpfe hinweg. So können Beteiligung, Selbstbestimmung und Sicherheit entstehen.
Methoden und Werkzeuge
Um lösungsfokussierte Praxis im Alltag umzusetzen, nutzen unsere Mitarbeiter unterschiedliche Methoden und Werkzeuge. Dazu gehören unter anderem:
- lösungsfokussierte Fragen
- Genogramme
- das 3-Häuser-Modell
- Landkarten (Mapping)
- Words and Pictures
- gemeinsame Sicherheitsplanung
Diese Werkzeuge helfen dabei, auch komplexe Situationen verständlich darzustellen, unterschiedliche Sichtweisen einzubeziehen und einen gemeinsamen roten Faden für die weitere Begleitung zu entwickeln.