Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema für die Diakonie de La Tour in Kärnten. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen, ein respektvolles Miteinander und zukunftsorientiertes Denken leiten uns in unserem täglichen Tun.

Wussten Sie, dass die Diakonie de La Tour …

  • … alle ihre Einrichtungen in Waiern* über ein eigenes Fernwärmenetz mit Biomasse beheizt und so von Öl und Gas weitgehendst unabhängig ist (*ausgenommen ein Gebäude).
  • … mit ihren Photovoltaik-Anlagen Strom aus Sonnenenergie gewinnt und dabei einen Eigennutzungsgrad von 90 bis 95 % hat.
  • … ab dem Jahr 2023 großteils E-PKWs als neue Firmenfahrzeuge anschaffen wird.
  • … einen engmaschigen Ausbau der E-Ladeinfrastruktur, konkret bei allen neuen Einrichtungen, vorantreibt.
  • … zur Vermeidung sommerlicher Überwärmung in den Einrichtungen nicht auf umweltschädigende Klimaanlagen, sondern vermehrt auf konstruktiven Sonnenschutz setzt.
  • … statt dem Verbauen neuer Bodenflächen – nach Möglichkeit – bestehende Gebäude saniert und nachverdichtet bzw. auch Baustoffe recycelt.
  • … vermehrt alternative Baustoffe statt Beton verwendet, da dieser als starker CO2-Treiber die Umwelt schädigt.
0 kWh
Wärme aus Biomasse wird von der Nahwärme Waiern produziert.
0 Prozent
weniger Wasserverbrauch durch wassersparende Armaturen in Wohn- und Pflegeheimen.
0 Prozent
Eigennutzungsgrad erreichen unsere Photovoltaik-Anlagen.

Nachhaltiges Denken und Handeln dürfen keine leeren Worte bleiben. Es geht darum, achtsam zu sein und bewusst einen verantwortungsvollen Beitrag zu leisten – jedes noch so kleine Umdenken hilft.

Tatjana Dobaj, Nachhaltigkeitsbeauftragte

Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind ein soziales Anliegen. Jene Menschen, die schon heute in prekären Situationen leben, werden am meisten vom Klimawandel betroffen sein und am wenigsten flexibel darauf reagieren können. Der Dienst für den Nächsten darf auch den Übernächsten und die nächste Generation nicht übersehen.

Astrid Körner, Konrektorin

Ja, sie betreibt in Waiern/Feldkirchen ein Biomasseheizwerk mit 2,5 Megawatt Leistung und einem 150.000 l Pufferspeicher. Die Beheizung erfolgt ausschließlich mit Waldhackgut aus der Region, zum Teil aus eigenem Forst.

Mit der Nahwärme Waiern werden versorgt: das örtliche Krankenhaus, die Zentralküche Waiern, die Wäscherei, ein Verwaltungs- und Wohngebäude für Mitarbeiter:innen, der Campus der Akademie de La Tour, ein Kindergarten, zwei Pflegeheime, zwei Heime für Menschen mit Behinderungen sowie mehrere kleinere Häuser und Wohngemeinschaften für den Kinder und Jugendliche. Überdies sind an das Nahwärmenetz umliegende mehrgeschoßige Wohnhäuser und Einrichtungen gemeinnütziger Wohnbauträger sowie einige Einfamilienhäuser angrenzender Straßenzüge angeschlossen.

Die Anlage, die bereits vor 25 Jahren erstmals in Betrieb genommen und kürzlich modernisiert wurde, entlastet das Klima jährlich um rund 740 Tonnen CO2. Der Netzausbau wird kontinuierlich erweitert. Zu den aktuell über 50 Abnehmer:innen sollen bis Ende 2023 rund 20 weitere hinzukommen.

2022 ist das Jahr der Schöpfung in der evangelischen Kirche in Österreich. Für die Diakonie de La Tour ein Grund, einen Ideenwettbewerb zur Förderung der Nachhaltigkeit im Unternehmen unter allen Mitarbeitenden auszuschreiben. 32 großartige Ideen wurden eingereicht, neun davon von einer fachkundigen, externen Jury ausgezeichnet. Gesucht wurden Ideen nicht nur im Bereich Umwelt, sondern auch in den Kategorien Arbeitsplatz und Bewusstseinsbildung.

Am 4.11. wurden bei einer Feier in jeder der drei Kategorien drei Projekte ausgezeichnet, dafür gab es auch eine kleine Prämie an die Siegerteams. Im Bereich Bewusstseinsbildung konnte die Idee von „friendly remindern“ überzeugen. Hier geht es darum, mit kleinen, freundlichen und lustigen Hinweisen auf z. B. Lichtschaltern, Heizthermostaten oder Autos immer wieder das Nachhaltigkeitsthema ins Bewusstsein zu holen. Im Bereich Arbeitsplatz überzeugte eine Kooperationsidee zwischen Kindern und älteren Menschen in den Einrichtungen der Diakonie de La Tour, die das gemeinsame Lesen und gegenseitige Vorlesen als Gewinn für alle umsetzt. Im Bereich Umwelt wurde die Idee der Kleidertauschbörse ausgezeichnet. Gewand, das dem einen nicht mehr passt, wird einfach auf einem gut zugänglichen Kleiderständer in der Einrichtung präsentiert und wer es möchte, nimmt oder bringt etwas.

„Ich gebe meine Zeit, denn es ist höchste Zeit“. Unter diesem Motto will die Diakonie de La Tour eine Aktion zum Klimaschutz starten und die Mitarbeiter:innen zu einer freiwilligen Temporeduktion (80 km/h auf Landstraßen und 100 km/h auf Autobahnen) einladen. Gestartet werden soll mit Probemonaten, in denen sich die Mitarbeiter:innen aktiv an der Aktion beteiligen können.

Natürlich wäre es das Beste, wo und wann immer möglich, ganz auf das Auto zu verzichten. Überall dort, wo dies nicht möglich ist, bringt zumindest eine Temporeduktion einen spürbaren Nutzen: bis zu 20 % weniger Treibstoff, damit entsprechend weniger CO2-Emissionen, weniger Feinstaub, weniger Lärm und obendrein eine Reduktion der Unfallgefahr.

Wir sind zertifiziert!
Mag. Tatjana Dobaj
Nachhaltigkeitsbeauftragte & Projektmanagement
Wohnprojekt hi Harbach Wohnkoordination / Wohnquartier / Wohnraummanagement / Stadtteilarbeit
Klagenfurt
Küche : WAIERN Integrative Beschäftigung / Gastronomie
Feldkirchen
PRO Ausblick Berufsvorbereitung Integrative Beschäftigung / Berufsvorbereitung
Treffen
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