Die Diakonie-Schwesterorganisation Brot für die Welt unterstützt Menschen weltweit dabei, aus eigener Kraft dem Hunger und der Armut zu entkommen – und arbeitet dabei eng mit lokalen Partnerorganisationen zusammen.

Entwicklung durch Zusammenarbeit

Durch Projekte weltweit und Engagement in Fragen der Entwicklungszusammenarbeit setzt sich Brot für die Welt für eine Welt ohne Armut und Hunger ein. Eine Welt, in der alle Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. 
 
Wir alle leben auf unserer „Einen Welt“, die sich durch immer stärkere Vernetzung auszeichnet. Dennoch ist der Zugang zu Ressourcen nach wie vor sehr ungleich verteilt. 800 Millionen Menschen weltweit hungern, obwohl genug Nahrung für alle da wäre.  

Aktuell sind die Welthunger-Zahlen sogar wieder im Steigen begriffen. Aufgrund der Covid-19-Pandemie vergrößert sich auch die Anzahl der Menschen, die unter der absoluten Armutsgrenze von 1,90 Dollar pro Tag leben. Nur durch globale Lösungen und globales Engagement können soziale Probleme gelöst und der Hunger auf der Welt bekämpft werden. 

Aufgrund des Klimawandels, knapper Ressourcen und dem ungerechten Zugang zu diesen Ressourcen wird es immer wichtiger, gegen Hunger und Mangelernährung anzukämpfen.

Bischof Michael Chalupka, Schirmherr von Brot für die Welt

Sich des eigenen Handelns bewusst zu sein ist heute wichtiger denn je. In unserer globalisierten Welt hat unser Handeln auch dort Auswirkungen, wo wir sie nicht erwarten würden.

Brot-für-die-Welt-Bildungsreferentin Carina Scheibreithner

Mit lokalen Partner:innen auf Augenhöhe

In der Projektarbeit setzt Brot für die Welt auf die Zusammenarbeit mit starken Partner:innen vor Ort. Sie kennen die lokalen Problemlagen am besten und wissen, wie in ihrer Region Hilfe erfolgreich und effektiv umgesetzt werden kann. Die Wege zu verbesserten Lebensbedingungen werden gemeinsam mit den Betroffenen erarbeitet. Das Motto: Hilfe zur Selbsthilfe.

Das Logo von Brot für die Welt.

Brot für die Welt Österreich ist die entwicklungspolitische Aktion von Diakonie Österreich und Evangelischer Kirche A. u. H.B. in Österreich und wird gemeinsam mit der Evangelischen Frauenarbeit und Brot für die Welt Deutschland durchgeführt.

Schwerpunkte unserer Arbeit

Das Ziel „Ernährung sichern“ verfolgen wir durch die Förderung nachhaltiger, kleinbäuerlicher Landwirtschaft. Durch Sortenvielfalt, Bewässerungssysteme und Know-how erzielen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern genügend Ernteerträge, um sich das ganze Jahr über selbst ernähren zu können. Auch  Überschüsse können so produziert werden. Die Einnahmen aus dem Verkauf können in die Bildung der Kinder oder weitere (Landwirtschafts-)Projekte investiert werden.  

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Menschen, die von einer Teilhabe an der Gesellschaft ausgeschlossen sind, sind besonders häufig von Armut betroffen. Sei es, weil sie mit einer Behinderung leben, aufgrund ihres Alters oder ihrer sozialen oder ethnischen Herkunft: eine gleichberechtigte Teilhabe bleibt oft verwehrt. Projekte im Bildungsbereich fördern soziale Inklusion nachhaltig und ermöglichen ein selbstbestimmtes Leben. In der Arbeit für Menschen mit Behinderungen setzt Brot für die Welt verstärkt auf die Zusammenarbeit mit Selbstvertretungsorganisationen in den unterschiedlichen Ländern.

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Noch immer sind es Frauen, die weltweit besonders von Armut und Hunger betroffen sind. Unterstützung erhalten sie durch landwirtschaftliche Förderung, Bildung oder Projekte zur Einkommensschaffung. Doch der mangelnde Zugang zu Ressourcen und Bildung sind nicht die einzigen Bereiche, in denen Frauenrechte verletzt werden. Gewalt gegen Frauen ist weltweit noch immer weit verbreitet. Durch die Pandemie kam es in den meisten Ländern zu einem zusätzlichen Anstieg geschlechtsbasierter Gewalt. Unterstützungssysteme helfen Betroffenen, dem gewalttätigen Umfeld zu entkommen und eine unabhängige, selbstbestimmte Zukunft aufzubauen.  

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Beispiele aus der Projektarbeit

Ernährung sichern
Lokal angepasst landwirtschaftliche Methoden sichern Ernährung nachhaltig.
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Altern in Würde
Tageszentren und Heimhilfe für von Armut betroffene ältere Menschen.
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Gewalt gegen Frauen stoppen
Beratung und Begleitung auf dem Weg in ein gewaltfreies Leben.
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Workshops und Bildungsveranstaltungen

Welche (globalen) Auswirkungen hat die Art meiner Ernährung?  
Was sind die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen? 
Welche Maßnahmen braucht es, damit alle Menschen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können? 
 
Workshops und Bildungsveranstaltungen geben Impulse, die eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Globalisierung anregen. Wir bieten verschiedene Formate rund um Ernährung, Klima, Inklusion, Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklungsziele. Angebote gibt es für alle Altersgruppen. 

Die Entwicklungszusammenarbeit der Diakonie

Seit 2011 wird die Entwicklungszusammenarbeit der Diakonie in Kooperation mit der Evangelischen Frauenarbeit Österreich unter der Marke Brot für die Welt geleistet. Im Arbeitsfeld der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) und Auslandshilfe waren die Organisationen bereits lange zuvor tätig – es wird auf mehr als 60 Jahre Erfahrung zurückgegriffen.

Jahresbericht Brot für die Welt

Einblick in die Arbeit und laufenden Projekte von Brot für die Welt im Jahr 2020.