Gesundheitszentren der Diakonie verbinden Medizin, Therapie, Pflege und psychosoziale Beratung und Begleitung.

Gesundheit für Körper und Geist

Primärversorgungszentren (PVZ) und Primärversorgungseinheiten (PVE) sind Gesundheitszentren, die für alle Menschen zugänglich sind. Mit der E-Card können Sie dort vielfältige Gesundheitsleistungen in Anspruch nehmen. Nicht immer braucht es einen Arzt oder eine Ärztin. Manchmal kann auch ein Gespräch mit einer Physiotherapeutin, einem Physiotherapeuten oder einer Pflegekraft weiterhelfen. Primärversorgung bedeutet, dass Menschen bei gesundheitlichen Problemen eine erste Anlaufstelle in ihrer Nähe haben.
Dort erhalten sie medizinische Betreuung, therapeutische Unterstützung und Beratung bei psychosozialen Anliegen.
Neu ist auch die Gesundheitssprechstunde: Hier können Sie kostenlos und vertraulich ein Gespräch führen.

In den Primärversorgungszentren (PVZ) arbeiten Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner, diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen sowie weitere Gesundheits- und Sozialberufe* eng zusammen. Sie stimmen ihre Behandlungen aufeinander ab und sorgen so für eine umfassende Betreuung. Darüber hinaus gibt es Angebote, die dabei helfen, die Gesundheit zu fördern und Krankheiten vorzubeugen.

Mögliche Berufsgruppen und Leistungen in Primärversorgungszentren
*Gesundheits- und Krankenpflegepersonen, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten, Diätologinnen und Diätologen, Hebammen sowie Logopädinnen und Logopäden. Welche dieser Berufsgruppen vor Ort tätig sind und welche Leistungen angeboten werden, hängt vom jeweiligen Primärversorgungszentrum (PVZ) ab.

Schwierige Lebensumstände können auch krank machen.

Im Gesundheitszentrum werden gesundheitliche Beschwerden nicht isoliert betrachtet: Auch psychische Belastungen, schwierige Lebensumstände oder Fragen der sozialen Teilhabe finden Platz. In den Primärversorgungszentren (PVZ) arbeiten auch Fachkräfte aus den Bereichen Psychotherapie und Sozialberatung. 

Gesundheitsversorgung und soziale Unterstützung dürfen nicht davon abhängen, ob jemand die richtigen Kontakte und das nötige Geld hat. Ebenso wenig davon, wie gut man sich im Versorgungssystem auskennt oder ob man in der Lage ist, dafür mehrere Wege auf sich zu nehmen.

Primärversorgung bedeutet, dass Menschen in ihrer Nähe ein Gesundheitszentrum haben, an das sie sich bei gesundheitlichen Problemen als Erstes wenden können – egal, was ihnen fehlt.
Dort findet man Ansprechpersonen für jede Art von Problem, das sich auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirkt. Denn: Einsamkeit, Geldsorgen, Troubles mit den Kindern, Gewalt in der Beziehung, Überforderung in der Pflege von Angehörigen – all das kann krank machen. Im Primärversorgungszentrum findet man jemanden, mit dem man das Ganze besprechen kann, und der einem weiterhilft.

Wer gesundheitliche Hilfe braucht, braucht oft mehr als einen Arzttermin. 
Denn nicht für jedes Problem gibt es ein Medikament. Manchmal sind es ganz andere Dinge, die Menschen beschäftigen: Man fühlt sich allein, die Belastungen im Alltag werden zu viel, soziale Kontakte fehlen oder man weiß nicht, an wen man sich mit einem bestimmten Anliegen wenden kann. 
Auch Veränderungen im Leben, familiäre Schwierigkeiten oder finanzielle und soziale Fragen können sich auf das Wohlbefinden und die Gesundheit auswirken.

Deshalb ist es gut, wenn es eine Gesundheits-Sprechstunde gibt, in der es um medizinische Themen gehen kann, aber auch um therapeutische Unterstützung und Beratung bei seelischen Belastungen.
In einer Gesundheits-Sprechstunde ist Zeit für jedes persönliche und soziale Anliegen. Das Angebot ist kostenlos und vertraulich. 

Social Prescribing heißt auf Deutsch etwa „soziale Unterstützung auf Rezept“, und ergänzt die medizinische Versorgung dort, wo Belastungen im Alltag die Gesundheit beeinflussen.
Am Anfang steht ein vertrauliches Gespräch. Dabei geht es zunächst darum zuzuhören: Was beschäftigt mich? Was fehlt mir? Was würde mir im Alltag helfen? Nach einer Erstanamnese wird dann gemeinsam überlegt, welche Unterstützung sinnvoll sein könnte.

Manchmal hilft bereits das Gespräch dabei, die eigene Situation zu sortieren und Veränderungsmöglichkeiten zu erkennen. Manchmal gibt es in der Wohn-Umgebung ein passendes Angebot, das bisher nicht bekannt war. Das kann eine Beratungsstelle sein, eine soziale Einrichtung, eine Selbsthilfegruppe oder eine Möglichkeit, wieder mehr unter Menschen zu kommen. Dann kann der Kontakt zu einer geeigneten Stelle hergestellt werden. Wichtig dabei: Die Menschen entscheiden selbst, worüber sie sprechen möchten und welche nächsten Schritte für sie passen.
 

Eine Erkrankung kommt selten allein. Wer etwa unter anhaltenden Beschwerden leidet und zugleich von Einsamkeit, finanziellen Sorgen oder psychischer Belastung betroffen ist, braucht Angebote, die ineinandergreifen. Wir verbinden Gesundheitsversorgung mit sozialer Verantwortung“, betont Moser. 

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