Sinn >> Spiritual Care ermöglicht Veränderung

Die eigene Gesundheit ist das wichtigste Gut, das man besitzen kann. Umso wichtiger ist es, dass man auf sich achtet. Dieser Grundgedanke betrifft alle Ebenen unseres Menschseins - körperlich, geistig, seelisch, sozial und lebensgeschichtlich.

Basis ist ein „Mir Zuliebe!“ - eine professionelle Selbstsorgehaltung aus der heraus sich eine hoch qualitative Behandlungs- und Betreuungsqualität gegenüber Patient:innen/Klient:innen im Sinne eines „Dir zuliebe“ herausbildet und unterstützt. Durch diesen energetisierenden ganzheitlichen Care-Ansatz entsteht neben einer authentischen Patient:innensorge und Selbstsorge auch eine neue Kultur der Gemeinschaftssorge im Sinne von „Uns zuliebe“.

Bei diesen Thema liegt ein großes Augenmerk auf der Selbstsorgekompetenz. Daher braucht es neben den Schulungen einen Führungsstil, der diese Haltungen der Achtsamkeit vorlebt und Begleitmaßnahmen für Mitarbeitende, die innerlich nährend und ermutigend wirken. Durch die Fortbildungsangebote steigt nach Einschätzung einiger Mitarbeitenden, sowohl die Pflegequalität und die Zufriedenheit der Patient:nnen, wie auch die Arbeitszufriedenheit. Eine Kollegin meinte: „Ich habe gelernt, dass ich bisher Spiritualität unterschätzt habe“.  Das erleben wir immer öfter, je mehr wir dieser Dimension Raum geben.

Neben dem Bedarf an medizinischer Versorgung haben Patient:innen, Bewohner:innen und Klient:innen auch das Bedürfnis nach spiritueller Fürsorge, weswegen das Krankenhauspersonal und Mitarbeitende im Bereich der Langzeitpflege sehr häufig mit spirituellen Fragen konfrontiert werden. Solche Bedürfnisse äußern sich oft im Zwischendurch, ganz unspektakulär durch Aussagen wie: „Womit habe ich das verdient, dass ich so da liege“ „Wer bin ich dann noch, wenn …“ „Hoffentlich wird alles bei der OP gut gehen“.

Jeder von uns weiß, dass Krankheit und Gebrechlichkeit, Fragen und Ängste aufwerfen, die gehört und beachtet werden wollen. Oft genügt es, ein offenes Ohr zu haben. Da Mitarbeitende in diesem Bereich jedoch oftmals nicht geschult sind, führen diese Fragen häufig zu Unsicherheit und Überforderung. In konkreten Schulungstagen lernen die verschiedenen Berufsgruppen Methoden und Wege kennen, mit spirituellen Bedürfnissen umzugehen. Dieses Eingehen fördert den Genesungsprozess. Wichtig dabei ist ein offenes Spiritualitätsverständnis, das Vielfalt zulässt und einen wohltuenden, aufrichtenden spirituellen Zugang, der unsere Patient:innen, Bewohner:innen und Klient:innen unterstützt. 

So hören wir in der Klinik Diakonissen Linz immer wieder: „So ein Personal würden man jedem Krankenhaus wünschen“ oder „Hier geht man mit Patienten einfach anders um“ so eine Patientin. Die wachsende Wahrnehmungskompetenz auf allen Ebenen der Organisation und diese auf uns rückfließende Patient:innen-, Bewohner:innen-  und Klient:innenzufriedenheit hat wiederum Auswirkungen auf uns und unser Miteinander.

Mehr erfahren unter www.isco.info

Das „Innovation Center Spiritual Care in Organisations“ (ISCO) dient

  • dem Know How- und Theorie-Praxis-Transfer zu Spiritual Care innerhalb des Diakoniewerks. Vorzeigemodell ist hier die Klinik Diakonissen Linz, wo der Spiritual Care Ansatz bereits erfolgreich umgesetzt wird. Unterstützt durch ISCO sollen im Diakoniewerk in weiteren Betreuungs- und Begleitungsfeldern zusätzliche Modellerfahrungen zu SCO erarbeitet und reflektiert werden.
  • dem externen Austausch und der Weiterentwicklung von Spiritual Care in modernen Organisationen. Der Ansatz "Spiritual Care in Organisations" soll durch eine überregionale und internationale vernetzte Zusammenarbeit mit externen Expert:innen und Organisationen gefördert und verbreitert werden.

Vorzeigeprojekt ist die vom Diakoniewerk betriebene Klinik Diakonissen Linz, wo der Spiritual Care Ansatz bereits erfolgreich umgesetzt wird:

Hier geht's zur Klinik Diakonissen Linz.

Prof. Johanna Anzengruber Professorin an der Fachhochschule Oberösterreich hat im Rahmen der Case Study, an der sich 4 verschiedene Universitäten beteiligt haben, zu unserem Projekt Spiritual Care in der Klinik Diakonissen Linz unter anderem folgendes Bemerkenswertes herausgefunden:

  • 95% der Befragten würden „unsere Klinik“ als Arbeitsplatz weiterempfehlen
  • 90% denken, dass die Klinik Diakonissen der beste Arbeitgeber ist

Jene Mitarbeiter:innen, die bereits eine Spiritual Care-Schulung absolvierten, sind überzeugt, dass sie besser für sich sorgen können und leichter in die innere Balance gelangen.