Die Bevölkerung leidet unter Gewalt, Zerstörung und Vertreibung. Zur drohenden Ernährungs- und Hungerkrise kam es im Mai 2026 zu einem Ebola-Ausbruch . Wir leisten Humanitäre Hilfe für besonders schutzbedürftige Gruppen und helfen bei der Eindämmung der Epidemie. 

Gewalt, mangelnde Versorgung, Zerstörungen


Im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo kommt es seit Anfang 2025 zwischen Rebellengruppen und Regierungstruppen zu heftigen Kämpfen. Zerstörung und Vertreibung sind die Folgen. Mehr als 25 Millionen Menschen sind durch eine akute Ernährungs- und Hungerkrise bedroht. Mehr als die Hälfte der Notleidenden sind Kinder, zwei Millionen sind schwangere und stillende Frauen. Neben der mangelnden Versorgung stellt geschlechtsspezifische Gewalt ein riesengroßes Problem dar: 700.000 Menschen sind bedroht oder betroffen.
 

Ebola Ausbruch inmitten der Krise

Die Lage in der DR Kongo ist eine der größten humanitären Krisen weltweit. Im Mai 2026 kam es innerhalb dieser Krise auch noch zu einem Ebola-Ausbruch. Das Epizentrum lag in der nordostkongolesischen Provinz Ituri. In der Folge verbreitete sich das Virus in sechs Provinzen, somit ist dies der größte Ebola Ausbruch in der Geschichte der DR Kongo. Die Menschen benötigen dringend humanitäre Hilfe und Unterstützung in den Bereichen Medizin, Hygiene und Prävention. Erschwert wird die Eindämmung der Ausbreitung der Epidemie dadurch, dass aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzungen viele Menschen auf der Flucht sind. Beinahe 10 Millionen Menschen befinden sich, großteils innerhalb des Landes, auf der Flucht. 
 

Dieser Ebola-Ausbruch ist in Bezug auf seine Schnelligkeit, sein Ausmaß und seine Dringlichkeit etwas Besonderes. Ebola wird nicht in medizinischen Zentren und Krankenhäusern besiegt, sondern in den Gemeinden.

Dr. De-Joseph Kakisingi, Landesdirektor unserer Partnerorganisation SAD

So hilft die Diakonie Katastrophenhilfe

Eine Frau wäscht sich bei einer Handwaschstation die Hände. Auf dem Behälter wird durch ein Plakat über Ebola informiert.
© Clin-D'oeil/TPO/Diakonie Katastrophenhilfe

Die Diakonie Katastrophenhilfe leistet Ebola-Hilfen, besondere Unterstützung für schutzbedürftige Gruppen und Hilfen für die Instandsetzung von Infrastruktur.

  • Ebola Prävention und Infektionskontrollen
  • Wasser- und Sanitärversorgung, um Hygienemaßnahmen zu ermöglichen 
  • Unterstützung für Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt: Sichere Räume, Vermittlung von rechtlichen und medizinischen Hilfen, psychosoziale Unterstützung, finanzielle Hilfen, Schutzmaßnahmen, etc.
  • Hilfen für die Wiedereingliederung von Überlebenden geschlechtsbasierter Gewalt und anderen besonders schutzbedürftigen Personen
  • Unterstützung bei Wiederaufbau von kommunaler Infrastruktur wie Wasserzugang, Brücken oder Förderung von wirtschaftlichen Aktivitäten.