Es herrscht eine schwere Ernährungskrise: Durch Dürren, Wasserknappheit, Viehsterben und Ernteausfälle haben viele Menschen nicht genug zu Essen. Wir leisten akute Nothilfe und unterstützen dabei, die Widerstandsfähigkeit zu stärken.
Die Menschen in Kenia und Somalia durchleben eine schwere Ernährungskrise. Wiederholte Dürren und Wasserknappheit verursachten Ernteausfälle und den Verlust von Weideland und Vieh. Die Lebensmittelpreise sind sehr hoch. Schlechte Niederschlagsprognosen verschärfen die Situation zusätzlich. Viele Menschen mussten ihr Zuhause verlassen, um zu überleben.
Zeitgleich sinken die finanziellen Mittel für humanitäre Hilfe. Einkommensmöglichkeiten fehlen. Obwohl Märkte funktionieren, fehlt vielen Haushalten das Geld für ausreichend Nahrung. Häufige Bewältigungsstrategien sind die Reduzierung von Mahlzeiten, der Verkauf von Vermögenswerten und der Schulabbruch von Kindern. Es gibt große Versorgungslücken bei Nahrungsmittelhilfe, Ernährung, Wasserversorgung und Schutzleistungen.
In Somalia waren zu Beginn des Jahres 2026 rund 6,5 Millionen Menschen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen – fast doppelt so viele wie Anfang 2025. In Kenia sind aktuell rund 3,3 Millionen Menschen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen - ein weiterer Anstieg von Mangelernährung wird befürchtet: Über 800.000 Kinder und mehr als 116.000 Schwangere und stillende Frauen benötigen Ernährungsunterstützung.
Die Diakonie Katastrophenhilfe leistet gemeinsam mit lokalen Partnern Ernährungshilfen und Wasser-, Sanitär- und Hygienedienste (WASH). Auch soll die Widerstandsfähigkeit der betroffenen Gemeinschaften durch einen gemeinschaftsbasierten Ansatz gestärkt werden.
So hilft die Diakonie Katastrophenhilfe
Unterstützt werden 1020 Haushalte, besonders berücksichtigt werden Frauen und Menschen mit Behinderungen.
- Verbesserter Zugang zu Nahrungsmitteln durch Cash for Food für von der Dürre betroffene gefährdete Haushalte
- Hilfen für Kinder unter fünf Jahren sowie schwangere und stillende Frauen, die von Unterernährung bedroht sind
- Unterstützung von Wiederaufbau und Stärkung der Widerstandsfähigkeit durch die Gemeinschaften
- Bau von Wasserversorgungstellen
- Schulungen und Aufklärungskampagnen für Basisgesundheit und Hygiene
- Verteilung von Hygiene–Kits und solarbetriebenen Lampen