In Thessaloniki leben rund 19.000 Geflüchtete in mehreren Camps. Die Lebensbedingungen sind katastrophal und verschlechtern sich weiter – es gibt nicht genügend Unterkünfte, sodass Menschen im Freien und auf öffentlichen Plätzen campieren müssen. Das Alkyone Tageszentrum ist für die Geflüchteten eine wichtige Anlaufstelle in der Not.

Endstation Griechenland

Mit der großen Fluchtbewegung im Jahr 2015 kamen viele Flüchtlinge aus Syrien, Irak oder Afghanistan nach Griechenland, um vor Krieg und Gewalt Zuflucht in Europa zu finden. Doch seit der Abriegelung der „Balkanroute“ im März 2016 ist Griechenland für viele Schutzsuchende zur Endstation geworden. Zudem verfügte das EU-Türkei-Abkommen vom März 2016, dass Flüchtlinge, die seitdem nach Griechenland einreisen, in Aufnahmelagern auf den griechischen Inseln festgehalten und in die Türkei zurückkehren sollen. Wer davor ins Land kam, wurde meist auf dem griechischen Festland untergebracht. Viele warten seitdem auf die Bearbeitung ihrer Asylanträge.

Menschenunwürdige Lebensbedingungen

Tausende geflüchtete Familien sitzen nun auf den griechischen Inseln und dem Festland unter oftmals menschenunwürdigen Bedingungen fest. Die Kapazitäten in den Notunterkünften und Auffanglagern sind längst nicht mehr ausreichend. Ohne Einkommensmöglichkeiten fehlt es vielen an einer sicheren Bleibe und an Nahrungsmitteln, Kleidung, Hygienematerial und medizinischer Grundversorgung. Frauen und Kinder trifft dies besonders hart. Staatliche Unterstützung gibt es kaum. Die lokalen Behörden sind unterbesetzt und überfordert, Asylverfahren dauern extrem lange. Legale Möglichkeiten, in andere EU-Staaten weiterzureisen, werden den meisten Flüchtlingen verwehrt. Statt Schutz und Hilfe zu erhalten, sind viele Geflüchtete auf sich allein gestellt, ohne Aussicht auf ein Leben in Sicherheit und Würde.

So hilft die Diakonie Katastrophenhilfe

Essensausgabe im Tageszentrum Alkyone der lokalen Hilfsorganisation EMT
Essensausgabe im Tageszentrum Alkyone der lokalen Hilfsorganisation EMT / © Christoph Pueschner/Diakonie Katastrophenhilfe
Das Tageszentrum: Eine Anlaufstelle für Menschen in Not

In Zusammenarbeit mit unserer Partnerorganisation EMT (Ecological Movement of Thessaloniki) eröffneten wir 2017 ein Tageszentrum für Geflüchtete. Es ist die einzige Einrichtung in Thessaloniki, die eine Grundversorgung für Geflüchtete anbietet. Mit warmen Mahlzeiten, Hygieneartikeln, Kleidung, Dusch- und Waschmöglichkeiten, Beratung sowie psychosozialer Unterstützung lindern die Hilfskräfte die alltägliche Not. Im Mittelpunkt der Unterstützung stehen besonders vulnerable Gruppen, wie alleinerziehende Mütter, Schwangere und Familien mit kranken, pflegebedürftigen oder behinderten Angehörigen. Das Tageszentrum dient nicht nur als Anlaufstelle für Flüchtlinge, es steht auch bedürftigen Griech:innen offen. So fördern wir Integration und das soziale Miteinander. Mehr als 1.000 Personen werden monatlich unterstützt.

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Ein Ort der Hoffnung

Tageszentrum Alkyone Thessaloniki
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