Mosambik ist eines der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Länder weltweit. Immer wieder treten Dürren, Überschwemmungen und Zyklone auf und gefährden die Ernährungssicherheit der Bevölkerung. 

Mosambik gehört zu jenen Ländern, die am stärksten anfällig für Katastrophen sind. Naturkatastrophen, die durch den Klimawandel verursacht sind, treten sehr häufig auf. In den letzten 35 Jahren wurde das Land von 75 Katastrophen heimgesucht, darunter Dürren, Überschwemmungen, tropische Wirbelstürme und Epidemien. Nach zwei aufeinanderfolgenden schlechten Ernten und verheerenden Regenfällen und Überschwemmungen sind landwirtschaftliche Flächen zerstört. Die Bevölkerung kann nicht auf Ressourcen zurückgreifen, mangelnde Versorgung mit Nahrungsmitteln ist die Folge.

Frauen sind besonders betroffen: Sie verfügen aufgrund von diskriminierenden Normen über weniger Land und produktive Ressourcen und werden oft von Entscheidungen im Haushalt ausgeschlossen. Frauen sind häufig gezwungen Mahlzeiten auszulassen oder weniger zu essen - deshalb sind sie häufiger unterernährt. Wenn Katastrophen in fragilen Systemen auftreten, erhöht sich das Risiko für Gewalt. Insbesondere sind Frauen und Menschen mit Behinderungen häufig von Diskriminierung und Gewalt betroffen. Auch sind sie von sozialer Unterstützung ausgeschlossen und benötigen deshalb in Krisen besonderen Schutz. 

So hilft die Diakonie Katastrophenhilfe

Eine Gruppe von Menschen bei landwirtschaftlichen Tätigkeiten auf einem Feld.
© Ricardo Franco/ Diakonie Katastrophenhilfe

Landwirtschaft stärken und Frauen vor Gewalt schützen

Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen fördern wir im Rahmen von International Partnerships Austria Ernährungssicherheit in Mozambik. 
Wir unterstützen Menschen, die in Armut leben und durch Naturkatastrophen besonders betroffen sind, durch:

  • Nahrungsmittelpakete für sechs Monate
  • Saatgut und landwirtschaftliche Werkzeuge
  • Schulung in innovativen klimaresistenten, landwirtschaftlichen Praktiken und Agrarökologie. Ein besonderer Fokus liegt auf der Einbeziehung von Frauen und Menschen mit Behinderungen.
  • Bäuer:innenverbände fördern Frauen in der Landwirtschaft und ihre Landrechte, stärken Partnerschaften mit der Regierung und bilden Frauen als landwirtschaftliche Beraterinnen aus. 

Wir unterstützen bei der Prävention und Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt durch:

  • Kampagnen, Workshops und Schulungen von Gemeindevertreter:innen, Führungskräften und Interessensgruppen
  • besseren Zugang zu Gesundheits- und psychosozialen Diensten für Frauen, die Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt wurden

Fördergeber:innen

Die ADA fördert dieses Projekt im Rahmen von International Partnerships Austria.