Millionen Menschen sind durch den Ukrainekrieg in andere Länder vertrieben worden. Viele haben in den Nachbarländern Schutz gesucht, so auch in der Republik Moldau. Wir leisten Nothilfe, damit Geflüchtete ihren dringendsten Bedarf decken können.  

Kleiner Nachbar, große Hilfsbereitschaft

Die Republik Moldau ist eines der ärmsten Länder Europas. Das durchschnittliche Monatsgehalt beträgt umgerechnet gerade einmal 350 Euro. Doch trotz dieser schwierigen Umstände hat kein anderes Nachbarland, im Verhältnis zur Einwohnerzahl und Wirtschaftskraft, bislang mehr Flüchtlinge aufgenommen. Rund 2,6 Millionen Einwohner zählt Moldau, das flächenmäßig etwa doppelt so groß wie die Steiermark ist. Mehr als 450.000 Menschen, größtenteils Frauen mit Kindern, sind aus der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskrieges hierher geflüchtet. Der Großteil davon ist weitergereist, doch knapp 100.000 Ukrainer:innen sind geblieben und müssen versorgt werden.

Die Gastfreundschaft, die ich hier erlebt habe, hat mir ein sicheres Gefühl gegeben und ich werde bis zum Ende des Konfliktes hierbleiben. Obwohl ich andere Pläne hatte, als ich von zu Hause wegging. Ich bin wirklich dankbar für all die harte Arbeit dieser Menschen.

Geflüchtete Frau aus der Ukraine

So hilft die Diakonie Katastrophenhilfe

Geflüchtete aus der Ukraine erhalten im Speisesaal einer Notunterkunft in Cimislia eine warme Mahlzeit
© Moldovan Christian Aid
Nahrungsmittel, Hygiene-Artikel und Unterkünfte

Mit der lokalen Partnerorganisation Moldovan Christian Aid versorgten wir ankommende Menschen von Beginn an direkt an den Grenzübergängen. Aktuell unterstützen wir Geflüchtete zudem mit der Organisation HEKS und im Verband der ACT Alliance durch:

  • Voucher für die Deckung des dringendsten Bedarfes von Geflüchteten
  • Bereitstellung von Tablets für Schüler:innen
  • Stärkung der Rechte von Geflüchteten (Informationskampagnen, Trainings für Grenzbeamte und im Asylbereich tätigen Personen)
  • Heizmaterialien und Winter-Kits

Der Fokus aller Projektaktivitäten liegt auf Frauen und Kinder und anderen besonders vulnerablen Gruppen.

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