Hier bieten wir Ihnen Fürbitten für Gottesdienst, Andacht, Konfirmationsunterricht oder Ihren Hauskreis an.
Aktuelle Fürbitten
Fürbitten Erntedank
Fürbitte zu Erntedank, 4. Oktober 2026
Gott,
heute halten wir inne.
Vieles nehmen wir täglich in die Hand,
ohne darüber nachzudenken:
ein Stück Brot, ein Glas Wasser,
eine Frucht, die in der Sonne gereift ist.
Heute sehen wir genauer hin
und danken dir.
Hinter dem, was uns satt macht,
liegen Wochen des Wachsens und Wartens.
Menschen haben gesät und geerntet,
Tiere versorgt und Lebensmittel zubereitet.
So viele tragen dazu bei,
dass unser Tisch gedeckt ist.
Segne ihre Mühe.
Auch wir bringen etwas mit:
was uns gelungen ist,
was wir gemeinsam geschafft haben,
und manches, das trotz aller Anstrengung
keine Frucht getragen hat.
Nimm unseren Dank an
und gib uns Mut für das Unvollendete.
Diese Erde ist uns anvertraut.
Lass uns sorgsam mit ihr umgehen.
Bewahre uns davor, gedankenlos zu verbrauchen,
was andere zum Leben brauchen.
Öffne unsere Hände zum Teilen
und unsere Augen für alles Lebendige,
das unseren Schutz braucht.
Unter deinem weiten Himmel
dürfen wir unseren Platz finden.
Wir müssen nicht alles beherrschen.
Hilf uns, unsere Grenzen anzunehmen
und mit unseren Möglichkeiten Gutes zu tun.
Lass aus unserem Staunen Dankbarkeit werden,
aus unserem Dank Fürsorge
und aus unserem Vertrauen
den Mut zum nächsten Schritt.
Amen.
Fürbitten zum 17. Sonntag nach Trinitatis, 27. September 2026
Einleitung
Lasst uns zu unserem Herrn Jesus Christus beten, der den Glauben der kanaanäischen Frau sah und würdigte. Vor ihn bringen wir unsere Bitten für die Menschen dieser Welt, besonders für Frauen, die mit Mut, Ausdauer und Vertrauen ihren Weg gehen.
1. Für Frauen und ihre Kinder
Barmherziger Gott, wir danken dir für Frauen, die in Familien, Gemeinden, Berufen und im Ehrenamt Verantwortung übernehmen. Wir danken dir für ihren Glauben, ihre Liebe und ihre Kraft. Stärke alle Frauen, die für andere sorgen, die Hoffnung schenken und oft im Verborgenen Großes leisten.
Wir bitten: Herr, erhöre uns
2. Für Menschenwürde
Herr Jesus Christus, die kanaanäische Frau ließ sich weder von Grenzen noch von Ablehnung entmutigen. Wir bitten dich für Frauen, die Ausgrenzung, Gewalt, Ungerechtigkeit oder Benachteiligung erfahren. Schenke ihnen Schutz, Würde und Menschen an ihrer Seite, die ihre Not sehen und ihnen beistehen. Lass ihre Stimmen gehört werden und ihr Vertrauen neue Wege eröffnen.
Wir bitten: Herr, erhöre uns
3. Für aufrichten Glauben
Treuer Gott, du hast gesagt: „Groß ist dein Glaube.“ Wir bitten dich für unsere Kirche und unsere Gemeinden. Lass uns erkennen, wie vielfältig Glauben gelebt wird. Bewahre uns vor Vorurteilen und lehre uns, einander als Schwestern und Brüder in Christus anzunehmen. Stärke besonders Frauen in ihrem Zeugnis für das Evangelium und in ihren Gaben zum Dienst an deiner Kirche.
Wir bitten: Herr, erhöre uns
Abschluss
Gott, bei dir zählen nicht Herkunft, Ansehen oder Grenzen, sondern das Vertrauen auf deine Liebe. Stärke in uns den Glauben, der die Welt überwindet, und mache uns zu Zeugen deiner Güte. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Amen
Fürbitten zum 16. Sonntag nach Trinitatis, 20. September 2026
Einleitung
Lasst uns beten zu Jesus Christus, der dem Tod die Macht genommen hat und Leben ans Licht bringt. Er ruft Menschen aus Dunkelheit und Hoffnungslosigkeit heraus und schafft Neues, wo wir kein neues Leben mehr erwarten.
1. Für die Trauernden
Herr Jesus Christus, du hast Lazarus aus dem Grab gerufen und gezeigt, dass Tod und Verzweiflung nicht das letzte Wort haben. Wir bitten dich für alle Menschen, die um einen geliebten Menschen trauern, die krank sind oder an den Grenzen ihrer Kraft stehen. Lass sie deine Nähe erfahren und schenke ihnen Hoffnung, wo alles aussichtslos erscheint.
Wir bitten: Herr, erhöre uns
2. Für soziale Werte
Herr, du schaffst Neues aus dem, was verloren und abgestorben scheint. Wir bitten dich für unsere Welt: für die Menschen in Kriegsgebieten, für Opfer von Gewalt, Katastrophen und Ungerechtigkeit. Wo Hass und Zerstörung herrschen, stifte Frieden. Wo Leben zerbrochen ist, eröffne neue Wege. Lass deine Macht zum Leben stärker sein als die Kräfte des Todes.
Wir bitten: Herr, erhöre uns
3. Für die Kirche
Gott, du hast uns nicht den Geist der Furcht gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Erneuere deine Kirche und unsere Gemeinden. Mache uns mutig, von deiner Hoffnung zu erzählen, tröstend an der Seite anderer zu stehen und darauf zu vertrauen, dass du auch in unserem Leben Neues wachsen lässt, wo wir nur Grenzen sehen.
Wir bitten: Herr, erhöre uns
Abschluss
Herr Jesus Christus, du bist die Auferstehung und das Leben. Du rufst uns aus Angst und Resignation heraus in die Freiheit deiner Kinder. Dir vertrauen wir unsere Bitten an. Stärke unseren Glauben und erhalte in uns die Gewissheit, dass deine Liebe mächtiger ist als der Tod.
Amen
Fürbitten zum 15. Sonntag nach Trinitatis, 13. September 2026
Einleitung
Lasst uns zu Gott beten, der uns geschaffen hat und für seine Schöpfung sorgt. Vor ihn bringen wir unsere Sorgen und Nöte, im Vertrauen auf sein Wort: „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“
1. Für die ökonomische Lage
Barmherziger Gott, viele Menschen blicken mit Sorge auf die steigenden Preise für Lebensmittel, Energie und Wohnen. Manche wissen nicht, wie sie ihre Rechnungen bezahlen oder ihren Familien das Nötigste geben können. Schenke ihnen Mut und Hoffnung. Lass Verantwortliche in Politik und Wirtschaft Wege finden, die Lasten gerecht zu tragen und den Schwachen beizustehen.
Wir bitten: Herr, erhöre uns
2. Für die Schöpfung
Schöpfer der Welt, du hast den Menschen in den Garten Eden gesetzt und ihm alles gegeben, was er zum Leben braucht. Bewahre uns vor Egoismus und Habgier. Lehre uns, verantwortungsvoll mit den Gaben deiner Schöpfung umzugehen und miteinander zu teilen, damit niemand Mangel leiden muss und alle am Reichtum deiner Gaben teilhaben können.
Wir bitten: Herr, erhöre uns
3. Für den Alltag
Treuer Gott, viele Menschen tragen schwere Sorgen mit sich: um ihre Arbeit, ihre Zukunft, ihre Familien und ihre Gesundheit. Wenn Ängste das Herz bedrängen und die Sorgen den Schlaf rauben, dann erinnere uns an deine Fürsorge. Schenke Vertrauen, wo Verzweiflung wächst, und Menschen, die einander beistehen, trösten und stärken.
Wir bitten: Herr, erhöre uns
Abschluss
Herr, unser Gott, du hast uns ins Leben gerufen, du erhältst deine Schöpfung und lässt uns nicht allein. Nimm unsere Bitten an und hilf uns, unsere Sorgen auf dich zu werfen und auf deine Güte zu vertrauen. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Amen
Fürbitten zum 14. Sonntag nach Trinitatis, 6. September 2026
Einleitung
Lasst uns zu Gott beten, der uns kennt und sieht, wie Jesus den Zachäus sah. Er sucht die Nähe der Menschen, beschenkt uns mit seiner Liebe und ruft uns zu einem Leben in Dankbarkeit und Nächstenliebe.
1. Für unsere Beziehung zu Gott
Gütiger Gott, wir danken dir, dass du uns nicht nach unserem Ansehen oder unseren Fehlern beurteilst. Wie Zachäus von Jesus angesprochen und angenommen wurde, so wendest auch du dich uns zu. Öffne unsere Augen für die Spuren deiner Güte in unserem Leben, damit wir nicht vergessen, was du uns Gutes getan hast.
Wir bitten: Herr, erhöre uns
2. Für Menschen in Not
Barmherziger Gott, wir bitten dich für alle Menschen, die sich nach Annahme und einem neuen Anfang sehnen: für Einsame, Ausgegrenzte, Schuldbeladene und Suchende. Sei ihnen nahe durch Menschen, die zuhören, begleiten und helfen. Segne besonders die Mitarbeitenden der Diakonie und alle, die Notleidenden mit Zeit, Zuwendung und praktischer Hilfe dienen.
Wir bitten: Herr, erhöre uns
3. Für tätige Liebe
Treuer Gott, die Begegnung mit Jesus verwandelte das Leben des Zachäus und machte ihn bereit zu teilen und Unrecht wiedergutzumachen. Schenke auch uns ein dankbares Herz, das sich in tätiger Liebe zeigt. Hilf uns, von dem weiterzugeben, was wir empfangen haben, und lass unsere Gemeinden Orte werden, an denen Menschen deine Menschenfreundlichkeit erfahren.
Wir bitten: Herr, erhöre uns
Abschluss
Herr Jesus Christus, du bist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. Dafür danken wir dir. Nimm unsere Bitten an und leite uns auf dem Weg der Dankbarkeit, damit unser Leben dich lobt und deine Liebe in der Welt sichtbar wird. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Amen
Fürbitten Archiv
Von unserem Sehnen und unserem Erinnern
Fürbitte für den 13. Sonntag nach Trinitatis, 30. August 2026
Ende der Ferien/Schulbeginn
Wir bitten dich für alle Kinder und Jugendlichen,
die in diesen Wochen aus den Ferien zurückkehren.
– für alle, die gerne noch länger Ferien gehabt hätten,
weil sie gestärkt wurden in ihren Familien
oder mit Freundinnen und Freunden erleben durften,
wie gemeinsames Leben ohne Zeitdruck allen guttun.
– für alle, die froh sind, wieder zur Schule gehen zu können,
weil sie in der vielen freien Zeit viel Streit erleben mussten
oder einsam waren.
– für alle die Kleinen, die in diesen Tagen eingeschult werden,
erhalte ihnen ihre Neugier auf die Welt,
lass sie die Vielfalt des Lebens entdecken und froh werden,
dass du uns aus vielen Nationen
zum gemeinsamen Lernen und Leben geschaffen hast.
Wir bitten dich aber auch für die unzähligen Kinder und Jugendlichen,
die noch nie eine Schule besuchen durften,
weil ihre Eltern oder Erziehungsberechtigten
sich das Schulgeld nicht leisten können,
weil Krieg und Vertreibung,
Krankheiten oder Naturkatastrophen es ihnen unmöglich machen.
Erfülle die Träume aller, die sich danach sehnen, lernen zu dürfen,
und lass die, die sich für das Recht auf Lernen einsetzen,
nicht müde werden, dieses Recht auch einzufordern,
überall in der Welt.
Internationaler „Tag der Verschwundenen“, 30. August
Wir bitten für unsere verzweifelten Mitmenschen, die wissen wollen,
was aus ihren verschwundenen Angehörigen geworden ist:
Menschen, die Gewaltherrschern oder skrupellosen Reichen
ein Dorn im Auge waren, in vielen Ländern Lateinamerikas,
aber auch in Algerien, Nigeria und in Ländern des Fernen Ostens.
Wir bitten für die, die seit Jahrzehnten in Ungewissheit
über das Schicksal von verschwundenen Angehörigen leben,
und für die, die erst seit kurzer Zeit mit diesem Loch in ihrer Seele leben,
nicht zu wissen, was mit einem geliebten Menschen geschehen ist.
Wir bitten dich auch für alle, die ihnen zur Seite stehen,
in Menschenrechtsorganisationen, in den Medien
und auch in den Kirchen der Länder,
wo dieses Unrecht andauert.
Kein Mensch soll aus unserem Erinnern verschwinden,
Kein Mensch ist vergessen von dir, Gott.
Lass uns daran festhalten und schenke uns Kraft,
auch jene nicht zu vergessen, deren Schicksal im Dunkeln bleibt.
Mache auch das zur Richtschnur für unsere Herzen.
Fürbitten für Sonntag 23.8.2026
Sie sind verfasst zur Tageslosung aus Jesaja 48,21 und zum Predigttext 1. Korinther 3, 9-17:
Einleitung: „Sie litten keinen Durst, als er sie durch die Wüsten führte; er ließ für sie Wasser aus dem Felsen fließen.“ – So heißt es in der Tageslosung aus Jesaja. Lasst uns beten. Gott, du sorgst für dein Volk und lässt Quellen aufbrechen, wo Menschen nur Trockenheit sehen. Wir bitten dich:
1. Für Menschen, deren Leben trocken geworden ist:
Gott, wir bitten dich für Menschen, die sich erschöpft, leer oder mutlos fühlen. Für alle, denen die Kraft fehlt und die nicht wissen, wie es weitergehen soll. Lass in ihrem Leben neue Quellen aufbrechen. Schenke ihnen Hoffnung, Menschen, die sie begleiten, und neue Zuversicht.
2. Für deine Kirche und unsere Gemeinden:
Du hast deine Kirche auf einen festen Grund gestellt. Hilf uns, darauf aufzubauen und nicht auf unsere eigenen Vorstellungen und Erfolge zu vertrauen. Schenke unseren Gemeinden Menschen, die mit Liebe, Geduld und Glauben an deinem Reich bauen.
3. Für alle, die Verantwortung übernehmen:
Wir bitten dich für Menschen, die Verantwortung tragen – in Familien, Gemeinden, Schulen, Politik und Gesellschaft. Gib ihnen Weisheit und Besonnenheit. Bewahre sie davor, nur nach Anerkennung oder Erfolg zu suchen. Lass ihr Handeln dem Leben dienen.
4. Für Menschen, die verletzt oder enttäuscht wurden:
Gott, wir bitten dich für alle, deren Vertrauen in Menschen, Kirche oder Gemeinschaft enttäuscht wurde. Für Menschen, die durch Worte oder Taten verletzt worden sind. Lass sie erfahren, dass du sie nicht verlässt. Gib ihnen Heilung und Menschen, bei denen sie wieder Vertrauen finden können.
5. Für unsere Welt, die nach Frieden und Gerechtigkeit dürstet:
Wir bitten dich für Menschen, die unter Krieg, Gewalt, Armut und Ungerechtigkeit leiden. Lass dort Quellen des Friedens entstehen, wo heute Hass und Zerstörung herrschen. Gib den Verantwortlichen Mut zu Verständigung und öffne Wege, die neues Leben ermöglichen.
6. Für uns selbst:
Gott, du erinnerst uns daran: Wir sind dein Bau, ja, dein Tempel. Lass uns achtsam mit uns selbst und miteinander umgehen. Hilf uns, auf einem guten Grund zu bauen – auf deinem Wort, deiner Liebe und deiner Gnade. Und wo wir selbst trocken und kraftlos geworden sind, schenke uns dein lebendiges Wasser.
Abschluss: Gott, du bist der Grund, auf dem unser Leben steht. Du führst uns durch Wüsten und lässt Quellen sprudeln, wo wir keine mehr erwarten. Stärke uns und gebrauche uns, damit durch unser Leben etwas von deiner Liebe sichtbar wird.
Amen.
Fürbitte für Sonntag, 16.08. zu Predigttext Lukas 18, 9-14
Einleitung: Lasst uns beten zu Gott, der*die nicht auf unsere Leistung und unseren Stolz schaut, sondern auf unser Herz.
1. Für alle, die sich selbst für besser halten als andere:
Gott, wir bitten dich für Menschen, die auf andere herabschauen oder sich über deren Fehler erheben. Schenke ihnen Demut und einen barmherzigen Blick. Lass uns erkennen, dass wir alle deine Gnade brauchen.
2. Für alle, die sich klein, schuldig oder unwürdig fühlen:
Gott, wir bitten dich für Menschen, die mit Schuld, Versagen oder Enttäuschungen leben. Lass sie erfahren, dass sie zu dir kommen dürfen, so wie sie sind. Schenke ihnen Vergebung, neuen Mut und die Gewissheit deiner Liebe.
3. Für unsere Gemeinden:
Gott, wir bitten dich für unsere Kirchen und Gemeinden. Bewahre uns davor, unseren Glauben als Maßstab für andere zu benutzen. Hilf uns, einander anzunehmen und offen zu sein für Menschen, die anders glauben, anders leben oder erst nach ihrem Weg zu dir suchen.
4. Für Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen:
Gott, wir bitten dich für Menschen, die übersehen, ausgegrenzt oder verurteilt werden. Für Einsame, Arme, Geflüchtete und Menschen, die sich nicht zugehörig fühlen. Gib ihnen Menschen, die ihnen zuhören und ihnen mit Respekt begegnen.
5. Für die Menschen, über die wir vorschnell urteilen:
Gott, wir bitten dich für alle, über die wir uns ein Urteil bilden, ohne ihre Geschichte zu kennen. Schenke uns Geduld und Verständnis. Lass uns nicht zuerst fragen, was ein Mensch falsch gemacht hat, sondern was wir tun können, um ihm beizustehen.
6. Für uns selbst:
Gott, wir kommen zu dir mit allem, was uns beschäftigt: mit unserem Stolz und unserer Unsicherheit, mit unseren Stärken und unseren Fehlern. Hilf uns, ehrlich vor dir zu sein und auf deine Gnade zu vertrauen. Lehre uns, wie der Zöllner zu beten: „Gott, sei mir Sünder gnädig.“
Abschluss: Gott, du kennst unsere Herzen. Wir danken dir, dass wir mit allem, was uns bewegt, zu dir kommen dürfen. Nimm unsere Bitten an und begleite uns auf unserem Weg.
Amen.
Fürbitten für den 9. August 2026 (10. Sonntag nach Trinitatis - „Israelsonntag“)
„Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat!“ (Psalm 33,12)
Du Gott des Lebens,
wir sind bestürzt über die Kriege
und die Not, die sie über die Menschen bringen.
Im Iran, in der Ukraine, in Gaza und dem Westjordanland und im Sudan.
Hilf, dass die Gewalt ein Ende findet.
Du Gott des Lebens,
wir denken an die Folgen von Hitze und Dürre,
von denen wir betroffen sind.
Wassermangel, Ernteeinbußen, Waldbrände und Unwetter -
Hitzetote in vielen Ländern, auch bei uns.
Hilf, dass wir umdenken
und entschlossen gegen den Klimawandel handeln.
Du Gott des Lebens,
der Schutz von Menschen auf der Flucht ist brüchig.
In Ceuta wird die Zahl der Toten nicht einmal mehr erwähnt.
Hilf, dass wir nicht daran zweifeln,
dass Menschenleben gerettet werden müssen.
Du Gott des Lebens,
wir denken an alle, die helfen -
wie die Diakonie,
Feuerwehr und Rettungsdienste.
Lass sie nicht müde werden angesichts der großen Not,
und bewahre sie in allen Gefahren.
Hilf, dass sich Menschlichkeit durchsetzt.
In allem Schmerz und aller Not
versprichst du deinen Schalom -
dass Gerechtigkeit und Frieden sich küssen
und deine gute Schöpfung bewahrt wird.
Lass uns deiner Zusage trauen.
Das bitten wir im Namen Jesu.
Amen.
Fürbitten für den 2. August 2026 (9. Sonntag nach Trinitatis)
„Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern.“ (Lukas 12, 48b)
Guter Gott,
wir danken dir für den Sommer:
Urlaub und Ferien,
Erholung und Abenteuer,
viel Miteinander in Familien und Freundschaften,
neue Erfahrungen und bleibende Eindrücke.
Für all das danken wir dir!
Zugleich ist der Sommer für so viele
eine Zeit der Katastrophen.
Wir denken an die Menschen,
die unter Krieg und Gewalt zu leiden haben.
Wir denken an die Opfer der Waldbrände und der Dürre
und an die, die von Überschwemmungen und Schlammlawinen betroffen sind.
Die Hitzetoten und die Ertrunkenen,
die Unfallopfer auf den Bergen und auf den Straßen.
Wie gut, dass es Hilfe gibt!
Danke für alle, die den Menschen in Not beistehen,
den Johannitern und allen Rettungskräften,
der Diakonie Katastrophenhilfe und allen Hilfsorganisationen.
Gib, dass sie nicht müde werden.
Wir denken auch an die, die gerade im Sommer
persönliche Katastrophen erleben müssen.
In ihren Beziehungen, in den Familien,
in Freundschaften und in der Nachbarschaft.
Steh du allen bei, die durch schwere Zeiten gehen müssen
und lass sie begleitet sein -
auch durch uns in den christlichen Gemeinden!
Uns alle lass bedenken,
wie zerbrechlich und verletzlich unser Menschenleben ist.
Lass uns das Leben schützen und bewahren,
wo es notwendig ist
und lass es uns dankbar genießen, wo es möglich ist.
Wir wissen uns und alles, was lebt,
geborgen in deiner Hand.
Amen.
Fürbitten für den 26. Juli 2026 (8. Sonntag nach Trinitatis)
„Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.“ (Epheser 5, 8b-9)
Du Gott des Friedens,
weil du das Licht bist
und alle Finsternis vertreibst,
können wir als Kinder des Lichts leben
und Finsternis vertreiben.
Die Finsternis, die Krieg und Gewalt über die Menschen bringen.
Im Iran, in der Ukraine, im Sudan
und wo überall sonst auf dieser Erde
Menschen gegeneinander Waffengewalt anwenden.
Die Finsternis, die der Klimawandel über die Menschen bringt.
Dürre und Missernten,
Waldbrände und steigende Kosten für das tägliche Brot.
Millionen sind vom Hunger bedroht.
Hunger, den die Kriege und die Klimakatastrophe hervorrufen.
Wir nehmen das nicht als unabänderliches Schicksal hin.
Wir finden uns damit nicht ab
und gewöhnen uns daran nicht.
Du lässt uns unbeirrt und zuversichtlich daran festhalten,
dass allen Menschen ein gutes Leben zusteht.
Dafür setzen wir uns ein.
Danke für alle, die sich dafür einsetzen.
Danke für die Diakonie, für Brot für die Welt,
für deine Kirche überall auf der Erde.
Danke für die Hoffnung, die du schenkst.
Danke für dein Licht,
für Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit.
Amen.
Fürbitten zum 7. Sonntag nach Trinitatis, 19. Juli 2026
„So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.“ (Epheser 2,19)
Gott, du berufst uns,
in deiner Schöpfung mit dir zu leben.
Dass wir Verantwortung übernehmen und mit allem,
was uns anvertraut und geliehen ist,
sorgsam und gut umgehen.
Heute fragen wir besorgt:
Was wird aus deiner Schöpfung, unserer Erde,
unserem gemeinsamen Haus?
An vielen Orten steht es in Brand.
Dürre und Hitze bedrohen bei uns die Ernte.
Wasser ist ein kostbares Gut,
das wir dringend vermissen.
Wir denken an alle, die unter dieser Entwicklung leiden.
An die Hitzeopfer, die jedes Jahr mehr werden.
An die Betroffenen von Dürre und Wassermangel.
Wir denken an alle, die helfen
und dabei selbst in Gefahr geraten.
Feuerwehrleute, Mitglieder der Rettung am Berg und auf See,
Diakonie und Katastrophenhilfe.
Erneuere unseren Verstand,
erneuere unsere Herzen,
du, die Rettung im Schiffbruch unseres Planeten.
Lass uns Hüterinnen der Schöpfung sein
und Geschwister von allem, was lebt.
Dass es Leben für alle gibt
im gemeinsamen Haus der Erde.
Fürbitten zum 6. Sonntag nach Trinitatis, 12. Juli 2026
„So spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!“ Jes 43,1
Einleitung
Lasst uns beten zu Gott, der uns in der Taufe seinen Namen zugesprochen hat. Er kennt uns, liebt uns und lässt uns nicht los. Im Vertrauen auf seine Treue bringen wir vor ihn, was uns und diese Welt bewegt:
1. Für die Kirche und die Getauften
Treuer Gott,
durch die Taufe hast du Menschen aus allen Völkern zu deiner Gemeinde gerufen. Stärke deine Kirche in ihrem Auftrag, deine Liebe glaubwürdig weiterzugeben. Bewahre alle Getauften in der Gewissheit, dass sie zu dir gehören, und schenke Mut zu einem Leben im Glauben.
Wir bitten dich: Herr, erbarme dich.
2. Für Menschen in Not und den Dienst der Diakonie
Barmherziger Gott,
du hast dein Volk aus Knechtschaft und Bedrängnis befreit. Wir bitten dich für alle Menschen, die unter Armut, Krankheit, Einsamkeit oder Ausgrenzung leiden. Segne die Mitarbeitenden der Diakonie und alle, die sich für andere einsetzen. Schenke ihnen Kraft, Geduld und offene Herzen, damit deine Liebe durch ihre Hände sichtbar wird.
Wir bitten dich: Herr, erbarme dich.
3. Für unsere Welt und unsere Gemeinschaften
Gnädiger Gott,
du hast jeden Menschen bei seinem Namen gerufen. Lass uns einander mit Achtung und Würde begegnen. Schenke Frieden in den Familien, in unserer Gesellschaft und zwischen den Völkern. Hilf uns, Brücken zu bauen, Vorurteile zu überwinden und als Menschen zu leben, die aus deiner Liebe und Barmherzigkeit handeln.
Wir bitten dich: Herr, erbarme dich.
Abschluss
Gott, unser Vater,
du bist der treue Gott, der seinen Bund hält und uns in Christus erlöst hat. Dir vertrauen wir unsere Bitten an. Im Wissen, dass deine Liebe größer ist als unsere Angst und deine Treue weiter reicht als unser Verstehen. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Amen.
Erdbeben in Venezuela
Fürbitte für den Sonntag, 5. Juli 2026
Unser Gott,
Eineinhalb Wochen nach dem Erdbeben in Venezuela
gibt es keine Hoffnung mehr, noch Überlebende zu finden.
Wir klagen dir das Elend, das über die Menschen gekommen ist,
die sich ein halbes Jahr nach der Entmachtung ihres Diktators
Hoffnungen auf einen neuen Anfang gemacht hatten.
Wir bitten dich, dass die Hilfe für die Menschen so greifbar wird,
dass sich aus Verzweiflung nicht Gewalt und Anarchie ausbreiten.
Wir bitten dich, dass die Katastrophe dort
im Bewusstsein der Menschen hier
nicht wieder schnell in Vergessenheit gerät.
Lasst uns zu Gott beten: erbarme dich!
Fürbitten zum 5. Sonntag nach Trinitatis, 5. Juli 2026
„Aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es.“ Eph 2,8
Einleitung
Lasst uns beten zu unserem Herrn Jesus Christus, der Simon Petrus in die Tiefe hinausgerufen hat und auch uns immer wieder Mut schenkt, auf sein Wort zu vertrauen. Ihm bringen wir unsere Bitten:
1. Für die Kirche
Herr Jesus Christus,
du rufst Menschen in deine Nachfolge und sendest sie hinaus in die Welt. Stärke deine Kirche, dass sie nicht am sicheren Ufer stehen bleibt, sondern mutig aufbricht, um dein Evangelium zu bezeugen. Gib allen, die Verantwortung tragen, Vertrauen auf dein Wort und die Gewissheit, dass deine Gnade trägt, auch wenn menschliche Erfahrung dagegenzusprechen scheint.
Wir bitten dich: Herr, erbarme dich.
2. Für die Diakonie und alle Helfenden
Barmherziger Gott,
wir bitten dich für die Mitarbeitenden der Diakonie und für alle, die sich Menschen in Not zuwenden. Wenn Kräfte schwinden, Erfolge ausbleiben oder Wege aussichtslos erscheinen, schenke ihnen neue Hoffnung. Lass sie erfahren, dass ihr Dienst nicht vergeblich ist, und mache uns alle bereit, unsere Gaben miteinander zu teilen, so wie die Fischer einander zu Hilfe kamen.
Wir bitten dich: Herr, erbarme dich.
3. Für Menschen in persönlichen Tiefen
Treuer Gott,
wir bitten dich für alle Menschen, die sich in den Tiefen des Lebens befinden: für Kranke, Einsame, Zweifelnde, Arbeitslose, Trauernde und Überforderte. Wo Angst und Resignation herrschen, sprich dein Wort: „Fürchte dich nicht.“ Schenke ihnen Menschen an die Seite, die begleiten und aufrichten, und lass sie erfahren, dass sie von deiner Gnade getragen werden.
Wir bitten dich: Herr, erbarme dich.
Abschluss
Herr, unser Gott,
nicht aus eigener Kraft leben wir, sondern aus deiner Gnade. Du rufst uns hinaus auf das weite Meer des Glaubens und schenkst mehr, als wir erwarten können. Nimm unsere Bitten an und begleite uns auf allen Wegen. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Amen.
Fürbitten zum 4. Sonntag nach Trinitatis
Sonntag, 28. Juni 2026
"Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen." Gal 6,2
Einleitung
Lasst uns zu Gott beten, der uns in Jesus Christus den Weg des Friedens zeigt und uns ermutigt, das Böse mit Gutem zu überwinden. Ihm vertrauen wir unsere Welt, unsere Mitmenschen und uns selbst an:
1. Für Frieden und Versöhnung
Barmherziger Gott,
du rufst uns dazu auf, mit allen Menschen Frieden zu halten, soweit es an uns liegt. Wir bitten dich für die Völker und Nationen unserer Erde, für alle Orte von Krieg, Gewalt und Hass. Schenke den Verantwortlichen Mut zur Versöhnung und die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen. Lass Menschen Wege finden, die Spirale von Vergeltung und Unrecht zu durchbrechen.
Wir bitten dich: Herr, erbarme dich.
2. Für die Diakonie und alle, die Lasten mittragen
Treuer Gott,
du willst, dass einer des anderen Last trägt. Wir bitten dich für die Mitarbeitenden in der Diakonie und für alle, die sich um Kranke, Einsame, Alte, Arme und Geflüchtete kümmern. Stärke sie in ihrem Dienst, wenn er mühsam wird, und schenke ihnen Geduld, Kraft und Freude. Öffne auch unsere Augen für die Not der Menschen um uns herum und mache uns bereit, Verantwortung füreinander zu übernehmen.
Wir bitten dich: Herr, erbarme dich.
3. Für unsere Gemeinden und unser Miteinander
Gütiger Gott,
oft erleben wir Streit, Verletzungen und Enttäuschungen. Lehre uns, einander mit Respekt und Nachsicht zu begegnen. Gib uns die Kraft zu vergeben, wo Schuld zwischen Menschen steht, und die Weisheit, Brücken zu bauen statt Mauern zu errichten. Lass unsere Gemeinden Orte sein, an denen Menschen Annahme, Trost und Frieden finden.
Wir bitten dich: Herr, erbarme dich.
Abschluss
Gott des Friedens,
du kennst die Lasten, die wir tragen, und die Sehnsucht nach Versöhnung, die in unseren Herzen lebt. Nimm unsere Bitten an und erfülle uns mit deinem Geist, damit wir das Gute suchen und dem Frieden dienen. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Amen.
Fürbitten zum 3. Sonntag nach Trinitatis
Sonntag, 21. Juni 2026
„Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.“ Lk 19, 10.
Einleitung
Gott, mit offenen Armen kommst du uns entgegen. Du suchst uns, wenn wir uns verlieren,
und nimmst uns auf, wenn wir zurückkehren. Im Vertrauen auf deine barmherzige Liebe bringen wir unsere Bitten vor dich:
1. Für Menschen, die sich verloren fühlen
Gütiger Gott,
wie ein Vater mit offenen Armen wartest du auf deine Kinder.
Wir bitten dich für alle, die sich verirrt haben im Leben: für Einsame, Zweifelnde, Suchende und Verzweifelte. Lass sie Menschen begegnen, die sie aufnehmen und ihnen neue Hoffnung schenken. Segne besonders die Arbeit der Diakonie, in der deine offenen Arme sichtbar werden.
Wir bitten dich: Herr, erbarme dich.
2. Für eine Kirche der offenen Arme
Barmherziger Gott,
du weist niemanden ab, der zu dir kommt.
Wir bitten dich für deine Kirche: Mach sie zu einem Ort, an dem Menschen Annahme und Vergebung erfahren, wo niemand ausgeschlossen wird und alle willkommen sind.
Stärke alle, die in diakonischen Diensten anderen mit Geduld, Achtung und Liebe begegnen.
Hilf auch uns, die Arme zu öffnen: füreinander und für die, die uns fremd sind.
Wir bitten dich: Herr, erbarme dich.
3. Für Neubeginn und Versöhnung
Treuer Gott,
du gehst uns entgegen, noch bevor wir den ersten Schritt tun.
Wir bitten dich für alle, die sich nach einem neuen Anfang sehnen nach Vergebung, nach Versöhnung, nach einem Weg zurück ins Leben.
Nimm weg, was trennt, und schenke Mut zur Umkehr. Lass uns erfahren, dass wir bei dir immer willkommen sind.
Wir bitten dich: Herr, erbarme dich.
Abschluss
Gott, du suchst, was verloren ist, und nimmst uns auf in deine offenen Arme.
Verwandle unsere Herzen, dass wir deine Liebe weitertragen.
Das bitten wir durch Jesus Christus,
der gekommen ist, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.
Amen.
Fürbitten 2. Sonntag nach Trinitatis
Sonntag, 14.06.2026
Barmherziger Gott, du siehst die Menschen,
die unter ihrer Last kaum noch aufrecht gehen.
Du übersiehst niemanden und rufst gerade jene zu dir,
die in unserer Welt nur selten gehört werden.
Wir bitten dich für alle,
die sich nicht vertreten fühlen und den Eindruck haben,
dass ihre Sorgen in der Politik keine Rolle spielen.
Bewahre uns davor, vorschnell über sie zu urteilen.
Schenke denen, die Verantwortung tragen, ein offenes Ohr
und den Mut, das Gemeinsame über den eigenen Vorteil zu stellen.
Wir bitten dich für die Menschen,
denen Gewalt, Krieg und Ausbeutung jede Freiheit nehmen.
Sei bei denen, die fliehen müssen,
die ihre Würde verkaufen sollen, um zu überleben,
und die keinen sicheren Ort mehr kennen.
Stärke alle, die ihnen Schutz gewähren und Wege zum Frieden suchen.
Wir bitten dich für Menschen,
deren Leben durch Katastrophen, Krankheit oder Verlust erschüttert wurde.
Sei denen nahe, die nicht mehr wissen, wie es weitergehen soll,
und denen die Kraft fehlt, um Hilfe zu bitten.
Lass sie Menschen finden, die bleiben, zuhören und mittragen.
Wir bitten dich für alle,
die sich für eine gerechte und menschenfreundliche Gesellschaft einsetzen.
Schütze sie, wenn sie angefeindet werden,
und bewahre sie davor, an Widerständen und Erwartungen auszubrennen.
Gib ihnen Klarheit für ihre Entscheidungen und neue Kraft für ihren Dienst.
Christus, du versprichst Ruhe für die Erschöpften
und Hoffnung für die Belasteten.
Lass uns deinen Ruf hören und ihm folgen.
Zeige uns, wo wir einem Menschen die Last erleichtern können.
In der Stille bringen wir vor dich,
was uns selbst bedrückt und wofür uns die Worte fehlen.
Stille
Gemeinsam beten wir, wie Jesus Christus uns gelehrt hat:
Vater unser im Himmel
Gebet zum 1. Sonntag nach Trinitatis
Sonntag, 07.06.2026
Ewiger Gott, du bleibst nicht stumm.
Auch heute rufst du Menschen in deinen Dienst.
Du gibst ihnen Mut, damit Barmherzigkeit sichtbar wird.
Du stärkst sie, damit Gerechtigkeit Raum gewinnt.
Du bewegst sie, damit Frieden wachsen kann.
Wo du sprichst, beginnt deine Schöpfung neu zu atmen.
Wir bitten dich für alle Menschen, die einander wirklich zuhören.
Für alle, die den anderen nicht kleinmachen, sondern achten.
Für alle, die Wege zueinander suchen,
wo andere nur Gräben sehen.
Stärke ihre Geduld.
Bewahre ihre Freundlichkeit.
Lege Segen auf das, was sie sagen und tun.
Erhöre uns.
Wir bitten dich für alle, die sich verschließen.
Für Menschen, die die Wahrheit verdrehen
und ihr Herz hart machen.
Für Menschen, die Hass säen und Gewalt schönreden.
Halte ihnen Einhalt.
Verwandle, was in ihnen dunkel ist.
Schütze die, die unter ihnen leiden.
Erhöre uns.
Wir bitten dich für alle,
deren Leben durch Krieg und Gewalt zerbrochen ist.
Für die Verwundeten.
Für die, die Schreckliches gesehen haben
und es nicht mehr loswerden.
Für Flüchtende, für alle, die nicht wissen, wo sie bleiben können.
Komm ihrer Angst entgegen.
Heile, was verwundet ist.
Öffne ihnen Zukunft.
Erhöre uns.
Wir bitten dich für deine Gemeinde.
Für die Kranken, die Kraft brauchen.
Für die Suchenden, die nach Halt fragen.
Für die Trauernden, denen ein Mensch fehlt.
Lindere Schmerzen. Stärke Hoffnung. Tröste die Herzen,
die schwer geworden sind.
Erhöre uns.
Ewiger Gott, du sprichst auch heute.
Sprich uns an, damit wir nicht taub werden.
Sprich durch uns, damit dein Wort weitergeht.
Öffne unsere Herzen und öffne unsere Hände.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
dein lebendiges Wort
in unserer Mitte.
Amen.
Fürbitten am Sonntag Trinitatis
Sonntag, 31.05.2026
Ewiger Gott, wir können dich nicht festhalten.
Unsere Worte reichen nicht bis zu dir,
und unsere Bilder bleiben zu klein.
Du bist weiter als alles,
was wir sehen und begreifen können.
Du bist tiefer als das Meer
und höher als der Himmel über uns.
Und doch bist du nicht fern. Manchmal kommst du leise.
Manchmal wie ein Atemzug, der kaum zu spüren ist
und doch etwas in Bewegung bringt.
Manchmal wie ein Wind, der uns aus festgefahrenen Gedanken löst.
Du bist da, auch wenn wir nicht mit dir rechnen.
Du gibst uns einen neuen Blick, ein offenes Herz,
einen Gedanken, der nicht aus uns selbst kommt.
Sieh uns an, Gott.
Du kennst uns, tiefer als wir uns selbst kennen.
Zeig uns, dass wir nicht allein sind.
Rühr uns an mit deinem Geist.
Dann wächst in uns, was wir zum Leben brauchen:
Vertrauen, Klarheit, Gnade und Frieden.
Dein Geheimnis ist größer als unsere Welt,
und dein Segen endet nicht bei uns.
Darum bringen wir vor dich die Menschen, die müde geworden sind,
die sich aufreiben und nicht mehr weiterwissen,
die Angst haben, die verwundet sind,
die suchen, rufen und warten.
Wir danken dir für alle, die deinem Geist Raum geben:
für Menschen, die helfen, die zuhören,
die treu bleiben, die Verantwortung übernehmen
und anderen gut tun.
Segne uns, Gott,
und mach unser Leben zum Segen für andere.
Amen.
Fürbittengebet für Pfingstsonntag
Sonntag, 24.05.2026
Gott, du kennst alle Wahrheiten! In unserem Zusammenleben entstehen so viele Missverständnisse durch das, was wir sagen und tun. Schenke uns Räume, um Missverständnisse aufzuklären, damit ein falsches Wort nicht zu einem Konflikt und ein Konflikt nicht zu einem Krieg ausarten. Öffne unsere Sinne, um die guten Absichten zu erkennen und unserem Gegenüber zuzuhören.
Gott, du hörst die leisesten Töne! Oftmals haben wir den Eindruck, dass nur die, die besonders laut sind, unsere Aufmerksamkeit bekommen. Hilf uns auch jene zu hören und zu verstehen, die nur leise oder gar nicht sprechen können. Wir bitten dich für all jene, die noch auf der Suche sind nach Worten, die ausdrücken können, was sie empfinden. Richte unsere Aufmerksamkeit besonders auch auf jene, die gar nicht sprechen können und doch so viel zu sagen haben.
Gott, zu Pfingsten erinnern wir uns daran, dass der Geist, den du ausgesandt hast, uns vereint, damit wir lernen einander zu verstehen und nicht aufhören, miteinander zu sprechen. Wir bitten dich für deine Kirche heute: Erfülle sie mit deinem lebendigen Geist, der uns zusammenkommen und mit der Sprache des Glaubens sprechen lässt.
Gott, Hüter der Gemeinschaft! All die Menschen, die heute in diesem Gottesdienst zusammenkommen, führen unterschiedliche Leben, sprechen eventuell auch unterschiedliche Sprachen und finden verschiedene Wege, um mit dir ins Gespräch zu kommen. Schenke ihnen deinen Segen in der Gemeinschaft, die sie heute in dieser Kirche bilden, damit dein Pfingstwunder immer wieder erneut in ihnen und uns wirken kann.
Guter Gott, höre unser Gebet und verwandle es in Segen.
Fürbittengebet Sonntag Exaudi
Sonntag, 17. Mai 2026
Gott, Wächter der Zeit und der Unendlichkeit! Wenn wir Abschied nehmen von einem lieben Menschen löst sich das Zeitgefühl auf. Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen und wir können uns nicht vorstellen, dass es ein Morgen gibt. Hilf uns zu verstehen, dass nach dem Abschied der Trost kommt und nach dem Trost kommen die guten Erinnerungen, aus denen wir Kraft für die Zukunft schöpfen können.
Gott, alles Hörender und Sehender! Nachdem Jesus Christus zu dir gekommen ist, hast du uns den Geist der Liebe und der Hoffnung gesandt. Manchmal hören wir nicht genau zu oder fühlen nicht genau hin, weil wir zu sehr mit uns selbst beschäftigt sind. Schenke uns offene Sinne, dass wir erkennen, wo dein guter Geist wirkt in den Mitmenschen, im Beitragen zu einer besseren Gesellschaft und in den besonderen und seltenen Momenten, die wir nicht vergessen können.
Gott, Stifter des Neuen Bundes, in dieser Zeit des Wartens auf Pfingsten wird uns durch dich eine wunderbare Zeit geschenkt, in der wir zurückblicken können auf das, wovon wir uns verabschieden mussten oder auch wollten. Wir können aber auch den Blick in die Weite richten in Erwartung, was Neues auf uns zukommt. Leite uns in dieser Stille des Wartens mit aufgerichtetem Blick und gib uns die Zuversicht, dass in allem was kommt, auch viel Gutes dabei sein wird.
Guter Gott, höre unser Gebet und verwandle es in Segen.
Fürbittengebet zum Christi Himmelfahrt (14.05.2026)
Gott, Herrscher der unendlichen Weiten, oft schauen wir nur noch nach unten, weil der Blick in die Weite schmerzt. Konflikte, Kriege, brüchige Waffenstillstände. Doch da gibt es ein Licht, das von dir ausgeht. Es leuchtet in die Weite und in den Himmel und darüber hinaus. Zeige den Menschen, wo sie dieses Licht finden können, damit es Hoffnung schenkt, damit es von innen wärmt, damit sie mit Zuversicht in die Zukunft blicken können.
Wir bitten dich, erhöre uns.
Gott, du liebender Vater, du hast deinen Sohn gesandt, damit er uns zeigt, was Mitmenschlichkeit, Friedensdienst, Barmherzigkeit und Freude am Leben bedeuten. Führe unsere Blicke in die Weite, damit wir erkennen, dass wir all diese Dinge im Hier und Jetzt, zwischen Himmel und Erde finden. In jedem Lächeln und Mitgefühl kann der Himmel spürbar nah werden.
Wir bitten dich, erhöre uns.
Gott, Hüter der Hoffnung und Quelle des Neuanfangs, in der Himmelfahrt deines Sohnes Jesus Christus liegt nicht nur ein Loslassen, sondern auch ein Neuanfang. Erleuchte uns den Weg für den ersten Schritt hin zu etwas Neuem. Mögen wir schlechte Erfahrungen hinter uns lassen oder Ärgernisse beiseiteschieben. Richte unseren Blick auf das, was zählt: die Gemeinschaft, das gegenseitige Trösten und Weinen, und gleichzeitig auch das miteinander Singen und Lachen.
Wir bitten dich, erhöre uns.
Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet.
Ps 66, 20
Fürbitten für den Sonntag Rogate, 10. Mai 2026
Einleitung
Gott, du bist ein Gott des Gesprächs. Viele Menschen fragen sich: Wie komme ich in Kontakt mit dir? Du schenkst uns den Mut, neu das Gebet zu wagen – laut oder leise, in Worten oder in der Stille. Lass sie erfahren, dass du hörst, auch wenn sie keine Worte finden. Wir bitten:
1. Für alle, die beten – mit Hoffnung oder mit Zweifel:
Du kennst das Ringen und das Vertrauen, das im Gebet liegt. Lass alle, die beten, spüren: Du bist da, du hörst zu, du wirkst – manchmal anders als erwartet, aber immer zum Guten. Stärke das Vertrauen in deine Nähe und Treue. Wir rufen zu dir: Herr, erhöre unser Gebet.
2. Für Menschen in Not, Einsamkeit und Angst:
Du hörst das unausgesprochene Seufzen, die stille Klage, das verzweifelte Rufen. Sei bei denen, die krank sind, trauern, fliehen oder keinen Ausweg mehr sehen. Sende ihnen Menschen, die mit ihnen hoffen und für sie beten. Wir rufen zu dir: Herr, erhöre unser Gebet.
3. Für unsere Welt voller Unfrieden:
Gott, wir bringen dir die Konflikte und das Leid in vielen Ländern – in der Ukraine, in Israel und Palästina, im Sudan und überall, wo Gewalt regiert. Erhöre die Gebete der Leidenden, der Helfenden, der Hoffenden. Stifte du Frieden, wo Menschen versagen. Wir rufen zu dir: Herr, erhöre unser Gebet.
Was unausgesprochen bleibt, aber unser Herz bewegt, bringen wir in der Stille vor dich: (Stille)
Du kennst unsere Gedanken und nimmst uns an. Lass uns im Gebet Kraft finden, Trost und neue Hoffnung.
Wir rufen zu dir: Herr, erhöre unser Gebet.
Dir vertrauen wir uns an – mit dem Gebet, das Jesus uns gelehrt hat:
Vater unser im Himmel…
Fürbittengebet Sonntag Kantate
Sonntag, 03. Mai 2026
Gott,
du Ursprung unseres Lebens,
wir kommen zu dir mit allem, was uns erfüllt.
Wir danken dir
für das, was uns täglich trägt:
für Brot und Wasser,
für Licht und Luft,
für alles, was selbstverständlich scheint
und doch Geschenk ist.
Wir danken dir
für das, was unser Leben hell macht:
für Musik und Fantasie,
für Humor und Gespräch,
für ein Lachen zur rechten Zeit
und für Worte, die Nähe schaffen.
Gott,
du hörst auch, was schwer auf uns liegt.
Wir bringen vor dich,
was Menschen einander antun:
Gier, Gewalt und Hass,
Rücksichtslosigkeit und Härte,
Macht, die Leben zerstört.
Wir denken an alle,
deren Leben zerbrochen ist:
an unschuldige Tote,
an Menschen auf der Flucht,
an jene ohne Schutz, ohne Haus, ohne Heimat.
Lass deinen Frieden wachsen,
wo Unfriede herrscht.
Gott,
du Quelle unserer Hoffnung,
wir bitten dich für deine Welt.
Lass Güte stärker werden als Kälte.
Lass Gerechtigkeit Raum gewinnen.
Lass Freiheit und Frieden nicht nur Worte bleiben,
sondern Wege, die Menschen miteinander gehen.
Wir bitten dich
für die Alten und die Jungen,
für die Suchenden und Glaubenden,
für alle, die morgen weitergehen müssen
und heute Kraft brauchen.
Geh mit uns.
Mache uns wach für das Gute
und offen für deinen Frieden.
Amen.
Fürbitten zum Sonntag Jubilate:
Jesus, du Auferstandener, du bist da.
Sonntag, 26. April 2026
Mitten unter den Menschen,
mitten in Angst, Not und Hoffnung bist du da.
Darum bitten wir für alle, die unter Krieg und Gewalt leiden,
für die Verletzten, die Vertriebenen, die Hungernden,
für Kinder, die Schutz brauchen,
für alle, die helfen, pflegen, versorgen und retten:
Schaffe Frieden, wo Menschen friedlos sind.
Stärke jene, die dem Leben dienen.
Für alle, die von Sorgen bedrängt sind,
für Menschen mit Angst im Herzen,
für Junge ohne Zuversicht
und für Alte in ihrer Einsamkeit:
Schenke Atem, wo es eng geworden ist.
Schenke Mut, wo Verzweiflung wächst.
Für Kranke und Trauernde,
für Sterbende und für alle, die sie begleiten.
Für Pflegende, Angehörige, Ärztinnen, Ärzte und alle,
die da sind, wenn Kräfte schwinden:
Segne ihre Hände.
Bewahre ihre Herzen.
Gib ihnen, was sie selbst so oft anderen geben.
Für deine Kirche in aller Welt, für bedrängte Gemeinden,
für die Zweifelnden, Suchenden und für unsere Gemeinden:
Lass dein Wort unter uns lebendig bleiben.
Mach uns zu Menschen,
die nicht nur glauben, sondern auch tragen, trösten und teilen.
Und für uns selbst bitten wir dich:
Halte uns wach für die Not der anderen.
Bewahre uns davor, wegzusehen.
Gib uns ein weites Herz, einen klaren Blick
und die Bereitschaft zu tun, was dran ist.
Du Lebendiger, bleibe bei uns.
Heute.
Und an den Tagen, die kommen.
Amen.
Fürbitten für Sonntag, 19. April 2026, Misericordias Domini
Zu 1. Petrus 2, 21-25
Barmherziger Gott, Auferstandener Hirte, Geistkraft und Trösterin,
Wir versuchen, den Spuren der Osterbotschaft in unserem Alltag zu folgen.
Christus hat uns ein Beispiel gegeben für das Leben im Glauben an dich, Ewiger Gott.
„Er hat keine Sünden begangen und keine Lüge kam aus seinem Mund“:
Wir beten für Menschen, die Schuld auf sich geladen haben.
Für Politiker*innen, die ihre Versprechen nicht einhalten können oder wollen.
Für Gefangene, die ihre Strafe (zu recht oder unrecht) verbüßen müssen.
Für Machthabende, die durch ihre Entscheidungen Menschen in ihrer Würde verletzt haben.
Für Menschen, die in kriminellen Netzwerken feststecken und keinen Ausweg sehen.
Hab Erbarmen, Herr, vergib ihnen ihre Schuld und leite sie auf neuen Wegen.
„Er wurde beschimpft, aber er gab es nicht zurück. Er litt, aber er drohte nicht mit Vergeltung“:
Wir beten für Menschen, die unter Gewalt, Unrecht oder Schmerzen leiden.
Für die Opfer der zahllosen Kriege und Krisen in unserer Welt.
Für Heimatlosen, die auf der Flucht sind, auf der Suche nach Geborgenheit, Wärme und Heimat.
Für Menschen, denen Gewalt angetan wird oder wurde, die ausgebeutet oder missbraucht werden.
Für Menschen, die durch Krankheit oder Schmerzen gelähmt sind und kaum Möglichkeiten haben, ihr Leben selbst zu gestalten.
Sei ihnen allen gnädig, Herr, lass sie Gerechtigkeit erfahren und schicke ihnen Engel und Bot*innen deiner Liebe und Mitmenschlichkeit.
„Dadurch… können wir für die Gerechtigkeit leben“:
Wir beten für alle Menschen, die sich bemühen um ein Leben in Frieden und Gerechtigkeit.
Für Friedensstifter*innen, die sich für Versöhnung einsetzen statt für Vergeltung.
Für Aktivist*innen, die sich mit Leidenschaft für ein gerechteres Leben für alle einsetzen.
Für gläubige Menschen aller Religionen, die andersgläubigen mit Respekt begegnen.
Für Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren oder ihren Besitz mit benachteiligten Menschen teilen.
Schenke ihnen allen und uns, Herr, deine Weisheit und den Mut in ihrem Sinn zu leben.
All dies bitten wir im Namen des gekreuzigten und auferstandenen Christus,
Der uns ein Bruder und guter Hirte ist.
Amen
Fürbitten für Sonntag, 19. April 2026, Misericordias Domini
Zu 1. Petrus 2, 21-25
Zu 1. Petrus 2, 21-25
Barmherziger Gott, Auferstandener Hirte, Geistkraft und Trösterin,
Wir versuchen, den Spuren der Osterbotschaft in unserem Alltag zu folgen.
Christus hat uns ein Beispiel gegeben für das Leben im Glauben an dich, Ewiger Gott.
„Er hat keine Sünden begangen und keine Lüge kam aus seinem Mund“:
Wir beten für Menschen, die Schuld auf sich geladen haben.
Für Politiker*innen, die ihre Versprechen nicht einhalten können oder wollen.
Für Gefangene, die ihre Strafe (zu recht oder unrecht) verbüßen müssen.
Für Machthabende, die durch ihre Entscheidungen Menschen in ihrer Würde verletzt haben.
Für Menschen, die in kriminellen Netzwerken feststecken und keinen Ausweg sehen.
Hab Erbarmen, Herr, vergib ihnen ihre Schuld und leite sie auf neuen Wegen.
„Er wurde beschimpft, aber er gab es nicht zurück. Er litt, aber er drohte nicht mit Vergeltung“:
Wir beten für Menschen, die unter Gewalt, Unrecht oder Schmerzen leiden.
Für die Opfer der zahllosen Kriege und Krisen in unserer Welt.
Für Heimatlosen, die auf der Flucht sind, auf der Suche nach Geborgenheit, Wärme und Heimat.
Für Menschen, denen Gewalt angetan wird oder wurde, die ausgebeutet oder missbraucht werden.
Für Menschen, die durch Krankheit oder Schmerzen gelähmt sind und kaum Möglichkeiten haben, ihr Leben selbst zu gestalten.
Sei ihnen allen gnädig, Herr, lass sie Gerechtigkeit erfahren und schicke ihnen Engel und Bot*innen deiner Liebe und Mitmenschlichkeit.
„Dadurch… können wir für die Gerechtigkeit leben“:
Wir beten für alle Menschen, die sich bemühen um ein Leben in Frieden und Gerechtigkeit.
Für Friedensstifter*innen, die sich für Versöhnung einsetzen statt für Vergeltung.
Für Aktivist*innen, die sich mit Leidenschaft für ein gerechteres Leben für alle einsetzen.
Für gläubige Menschen aller Religionen, die andersgläubigen mit Respekt begegnen.
Für Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren oder ihren Besitz mit benachteiligten Menschen teilen.
Schenke ihnen allen und uns, Herr, deine Weisheit und den Mut in ihrem Sinn zu leben.
All dies bitten wir im Namen des gekreuzigten und auferstandenen Christus,
Der uns ein Bruder und guter Hirte ist.
Amen
Fürbittengebet zu Quasimodogeniti
Wie neugeborene Kinder
Auferstandener Christus, du bist da,
mitten in unserer Welt,
mitten in allem, was uns freut
und in allem, was uns bedrängt.
Wir bitten dich für die Erschöpften, für Kranke,
für Menschen, denen die Kraft ausgeht,
für alle, die mit Schmerz leben
und nicht wissen, wie es weitergehen soll.
Sei ihnen nahe
und richte sie auf.
Wir bitten dich für die Trauernden,
für alle, die einen Menschen verloren haben,
für die, die von Unglück und Erschütterung getroffen wurden
und neu Halt suchen.
Lass sie nicht allein.
Wir bitten dich für diese verwundete Welt.
Für die Bedrohten, die Verfolgten, die dem Hass ausgeliefert sind.
Stärke die Schwachen.
Schütze die Wehrlosen.
Und stelle die in Frage, die Gewalt säen, Recht beugen
und über Leben hinweggehen.
Wir bitten dich für uns und für deine Kirche.
Wo Angst uns eng macht, schenke Weite.
Wo Streit uns festhält, schenke einen neuen Anfang.
Wo Mut fehlt, gib Vertrauen.
Segne die, die Verantwortung tragen,
die von dir erzählen, unsere Kinder
und alle, die ins Leben hineinwachsen.
Du Auferstandener, du Freund des Lebens,
du rufst uns ins Leben.
Erneuere unsere Hoffnung.
Stärke unseren Glauben.
Und gib uns, was wir brauchen,
wie neugeborene Kinder,
die auf Nahrung und Nähe angewiesen sind.
Amen.
Fürbitten für den Ostermontag, 06.04.2026
Auferstandener Herr,
du bist mitten unter uns.
Du rufst uns heraus aus Angst und Enge.
Du führst uns ins Leben.
Darum kommen wir zu dir mit allem, was unser Herz bewegt.
Wir bitten dich für die Welt:
für die Hungernden,
für die Menschen in den Dürregebieten,
für alle, deren Heimat zerstört ist,
für die Opfer von Terror und Krieg.
Schenke, was zum Leben nötig ist.
Stärke die Hoffnung,
wo Verzweiflung um sich greift.
Wir bitten dich für die Trauernden,
für die Kranken,
für alle, die andere begleiten und tragen.
Für die Erschöpften,
für die Mutlosen
und für die, deren Hoffnung klein geworden ist.
Sei ihnen Trost. Sei ihnen Kraft.
Sei ihnen Licht auf ihrem Weg.
Wir bitten dich für uns selbst:
Bleibe bei uns, wenn wir zweifeln.
Richte uns auf, wenn wir fallen.
Öffne uns die Augen für das Leben, das du schenkst.
Denn du hast den Tod überwunden.
Du machst neu, was erstarrt ist.
Du führst zum Leben.
Dich loben wir heute und alle Tage.
Halleluja.
Amen.
Fürbitten für den Palmsonntag, 29.03.2026
Der Menschensohn muss erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. Johannes 3,14b-15
Du kommst in unsere Welt, guter Gott.
Du kommst anders als wir es erwarten könnten.
Nicht um zu herrschen sondern um zu dienen.
Du verbindest dich mit den Aussätzigen,
mit denen, die gemieden werden, weil sie anders sind.
Auch um uns herum leben Menschen,
die benachteiligt werden aufgrund einer Behinderung,
wegen ihres Aussehens, wegen ihres Geschlechtes.
Wir beten für sie, dass sie wahrgenommen werden
als die Menschen, die sie sind;
dass sie die gleichen Chancen bekommen;
dass sie sich einbringen können mit dem, was sie ausmacht,
dass ihre Würde nicht in Frage gestellt wird.
Du verbindest dich mit denen, die einfach Gutes tun.
Auch bei uns bringen sich viele ehrenamtlich ein
und unterstützen Menschen dabei,
ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
Wir beten für sie, dass sie es weiterhin mutig und fröhlich tun können,
auch wenn es von anderen als lächerlich oder gar empörend wahrgenommen wird;
für alle, die sich in unserer Pfarrgemeinde engagieren;
für alle, die in der Diakonie sich einsetzen für ein würdiges Leben;
für alle, die kostbare Zeit spenden,
dass sie es als ein wechselseitiges Geben und Nehmen erleben,
von dem alle beschenkt werden.
Du verbindest dich mit denen, die eine leitende Funktion haben.
Auch unser Land braucht Verantwortungsträger:innen
in den Gemeinderäten, Landtagen und Parlamenten,
in Kirche und Diakonie.
Wir beten für sie,
dass sie ihr Amt ausführen können
nicht um zu herrschen und sich zu bereichern,
sondern um zu dienen und das Miteinander zu stärken;
dass auch der öffentliche Raum ein lebenswerter Raum bleibt.
Fürbitten für den Sonntag Judika, 22.03.2026
„Schaffe mir Recht, Gott!“ Psalm 43,1
Jesus,
du hast dein Leben in den Dienst gestellt.
Du hast Freundschaften gepflegt,
dich offen einlassen können auf Fremde,
und schließlich alles gegeben.
Du hast das Unrecht dieser Welt voll abbekommen
und bist bei denen, deren Lebensrecht in Frage gestellt wird.
So bringen wir dir unsere Mitmenschen, denen offen Unrecht geschieht:
Menschen, die von einem Krieg getroffen wurden,
dass das Morden und Zerstören ein Ende nimmt.
Menschen, die entwertet werden, weil sie eine andere Hautfarbe haben,
dass sie Orte finden, wo sie willkommen sind.
Menschen, die benachteiligt werden, weil sie weniger leistungsfähig sind als andere,
dass sie als vollwertige Glieder unserer Gesellschaft angesehen werden.
Schaffe Recht, guter Gott!
Wir bringen dir unsere Mitmenschen, denen im Verborgenen Unrecht geschieht:
Menschen, die Gewalt am eigenen Körper und in der Seele abbekommen,
dass sie Heilung erfahren und wieder Vertrauen fassen können.
Menschen, deren Behinderung oder Krankheit nicht wirklich gesehen wird,
dass sie die nötige Unterstützung und die gleichen Chancen bekommen wie wir alle.
Schaffe Recht, guter Gott!
ingen dir unsere Mitmenschen, die ihr Leben in den Dienst stellen
an denen, die Hilfe suchen und Lösungen brauchen:
Menschen, die sich der Willkür von Herrschern entgegenstellen,
dass sie das mutig und glaubwürdig tun können.
Menschen, die sich für den Schutz von Schutzbedürftigen einsetzen,
dass sie einen offenen, achtsamen, vertrauensvollen Alltag für alle ermöglichen.
Menschen, die Benachteiligungen aufzeigen und für Chancengleichheit eintreten,
dass sie zu Hoffnungsträgerinnen und Hoffnungsträgern für werden.
Schaffe Recht, guter Gott!
Fürbitten für Sonntag Laetare, 15.03.2026
„Freut euch mit Jerusalem!“ Jesaja 66,10
Guter Gott,
in diesen Tagen beten wir mit und für Jerusalem um Frieden:
Frieden, der sich ausbreitet wie ein Fluss,
an dessen Ufer neues Leben wachsen kann.
Wir beten mit und für Menschen,
die den Krieg in voller Härte abbekommen:
dass die Gewalt ein Ende nimmt
und Wege zum Frieden gefunden werden.
Wir beten, dass Kriegstreibern die Hände gebunden werden,
denen, die auf offener Bühne Gewalt befehlen,
und denen, die mit enormen Kräften den Krieg vorantreiben,
sei es mit finanziellen Mitteln oder religiöser Propaganda.
Wir beten mit und für Menschen,
die an den Folgen eines vergangenen Krieges zu tragen haben:
dass ihnen wirksam geholfen werden kann
und Trauer sich in Freude wandelt.
Wir beten, dass die Diakonie und alle ihre Partner
genügend Mittel bekommen,
wo sie Menschen auffangen, versorgen, begleiten, schulen, schützen.
Wir beten, dass zerstörte Städte aufgebaut werden,
dass Feld und Flur wieder zur Heimat für Mensch und Tier werden.
Wir beten mit und für Menschen,
die eine Ahnung von Frieden haben:
dass sie an Einfluss und Strahlkraft gewinnen
hier in unserer Gemeinde,
in den Familien und Nachbarschaften,
in den Gemeinderäten und Landtagen,
in Kindergärten und Schulen und Universitäten,
in Betrieben und Vereinen.
In der Stille bringen wir sie vor dich ...
„Meine Augen sehen stets auf den Herrn.“ Psalm 25,15
Guter Gott,
wir haben vor Augen, wie die Kräfte der Natur einen neuen Frühling hervorbringen.
Wir haben vor Augen, wie ein gelingendes Miteinander ausschauen kann.
Wir haben Dich vor Augen.
Wir haben Bilder vor Augen von zerstörten Häusern, von zerstörtem Leben.
Immer noch glauben einige angeblich Starke, mit Krieg irgendetwas erreichen zu können.
Richte ihren Blick auf die Verantwortung, die mit ihrer Macht verbunden ist.
Wir können selbst kaum dran glauben – wir vertrauen unsere Sehnsucht dir an.
Stärke die Menschen, die den Frieden vor Augen haben.
Ermutige alle, die der Gewalt glaubhaft etwas entgegensetzen können.
Schütze alle, die wirksam helfen können.
Wir schauen auf Dich, Gott des Friedens.
Wir haben Bilder vor Augen von Krankheiten und was für Folgen sich noch dranhängen könnten.
Sei mit den kranken Menschen, an die wir in Liebe denken.
Wir bitten für sie, dass sie in einer heilsamen Umgebung sein können, heilsame Berührungen erfahren, heilsame Worte hören.
Stärke die Menschen, die das Heil vor Augen haben.
Segne alle, die in der Medizin und in der Pflege tätig sind.
Segne alle, die in der eigenen Familie und im engen Umfeld sozusagen selbstverständlich helfen.
Wir schauen auf Dich, Heiland der Menschen.
Wir haben Bilder vor Augen von Propaganda, wonach die einen wichtiger und wertvoller seinen als andere.
Wir denken an Menschen, die benachteiligt werden,
weil sie mit einer Behinderung leben,
weil sie aus ihrer Heimat flüchten mussten,
weil sie nicht so viel besitzen wie andere,
weil sie einem bestimmten Geschlecht angehören oder einer bestimmten Gruppe.
Stärke die Menschen, die die Würde vor Augen haben.
Befähige uns alle darin, das Miteinander auf Augenhöhe zu leben und zu entwickeln.
Wir schauen auf Dich, Schöpfer des Lebens.
Fürbitten für den Sonntag Reminiszere, 1. 3. 2026
Wochenspruch: „Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“ Röm 5,8
Einleitung:
Gütiger Gott, in dieser Passionszeit hörend auf dein Wort erinnern wir uns deiner großen Liebe zu uns: Du schenkst uns Frieden mit dir durch Jesus Christus und gibst uns die Hoffnung, die uns nicht zuschanden werden lässt. Inmitten von Leid, Schuld, Sorge und Dunkel rufen wir zu dir: Reminiscere! – Gedenke deiner Barmherzigkeit und der Not, die viele Menschen auf dieser Welt erfassen. Darum wollen wir betend vor dich treten und für alle bitten, die deine Liebe, Hoffnung und deinen Trost besonders brauchen.
Für die Kirche und ihr Zeugnis. Herr, du hast uns gerecht gemacht durch den Glauben und uns durch deinen Geist Hoffnung in alle Bedrängnis geschenkt. Wir bitten dich: Stärke deine Kirche in der Welt, dass sie das Evangelium von deiner Barmherzigkeit deutlich bezeugt, in Worten und Taten der Liebe. Herr, erbarme dich!
Für Verfolgte und Bedrängte. Herr, wir gedenken heute mit besonderem Gebet derer, die ihren Glauben in Bedrängnis und Verfolgung leben müssen, ganz besonders der Menschen in Iran, in Syrien und anderen Krisenregionen, die Angst, Not und Ausgrenzung erfahren. Schenke ihnen Mut, standhaften Glauben und erfahrbare Nähe deines Friedens. Herr, erbarme dich!
Für uns und unser Mitgefühl. Herr, du hast uns Frieden geschenkt und unsere Herzen mit deiner Liebe erfüllt. Hilf uns, nicht gleichgültig zu werden, sondern unsere Freiheit verantwortungsvoll zu nutzen, anderen beizustehen, sie freundlich aufzunehmen und solidarisch zu handeln. Herr, erbarme dich!
Schluss:
Allmächtiger Gott, du hast uns deinen Sohn Jesus Christus als Zeichen deiner unendlichen Liebe geschenkt. Im Glauben halten wir an deiner Verheißung fest: Dass unsere Hoffnung nicht zuschanden wird. Nimm unsere Bitten an und hilf uns, täglich neu auf dich zu vertrauen und in deinem Geist für andere einzustehen – bis wir bei dir vollendet sind.
Amen.
Fürbitten für den Sonntag, 22.02.2026
Zu 1. Mose 3, 1-19 (Adam, Eva und die Schlange):
Gott, Schöpfer des Himmels und der Erde,
Vor unserer menschlichen Zeitrechnung, vor allem, was auf dieser Welt lebt, warst du da.
Du hast das Leben auf dieser Welt ermöglicht.
Du hast Menschen und Tieren und Pflanzen auf diesem Planeten die einzigartige Chance geschenkt, gemeinsam auf dieser Erde zu leben.
Wir bitten dich: hilf uns Menschen, alles Leben der Welt zu achten und zu bewahren.
Wo Menschen und Tiere unter Extrem-Wetterereignissen leiden, lass sie Zuflucht und Schutz finden, Gott unser Helfer und Retter.
Wo die Lebensbedingungen erschwert sind durch Katastrophen, Kriege und Konflikte, lass uns Erbarmen haben und hilf uns Menschen solidarisch zu leben mit allen, die leiden.
Wo wir nicht mehr erkennen können, was gut ist und was böse, gib du uns neue Erkenntnis, Gott, unser Barmherziger Himmlischer Vater.
Wo politische Situationen und Meinungen festgefahren sind, wo Fronten unbewegbar scheinen, zeige du uns den Weg der Umkehr, Christus, unser Bruder, Licht unseres Lebens und der Welt.
Wo Streit, Hass, Eifersucht und Neid unser Leben beherrschen,
Wo Schuldzuweisungen als Ausrede genutzt werden um sich selbst zu retten,
Wo Täter:innen Machtpositionen einnehmen und Opfer hilflos ausgeliefert sind,
Komm Geist Gottes und schenk uns deine Kraft, Liebe und Besonnenheit!
Wir vertrauen auf deine Zusage, dass du, Gott, alles neu machen kannst und wirst.
Lass diese ewige Hoffnung schon hier und heute Gestalt annehmen unter uns und in unserer Welt.
Amen
Fürbitten für den Sonntag Estomihi, 15.02.2026
Wochenspruch: „Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn.“ Lk 18, 31
Einleitung:
Lasst uns beten zu Gott, der den Weg Jesu nach Jerusalem kennt und uns einlädt, ihm nachzufolgen, nicht mit leichten Antworten, sondern mit Vertrauen, Mut und tätiger Liebe. Vor ihn bringen wir unsere Bitten für Kirche und Welt, für Menschen in Not und für unseren Dienst am Nächsten.
Für die Kirche und ihr Zeugnis. Gott, du rufst deine Kirche, Jesus nachzufolgen auch dort, wo der Weg schwer wird. Wir bitten dich um Klarheit und Mut, dein Wort glaubwürdig zu verkünden und Verantwortung zu übernehmen für die Schwachen und Vergessenen. Lass uns, wie Dietrich Bonhoeffer, nicht nur fromm reden, sondern „für andere da sein“.
Wir bitten dich: erhöre uns.
Für Menschen in Not und die diakonische Arbeit. Barmherziger Gott, wir bitten dich für alle Menschen, die unter Armut, Krankheit, Einsamkeit oder Ausgrenzung leiden. Sei besonders bei denen, die auf Hilfe angewiesen sind und oft keine Stimme haben. Segne die Arbeit der Diakonie und aller, die begleiten, pflegen, beraten und trösten. Schenke ihnen Kraft, Geduld und ein offenes Herz für jedes Gegenüber.
Wir bitten dich: erhöre uns.
Für uns selbst und unseren Weg der Nachfolge. Treuer Gott, du kennst unsere Ängste und unser Zögern, wenn Nachfolge Opfer fordert. Stärke unseren Glauben, dass wir nicht vor Leid und Verantwortung zurückweichen, sondern lernen, einander beizustehen. Öffne unsere Augen für das, wo wir konkret helfen, teilen und handeln können, damit deine Liebe durch uns sichtbar wird.
Wir bitten dich: erhöre uns.
Schluss:
Gott, du gehst den Weg des Lebens mit uns, auch durch Dunkelheit und Zweifel hindurch. Nimm unsere Bitten an und verwandle sie in Hoffnung, in Mut zum Handeln und in Liebe, die trägt. Dir vertrauen wir uns an heute und alle Tage.
Amen.
Fürbitten für den Sonntag Sexagesimä, 08.02.2026
Wochenspruch: „Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht.“ Hebr. 3, 15.
Einleitung:
Lasst uns beten zu Gott, der sein Wort wie guten Samen unter uns ausstreut. Im Vertrauen darauf, dass er hört, bringen wir vor ihn, was uns bewegt, für die Kirche, für die Menschen in Not und für unseren Dienst aneinander.
Für für offene Herzen und hörendes Handeln. Gott des Lebens, dein Wort wird ausgestreut wie Samen auf das Feld der Welt. Wir bitten dich für deine Kirche: Lass dein Wort bei uns auf fruchtbaren Boden fallen, damit es nicht nur gehört, sondern gelebt wird – in Liebe, Gerechtigkeit und tätiger Nächstenliebe. Stärke alle, die sich in der Diakonie einsetzen, damit sie mit Geduld und Hoffnung Zeichen deiner Nähe setzen.
Wir bitten dich: erhöre uns.
Für Menschen in Not und für diakonische Arbeit. Gütiger Gott, du siehst die Menschen, deren Leben von Sorgen, Armut, Krankheit oder Einsamkeit geprägt ist. Wir bitten dich für alle, die Unterstützung brauchen, und für jene, die ihnen beistehen: für Mitarbeitende der Diakonie, für Ehrenamtliche, Pflegende und Beratende. Schenke ihnen Kraft, Ausdauer und ein hörendes Herz, damit dein Wort der Hoffnung durch ihr Tun Gestalt gewinnt.
Wir bitten dich: erhöre uns.
Für unsere Verantwortung in der Welt. Treuer Gott, du hast uns berufen, Mitwirkende an deinem Reich zu sein. Wir bitten dich für uns selbst: Öffne unsere Herzen für dein Wort und unsere Hände für den Dienst am Nächsten. Lass uns aufmerksam werden für die Menschen am Rand und mutig teilen von dem, was du uns anvertraut hast, damit aus kleinen Samen große Früchte der Liebe wachsen.
Wir bitten dich: erhöre uns.
Schluss:
Gott, du nimmst unsere Bitten an, auch dort, wo Worte fehlen oder Zweifel bleiben. Lass dein Wort in uns wachsen und Frucht bringen durch unser Tun. Dir vertrauen wir uns an heute und alle Tage.
Amen
Gebet zum letzten Sonntag nach Epiphanias 2026
Fürbitte für Sonntag, den 1. Februar 2026
Jesus, du bist die Nähe Gottes mitten unter uns.
Wo du da bist, wird die Angst kleiner.
Sprich zu uns und lass uns aufatmen.
Wir danken dir für jedes Zeichen von Frieden,
und wir bitten dich für die Orte,
an denen Menschen in der Nacht feststecken:
in Städten unter Beschuss,
in Zellen, in denen geschlagen wird.
Bringe das Ende der Gewalt.
Jesus Christus, erbarme dich.
Wir danken dir für die Kraft, die du schenkst,
und wir bitten dich für alle,
deren Körper und Seele müde geworden sind:
für Kranke und ihre Angehörigen,
für Pflegende und Ärztinnen,
für Trauernde und die, die stille Nähe aushalten,
für Verzweifelte und die, die ihnen zuhören.
Jesus Christus, erbarme dich.
Wir danken dir für jede Versöhnung im Kleinen,
und wir bitten dich gegen das, was Herzen verhärtet:
gegen Schuld, die trennt,
gegen Misstrauen, das Beziehungen zerfrisst.
Führe zusammen, was auseinandergerissen ist.
Jesus Christus, erbarme dich.
Jesus Christus, du Begleiter unserer Wege,
du zeigst deiner Gemeinde die Richtung.
Bleib bei uns, wenn wir nicht weiterwissen,
mache unser Leben lichtvoll und wahr.
Segne unsere Kinder
und alle, die mit uns verbunden sind.
Du Ursprung der Hoffnung:
Sprich zu uns und nimm dich unser an.
Wir gehören zu dir,
heute und an jedem Tag.
Fürbitten 3. nach Epiphanias 2026
Jesus Christus, dein Wort richtet auf.
Wo du sprichst, verliert die Angst ihre Macht.
Wo du rufst, wird aus Stillstand ein Weg.
Darum kommen wir zu dir und bitten:
Ein Wort von dir genügt.
Wir bringen dir alle, die auf Heilung warten.
Die Kranken und Schmerzgeplagten.
Die Menschen, die nicht mehr zu Kräften kommen.
Die Pflegenden, Ärztinnen und Ärzte, alle,
die tragen, was zu schwer geworden ist.
Die Müden, die Nächte kennen,
in denen die Sorgen lauter sind als der Schlaf.
Sei ihnen nahe.
Gib Atem, wo alles eng wird.
Gib Klarheit, wo alles verschwimmt.
Ein Wort von dir genügt.
Wir bringen dir alle, die auf Hilfe angewiesen sind,
weil das Leben sie an den Rand gedrückt hat.
Gib uns Augen, die hinschauen,
und Hände, die anpacken.
Bewahre uns vor schneller Bewertung.
Mach uns erfinderisch im Helfen und verlässlich im Dableiben.
Ein Wort von dir genügt.
Wir bringen dir alle, die nach Frieden hungern.
Die Menschen in Kriegsgebieten.
Die Kinder, die Sicherheit nie gelernt haben.
Die Geflüchteten, die nur noch weitergehen können.
Die, die zwischen Fronten geraten, die benutzt werden,
die keinen Schutz haben.
Stärke alle, die vermitteln, die Brücken bauen,
die Unrecht benennen, auch wenn es sie etwas kostet.
Bewahre ihre Herzen vor Bitterkeit.
Mach ihre Schritte fest.
Ein Wort von dir genügt.
Wir bringen dir die Trauernden.
Die, die einen Namen im Herzen tragen und einen Platz vermissen.
Die, die tapfer funktionieren und innerlich leer sind.
Umschließe sie mit deiner Güte.
Schenke Trost, der nicht vertröstet.
Lass dein Licht in ihre dunklen Stunden fallen.
Ein Wort von dir genügt.
Wir bringen dir deine Kirche, deine Gemeinden, nah und fern.
Menschen, die glauben und solche, die nur hoffen können.
Menschen, die beten und solche, denen die Worte fehlen.
Gib uns Mut zur Liebe, Geduld im Kleinen und einen wachen Blick für die, die am Rand stehen.
Sprich zu uns, damit wir leben und weitergeben, was trägt.
Ein Wort von dir genügt, heute, morgen und an allen Tagen.
Amen.
Fürbittengebet zum 2. Sonntag nach Epiphanias
Wochenspruch:
Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.
(Johannesevangelium 1, 16)
Gott, von deiner Fülle leben wir.
Du teilst aus, was wir nicht verdienen:
Gnade, die nicht aufhört.
Darum kommen wir zu dir mit allem, was uns bewegt.
Gott, lass uns deine Güte wahrnehmen, wenn Tage leicht sind.
Bewahre uns davor, das Gute für selbstverständlich zu halten.
Mach uns dankbar, mach uns großzügig,
mach uns wach für die Menschen neben uns.
Gott, wir bitten dich für die Stunden, in denen uns Sorge festhält.
Für das, was uns nachts nicht schlafen lässt.
Für unsere Familien, Freundschaften,
für das zerbrechliche Vertrauen in dieser Welt.
Schenke Mut, wo Angst regiert, und Klarheit,
wo alles verschwimmt.
Gott, wir bringen dir die Orte, an denen das Leben hart ist.
Wo Gewalt Spuren hinterlässt, wo Krankheit Kräfte raubt,
wo Abschied unausweichlich wird.
Sei nahe denen, die leiden.
Stärke, die helfen.
Tröste, die keinen Trost mehr finden.
Gott, wir bitten dich auch um Weite im Herzen.
Wenn wir klein werden in unseren Gedanken,
eng in unseren Urteilen, müde in der Liebe:
Richte uns neu aus.
Lass uns glauben, dass du mehr siehst als wir
und mehr hältst, als wir festhalten können.
Gott, fülle unsere leeren Hände.
Nicht mit Perfektion, sondern mit Vertrauen.
Nicht mit schnellen Lösungen, sondern mit der Kraft, den nächsten Schritt zu gehen.
Und lass aus deinem Überfluss etwas in unseren Alltag hineinleuchten:
Gnade, die wieder aufrichtet.
Gnade, die neu anfangen lässt.
Gnade, heute und morgen.
Amen.
Fürbitten 1. nach Epiphanias 2026
Jesus Christus,
du bist das menschgewordene Wort Gottes.
An dir und an deinem Wort wollen wir uns orientieren.
Deinem Weg wollen wir nachgehen.
Du hast uns beten gelehrt: „Dein Wille geschehe.“
Hilf uns zu erkennen, was dein Wille in uns und durch uns bewirken kann:
dass wir prüfen lernen und das Gute festhalten;
dass Liebe wachsen kann, wo dein Wort Raum bekommt und genährt wird.
Gib uns Mut, dein Wort weiterzusagen.
Dass die Mächtigen sich nicht nur am Machbaren orientieren, sondern am Guten.
Dass Traurige aufgerichtet werden
und Verzweifelte Halt finden.
Stärke in uns das Vertrauen,
dass deine Liebe Menschen verbindet –
über Grenzen hinweg, über Unterschiede,
über Leben und Tod hinaus.
Sprich zu uns, jeden Tag neu.
Denn wir gehören zu dir.
In der Stille bringen wir vor dich, was uns jetzt bewegt:
Stille
Amen.
Neujahrstag 2026
Für Menschen in Not
Gott, am Übergang in ein neues Jahr bringen wir vor dich alle, deren Leben von Hunger, Armut und Gewalt überschattet ist. In ihre Nacht lass dein Licht kommen und bleibe bei ihnen.
Kehrvers: Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Für Kranke und Einsame
Herr, wir bitten für alle, die krank sind, erschöpft oder einsam ins neue Jahr gehen. In ihrer Dunkelheit sei du nahe und schenke Trost und neue Kraft.
Kehrvers: Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Für eine verwundete Welt
Gott, wir bitten für Menschen, die durch Krieg, Flucht und Unrecht in Angst leben. Wo Hoffnung klein geworden ist, lass deinen leisen Schein aufgehen.
Kehrvers: Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Für Trauernde und Sterbende
Herr, wir bringen vor dich alle, die Abschied nehmen mussten, und die, deren Leben sich dem Ende zuneigt. Halte sie in deiner Nähe und führe sie in deinen Frieden.
Kehrvers: Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Schlussbitte
Gott, du bist Anfang und Vollendung. Wir legen das neue Jahr in deine Hand – mit allem, was kommen wird. Bleibe bei uns in der Nacht und führe uns dem neuen Morgen entgegen, jenem neuen Tag, der noch kommt.
Kehrvers: Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jenem neuen Tag.
Fürbitten zum Altjahresabend mit dem Kehrvers:
„Gott ist bei uns am Abend und am Morgen, und ganz gewiss an jedem neuen Tag“
Für die Menschen in Not
Gott, am Ende dieses Jahres denken wir an alle, die Hunger, Armut oder Gewalt erleiden. Mach der Not ein Ende! Schicke ihnen Menschen, die sich ihrer annehmen und zu ihrem Recht verhelfen!
Kehrvers: Gott ist bei uns am Abend und am Morgen, und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Für die Kranken und Einsamen
Herr, wir bitten Dich für alle, die krank sind oder in diesem Jahr an ihre körperlichen und seelischen Grenzen gekommen sind. Sei ihnen nahe und schenke ihnen Heilung, Kraft und Trost. Lass sie spüren, dass sie nicht vergessen sind und zeigen Ihnen wie wertvoll sie sind.
Kehrvers: Gott ist bei uns am Abend und am Morgen, und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Für die Opfer von Krieg und Unrecht
Gott, wir denken an die Menschen, die in diesem Jahr durch Krieg, Flucht, Unterdrückung und Folter leiden mussten. Hilf, dass Frieden wächst, und stärke alle, die sich für Gerechtigkeit und Versöhnung einsetzen.
Kehrvers: Gott ist bei uns am Abend und am Morgen, und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Für die Trauernden und Verstorbenen
Herr, wir beten für die, die in diesem Jahr einen geliebten Menschen verloren haben. Tröste sie in ihrem Schmerz und gib ihnen die Hoffnung, dass das Leben in Dir nicht endet. Sei den Sterbenden nahe und nimm sie auf in Deinen Frieden.
Kehrvers: Gott ist bei uns am Abend und am Morgen, und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Schlussbitte
Gott, der Du Anfang und Ende bist, die Welt dreht sich gerade in ein neues Jahr hinein und bitte begleite die Menschen auf der Welt, die mit Sorge oder Hoffnung in das neue Jahr blicken. Sei an jedem neuen Tag bei ihnen und führe uns alle zu jenem neuen Tag, der noch kommt, der alles vollenden wird.
Kehrvers: Gott ist bei uns am Abend und am Morgen, und ganz gewiss an jenem neuen Tag.
Fürbitten für den 1. S. nach dem Christfest, 28. Dezember 2025
Wochenspruch: „Wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ Joh 1, 14
Einleitung:
Gott, du hast uns in Jesus Christus deine Nähe gezeigt. Du kennst unsere Freude nach Weihnachten und auch die Fragen, die uns bleiben, wenn wir Leid und Ungewissheit begegnen. Im Vertrauen auf dich bringen wir vor dich, was uns bewegt – für uns selbst, für andere und für diese Welt.
1. Für leidende Menschen und Suchende.
Gott, du bleibst bei uns, auch wenn wir dich nicht verstehen. Wie Hiob stehen viele Menschen vor Leid, Krankheit und Verlust und fragen nach dem Warum. Wir bitten dich für alle, die sich verlassen fühlen, deren Vertrauen erschüttert ist, für Alte und Kranke, für Einsame und Trauernde. Stärke sie mit der Gewissheit, dass du sie nicht loslässt. Lass sie Menschen finden, die zuhören und begleiten.
Gott, erhöre uns.
2. Für die diakonische Arbeit.
Treuer Gott, du bist unsere Hoffnung von Jugend auf, wie es der Psalm bekennt. Wir danken dir für alle, die sich in der Diakonie einsetzen: für Mitarbeitende, Ehrenamtliche und Verantwortliche, die Not sehen und handeln, wo Menschen Unterstützung brauchen. Gib ihnen Kraft, Geduld und ein hörendes Herz. Segne ihre Arbeit, damit durch sie deine Nähe und Barmherzigkeit erfahrbar wird.
Gott, erhöre uns.
3. Für Kirche und Welt nach Weihnachten.
Gott des Lebens, Weihnachten liegt hinter uns, der Alltag hat uns wieder Bewahre uns davor, schnelle Antworten zu geben, wo Fragen bleiben müssen. Lehre uns Demut wie Hiob, Vertrauen wie der Beter des Psalms und Mut, füreinander einzustehen. Sende uns als deine Kirche in diese Welt, damit wir Hoffnung weitertragen – in Worten und in Taten der Liebe.
Gott, erhöre uns.
Schluss:
Gott, du hörst unsere Gebete, auch dort, wo uns die Worte fehlen. Dir vertrauen wir an, wofür wir gebetet haben, in der Hoffnung, dass du uns stärkst und begleitest heute und alle Tage.
Amen
Fürbitten für den Stephanitag, 26. Dezember 2025
Wochenspruch: „Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit.“ Joh 1, 14
Einleitung: Herr, du hast uns in Jesus Christus deine Nähe und Herrlichkeit offenbart. Wir danken Dir für deine Kirche auf der ganzen Welt, dass sie die Frohe Botschaft von der Erlösung in Christus weitergibt und dein Licht leuchten lässt. Danke für alle, die in deinem Namen dienen, die Mut haben, auch in Zeiten der Verfolgung und im Widerstand für das Evangelium einzutreten.
Für die Verfolgten und Märtyrer:
Herr, du hast deinen Diener Diakon Stephanus bis zum Ende treu begleitet. Wir denken heute besonders an alle, die wegen ihres Glaubens leiden müssen. Sei du bei den Verfolgten, den Bedrohten und denen, die ihren Glauben in Gefahr und Einsamkeit leben. Gib ihnen deinen Frieden und die Stärke, im Glauben standzuhalten. Herr, erhöre uns.
Für die Christen weltweit:
Herr, du hast die Christen in alle Länder gesandt, um das Evangelium zu verkünden. Wir bitten dich, dass du auch heute Menschen zu lebendigen Zeugen deiner Liebe, aufrichtigen Dienstes machst. Öffne unser Herz, dass wir dich in unserem Leben und Handeln erkennen und bezeugen, wie Diakon Stephanus, der in deinem Namen lebte und starb. Herr, erhöre uns.
Für uns alle, die wir an dieser Schwelle zwischen Festtag und Alltag stehen:
Herr, du hast uns in Weihnachten dein Licht geschenkt. Hilf uns, auch im Alltag dieses Licht weiterzugeben und in unseren Handlungen und Gedanken die Herrlichkeit deines Sohnes Jesus Christus widerzuspiegeln. Herr, erhöre uns.
Schluss:
Gott und Vater, du hast uns an Weihnachten deinen Sohn geschenkt, um uns den Himmel wieder zu öffnen. Du hast Stephanus den offenen Himmel gezeigt und ihm darin Platz gegeben. Für all das danken wir dir durch ihn unseren Herrn Jesus Christus.
Amen
Fürbitten für den 25. Dezember 2025 (Weihnachtsfest – Christtag)
„Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit.“ (Joh 1,14a)
Guter Gott,
du bist im Kind von Bethlehem unser größtes Geschenk:
In alle Finsternis unserer Zeit bist du als Licht gekommen.
In alle Kälte bist du hineingeboren als Wärme und Liebe.
Wehre du allem Narrenwerk, zu dem Angst und Hass, Gier und Habsucht verleiten.
Gib Weisheit, Geduld und Entschlossenheit, um auf deiner guten Erde allen ihr Recht zu verschaffen und zu erhalten.
Wir beten für die, die hier bei uns Not leiden und nicht wissen, wie sie durchkommen sollen.
Gib, dass wir ihnen beistehen und nicht zulassen, dass Menschen am Leben verzweifeln.
Wir beten für die Menschen überall auf der Erde, dass sie befreit werden von Krieg und Gewalt und in Frieden leben können.
Wir beten für die Verzweifelten und Hoffnungslosen, dass sie neuen Mut fassen und dem Morgen voll Zuversicht entgegengehen.
Wir beten für die Kranken und Leidenden, dass sie wirksame Hilfe erhalten und immer Menschen haben, die bei ihnen sind.
Wir beten für die Sterbenden und alle, die sie begleiten, dass sie getrost und vertrauensvoll ihre Wege gehen können und begleitet werden von deinen guten Mächten.
Wir beten für die, die sich für die Rechte der Menschen und für Demokratie einsetzen, dass sie nicht klein beigeben sondern für das Gute streiten.
Wir beten für die politisch Verantwortlichen, dass sie die Aufgabe, die ihnen anvertraut ist, treu und gewissenhaft ausüben, damit ein gutes Leben für alle möglich wird.
Wir beten für die, die sich für deine Schöpfung einsetzen, für Tiere und Pflanzen, für Erde, Wasser und Luft, dass sie nicht müde werden oder sich entmutigen lassen.
Dein ewiges Wort, Gott, ist im Stall von Bethlehem Mensch geworden.
Lass auch uns immer mehr zu Menschen werden,
die glaubwürdig für Gerechtigkeit und Frieden eintreten
und sich getragen wissen von Glaube, Hoffnung und Liebe.
Dir sei Dank und Ehre in Ewigkeit!
Fürbitten für 24.12.2025 (Heiliger Abend – Christvesper)
„Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird, denn euch ist heute der Heiland geboren, welche ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“ (Lk 2,10b.11)
Guter Gott, wir danken dir:
In unserer Nacht lässt du es hell werden.
In unserer Finsternis strahlt dein Licht.
Unsere Dunkelheit machst du zur Heiligen Nacht!
Unsere jüdischen Geschwister feiern Chanukka, ihr Lichterfest,
und sind getroffen vom Anschlag in Sydney.
Wir denken an die Toten, beten für die Verletzten und alle Angehörigen.
Du hast dem Volk Israel deine Thora und die Propheten gegeben
und mit ihnen die Vision des Friedens für alles Leben auf Erden.
Uns ist ein jüdisches Kind geboren, Jesus,
der Friedefürst, das Licht der Welt.
In tiefster Armut kam er zur Welt.
Wir denken an alle, die heute in Armut leben müssen,
die nicht genug zum Essen, zum Heizen oder gar zum Feiern haben.
Lass uns die Güter der Erde gerecht teilen
und vor allem die Kinder vor einem Leben in Armut bewahren.
In Krieg und Gewalt kam er zur Welt.
Wir denken an alle, die heute unter Krieg und Gewalt zu leiden haben.
Sei du ihr Schutz!
Gib allen, die politisch und wirtschaftlich Verantwortung tragen,
Einsicht und Weisheit.
Gib, dass Frieden werde!
Die Hirten kamen und beugten ihre Knie.
Wir bitten für alle, die heute arbeiten und sich um Menschen kümmern,
um Kranke und Pflegebedürftige, um Sterbende und Trauernde,
um Menschen in Verzweiflung, Not und Gefahr.
Lass uns voll Wertschätzung und Dankbarkeit dafür eintreten,
dass ihr Einsatz angemessen gewürdigt wird.
Die Chöre der Engel sangen vom Frieden auf Erden.
Wir bitten dich: Lass auch uns in dieses Lied einstimmen
und fest darauf vertrauen, dass Frieden möglich ist.
Lass uns ein Beitrag zum Frieden sein
und Jesus, unseren Friedefürsten, mit unserem ganzen Leben ehren.
Amen.
Fürbitten für den 4. Adventssonntag
Wochenspruch: „Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Der Herr ist nahe!“ (Phil 4,4)
Einleitung: Guter Gott, du schenkst uns durch Christus das Ja zu deinem Heil. Im Vertrauen auf deine Treue bringen wir unsere Bitten vor dich:
1. Für alle, die sich nach Verlässlichkeit sehnen:
Treuer Gott, du hast in Christus dein eindeutiges Ja zu uns gesprochen. Du bist „Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes” 2Kor 1,3. Wir bitten dich für Menschen, die enttäuscht oder verletzt wurden, die kein Vertrauen mehr fassen können. Stärke sie durch Menschen, die verlässlich handeln und ihnen neuen Mut schenken.
Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich.
2. Für alle, die Verantwortung tragen:
Gott unseres Trostes, du besiegelst uns mit deinem Geist. Wir bitten dich für Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in Politik, Kirche und Gesellschaft. Schenke ihnen Weisheit, Klarheit und Integrität, damit ihr Handeln ein Segen für viele wird.
Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich.
3. Für alle, die nach Halt suchen:
Gott, du hast uns den Geist als Unterpfand deiner Nähe gegeben. Wir bitten dich für Menschen, die mit Sorgen, Krankheit oder Zukunftsangst leben. Lass sie erfahren, dass du sie nicht loslässt und ihre Wege begleitest. Gib uns Kraft und Weisheit, “damit wir auch trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind.” 2 Kor. 1,4
Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich.
Schlussgebet: Treuer Gott, in Christus hast du dein Ja über unser Leben gesprochen. Erfülle uns mit deinem Geist und mache uns zu Boten deiner Hoffnung. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Amen.
Fürbitten für den 3. Adventsonntag, 14. Dezember 2025
Wochenspruch: „Bereitet dem HERRN den Weg; denn siehe, der HERR kommt gewaltig." Jes 40, 3, 10
Einleitung: Guter Gott, in der stillen Zeit des Advents kommen wir zu dir. Johannes der Täufer ruft uns zur Umkehr und bereitet den Weg für dein Kommen. Voll Vertrauen bringen wir unsere Bitten vor dich:
1. Für die Glaubenden und die Gemeinschaft: Gott des Lichts, wir bitten dich für alle, die in dieser Adventszeit nach deinem Licht suchen: Schenke ihnen Orientierung, Hoffnung und Frieden. Segne unsere Kirchengemeinden und alle, die Räume der Andacht und Begegnung öffnen, damit dein Licht in der Welt sichtbar wird.
Herr, unser Gott: Wir bitten dich, erhöre uns.
2. Für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt: Gott des Friedens, wir bitten dich für alle, die sich für Versöhnung und Gerechtigkeit einsetzen. Lass das Friedenslicht ein Zeichen sein, das Mauern überwindet. Besonders denken wir an die Menschen und Christengemeinden in Syrien und überall dort, wo Krieg und Not herrschen.
Herr, unser Gott: Wir bitten dich, erhöre uns.
3. Für Familien, Kinder und Menschen in Dunkelheit: Gott der Liebe und des Trostes, wir bitten dich für Familien, die im Advent miteinander feiern, und für alle, die Trauer, Einsamkeit oder Not erleben: Schenke ihnen Freude, Liebe und Kraft. Stärke die diakonische Arbeit und alle, die mit Mitgefühl und Solidarität anderen beistehen.
Herr, unser Gott: Wir bitten dich, erhöre uns.
Schlussgebet: Guter Gott, du bist das Licht, das unsere Dunkelheit erhellt, und der Friede, der die Welt verwandelt. Höre unsere Gebete und begleite uns auf unserem Weg durch den Advent. Darum bitten wir dich durch Christus, unser Licht und unseren Herrn.
Amen
Fürbitten für den 2. Adventsonntag, 7. Dezember 2025
(Am 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, endet die Kampagne: „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“)
Wochenspruch:
„Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.“
(Lk 21,28b)
Gott, wir denken an alle,
die höchstens voll Angst ihren Blick zum Himmel richten.
Angst vor Drohnen, Raketen und Bomben.
Wir denken an die Opfer von Krieg und Gewalt
in der Ukraine, im Sudan, im Kongo.
Gib, dass Frieden werde!
Wir denken an die Frauen und Mädchen,
die zu Opfern von Gewalt werden.
Jede dritte ist davon betroffen.
Lass uns nicht wegschauen.
Hilf, dass Gewalt beendet wird.
Wir denken an die, die betroffen sind
von Einsparungen und Kürzungen
und womöglich nicht mehr genug zum Leben haben.
Gib, dass ihnen geholfen wird
und wir gerecht teilen.
Wir denken an die, die mit Verlusten leben müssen.
Die ihre Heimat verloren haben.
Ihre Sicherheit und Geborgenheit.
Womöglich auch – besonders schlimm - einen lieben Menschen.
Lass sie offene Arme finden
und Menschen, die bei ihnen sind mit Trost und Hilfe.
Wir danken dir, dass du in Jesus Christus zu uns kommst.
Suchst, was verloren ist
und heilst, was zerbrochen ist.
Du schenkst uns Hoffnung,
lässt uns den Kopf heben
und aufrecht leben.
Segne uns die Zeit des Advents.
Das bitten wir in Jesu Namen.
Amen
Fürbitten für den Ewigkeitssonntag, 23. November 2025
Gott des Lebens,
am Ewigkeitssonntag denken wir an die,
die vor uns gegangen sind,
und an alle, die um sie trauern.
Wir bringen Dir unsere Bitten:
Wir bitten Dich für alle Menschen,
deren Herzen heute schwer sind.
Für diejenigen, die einen geliebten Menschen verloren haben
und die sich leer, einsam oder haltlos fühlen.
Gib ihnen Trost, Geduld und Menschen an ihrer Seite,
die zuhören, aushalten und mittragen.
Wir bitten Dich für alle,
die in diakonischen Einrichtungen trauende Menschen begleiten:
für Mitarbeitende in Hospizen, in der ambulanten und stationären Pflege,
für Seelsorgerr*innen, für Ehrenamtliche.
Stärke sie in ihrer Aufgabe,
dass sie Worte finden, wo Worte fehlen,
und Nähe schenken, wo Einsamkeit groß ist.
Wir bitten Dich für diejenigen,
die am Rand der Gesellschaft stehen
und um Verstorbene trauern,
die niemand mehr im Blick hat:
für Menschen ohne Angehörige,
für Verstorbene ohne Namen,
für jene, die an unseren Grenzen sterben
für jene, deren Leben im Stillen geendet hat.
Lass uns als Kirche und Diakonie
diese Menschen nicht vergessen!
Wir bitten Dich für alle,
die in der Begleitung Sterbender arbeiten:
für Ärztinnen und Ärzte, Notfallseelsorge, für Mitarbeitende in Hospizen,
für Krisendienste, Beratungsstellen und Pflegende.
Schenke ihnen Kraft für ihren so wichtigen Dienst!
Wir bitten Dich für die,
deren Trauer keinen Raum findet:
Öffne Wege zu Unterstützung,
zu guter Begleitung, zu Orten, an denen Tränen sein dürfen.
Wir bitten Dich für uns selbst:
Erneuere in uns die Hoffnung,
dass wir im Leben und im Sterben
in Deinen Händen geborgen sind.
Fürbitten für Sonntag, den 16. November 2025
Wir bitten für die Menschen, die an Grenzen kommen, körperlich, seelisch, zeitlich. Für die, die spüren, dass etwas zu Ende geht. Schenk ihnen Menschen an der Seite, die aushalten, zuhören, trösten, da sind.
Wir bitten für alle, die sich mühen, das Richtige zu tun, in Pflege, Politik, Familie oder Nachbarschaft. Gib ihnen Rückenwind, Geduld, Humor, und manchmal einfach einen freien Tag.
Wir bitten für die, die keine Stimme haben oder deren Not nicht mehr auffällt: Wohnungslose, Alte, Kinder, Kranke, Geflüchtete. Lass sie nicht vergessen werden, und bewahr uns davor, taub zu werden.
Wir bitten für die, die trauern, für die Opfer von Krieg und Gewalt, und für die, die ihre Wunden weitertragen. Mach Erinnerung lebendig, damit sie uns nicht lähmt, sondern wach hält für den Frieden.
Wir bitten für uns selbst: für die offenen Fragen, die wir mit uns herumtragen, für das, was unvollendet bleibt. Hilf uns, trotzdem Vertrauen zu finden – ins Leben, ineinander, in das, was trägt.
Fürbitten für Sonntag, den 9. November 2025
Für die Menschen in Kriegen und Krisen
Lass Hass nicht das letzte Wort haben.
Lass Hoffnung keimen, gerade im Lärm der Waffen!
Für alle, die fliehen müssen – über Grenzen, durch Meere, aus Angst:
Lass uns ihre Geschichten hören, ihnen die Hand entgegenstrecken
noch bevor wir nach Papieren fragen.
Für jene, die verletzen, und für jene, die verletzt wurden:
Lehre uns, zu segnen, wo Hass wächst,
zu beten, wo Worte fehlen.
Für die Hungrigen, die Ausgegrenzten,
für alle, die unter Klima und Katastrophen leiden
gib Brot, wo Hunger der Feind ist!
Für die, die in den Kirchen Verantwortung tragen,
besonders auch für unsere neue Bischöfin
Stärke sie, in ihrer Verantwortung!,
Für Europa, 75 Jahre nach der Geburt der Europäischen Menschenrechtskonvention:
Bewahre uns vor dem Vergessen.
Gib uns den Geist, der Menschenrechte nicht nur schützt,
sondern lebt – auch und gerade gegenüber jenen, die wir „Feinde“ nennen.
Fürbitten für den 19. Sonntag nach Trinitatis, 26.10.2025, Nationalfeiertag
Wochenspruch:
„Heile du mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen.“ | Jer 17,14
Gott,
Heilung versprichst du uns
durch deine Liebe
durch deine Fürsorge
durch deinen Geist.
Am heutigen Nationalfeiertag
legen wir dir ans Herz
unsere Hoffnungen, unsere Sorgen, unsere Unsicherheiten.
Wir bitten für jene, die Entscheidungen treffen müssen,
sei Ihnen nahe mit einem Geist des Mutes und der Solidarität.
Wir bitten für jene,
die in Not geraten sind und am Rande der Gesellschaft stehen,
sei Ihnen nahe mit einem Wort der Befreiung und Heilung.
Wir bitten für jene,
die sich für eine gute und bewahrte Zukunft einsetzen,
in unserem Land und anderswo,
sei du Ihnen nahe mit deinem langen Atem,
der Frieden verspricht.
Wir bitten für uns alle,
die in Verantwortung stehen im Kleinen und im Großen,
in der Öffentlichkeit oder unbemerkt,
sei du uns nahe,
mit deiner Liebe,
die Ängste nimmt,
die Vorurteile hinterfragt,
die Mut macht zur Begegnung,
die uns trägt und stärkt
zu einer Gesellschaft,
in der jede und jeder
einen Ort der Heilung findet.
Wir bitten
in unserem Bemühen um eine heile Welt,
sei uns nahe und weite unsere Herzen
zueinander.
Amen
_____
Wochenspruch:
"Dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder und seine Schwester liebe."
1. Joh 4,21, Fürbitten für den 18. Sonntag nach Trinitatis, 19.10.2025
Gott,
mit Recht setzen wir unsere Hoffnung auf dich.
Und wir danken dir,
dass du immer noch
und immer wieder neu
deine Hoffnung*
auf uns setzt.
So bitten wir um deinen Geist,
dass es uns gelingt,
die Hoffnung für unsere Welt lebendig zu halten.
Stärke sie in jenen, die Not leiden,
die unter der Gewalt von Krieg und Terror
verängstigt, erschüttert und gefoltert werden.
Stärke die Hoffnung auch unter jenen,
die unter Einsatz ihres Lebens für Hilfe und Besserung sorgen.
Wir bitten um dein Wort,
dass es uns bewegt und nicht Wort allein bleibt,
dass daraus Werke und Taten werden.
Schenke ein mutiges Wort jenen, die über den Tellerrand schauen
die Mechanismen durchbrechen, die Not zementieren,
Ungerechtigkeit fördern und Leid unsichtbar machen.
Schenke ein tröstendes Wort auch jenen,
denen die Kraft ausgeht, sich zu helfen,
dass sie den Lebensmut nicht verlieren.
Wir bitten um deine Liebe,
die uns lebendig hält,
dranzubleiben an deiner Vision einer Welt,
die allen ein guter Ort zu leben ist.
Schenke uns eine Liebe,
die Vielfalt als Reichtum erfahren lässt,
die Kraft zum Brückenbauen gibt,
die Mut zum Widerstand macht,
und,
was Angst macht und trennt,
in Segen wandelt.
Veränderungen vor der Tür
Fürbitte für den 17. Sonntag nach Trinitatis, 12. Oktober 2025
Jugendproteste in Marokko
Wir beten für die Menschen in Marokko,
die für die Verbesserung der Gesundheitsversorgung und des Bildungswesens in ihrem Land,
für Schulen und Krankenhäuser demonstrieren.
So friedlich hatten die Proteste begonnen, doch jetzt eskaliert die Gewalt.
Wir bitten Dich für die Verwundeten und Festgenommen,
für die Verletzten und die Angehörigen der Verstorbenen:
Bewahre sie vor Verzweiflung und zerreißendem Hass.
Gib ihnen Kraft an Leib und Seele.
Hilf den Politikerinnen und Politikern, und den Polizistinnen und Polizisten,
klug und besonnen mit den Demonstrationen umzugehen.
Ermutige und tröste sie, wenn sie selbst verwundet sind
und von den vielen Herausforderungen im Land überfordert werden.
Stärke die internationale Solidarität mit der Jugend in Marokko,
damit sie erleben, dass man sich nicht nur
für die großen Vorbereitungen der Fußball-WM 2030 in ihrem Land interessiert,
sondern auch besonders für ihre berechtigten sozialen Forderungen.
Hoffnung durch Friedensplan von Israel und Hamas
Wir beten für die Opfer des Nahostkonflikts in Gaza und Israel.
In der vergangenen Woche jährte sich der Überfall der Hamas zum zweiten Mal.
Wut, Hass und Verzweiflung fressen sich immer weiter durch die ganze Welt.
Wir bitten Dich: Hilf denen, die unter der Gewalt leiden,
die an Leib und Seele verwundet und zerschlagen sind.
Sei ihnen nahe mit Deiner Kraft.
Stärke die Hoffnung darauf,
dass erste Schritte auf dem Weg zum Frieden jetzt gelingen könnten.
Lass gelingen, dass Hilfsgüter bei den Notleidenden ankommen
und segne alle, die sich an der Überwindung des Elends beteiligen.
Hilf auch uns zum Frieden beizutragen und zur Versöhnung,
damit uns Hetze und Parolen nicht weiter auseinandertreiben,
sondern sich das Licht Deines Friedens ausbreitet
in Herzen und Häusern, Dörfern und Städten
und auf der ganzen Welt.
Fürbitten für Erntedankfest, 5. Oktober 2025
Einleitung
„Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit.“
Am Erntedankfest bringen wir unsere Dankbarkeit vor Gott: für Nahrung und Arbeit, für Gemeinschaft und Leben. Zugleich denken wir an die Menschen, die Mangel leiden. Darum bitten wir Gott um seinen Segen – für uns, für die Welt und für alle, die sich in der Diakonie für andere einsetzen.
1. Dank für die Schöpfung
Gütiger Gott, wir danken dir für die Fülle deiner Gaben – für Früchte, Brot und Wein, für alles, was wir ernten dürfen, für Menschen, die säen, pflegen und ernten. Lass uns achtsam mit deiner Schöpfung umgehen und verantwortungsvoll teilen, was du uns reichlich gibst.
Wir rufen zu dir: Christus, höre uns – Christus, erhöre uns.
2. Für die Hungrigen und Notleidenden
Barmherziger Gott, du rufst uns, den Hungrigen Brot zu geben und die Notleidenden zu beherbergen. Wir bitten dich für alle, die nicht genug zum Leben haben – in unserer Nähe und weltweit. Schenke ihnen Menschen, die teilen, und mache uns bereit, mit unseren Möglichkeiten Hilfe zu geben.
Wir rufen zu dir: Christus, höre uns – Christus, erhöre uns.
3. Für die diakonische Arbeit
Treuer Gott, du sättigst dein Volk in der Wüste und erfüllst die Hungrigen mit Gutem. Wir danken dir für die diakonische Arbeit in Gemeinden, Einrichtungen und Projekten. Stärke alle, die sich für andere einsetzen – mit Mut, Freude und Ausdauer. Lass sie ein Zeichen deiner Liebe in der Welt sein.
Wir rufen zu dir: Christus, höre uns – Christus, erhöre uns.
Abschluss
Gott, Quelle aller guten Gaben, aus deiner Hand empfangen wir alles, was wir zum Leben brauchen. Du schenkst uns mehr, als wir erbitten können. Erfülle uns mit Dankbarkeit und der Bereitschaft zu teilen, damit deine Liebe in dieser Welt sichtbar wird.
So bringen wir dir unseren Dank und unsere Bitten dar und schließen uns zusammen in dem Gebet, das uns Jesus Christus gelehrt hat:
Vater unser im Himmel …
Fürbitten für 15. Sonntag nach Trinitatis
28. September 2025
Einleitung Jesus sagt: „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ Wir dürfen mit allem, was uns belastet, zu Gott kommen – mit unseren Sorgen um die Welt und um unsere Nächsten, mit unseren Fragen und Ängsten. Voll Vertrauen bringen wir unsere Bitten vor ihn.
1. Für die Menschen in Sorge
Gütiger Gott, wir denken an alle, die von Sorgen niedergebeugt sind – um ihre Gesundheit, ihre Arbeit, ihre Zukunft. Wir bitten dich: Stärke sie durch Menschen, die zuhören, helfen und Hoffnung geben. Hilf auch uns, einander Nächste zu werden und Sorge füreinander zu tragen.
Wir rufen zu dir: Christus, höre uns – Christus, erhöre uns.
2. Für die diakonische Arbeit
Treuer Gott, du sorgst für uns wie die Lilien auf dem Feld. Wir danken dir für alle diakonischen Dienste, die Menschen in Not beistehen: den Hungrigen, den Einsamen, den Heimatlosen. Segne alle, die haupt- und ehrenamtlich arbeiten, und erfülle sie mit Kraft, Geduld und Liebe.
Wir rufen zu dir: Christus, höre uns – Christus, erhöre uns.
3. Für Vertrauen und Glauben
Lebendiger Gott, oft fällt es uns schwer, die Sorgen loszulassen und dir zu vertrauen. Wir bitten dich: Lehre uns, zuerst nach deinem Reich zu trachten, und schenke uns einen Glauben, der trägt, wenn wir schwach sind. Mach uns frei, dass wir unser Leben teilen und deine Gerechtigkeit sichtbar wird.
Wir rufen zu dir: Christus, höre uns – Christus, erhöre uns.
Abschluss
Treuer Gott, du hast uns zugesagt, dass wir unsere Sorgen auf dich werfen dürfen, weil du für uns sorgst. Du kennst unsere Ängste und Zweifel, unsere Unruhe und unser Grübeln. Du kennst auch unsere Dankbarkeit für all das Gute, das wir täglich empfangen.
Hilf uns, die Sorgen nicht allein zu tragen, sondern sie miteinander zu teilen und in deinem Vertrauen füreinander einzustehen. Mach uns zu Werkzeugen deiner Liebe in der Welt, damit durch unsere Worte und Taten deine Fürsorge sichtbar wird – besonders dort, wo Menschen auf Hilfe warten.
So loben und preisen wir dich, und wir schließen uns zusammen in dem Gebet, das dein Sohn uns gelehrt hat:
Vater unser im Himmel …
Fürbitten für 14. Sonntag nach Trinitatis
21. September 2025
Einleitung „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ Dankbarkeit erfüllt uns, wenn wir zurückschauen auf Gottes Spuren in unserem Leben: auf Heilung, Bewahrung, Gemeinschaft und Liebe. Aus dieser Dankbarkeit heraus wenden wir uns Gott im Gebet zu und bitten ihn für uns und für die Welt.
1. Für Dankbarkeit und Heilung
Barmherziger Gott, wie die zehn Aussätzigen rufen wir zu dir und bitten um Erbarmen.
Wir danken dir für alles, was du uns schenkst – Heilung, Hilfe, Hoffnung. Hilf uns, nicht achtlos weiterzugehen, sondern dankbar innezuhalten und dir die Ehre zu geben.
Wir rufen zu dir: Christus, höre uns – Christus, erhöre uns.
2. Für Bewahrung und Begleitung
Gott, du hast Jakob im Traum zugesagt: „Ich bin mit dir und will dich behüten, wo du hinziehst.“
Wir bitten dich für alle, die unterwegs sind: für Geflüchtete, für Einsame, für Menschen in neuen Lebenssituationen. Lass sie spüren, dass du sie begleitest, und schenke uns ein offenes Herz, ihnen in deiner Liebe beizustehen.
Wir rufen zu dir: Christus, höre uns – Christus, erhöre uns.
3. Für Diakonie und Dankbarkeit im Handeln
Treuer Gott, du rufst uns zur Nächstenliebe und schenkst uns Kraft, anderen zu dienen.
Wir danken dir für alle diakonischen Dienste, für haupt- und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die deine Liebe sichtbar machen. Stärke sie in ihrem Tun und hilf uns allen, dankbar und mutig Verantwortung füreinander zu übernehmen.
Wir rufen zu dir: Christus, höre uns – Christus, erhöre uns.
Abschluss
Guter Gott, Dankbarkeit verändert unser Leben und öffnet uns für deine Gegenwart. So legen wir unsere Bitten und unseren Dank in deine Hand und schließen uns zusammen in dem Gebet, das uns Jesus Christus gelehrt hat:
Vater unser im Himmel …
Fürbitten für 13. Sonntag nach Trinitatis
14. September 2025
Einleitung
Jesus fragt nicht: Wer ist mein Nächster? – sondern: Für wen bin ich der Nächste? Im Gleichnis vom barmherzigen Samariter zeigt er uns, dass Nächstenliebe keine Grenzen kennt. Und er nennt diejenigen seine Brüder und Schwestern, die Gottes Willen tun.
So wenden wir uns nun im Vertrauen an Gott, der uns in seiner Liebe zusammenführt, und bitten ihn für alle Menschen in ihrer Not und für uns selbst auf unserem Weg der Nachfolge.
1. Für die Barmherzigkeit
Herr, unser Gott, du hast uns im Gleichnis vom barmherzigen Samariter gezeigt, dass Nächstenliebe keine Grenzen kennt – weder von Nation, Religion noch Kultur. Wir bitten dich: Öffne unsere Augen für die Not am Wegesrand. Hilf uns, nicht vorbeizugehen, sondern mutig und barmherzig zu handeln.
Wir rufen zu dir: Christus, höre uns – Christus, erhöre uns.
2. Für diakonisches Handeln
Herr, unser Gott, dein Sohn hat gesagt: „Wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.“ Wir bitten dich: Stärke deine Kirche und alle, die in deinem Namen handeln, dass sie deinen Willen tun und Geschwisterlichkeit leben – in Wort und Tat, im Alltag und in der Diakonie.
Wir rufen zu dir: Christus, höre uns – Christus, erhöre uns.
3. Für Brüderlichkeit und Schwesterlichkeit
Herr, unser Gott, du rufst uns in die Verantwortung: „Bin ich meines Bruders Hüter?“ – ja, wir sind es. Wir bitten dich: Vergib uns, wo wir weggeschaut haben. Stärke uns, damit wir uns einsetzen für Gerechtigkeit, Frieden und die Würde jedes Menschen. Denn was wir den Geringsten tun, das tun wir dir.
Wir rufen zu dir: Christus, höre uns – Christus, erhöre uns.
Abschluss
Treuer Gott, du hörst unser Rufen und kennst, was wir brauchen, bevor wir es aussprechen. Voll Vertrauen legen wir alles in deine Hand, was uns bewegt, und fassen unsere Bitten zusammen in dem Gebet, das dein Sohn uns gelehrt hat:
Vater unser im Himmel…
Internationaler Tag für Menschen afrikanischer Abstammung.
Fürbitte für Sonntag, 31. August 2025
Dieser internationale Tag würdigt die kulturellen, sozialen, politischen und wirtschaftlichen Beiträge von Menschen afrikanischer Herkunft. Er zielt darauf ab, eine größere Anerkennung und Achtung der Rechte von Menschen afrikanischer Abstammung weltweit zu fördern und gleichzeitig alle Formen von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz zu bekämpfen.
Zum internationalen Tag für Menschen afrikanischer Abstammung beten wir
um mehr Wahrhaftigkeit,
um den Beiträgen von Menschen afrikanischer Herkunft den Platz zukommen zu lassen,
der ihnen gebührt
und um Anerkennung und Achtung ihrer Rechte und Leistungen.
Darum bitten wir Dich:
Schärfe unser Bewusstsein dafür,
wie grausam und zerstörerisch Rassismus und Fremdenfeindlichkeit
für die Betroffenen und für die ganze Weltgesellschaft sind.
Stärke Menschen, Projekte und Programme,
die sich für Vielfalt, Inklusion., Wiedergutmachung und Gerechtigkeit einsetzen.
Hilf uns, gemeinsam gegen die Ungleichheiten
im Bildungs-, Wirtschafts- und Gesundheitssystem vorzugehen,
mit denen Menschen afrikanischer Abstammung immer wieder konfrontiert werden.
Vereine uns im Widerstand gegen Hass und Hetze.
Erneuere unser Engagement für Gerechtigkeit
an diesem Gedenktag und an allen Tagen im Jahr.
Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat!
(Psalm 33,12)
Fürbitten für den 24. August 2025 (10. Sonntag nach Trinitatis - Israelsonntag)
Du Gott des Lebens,
wir sind bestürzt über den Krieg und die Not der Menschen.
Wir denken an die Opfer des Terrorüberfalls der Hamas.
Wir denken an alle, die verzweifelt auf die Freilassung der Geiseln warten.
Hilf, dass die Gewalt ein Ende findet.
Du Gott Abrahams und Saras,
wir denken an die Opfer des Krieges in Gaza,
sehen das Elend und die Not der Menschen dort
und die bedrückende Lage im Westjordanland.
Wir denken an unsere christlichen Geschwister in Palästina.
Hilf, dass die Gewalt ein Ende findet.
Du Gott Isaaks und Rebekkas,
wir denken an alle, die helfen -
wie die Diakonie Österreich.
Lass sie nicht müde werden angesichts der großen Not,
lass sie offene Wege für ihre Hilfslieferungen finden
und bewahre sie in allen Gefahren.
Hilf, dass sich Menschlichkeit durchsetzt.
Du Gott Jakobs, Leas und Rahels,
wir denken an alle, die sich schon jetzt
für eine Zukunft ohne Gewalt
und für ein friedliches Miteinander einsetzen.
Hilf, dass sich Vernunft durchsetzt.
Du Gott Jesu und Marias,
wir denken an die jüdischen Menschen hier bei uns
und an den zunehmenden Antisemitismus.
Du verbindest uns als Kirchen
auf einzigartige und untrennbare Weise mit dem Judentum.
Hilf, dass wir glaubwürdig gegen jede Form des Judenhasses eintreten.
In allem Schmerz und aller Not
versprichst du deinen Schalom -
dass Gerechtigkeit und Frieden sich küssen.
Lass uns deiner Zusage trauen.
Das bitten wir im Namen Jesu.
Amen.
Fürbitten für 17. August 2025
9. Sonntag nach Trinitatis
Guter Gott,
wir danken dir für den Sommer:
Urlaub und Ferien,
Erholung und Abenteuer,
viel Miteinander in Familien und Freundschaften,
neue Erfahrungen und bleibende Eindrücke.
Für all das danken wir dir!
Zugleich ist der Sommer für so viele
eine Zeit der Katastrophen.
Wir denken an die Menschen,
die unter Krieg und Gewalt zu leiden haben.
Wir denken an die Opfer der Waldbrände und der Dürre
und an die, die von Überschwemmungen und Schlammlawinen betroffen sind.
Die Hitzetoten und die Ertrunkenen,
die Unfallopfer auf den Bergen und auf den Straßen.
Wie gut, dass es Hilfe gibt!
Danke für alle, die den Menschen in Not beistehen,
den Johannitern und allen Rettungskräften,
der Diakonie Katastrophenhilfe und allen Hilfsorganisationen.
Gib, dass sie nicht müde werden.
Wir denken auch an die, die gerade im Sommer
persönliche Katastrophen erleben müssen.
In ihren Beziehungen, in den Familien,
in Freundschaften und in der Nachbarschaft.
Steh du allen bei, die durch schwere Zeiten gehen müssen
und lass sie begleitet sein -
auch durch uns in den christlichen Gemeinden!
Uns alle lass bedenken,
wie zerbrechlich und verletzlich unser Menschenleben ist.
Lass uns das Leben schützen und bewahren,
wo es notwendig ist
und lass es uns dankbar genießen, wo es möglich ist.
Wir wissen uns und alles, was lebt,
geborgen in deiner Hand.
Amen.
Fürbitten für 10. August 2025
8. Sonntag nach Trinitatis
Predigttext: Jesaja 2,1-5 („Schwerter zu Pflugscharen!“)
Du Gott des Friedens,
wir danken dir,
dass du uns den Frieden verheißt
und versprichst,
mit den Kriegen ein Ende zu machen.
Wir denken vor dir an die Kriege,
die heute die Welt erschüttern und in Blut tauchen.
Die Ukraine, Israel und Gaza, der Südsudan,
die Grenze von Kambodscha, Kaschmir, Kongo
und wo überall sonst auf dieser Erde
Menschen gegeneinander Waffengewalt anwenden.
Wir denken an die Opfer auf allen Seiten.
Die Toten, die Verwundeten
und die durch Angst und Schrecken Verstörten.
Nimm sie in deine guten Hände!
Gib allen, die ihnen beistehen,
den Hilfsorganisationen mit ihren zahlreichen Freiwilligen,
Kraft und Ausdauer und lass deinen Schutz bei ihnen sein.
Wir denken an alle, die für die Kriege Verantwortung tragen,
vor allem in der Politik, aber auch in Wirtschaft und Medien.
Lass sie zur Besinnung kommen und von ihrem Weg umkehren,
dass Krieg und Gewalt nicht mehr herrschen zwischen den Staaten
und der Krieg für immer geächtet werde.
Wir denken an die Kirchen, die Christinnen und Christen,
und die Angehörigen aller Religionen
und alle Menschen guten Willens,
dass sie sich niemals an Krieg gewöhnen,
sondern sich dafür einsetzen,
Konflikte ohne Gewalt zu lösen.
Du Gott des Friedens,
lass uns aus Schwertern Pflugscharen machen,
und aus tödlichen Drohnen bunte Luftballons.
Lenke unsere Füße auf den Weg des Friedens.
Das bitten wir dich im Namen Jesu,
der uns auf diesem Weg vorangeht
bis deine ganze Schöpfung den Frieden feiert.
Amen.
Fürbitten für den 3. August 2025 (7. Sonntag nach Trinitatis)
„So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.“ (Epheser 2,19)
Gott, du berufst uns,
in deiner Schöpfung mit dir zu leben.
Dass wir Verantwortung übernehmen und mit allem,
was uns anvertraut und geliehen ist,
sorgsam und gut umgehen.
Was wird aus deiner Schöpfung, unserer Erde,
unserem gemeinsamen Haus?
An vielen Orten steht es in Brand.
An anderen geht es unter.
Dürre und Hitze da,
Überschwemmungen und schmelzende Gletscher dort.
Wir denken an alle, die unter dieser Entwicklung leiden.
An die Hitzeopfer, die jedes Jahr mehr werden.
An die Betroffenen von Katastrophen,
Erdbeben und Waldbrände,
Unwetter und Überschwemmungen.
Wir denken an alle, die helfen
und dabei selbst in Gefahr geraten.
Feuerwehrleute, Mitglieder der Rettung am Berg und auf See,
Diakonie und Katastrophenhilfe.
Erneuere unseren Verstand,
erneuere unsere Herzen,
du, die Rettung im Schiffbruch unseres Planeten.
Lass uns Hüterinnen der Erde sein
und Geschwister von allem, was lebt.
Dass es Leben für alle gibt
im gemeinsamen Haus der Erde.