Hier bieten wir Ihnen Fürbitten für Gottesdienst, Andacht, Konfirmationsunterricht oder Ihren Hauskreis an.
Aktuelle Fürbitten
Fürbitten für den Sonntag Sexagesimä, 08.02.2026
Wochenspruch: „Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht.“ Hebr. 3, 15.
Einleitung:
Lasst uns beten zu Gott, der sein Wort wie guten Samen unter uns ausstreut. Im Vertrauen darauf, dass er hört, bringen wir vor ihn, was uns bewegt, für die Kirche, für die Menschen in Not und für unseren Dienst aneinander.
Für für offene Herzen und hörendes Handeln. Gott des Lebens, dein Wort wird ausgestreut wie Samen auf das Feld der Welt. Wir bitten dich für deine Kirche: Lass dein Wort bei uns auf fruchtbaren Boden fallen, damit es nicht nur gehört, sondern gelebt wird – in Liebe, Gerechtigkeit und tätiger Nächstenliebe. Stärke alle, die sich in der Diakonie einsetzen, damit sie mit Geduld und Hoffnung Zeichen deiner Nähe setzen.
Wir bitten dich: erhöre uns.
Für Menschen in Not und für diakonische Arbeit. Gütiger Gott, du siehst die Menschen, deren Leben von Sorgen, Armut, Krankheit oder Einsamkeit geprägt ist. Wir bitten dich für alle, die Unterstützung brauchen, und für jene, die ihnen beistehen: für Mitarbeitende der Diakonie, für Ehrenamtliche, Pflegende und Beratende. Schenke ihnen Kraft, Ausdauer und ein hörendes Herz, damit dein Wort der Hoffnung durch ihr Tun Gestalt gewinnt.
Wir bitten dich: erhöre uns.
Für unsere Verantwortung in der Welt. Treuer Gott, du hast uns berufen, Mitwirkende an deinem Reich zu sein. Wir bitten dich für uns selbst: Öffne unsere Herzen für dein Wort und unsere Hände für den Dienst am Nächsten. Lass uns aufmerksam werden für die Menschen am Rand und mutig teilen von dem, was du uns anvertraut hast, damit aus kleinen Samen große Früchte der Liebe wachsen.
Wir bitten dich: erhöre uns.
Schluss:
Gott, du nimmst unsere Bitten an, auch dort, wo Worte fehlen oder Zweifel bleiben. Lass dein Wort in uns wachsen und Frucht bringen durch unser Tun. Dir vertrauen wir uns an heute und alle Tage.
Amen
Gebet zum letzten Sonntag nach Epiphanias 2026
Fürbitte für Sonntag, den 1. Februar 2026
Jesus, du bist die Nähe Gottes mitten unter uns.
Wo du da bist, wird die Angst kleiner.
Sprich zu uns und lass uns aufatmen.
Wir danken dir für jedes Zeichen von Frieden,
und wir bitten dich für die Orte,
an denen Menschen in der Nacht feststecken:
in Städten unter Beschuss,
in Zellen, in denen geschlagen wird.
Bringe das Ende der Gewalt.
Jesus Christus, erbarme dich.
Wir danken dir für die Kraft, die du schenkst,
und wir bitten dich für alle,
deren Körper und Seele müde geworden sind:
für Kranke und ihre Angehörigen,
für Pflegende und Ärztinnen,
für Trauernde und die, die stille Nähe aushalten,
für Verzweifelte und die, die ihnen zuhören.
Jesus Christus, erbarme dich.
Wir danken dir für jede Versöhnung im Kleinen,
und wir bitten dich gegen das, was Herzen verhärtet:
gegen Schuld, die trennt,
gegen Misstrauen, das Beziehungen zerfrisst.
Führe zusammen, was auseinandergerissen ist.
Jesus Christus, erbarme dich.
Jesus Christus, du Begleiter unserer Wege,
du zeigst deiner Gemeinde die Richtung.
Bleib bei uns, wenn wir nicht weiterwissen,
mache unser Leben lichtvoll und wahr.
Segne unsere Kinder
und alle, die mit uns verbunden sind.
Du Ursprung der Hoffnung:
Sprich zu uns und nimm dich unser an.
Wir gehören zu dir,
heute und an jedem Tag.
Fürbitten Archiv
Fürbitten 3. nach Epiphanias 2026
Jesus Christus, dein Wort richtet auf.
Wo du sprichst, verliert die Angst ihre Macht.
Wo du rufst, wird aus Stillstand ein Weg.
Darum kommen wir zu dir und bitten:
Ein Wort von dir genügt.
Wir bringen dir alle, die auf Heilung warten.
Die Kranken und Schmerzgeplagten.
Die Menschen, die nicht mehr zu Kräften kommen.
Die Pflegenden, Ärztinnen und Ärzte, alle,
die tragen, was zu schwer geworden ist.
Die Müden, die Nächte kennen,
in denen die Sorgen lauter sind als der Schlaf.
Sei ihnen nahe.
Gib Atem, wo alles eng wird.
Gib Klarheit, wo alles verschwimmt.
Ein Wort von dir genügt.
Wir bringen dir alle, die auf Hilfe angewiesen sind,
weil das Leben sie an den Rand gedrückt hat.
Gib uns Augen, die hinschauen,
und Hände, die anpacken.
Bewahre uns vor schneller Bewertung.
Mach uns erfinderisch im Helfen und verlässlich im Dableiben.
Ein Wort von dir genügt.
Wir bringen dir alle, die nach Frieden hungern.
Die Menschen in Kriegsgebieten.
Die Kinder, die Sicherheit nie gelernt haben.
Die Geflüchteten, die nur noch weitergehen können.
Die, die zwischen Fronten geraten, die benutzt werden,
die keinen Schutz haben.
Stärke alle, die vermitteln, die Brücken bauen,
die Unrecht benennen, auch wenn es sie etwas kostet.
Bewahre ihre Herzen vor Bitterkeit.
Mach ihre Schritte fest.
Ein Wort von dir genügt.
Wir bringen dir die Trauernden.
Die, die einen Namen im Herzen tragen und einen Platz vermissen.
Die, die tapfer funktionieren und innerlich leer sind.
Umschließe sie mit deiner Güte.
Schenke Trost, der nicht vertröstet.
Lass dein Licht in ihre dunklen Stunden fallen.
Ein Wort von dir genügt.
Wir bringen dir deine Kirche, deine Gemeinden, nah und fern.
Menschen, die glauben und solche, die nur hoffen können.
Menschen, die beten und solche, denen die Worte fehlen.
Gib uns Mut zur Liebe, Geduld im Kleinen und einen wachen Blick für die, die am Rand stehen.
Sprich zu uns, damit wir leben und weitergeben, was trägt.
Ein Wort von dir genügt, heute, morgen und an allen Tagen.
Amen.
Fürbittengebet zum 2. Sonntag nach Epiphanias
Wochenspruch:
Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.
(Johannesevangelium 1, 16)
Gott, von deiner Fülle leben wir.
Du teilst aus, was wir nicht verdienen:
Gnade, die nicht aufhört.
Darum kommen wir zu dir mit allem, was uns bewegt.
Gott, lass uns deine Güte wahrnehmen, wenn Tage leicht sind.
Bewahre uns davor, das Gute für selbstverständlich zu halten.
Mach uns dankbar, mach uns großzügig,
mach uns wach für die Menschen neben uns.
Gott, wir bitten dich für die Stunden, in denen uns Sorge festhält.
Für das, was uns nachts nicht schlafen lässt.
Für unsere Familien, Freundschaften,
für das zerbrechliche Vertrauen in dieser Welt.
Schenke Mut, wo Angst regiert, und Klarheit,
wo alles verschwimmt.
Gott, wir bringen dir die Orte, an denen das Leben hart ist.
Wo Gewalt Spuren hinterlässt, wo Krankheit Kräfte raubt,
wo Abschied unausweichlich wird.
Sei nahe denen, die leiden.
Stärke, die helfen.
Tröste, die keinen Trost mehr finden.
Gott, wir bitten dich auch um Weite im Herzen.
Wenn wir klein werden in unseren Gedanken,
eng in unseren Urteilen, müde in der Liebe:
Richte uns neu aus.
Lass uns glauben, dass du mehr siehst als wir
und mehr hältst, als wir festhalten können.
Gott, fülle unsere leeren Hände.
Nicht mit Perfektion, sondern mit Vertrauen.
Nicht mit schnellen Lösungen, sondern mit der Kraft, den nächsten Schritt zu gehen.
Und lass aus deinem Überfluss etwas in unseren Alltag hineinleuchten:
Gnade, die wieder aufrichtet.
Gnade, die neu anfangen lässt.
Gnade, heute und morgen.
Amen.
Fürbitten 1. nach Epiphanias 2026
Jesus Christus,
du bist das menschgewordene Wort Gottes.
An dir und an deinem Wort wollen wir uns orientieren.
Deinem Weg wollen wir nachgehen.
Du hast uns beten gelehrt: „Dein Wille geschehe.“
Hilf uns zu erkennen, was dein Wille in uns und durch uns bewirken kann:
dass wir prüfen lernen und das Gute festhalten;
dass Liebe wachsen kann, wo dein Wort Raum bekommt und genährt wird.
Gib uns Mut, dein Wort weiterzusagen.
Dass die Mächtigen sich nicht nur am Machbaren orientieren, sondern am Guten.
Dass Traurige aufgerichtet werden
und Verzweifelte Halt finden.
Stärke in uns das Vertrauen,
dass deine Liebe Menschen verbindet –
über Grenzen hinweg, über Unterschiede,
über Leben und Tod hinaus.
Sprich zu uns, jeden Tag neu.
Denn wir gehören zu dir.
In der Stille bringen wir vor dich, was uns jetzt bewegt:
Stille
Amen.
Neujahrstag 2026
Für Menschen in Not
Gott, am Übergang in ein neues Jahr bringen wir vor dich alle, deren Leben von Hunger, Armut und Gewalt überschattet ist. In ihre Nacht lass dein Licht kommen und bleibe bei ihnen.
Kehrvers: Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Für Kranke und Einsame
Herr, wir bitten für alle, die krank sind, erschöpft oder einsam ins neue Jahr gehen. In ihrer Dunkelheit sei du nahe und schenke Trost und neue Kraft.
Kehrvers: Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Für eine verwundete Welt
Gott, wir bitten für Menschen, die durch Krieg, Flucht und Unrecht in Angst leben. Wo Hoffnung klein geworden ist, lass deinen leisen Schein aufgehen.
Kehrvers: Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Für Trauernde und Sterbende
Herr, wir bringen vor dich alle, die Abschied nehmen mussten, und die, deren Leben sich dem Ende zuneigt. Halte sie in deiner Nähe und führe sie in deinen Frieden.
Kehrvers: Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Schlussbitte
Gott, du bist Anfang und Vollendung. Wir legen das neue Jahr in deine Hand – mit allem, was kommen wird. Bleibe bei uns in der Nacht und führe uns dem neuen Morgen entgegen, jenem neuen Tag, der noch kommt.
Kehrvers: Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jenem neuen Tag.
Fürbitten zum Altjahresabend mit dem Kehrvers:
„Gott ist bei uns am Abend und am Morgen, und ganz gewiss an jedem neuen Tag“
Für die Menschen in Not
Gott, am Ende dieses Jahres denken wir an alle, die Hunger, Armut oder Gewalt erleiden. Mach der Not ein Ende! Schicke ihnen Menschen, die sich ihrer annehmen und zu ihrem Recht verhelfen!
Kehrvers: Gott ist bei uns am Abend und am Morgen, und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Für die Kranken und Einsamen
Herr, wir bitten Dich für alle, die krank sind oder in diesem Jahr an ihre körperlichen und seelischen Grenzen gekommen sind. Sei ihnen nahe und schenke ihnen Heilung, Kraft und Trost. Lass sie spüren, dass sie nicht vergessen sind und zeigen Ihnen wie wertvoll sie sind.
Kehrvers: Gott ist bei uns am Abend und am Morgen, und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Für die Opfer von Krieg und Unrecht
Gott, wir denken an die Menschen, die in diesem Jahr durch Krieg, Flucht, Unterdrückung und Folter leiden mussten. Hilf, dass Frieden wächst, und stärke alle, die sich für Gerechtigkeit und Versöhnung einsetzen.
Kehrvers: Gott ist bei uns am Abend und am Morgen, und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Für die Trauernden und Verstorbenen
Herr, wir beten für die, die in diesem Jahr einen geliebten Menschen verloren haben. Tröste sie in ihrem Schmerz und gib ihnen die Hoffnung, dass das Leben in Dir nicht endet. Sei den Sterbenden nahe und nimm sie auf in Deinen Frieden.
Kehrvers: Gott ist bei uns am Abend und am Morgen, und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Schlussbitte
Gott, der Du Anfang und Ende bist, die Welt dreht sich gerade in ein neues Jahr hinein und bitte begleite die Menschen auf der Welt, die mit Sorge oder Hoffnung in das neue Jahr blicken. Sei an jedem neuen Tag bei ihnen und führe uns alle zu jenem neuen Tag, der noch kommt, der alles vollenden wird.
Kehrvers: Gott ist bei uns am Abend und am Morgen, und ganz gewiss an jenem neuen Tag.
Fürbitten für den 1. S. nach dem Christfest, 28. Dezember 2025
Wochenspruch: „Wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ Joh 1, 14
Einleitung:
Gott, du hast uns in Jesus Christus deine Nähe gezeigt. Du kennst unsere Freude nach Weihnachten und auch die Fragen, die uns bleiben, wenn wir Leid und Ungewissheit begegnen. Im Vertrauen auf dich bringen wir vor dich, was uns bewegt – für uns selbst, für andere und für diese Welt.
1. Für leidende Menschen und Suchende.
Gott, du bleibst bei uns, auch wenn wir dich nicht verstehen. Wie Hiob stehen viele Menschen vor Leid, Krankheit und Verlust und fragen nach dem Warum. Wir bitten dich für alle, die sich verlassen fühlen, deren Vertrauen erschüttert ist, für Alte und Kranke, für Einsame und Trauernde. Stärke sie mit der Gewissheit, dass du sie nicht loslässt. Lass sie Menschen finden, die zuhören und begleiten.
Gott, erhöre uns.
2. Für die diakonische Arbeit.
Treuer Gott, du bist unsere Hoffnung von Jugend auf, wie es der Psalm bekennt. Wir danken dir für alle, die sich in der Diakonie einsetzen: für Mitarbeitende, Ehrenamtliche und Verantwortliche, die Not sehen und handeln, wo Menschen Unterstützung brauchen. Gib ihnen Kraft, Geduld und ein hörendes Herz. Segne ihre Arbeit, damit durch sie deine Nähe und Barmherzigkeit erfahrbar wird.
Gott, erhöre uns.
3. Für Kirche und Welt nach Weihnachten.
Gott des Lebens, Weihnachten liegt hinter uns, der Alltag hat uns wieder Bewahre uns davor, schnelle Antworten zu geben, wo Fragen bleiben müssen. Lehre uns Demut wie Hiob, Vertrauen wie der Beter des Psalms und Mut, füreinander einzustehen. Sende uns als deine Kirche in diese Welt, damit wir Hoffnung weitertragen – in Worten und in Taten der Liebe.
Gott, erhöre uns.
Schluss:
Gott, du hörst unsere Gebete, auch dort, wo uns die Worte fehlen. Dir vertrauen wir an, wofür wir gebetet haben, in der Hoffnung, dass du uns stärkst und begleitest heute und alle Tage.
Amen
Fürbitten für den Stephanitag, 26. Dezember 2025
Wochenspruch: „Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit.“ Joh 1, 14
Einleitung: Herr, du hast uns in Jesus Christus deine Nähe und Herrlichkeit offenbart. Wir danken Dir für deine Kirche auf der ganzen Welt, dass sie die Frohe Botschaft von der Erlösung in Christus weitergibt und dein Licht leuchten lässt. Danke für alle, die in deinem Namen dienen, die Mut haben, auch in Zeiten der Verfolgung und im Widerstand für das Evangelium einzutreten.
Für die Verfolgten und Märtyrer:
Herr, du hast deinen Diener Diakon Stephanus bis zum Ende treu begleitet. Wir denken heute besonders an alle, die wegen ihres Glaubens leiden müssen. Sei du bei den Verfolgten, den Bedrohten und denen, die ihren Glauben in Gefahr und Einsamkeit leben. Gib ihnen deinen Frieden und die Stärke, im Glauben standzuhalten. Herr, erhöre uns.
Für die Christen weltweit:
Herr, du hast die Christen in alle Länder gesandt, um das Evangelium zu verkünden. Wir bitten dich, dass du auch heute Menschen zu lebendigen Zeugen deiner Liebe, aufrichtigen Dienstes machst. Öffne unser Herz, dass wir dich in unserem Leben und Handeln erkennen und bezeugen, wie Diakon Stephanus, der in deinem Namen lebte und starb. Herr, erhöre uns.
Für uns alle, die wir an dieser Schwelle zwischen Festtag und Alltag stehen:
Herr, du hast uns in Weihnachten dein Licht geschenkt. Hilf uns, auch im Alltag dieses Licht weiterzugeben und in unseren Handlungen und Gedanken die Herrlichkeit deines Sohnes Jesus Christus widerzuspiegeln. Herr, erhöre uns.
Schluss:
Gott und Vater, du hast uns an Weihnachten deinen Sohn geschenkt, um uns den Himmel wieder zu öffnen. Du hast Stephanus den offenen Himmel gezeigt und ihm darin Platz gegeben. Für all das danken wir dir durch ihn unseren Herrn Jesus Christus.
Amen
Fürbitten für den 25. Dezember 2025 (Weihnachtsfest – Christtag)
„Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit.“ (Joh 1,14a)
Guter Gott,
du bist im Kind von Bethlehem unser größtes Geschenk:
In alle Finsternis unserer Zeit bist du als Licht gekommen.
In alle Kälte bist du hineingeboren als Wärme und Liebe.
Wehre du allem Narrenwerk, zu dem Angst und Hass, Gier und Habsucht verleiten.
Gib Weisheit, Geduld und Entschlossenheit, um auf deiner guten Erde allen ihr Recht zu verschaffen und zu erhalten.
Wir beten für die, die hier bei uns Not leiden und nicht wissen, wie sie durchkommen sollen.
Gib, dass wir ihnen beistehen und nicht zulassen, dass Menschen am Leben verzweifeln.
Wir beten für die Menschen überall auf der Erde, dass sie befreit werden von Krieg und Gewalt und in Frieden leben können.
Wir beten für die Verzweifelten und Hoffnungslosen, dass sie neuen Mut fassen und dem Morgen voll Zuversicht entgegengehen.
Wir beten für die Kranken und Leidenden, dass sie wirksame Hilfe erhalten und immer Menschen haben, die bei ihnen sind.
Wir beten für die Sterbenden und alle, die sie begleiten, dass sie getrost und vertrauensvoll ihre Wege gehen können und begleitet werden von deinen guten Mächten.
Wir beten für die, die sich für die Rechte der Menschen und für Demokratie einsetzen, dass sie nicht klein beigeben sondern für das Gute streiten.
Wir beten für die politisch Verantwortlichen, dass sie die Aufgabe, die ihnen anvertraut ist, treu und gewissenhaft ausüben, damit ein gutes Leben für alle möglich wird.
Wir beten für die, die sich für deine Schöpfung einsetzen, für Tiere und Pflanzen, für Erde, Wasser und Luft, dass sie nicht müde werden oder sich entmutigen lassen.
Dein ewiges Wort, Gott, ist im Stall von Bethlehem Mensch geworden.
Lass auch uns immer mehr zu Menschen werden,
die glaubwürdig für Gerechtigkeit und Frieden eintreten
und sich getragen wissen von Glaube, Hoffnung und Liebe.
Dir sei Dank und Ehre in Ewigkeit!
Fürbitten für 24.12.2025 (Heiliger Abend – Christvesper)
„Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird, denn euch ist heute der Heiland geboren, welche ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“ (Lk 2,10b.11)
Guter Gott, wir danken dir:
In unserer Nacht lässt du es hell werden.
In unserer Finsternis strahlt dein Licht.
Unsere Dunkelheit machst du zur Heiligen Nacht!
Unsere jüdischen Geschwister feiern Chanukka, ihr Lichterfest,
und sind getroffen vom Anschlag in Sydney.
Wir denken an die Toten, beten für die Verletzten und alle Angehörigen.
Du hast dem Volk Israel deine Thora und die Propheten gegeben
und mit ihnen die Vision des Friedens für alles Leben auf Erden.
Uns ist ein jüdisches Kind geboren, Jesus,
der Friedefürst, das Licht der Welt.
In tiefster Armut kam er zur Welt.
Wir denken an alle, die heute in Armut leben müssen,
die nicht genug zum Essen, zum Heizen oder gar zum Feiern haben.
Lass uns die Güter der Erde gerecht teilen
und vor allem die Kinder vor einem Leben in Armut bewahren.
In Krieg und Gewalt kam er zur Welt.
Wir denken an alle, die heute unter Krieg und Gewalt zu leiden haben.
Sei du ihr Schutz!
Gib allen, die politisch und wirtschaftlich Verantwortung tragen,
Einsicht und Weisheit.
Gib, dass Frieden werde!
Die Hirten kamen und beugten ihre Knie.
Wir bitten für alle, die heute arbeiten und sich um Menschen kümmern,
um Kranke und Pflegebedürftige, um Sterbende und Trauernde,
um Menschen in Verzweiflung, Not und Gefahr.
Lass uns voll Wertschätzung und Dankbarkeit dafür eintreten,
dass ihr Einsatz angemessen gewürdigt wird.
Die Chöre der Engel sangen vom Frieden auf Erden.
Wir bitten dich: Lass auch uns in dieses Lied einstimmen
und fest darauf vertrauen, dass Frieden möglich ist.
Lass uns ein Beitrag zum Frieden sein
und Jesus, unseren Friedefürsten, mit unserem ganzen Leben ehren.
Amen.
Fürbitten für den 4. Adventssonntag
Wochenspruch: „Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Der Herr ist nahe!“ (Phil 4,4)
Einleitung: Guter Gott, du schenkst uns durch Christus das Ja zu deinem Heil. Im Vertrauen auf deine Treue bringen wir unsere Bitten vor dich:
1. Für alle, die sich nach Verlässlichkeit sehnen:
Treuer Gott, du hast in Christus dein eindeutiges Ja zu uns gesprochen. Du bist „Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes” 2Kor 1,3. Wir bitten dich für Menschen, die enttäuscht oder verletzt wurden, die kein Vertrauen mehr fassen können. Stärke sie durch Menschen, die verlässlich handeln und ihnen neuen Mut schenken.
Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich.
2. Für alle, die Verantwortung tragen:
Gott unseres Trostes, du besiegelst uns mit deinem Geist. Wir bitten dich für Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in Politik, Kirche und Gesellschaft. Schenke ihnen Weisheit, Klarheit und Integrität, damit ihr Handeln ein Segen für viele wird.
Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich.
3. Für alle, die nach Halt suchen:
Gott, du hast uns den Geist als Unterpfand deiner Nähe gegeben. Wir bitten dich für Menschen, die mit Sorgen, Krankheit oder Zukunftsangst leben. Lass sie erfahren, dass du sie nicht loslässt und ihre Wege begleitest. Gib uns Kraft und Weisheit, “damit wir auch trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind.” 2 Kor. 1,4
Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich.
Schlussgebet: Treuer Gott, in Christus hast du dein Ja über unser Leben gesprochen. Erfülle uns mit deinem Geist und mache uns zu Boten deiner Hoffnung. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Amen.
Fürbitten für den 3. Adventsonntag, 14. Dezember 2025
Wochenspruch: „Bereitet dem HERRN den Weg; denn siehe, der HERR kommt gewaltig." Jes 40, 3, 10
Einleitung: Guter Gott, in der stillen Zeit des Advents kommen wir zu dir. Johannes der Täufer ruft uns zur Umkehr und bereitet den Weg für dein Kommen. Voll Vertrauen bringen wir unsere Bitten vor dich:
1. Für die Glaubenden und die Gemeinschaft: Gott des Lichts, wir bitten dich für alle, die in dieser Adventszeit nach deinem Licht suchen: Schenke ihnen Orientierung, Hoffnung und Frieden. Segne unsere Kirchengemeinden und alle, die Räume der Andacht und Begegnung öffnen, damit dein Licht in der Welt sichtbar wird.
Herr, unser Gott: Wir bitten dich, erhöre uns.
2. Für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt: Gott des Friedens, wir bitten dich für alle, die sich für Versöhnung und Gerechtigkeit einsetzen. Lass das Friedenslicht ein Zeichen sein, das Mauern überwindet. Besonders denken wir an die Menschen und Christengemeinden in Syrien und überall dort, wo Krieg und Not herrschen.
Herr, unser Gott: Wir bitten dich, erhöre uns.
3. Für Familien, Kinder und Menschen in Dunkelheit: Gott der Liebe und des Trostes, wir bitten dich für Familien, die im Advent miteinander feiern, und für alle, die Trauer, Einsamkeit oder Not erleben: Schenke ihnen Freude, Liebe und Kraft. Stärke die diakonische Arbeit und alle, die mit Mitgefühl und Solidarität anderen beistehen.
Herr, unser Gott: Wir bitten dich, erhöre uns.
Schlussgebet: Guter Gott, du bist das Licht, das unsere Dunkelheit erhellt, und der Friede, der die Welt verwandelt. Höre unsere Gebete und begleite uns auf unserem Weg durch den Advent. Darum bitten wir dich durch Christus, unser Licht und unseren Herrn.
Amen
Fürbitten für den 2. Adventsonntag, 7. Dezember 2025
(Am 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, endet die Kampagne: „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“)
Wochenspruch:
„Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.“
(Lk 21,28b)
Gott, wir denken an alle,
die höchstens voll Angst ihren Blick zum Himmel richten.
Angst vor Drohnen, Raketen und Bomben.
Wir denken an die Opfer von Krieg und Gewalt
in der Ukraine, im Sudan, im Kongo.
Gib, dass Frieden werde!
Wir denken an die Frauen und Mädchen,
die zu Opfern von Gewalt werden.
Jede dritte ist davon betroffen.
Lass uns nicht wegschauen.
Hilf, dass Gewalt beendet wird.
Wir denken an die, die betroffen sind
von Einsparungen und Kürzungen
und womöglich nicht mehr genug zum Leben haben.
Gib, dass ihnen geholfen wird
und wir gerecht teilen.
Wir denken an die, die mit Verlusten leben müssen.
Die ihre Heimat verloren haben.
Ihre Sicherheit und Geborgenheit.
Womöglich auch – besonders schlimm - einen lieben Menschen.
Lass sie offene Arme finden
und Menschen, die bei ihnen sind mit Trost und Hilfe.
Wir danken dir, dass du in Jesus Christus zu uns kommst.
Suchst, was verloren ist
und heilst, was zerbrochen ist.
Du schenkst uns Hoffnung,
lässt uns den Kopf heben
und aufrecht leben.
Segne uns die Zeit des Advents.
Das bitten wir in Jesu Namen.
Amen
Fürbitten für den Ewigkeitssonntag, 23. November 2025
Gott des Lebens,
am Ewigkeitssonntag denken wir an die,
die vor uns gegangen sind,
und an alle, die um sie trauern.
Wir bringen Dir unsere Bitten:
Wir bitten Dich für alle Menschen,
deren Herzen heute schwer sind.
Für diejenigen, die einen geliebten Menschen verloren haben
und die sich leer, einsam oder haltlos fühlen.
Gib ihnen Trost, Geduld und Menschen an ihrer Seite,
die zuhören, aushalten und mittragen.
Wir bitten Dich für alle,
die in diakonischen Einrichtungen trauende Menschen begleiten:
für Mitarbeitende in Hospizen, in der ambulanten und stationären Pflege,
für Seelsorgerr*innen, für Ehrenamtliche.
Stärke sie in ihrer Aufgabe,
dass sie Worte finden, wo Worte fehlen,
und Nähe schenken, wo Einsamkeit groß ist.
Wir bitten Dich für diejenigen,
die am Rand der Gesellschaft stehen
und um Verstorbene trauern,
die niemand mehr im Blick hat:
für Menschen ohne Angehörige,
für Verstorbene ohne Namen,
für jene, die an unseren Grenzen sterben
für jene, deren Leben im Stillen geendet hat.
Lass uns als Kirche und Diakonie
diese Menschen nicht vergessen!
Wir bitten Dich für alle,
die in der Begleitung Sterbender arbeiten:
für Ärztinnen und Ärzte, Notfallseelsorge, für Mitarbeitende in Hospizen,
für Krisendienste, Beratungsstellen und Pflegende.
Schenke ihnen Kraft für ihren so wichtigen Dienst!
Wir bitten Dich für die,
deren Trauer keinen Raum findet:
Öffne Wege zu Unterstützung,
zu guter Begleitung, zu Orten, an denen Tränen sein dürfen.
Wir bitten Dich für uns selbst:
Erneuere in uns die Hoffnung,
dass wir im Leben und im Sterben
in Deinen Händen geborgen sind.
Fürbitten für Sonntag, den 16. November 2025
Wir bitten für die Menschen, die an Grenzen kommen, körperlich, seelisch, zeitlich. Für die, die spüren, dass etwas zu Ende geht. Schenk ihnen Menschen an der Seite, die aushalten, zuhören, trösten, da sind.
Wir bitten für alle, die sich mühen, das Richtige zu tun, in Pflege, Politik, Familie oder Nachbarschaft. Gib ihnen Rückenwind, Geduld, Humor, und manchmal einfach einen freien Tag.
Wir bitten für die, die keine Stimme haben oder deren Not nicht mehr auffällt: Wohnungslose, Alte, Kinder, Kranke, Geflüchtete. Lass sie nicht vergessen werden, und bewahr uns davor, taub zu werden.
Wir bitten für die, die trauern, für die Opfer von Krieg und Gewalt, und für die, die ihre Wunden weitertragen. Mach Erinnerung lebendig, damit sie uns nicht lähmt, sondern wach hält für den Frieden.
Wir bitten für uns selbst: für die offenen Fragen, die wir mit uns herumtragen, für das, was unvollendet bleibt. Hilf uns, trotzdem Vertrauen zu finden – ins Leben, ineinander, in das, was trägt.
Fürbitten für Sonntag, den 9. November 2025
Für die Menschen in Kriegen und Krisen
Lass Hass nicht das letzte Wort haben.
Lass Hoffnung keimen, gerade im Lärm der Waffen!
Für alle, die fliehen müssen – über Grenzen, durch Meere, aus Angst:
Lass uns ihre Geschichten hören, ihnen die Hand entgegenstrecken
noch bevor wir nach Papieren fragen.
Für jene, die verletzen, und für jene, die verletzt wurden:
Lehre uns, zu segnen, wo Hass wächst,
zu beten, wo Worte fehlen.
Für die Hungrigen, die Ausgegrenzten,
für alle, die unter Klima und Katastrophen leiden
gib Brot, wo Hunger der Feind ist!
Für die, die in den Kirchen Verantwortung tragen,
besonders auch für unsere neue Bischöfin
Stärke sie, in ihrer Verantwortung!,
Für Europa, 75 Jahre nach der Geburt der Europäischen Menschenrechtskonvention:
Bewahre uns vor dem Vergessen.
Gib uns den Geist, der Menschenrechte nicht nur schützt,
sondern lebt – auch und gerade gegenüber jenen, die wir „Feinde“ nennen.
Fürbitten für den 19. Sonntag nach Trinitatis, 26.10.2025, Nationalfeiertag
Wochenspruch:
„Heile du mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen.“ | Jer 17,14
Gott,
Heilung versprichst du uns
durch deine Liebe
durch deine Fürsorge
durch deinen Geist.
Am heutigen Nationalfeiertag
legen wir dir ans Herz
unsere Hoffnungen, unsere Sorgen, unsere Unsicherheiten.
Wir bitten für jene, die Entscheidungen treffen müssen,
sei Ihnen nahe mit einem Geist des Mutes und der Solidarität.
Wir bitten für jene,
die in Not geraten sind und am Rande der Gesellschaft stehen,
sei Ihnen nahe mit einem Wort der Befreiung und Heilung.
Wir bitten für jene,
die sich für eine gute und bewahrte Zukunft einsetzen,
in unserem Land und anderswo,
sei du Ihnen nahe mit deinem langen Atem,
der Frieden verspricht.
Wir bitten für uns alle,
die in Verantwortung stehen im Kleinen und im Großen,
in der Öffentlichkeit oder unbemerkt,
sei du uns nahe,
mit deiner Liebe,
die Ängste nimmt,
die Vorurteile hinterfragt,
die Mut macht zur Begegnung,
die uns trägt und stärkt
zu einer Gesellschaft,
in der jede und jeder
einen Ort der Heilung findet.
Wir bitten
in unserem Bemühen um eine heile Welt,
sei uns nahe und weite unsere Herzen
zueinander.
Amen
_____
Wochenspruch:
"Dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder und seine Schwester liebe."
1. Joh 4,21, Fürbitten für den 18. Sonntag nach Trinitatis, 19.10.2025
Gott,
mit Recht setzen wir unsere Hoffnung auf dich.
Und wir danken dir,
dass du immer noch
und immer wieder neu
deine Hoffnung*
auf uns setzt.
So bitten wir um deinen Geist,
dass es uns gelingt,
die Hoffnung für unsere Welt lebendig zu halten.
Stärke sie in jenen, die Not leiden,
die unter der Gewalt von Krieg und Terror
verängstigt, erschüttert und gefoltert werden.
Stärke die Hoffnung auch unter jenen,
die unter Einsatz ihres Lebens für Hilfe und Besserung sorgen.
Wir bitten um dein Wort,
dass es uns bewegt und nicht Wort allein bleibt,
dass daraus Werke und Taten werden.
Schenke ein mutiges Wort jenen, die über den Tellerrand schauen
die Mechanismen durchbrechen, die Not zementieren,
Ungerechtigkeit fördern und Leid unsichtbar machen.
Schenke ein tröstendes Wort auch jenen,
denen die Kraft ausgeht, sich zu helfen,
dass sie den Lebensmut nicht verlieren.
Wir bitten um deine Liebe,
die uns lebendig hält,
dranzubleiben an deiner Vision einer Welt,
die allen ein guter Ort zu leben ist.
Schenke uns eine Liebe,
die Vielfalt als Reichtum erfahren lässt,
die Kraft zum Brückenbauen gibt,
die Mut zum Widerstand macht,
und,
was Angst macht und trennt,
in Segen wandelt.
Veränderungen vor der Tür
Fürbitte für den 17. Sonntag nach Trinitatis, 12. Oktober 2025
Jugendproteste in Marokko
Wir beten für die Menschen in Marokko,
die für die Verbesserung der Gesundheitsversorgung und des Bildungswesens in ihrem Land,
für Schulen und Krankenhäuser demonstrieren.
So friedlich hatten die Proteste begonnen, doch jetzt eskaliert die Gewalt.
Wir bitten Dich für die Verwundeten und Festgenommen,
für die Verletzten und die Angehörigen der Verstorbenen:
Bewahre sie vor Verzweiflung und zerreißendem Hass.
Gib ihnen Kraft an Leib und Seele.
Hilf den Politikerinnen und Politikern, und den Polizistinnen und Polizisten,
klug und besonnen mit den Demonstrationen umzugehen.
Ermutige und tröste sie, wenn sie selbst verwundet sind
und von den vielen Herausforderungen im Land überfordert werden.
Stärke die internationale Solidarität mit der Jugend in Marokko,
damit sie erleben, dass man sich nicht nur
für die großen Vorbereitungen der Fußball-WM 2030 in ihrem Land interessiert,
sondern auch besonders für ihre berechtigten sozialen Forderungen.
Hoffnung durch Friedensplan von Israel und Hamas
Wir beten für die Opfer des Nahostkonflikts in Gaza und Israel.
In der vergangenen Woche jährte sich der Überfall der Hamas zum zweiten Mal.
Wut, Hass und Verzweiflung fressen sich immer weiter durch die ganze Welt.
Wir bitten Dich: Hilf denen, die unter der Gewalt leiden,
die an Leib und Seele verwundet und zerschlagen sind.
Sei ihnen nahe mit Deiner Kraft.
Stärke die Hoffnung darauf,
dass erste Schritte auf dem Weg zum Frieden jetzt gelingen könnten.
Lass gelingen, dass Hilfsgüter bei den Notleidenden ankommen
und segne alle, die sich an der Überwindung des Elends beteiligen.
Hilf auch uns zum Frieden beizutragen und zur Versöhnung,
damit uns Hetze und Parolen nicht weiter auseinandertreiben,
sondern sich das Licht Deines Friedens ausbreitet
in Herzen und Häusern, Dörfern und Städten
und auf der ganzen Welt.
Fürbitten für Erntedankfest, 5. Oktober 2025
Einleitung
„Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit.“
Am Erntedankfest bringen wir unsere Dankbarkeit vor Gott: für Nahrung und Arbeit, für Gemeinschaft und Leben. Zugleich denken wir an die Menschen, die Mangel leiden. Darum bitten wir Gott um seinen Segen – für uns, für die Welt und für alle, die sich in der Diakonie für andere einsetzen.
1. Dank für die Schöpfung
Gütiger Gott, wir danken dir für die Fülle deiner Gaben – für Früchte, Brot und Wein, für alles, was wir ernten dürfen, für Menschen, die säen, pflegen und ernten. Lass uns achtsam mit deiner Schöpfung umgehen und verantwortungsvoll teilen, was du uns reichlich gibst.
Wir rufen zu dir: Christus, höre uns – Christus, erhöre uns.
2. Für die Hungrigen und Notleidenden
Barmherziger Gott, du rufst uns, den Hungrigen Brot zu geben und die Notleidenden zu beherbergen. Wir bitten dich für alle, die nicht genug zum Leben haben – in unserer Nähe und weltweit. Schenke ihnen Menschen, die teilen, und mache uns bereit, mit unseren Möglichkeiten Hilfe zu geben.
Wir rufen zu dir: Christus, höre uns – Christus, erhöre uns.
3. Für die diakonische Arbeit
Treuer Gott, du sättigst dein Volk in der Wüste und erfüllst die Hungrigen mit Gutem. Wir danken dir für die diakonische Arbeit in Gemeinden, Einrichtungen und Projekten. Stärke alle, die sich für andere einsetzen – mit Mut, Freude und Ausdauer. Lass sie ein Zeichen deiner Liebe in der Welt sein.
Wir rufen zu dir: Christus, höre uns – Christus, erhöre uns.
Abschluss
Gott, Quelle aller guten Gaben, aus deiner Hand empfangen wir alles, was wir zum Leben brauchen. Du schenkst uns mehr, als wir erbitten können. Erfülle uns mit Dankbarkeit und der Bereitschaft zu teilen, damit deine Liebe in dieser Welt sichtbar wird.
So bringen wir dir unseren Dank und unsere Bitten dar und schließen uns zusammen in dem Gebet, das uns Jesus Christus gelehrt hat:
Vater unser im Himmel …
Fürbitten für 15. Sonntag nach Trinitatis
28. September 2025
Einleitung Jesus sagt: „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ Wir dürfen mit allem, was uns belastet, zu Gott kommen – mit unseren Sorgen um die Welt und um unsere Nächsten, mit unseren Fragen und Ängsten. Voll Vertrauen bringen wir unsere Bitten vor ihn.
1. Für die Menschen in Sorge
Gütiger Gott, wir denken an alle, die von Sorgen niedergebeugt sind – um ihre Gesundheit, ihre Arbeit, ihre Zukunft. Wir bitten dich: Stärke sie durch Menschen, die zuhören, helfen und Hoffnung geben. Hilf auch uns, einander Nächste zu werden und Sorge füreinander zu tragen.
Wir rufen zu dir: Christus, höre uns – Christus, erhöre uns.
2. Für die diakonische Arbeit
Treuer Gott, du sorgst für uns wie die Lilien auf dem Feld. Wir danken dir für alle diakonischen Dienste, die Menschen in Not beistehen: den Hungrigen, den Einsamen, den Heimatlosen. Segne alle, die haupt- und ehrenamtlich arbeiten, und erfülle sie mit Kraft, Geduld und Liebe.
Wir rufen zu dir: Christus, höre uns – Christus, erhöre uns.
3. Für Vertrauen und Glauben
Lebendiger Gott, oft fällt es uns schwer, die Sorgen loszulassen und dir zu vertrauen. Wir bitten dich: Lehre uns, zuerst nach deinem Reich zu trachten, und schenke uns einen Glauben, der trägt, wenn wir schwach sind. Mach uns frei, dass wir unser Leben teilen und deine Gerechtigkeit sichtbar wird.
Wir rufen zu dir: Christus, höre uns – Christus, erhöre uns.
Abschluss
Treuer Gott, du hast uns zugesagt, dass wir unsere Sorgen auf dich werfen dürfen, weil du für uns sorgst. Du kennst unsere Ängste und Zweifel, unsere Unruhe und unser Grübeln. Du kennst auch unsere Dankbarkeit für all das Gute, das wir täglich empfangen.
Hilf uns, die Sorgen nicht allein zu tragen, sondern sie miteinander zu teilen und in deinem Vertrauen füreinander einzustehen. Mach uns zu Werkzeugen deiner Liebe in der Welt, damit durch unsere Worte und Taten deine Fürsorge sichtbar wird – besonders dort, wo Menschen auf Hilfe warten.
So loben und preisen wir dich, und wir schließen uns zusammen in dem Gebet, das dein Sohn uns gelehrt hat:
Vater unser im Himmel …
Fürbitten für 14. Sonntag nach Trinitatis
21. September 2025
Einleitung „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ Dankbarkeit erfüllt uns, wenn wir zurückschauen auf Gottes Spuren in unserem Leben: auf Heilung, Bewahrung, Gemeinschaft und Liebe. Aus dieser Dankbarkeit heraus wenden wir uns Gott im Gebet zu und bitten ihn für uns und für die Welt.
1. Für Dankbarkeit und Heilung
Barmherziger Gott, wie die zehn Aussätzigen rufen wir zu dir und bitten um Erbarmen.
Wir danken dir für alles, was du uns schenkst – Heilung, Hilfe, Hoffnung. Hilf uns, nicht achtlos weiterzugehen, sondern dankbar innezuhalten und dir die Ehre zu geben.
Wir rufen zu dir: Christus, höre uns – Christus, erhöre uns.
2. Für Bewahrung und Begleitung
Gott, du hast Jakob im Traum zugesagt: „Ich bin mit dir und will dich behüten, wo du hinziehst.“
Wir bitten dich für alle, die unterwegs sind: für Geflüchtete, für Einsame, für Menschen in neuen Lebenssituationen. Lass sie spüren, dass du sie begleitest, und schenke uns ein offenes Herz, ihnen in deiner Liebe beizustehen.
Wir rufen zu dir: Christus, höre uns – Christus, erhöre uns.
3. Für Diakonie und Dankbarkeit im Handeln
Treuer Gott, du rufst uns zur Nächstenliebe und schenkst uns Kraft, anderen zu dienen.
Wir danken dir für alle diakonischen Dienste, für haupt- und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die deine Liebe sichtbar machen. Stärke sie in ihrem Tun und hilf uns allen, dankbar und mutig Verantwortung füreinander zu übernehmen.
Wir rufen zu dir: Christus, höre uns – Christus, erhöre uns.
Abschluss
Guter Gott, Dankbarkeit verändert unser Leben und öffnet uns für deine Gegenwart. So legen wir unsere Bitten und unseren Dank in deine Hand und schließen uns zusammen in dem Gebet, das uns Jesus Christus gelehrt hat:
Vater unser im Himmel …
Fürbitten für 13. Sonntag nach Trinitatis
14. September 2025
Einleitung
Jesus fragt nicht: Wer ist mein Nächster? – sondern: Für wen bin ich der Nächste? Im Gleichnis vom barmherzigen Samariter zeigt er uns, dass Nächstenliebe keine Grenzen kennt. Und er nennt diejenigen seine Brüder und Schwestern, die Gottes Willen tun.
So wenden wir uns nun im Vertrauen an Gott, der uns in seiner Liebe zusammenführt, und bitten ihn für alle Menschen in ihrer Not und für uns selbst auf unserem Weg der Nachfolge.
1. Für die Barmherzigkeit
Herr, unser Gott, du hast uns im Gleichnis vom barmherzigen Samariter gezeigt, dass Nächstenliebe keine Grenzen kennt – weder von Nation, Religion noch Kultur. Wir bitten dich: Öffne unsere Augen für die Not am Wegesrand. Hilf uns, nicht vorbeizugehen, sondern mutig und barmherzig zu handeln.
Wir rufen zu dir: Christus, höre uns – Christus, erhöre uns.
2. Für diakonisches Handeln
Herr, unser Gott, dein Sohn hat gesagt: „Wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.“ Wir bitten dich: Stärke deine Kirche und alle, die in deinem Namen handeln, dass sie deinen Willen tun und Geschwisterlichkeit leben – in Wort und Tat, im Alltag und in der Diakonie.
Wir rufen zu dir: Christus, höre uns – Christus, erhöre uns.
3. Für Brüderlichkeit und Schwesterlichkeit
Herr, unser Gott, du rufst uns in die Verantwortung: „Bin ich meines Bruders Hüter?“ – ja, wir sind es. Wir bitten dich: Vergib uns, wo wir weggeschaut haben. Stärke uns, damit wir uns einsetzen für Gerechtigkeit, Frieden und die Würde jedes Menschen. Denn was wir den Geringsten tun, das tun wir dir.
Wir rufen zu dir: Christus, höre uns – Christus, erhöre uns.
Abschluss
Treuer Gott, du hörst unser Rufen und kennst, was wir brauchen, bevor wir es aussprechen. Voll Vertrauen legen wir alles in deine Hand, was uns bewegt, und fassen unsere Bitten zusammen in dem Gebet, das dein Sohn uns gelehrt hat:
Vater unser im Himmel…
Internationaler Tag für Menschen afrikanischer Abstammung.
Fürbitte für Sonntag, 31. August 2025
Dieser internationale Tag würdigt die kulturellen, sozialen, politischen und wirtschaftlichen Beiträge von Menschen afrikanischer Herkunft. Er zielt darauf ab, eine größere Anerkennung und Achtung der Rechte von Menschen afrikanischer Abstammung weltweit zu fördern und gleichzeitig alle Formen von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz zu bekämpfen.
Zum internationalen Tag für Menschen afrikanischer Abstammung beten wir
um mehr Wahrhaftigkeit,
um den Beiträgen von Menschen afrikanischer Herkunft den Platz zukommen zu lassen,
der ihnen gebührt
und um Anerkennung und Achtung ihrer Rechte und Leistungen.
Darum bitten wir Dich:
Schärfe unser Bewusstsein dafür,
wie grausam und zerstörerisch Rassismus und Fremdenfeindlichkeit
für die Betroffenen und für die ganze Weltgesellschaft sind.
Stärke Menschen, Projekte und Programme,
die sich für Vielfalt, Inklusion., Wiedergutmachung und Gerechtigkeit einsetzen.
Hilf uns, gemeinsam gegen die Ungleichheiten
im Bildungs-, Wirtschafts- und Gesundheitssystem vorzugehen,
mit denen Menschen afrikanischer Abstammung immer wieder konfrontiert werden.
Vereine uns im Widerstand gegen Hass und Hetze.
Erneuere unser Engagement für Gerechtigkeit
an diesem Gedenktag und an allen Tagen im Jahr.
Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat!
(Psalm 33,12)
Fürbitten für den 24. August 2025 (10. Sonntag nach Trinitatis - Israelsonntag)
Du Gott des Lebens,
wir sind bestürzt über den Krieg und die Not der Menschen.
Wir denken an die Opfer des Terrorüberfalls der Hamas.
Wir denken an alle, die verzweifelt auf die Freilassung der Geiseln warten.
Hilf, dass die Gewalt ein Ende findet.
Du Gott Abrahams und Saras,
wir denken an die Opfer des Krieges in Gaza,
sehen das Elend und die Not der Menschen dort
und die bedrückende Lage im Westjordanland.
Wir denken an unsere christlichen Geschwister in Palästina.
Hilf, dass die Gewalt ein Ende findet.
Du Gott Isaaks und Rebekkas,
wir denken an alle, die helfen -
wie die Diakonie Österreich.
Lass sie nicht müde werden angesichts der großen Not,
lass sie offene Wege für ihre Hilfslieferungen finden
und bewahre sie in allen Gefahren.
Hilf, dass sich Menschlichkeit durchsetzt.
Du Gott Jakobs, Leas und Rahels,
wir denken an alle, die sich schon jetzt
für eine Zukunft ohne Gewalt
und für ein friedliches Miteinander einsetzen.
Hilf, dass sich Vernunft durchsetzt.
Du Gott Jesu und Marias,
wir denken an die jüdischen Menschen hier bei uns
und an den zunehmenden Antisemitismus.
Du verbindest uns als Kirchen
auf einzigartige und untrennbare Weise mit dem Judentum.
Hilf, dass wir glaubwürdig gegen jede Form des Judenhasses eintreten.
In allem Schmerz und aller Not
versprichst du deinen Schalom -
dass Gerechtigkeit und Frieden sich küssen.
Lass uns deiner Zusage trauen.
Das bitten wir im Namen Jesu.
Amen.
Fürbitten für 17. August 2025
9. Sonntag nach Trinitatis
Guter Gott,
wir danken dir für den Sommer:
Urlaub und Ferien,
Erholung und Abenteuer,
viel Miteinander in Familien und Freundschaften,
neue Erfahrungen und bleibende Eindrücke.
Für all das danken wir dir!
Zugleich ist der Sommer für so viele
eine Zeit der Katastrophen.
Wir denken an die Menschen,
die unter Krieg und Gewalt zu leiden haben.
Wir denken an die Opfer der Waldbrände und der Dürre
und an die, die von Überschwemmungen und Schlammlawinen betroffen sind.
Die Hitzetoten und die Ertrunkenen,
die Unfallopfer auf den Bergen und auf den Straßen.
Wie gut, dass es Hilfe gibt!
Danke für alle, die den Menschen in Not beistehen,
den Johannitern und allen Rettungskräften,
der Diakonie Katastrophenhilfe und allen Hilfsorganisationen.
Gib, dass sie nicht müde werden.
Wir denken auch an die, die gerade im Sommer
persönliche Katastrophen erleben müssen.
In ihren Beziehungen, in den Familien,
in Freundschaften und in der Nachbarschaft.
Steh du allen bei, die durch schwere Zeiten gehen müssen
und lass sie begleitet sein -
auch durch uns in den christlichen Gemeinden!
Uns alle lass bedenken,
wie zerbrechlich und verletzlich unser Menschenleben ist.
Lass uns das Leben schützen und bewahren,
wo es notwendig ist
und lass es uns dankbar genießen, wo es möglich ist.
Wir wissen uns und alles, was lebt,
geborgen in deiner Hand.
Amen.
Fürbitten für 10. August 2025
8. Sonntag nach Trinitatis
Predigttext: Jesaja 2,1-5 („Schwerter zu Pflugscharen!“)
Du Gott des Friedens,
wir danken dir,
dass du uns den Frieden verheißt
und versprichst,
mit den Kriegen ein Ende zu machen.
Wir denken vor dir an die Kriege,
die heute die Welt erschüttern und in Blut tauchen.
Die Ukraine, Israel und Gaza, der Südsudan,
die Grenze von Kambodscha, Kaschmir, Kongo
und wo überall sonst auf dieser Erde
Menschen gegeneinander Waffengewalt anwenden.
Wir denken an die Opfer auf allen Seiten.
Die Toten, die Verwundeten
und die durch Angst und Schrecken Verstörten.
Nimm sie in deine guten Hände!
Gib allen, die ihnen beistehen,
den Hilfsorganisationen mit ihren zahlreichen Freiwilligen,
Kraft und Ausdauer und lass deinen Schutz bei ihnen sein.
Wir denken an alle, die für die Kriege Verantwortung tragen,
vor allem in der Politik, aber auch in Wirtschaft und Medien.
Lass sie zur Besinnung kommen und von ihrem Weg umkehren,
dass Krieg und Gewalt nicht mehr herrschen zwischen den Staaten
und der Krieg für immer geächtet werde.
Wir denken an die Kirchen, die Christinnen und Christen,
und die Angehörigen aller Religionen
und alle Menschen guten Willens,
dass sie sich niemals an Krieg gewöhnen,
sondern sich dafür einsetzen,
Konflikte ohne Gewalt zu lösen.
Du Gott des Friedens,
lass uns aus Schwertern Pflugscharen machen,
und aus tödlichen Drohnen bunte Luftballons.
Lenke unsere Füße auf den Weg des Friedens.
Das bitten wir dich im Namen Jesu,
der uns auf diesem Weg vorangeht
bis deine ganze Schöpfung den Frieden feiert.
Amen.
Fürbitten für den 3. August 2025 (7. Sonntag nach Trinitatis)
„So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.“ (Epheser 2,19)
Gott, du berufst uns,
in deiner Schöpfung mit dir zu leben.
Dass wir Verantwortung übernehmen und mit allem,
was uns anvertraut und geliehen ist,
sorgsam und gut umgehen.
Was wird aus deiner Schöpfung, unserer Erde,
unserem gemeinsamen Haus?
An vielen Orten steht es in Brand.
An anderen geht es unter.
Dürre und Hitze da,
Überschwemmungen und schmelzende Gletscher dort.
Wir denken an alle, die unter dieser Entwicklung leiden.
An die Hitzeopfer, die jedes Jahr mehr werden.
An die Betroffenen von Katastrophen,
Erdbeben und Waldbrände,
Unwetter und Überschwemmungen.
Wir denken an alle, die helfen
und dabei selbst in Gefahr geraten.
Feuerwehrleute, Mitglieder der Rettung am Berg und auf See,
Diakonie und Katastrophenhilfe.
Erneuere unseren Verstand,
erneuere unsere Herzen,
du, die Rettung im Schiffbruch unseres Planeten.
Lass uns Hüterinnen der Erde sein
und Geschwister von allem, was lebt.
Dass es Leben für alle gibt
im gemeinsamen Haus der Erde.
Fürbittengebet zum 6. Sonntag nach Trinitatis
Fürbitten für den 27.07.2025
Von der Taufe und Gottes Zuspruch
Guter Gott, Hüter des Lichts, mit unserer Taufe erinnern wir uns an die Zusage, die du uns geschenkt hast. Wir sind ein Teil von dir und du nimmst uns so an, wie wir sind. Hilf uns, dieses Geschenk der Taufe nicht zu vergessen, sondern es immer wieder zu leben: In unserem Alltag, in unseren Entscheidungen, in unseren Beziehungen.
Gott, wir beten für das Kind, das getauft wird und für alle, die es begleiten. Du kennst sein Herz und erleuchtest seinen Weg. Schenke ihm Halt in den Herausforderungen des Lebens und Freude daran, Neues zu entdecken und mutig zu sein. Gib ihm Besonnenheit, wenn es gerade schwierig und kompliziert ist sowie Begeisterung und Hingabe, wenn es die eigenen Ideen und Ziele verfolgt.
Himmlischer Vater, mit der Taufe schenkst du auch den Eltern und Pat:innen ein Versprechen, das an keine Bedingung gebunden ist. Dazu gehört die Zuversicht, dass alles gut wird, auch wenn der Alltag manchmal herausfordernd wird, dazu gehört auch eine Orientierung, wenn die Fragen des Lebens einen manchmal ratlos lassen. Gib den Eltern und Pat:innen die Weisheit und Geduld, diese Zuversicht an das getaufte Kind weiterzugeben.
Gott des Lebens, heute beginnt etwas Heiliges, etwas Neues. Nicht sichtbar, aber spürbar. Bleib bei dem Kind mit deiner Nähe, deinem Segen, deiner Liebe.
Amen.
Fürbittengebet zum 5. Sonntag nach Trinitatis
Fürbitten für den 20.07.2025
Gott der Liebe und der Solidarität, immer mehr Menschen fragen, wo die Gerechtigkeit und Menschlichkeit in dieser Welt bleibt. Schenke uns den Mut, anderen Menschen zu zeigen, dass ein gesellschaftliches Miteinander und ein menschenwürdiges Leben immer möglich sind. Die Welt ist nicht haltlos und gleichgültig, denn du sicherst und hältst, damit wir eine Gemeinschaft bleiben.
Gott der Nähe und des Trostes, durch dich sind wir Teil einer großen Gemeinschaft der Glaubenden und wir kommen heute in diesem Gottesdienst zusammen, um die Geborgenheit zu spüren, die uns hier an diesem Ort zuteil wird. Hilf uns zu erkennen, dass wir mit unseren individuellen Gaben und Talenten ein wichtiger Bestandteil dieser Gemeinschaft sind.
Gott, Hüter der frohen Botschaft, wir bitten für die Pfarrer:innen und Lektor:innen, die die Kirchengemeinden zu Begegnungsorten der Menschlichkeit und des Austausches machen; es sind Orte, die entschleunigen und abseits des gehetzten Alltags stehen. Mögen sie weiterhin mit viel Kraft und Langmut deiner Sendung folgen und ihren Dienst an den Nächsten tun.
Gott der Fürsorge und des Heils, wir bitten für die Seelsorger:innen in Krankenhäusern, in Gefängnissen oder bei der Telefonseelsorge, die ihr Ohr all jenen leihen, die etwas teilen möchten. Sie zeigen ihrem Gegenüber, dass sie gehört werden und nicht vergessen sind, sie schenken ihnen Trost und Hilfe für Leben und Glauben. Begleite sie weiterhin in dieser wichtigen Aufgabe und gib ihnen Zuspruch und Mut.
Gott, Herr aller Helfenden und Dienenden, wir bitten für die Ehrenamtlichen in Kirche und Diakonie. Ohne die Zeit, die sie schenken und die Gabe, die sie einsetzen, könnten viele Angebote für und mit Menschen nicht stattfinden. Schenke ihnen unermessliche Freude und Ausdauer in dieser Tätigkeit, dass sie ein Vorbild für andere sind und dass sie weiterhin zu Multiplikator:innen für mehr Menschlichkeit und Solidarität werden.
Guter Gott, höre unser Gebet und verwandle es in Segen.
Fürbittengebet zum 4. Sonntag nach Trinitatis
Fürbitten für den 13.07.2025
Gott, Quelle des Lichts und der Hoffnung, wir fühlen uns oftmals einer Welt ausgesetzt, in der wir nur das schlechte sehen: mächtige Menschen, deren Entscheidungen anderen Menschen großes Leid zufügen, Hetze und Hass gegen anders Denkende, Neid und Missgunst, wenn jemand etwas erreicht, was man selbst erreichen wollte. Bringe Licht in diese dunkle und scheinbar schlechte Welt, dass die Mächtigen, die Hassenden und die Neidvollen ihre Fehler erkennen.
Gott der Weisheit und Erkenntnis, zeige uns wie auch wir selbst die Fehler bei uns erkennen können, dass wir die Schuld nicht immer nur bei anderen suchen. Lass uns erkennen, dass die kleinen Schritte die wichtigsten sind: eine Entschuldigung, eine Geste der Dankbarkeit, eine Verabredung mit einer Freundin, einem Freund, die man lange hinausgeschoben hat. Bringe Licht in diese Welt, dass das wir das Gute in uns und in jedem Menschen erkennen.
Guter und barmherziger Gott, schenke uns Räume der Gemeinschaft und des Zusammenkommens, in denen wir deine Nähe und Liebe spüren, damit wir sie anderen weitergeben können. In diesem Räumen lernen wir anderen zu verzeihen und zu vergeben und wir lernen über uns selbst hinaus zu wachsen. Schenke uns dein Licht, dass wir die Hoffnung und deine unendliche Barmherzigkeit in unser Herz aufnehmen können.
Gott, höre unser Gebet und verwandle es in Segen.
Fürbittengebet zum 3. Sonntag nach Trinitatis
Fürbitten für den 06.07.2025
Vom Verlust
Gott, Quelle des Trostes, wir denken an die Menschen, die etwas verloren haben, eine Freundschaft, die in die Brüche gegangen ist, eine Beziehung, die nicht mehr funktioniert. Wir denken besonders an jene Menschen, die ein sicheres Dach über dem Kopf verloren haben, sei es durch Krieg und Vertreibung, sei es weil sie die Miete nicht mehr zahlen können. Wir denken an die Menschen, die einen lieben Menschen verloren haben und damit manchmal auch das Gefühl der Geborgenheit und des Vertrauens. Wir denken an sie, wir beten für sie.
Von der Einsamkeit
Gott, Hüter der Gemeinschaft, wir denken an die Menschen, die einsam sind, manchmal als Gefühl für den Moment, und manchmal als ein Gefühl, das unendlich, tief und ohnmächtig ist. Wir denken an ältere Menschen, die ihr Haus nicht mehr verlassen können, weil ihnen das Gehen schwerfällt. Wir denken an den Nachbarn, der sich immer mehr zurückzieht und nur noch selten zu sehen ist. Wir denken an jene Menschen, die sich selbst unter vielen Menschen einsam und an den Rand gedrängt fühlen. Wir denken an sie, wir beten für sie.
Vom Finden
Gott, weise uns den Weg zu jenen, die etwas verloren haben. Weise uns den Weg, um ihnen durch unsere Aufmerksamkeit ein Stück Geborgenheit und Vertrauen zurückzugeben.
Weise uns den Weg zu jenen, die einsam sind. Auf dass wir ihnen zeigen können, dass wir für sie da sind, wenn sie uns brauchen.
Von der Barmherzigkeit
Guter und barmherziger Gott, stärke uns, das Gute in jedem Menschen zu sehen. Ermutige uns, jene in die Mitte zu holen, die an den Rand gedrängt worden sind. Hilf uns unsere Augen und Herzen zu öffnen für eine Gesellschaft des Miteinanders, der Solidarität und Barmherzigkeit.
Gott, höre unser Gebet und verwandle es in Segen
Fürbittengebet zum 2. Sonntag nach Trinitatis
(29.06.2025)
Gott der Schwachen, Gott der Übersehenen –
du rufst die Mühseligen und Beladenen,
du siehst die, die sonst keiner sieht.
Dein Reich beginnt von unten –
mit denen, die niemand groß beachtet.
Aber wer hört dich noch, wo so viele Stimmen rufen?
Wer folgt dir, wo so viele Wege locken?
Du sprichst – unaufhörlich, leise, klar.
Wir beten mit denen, die keine Stimme haben:
mit den Sprachlosen,
den Vergessenen in Bildungs- und Sozialstatistiken,
mit denen, die keinen Platz mehr finden
in unserer Gesellschaft.
Wir rufen: Herr, erbarme dich.
Wir beten um Frieden –
für die Menschen inmitten von Krieg und Gewalt,
für alle,
deren Heimat zerbombt und deren Leben zerbrochen ist,
für die Kinder, die nichts anderes mehr kennen als Angst,
für die Menschen,
die keine Wahl mehr haben als zu fliehen.
Für alle, die den Frieden herbeisehnen – und ihn doch nicht finden.
Wir rufen: Herr, erbarme dich.
Wir beten mit denen,
die unter der anhaltenden Hitze leiden:
mit den Alten und Kranken,
mit den Menschen ohne Schutz und Schatten,
mit denen,
deren Arbeit unter freiem Himmel kaum noch auszuhalten ist,
mit allen,
die spüren, wie das Klima sich verändert
und die Sorge wächst um das, was kommen mag.
Wir rufen: Herr, erbarme dich.
Wir beten mit denen,
die sich aufreiben in Politik, Pflege, Gesellschaft –
zwischen Interessen und Idealen.
Mit denen,
die für das Gute einstehen
und dafür ausgelacht, angegriffen oder zermürbt werden.
Mit denen,
die trotz Müdigkeit nicht aufgeben.
Wir rufen: Herr, erbarme dich.
Und wir beten mit allen,
die dir ihr Lied singen, voll Zweifel, voll Vertrauen,
mit zitternder Stimme oder klarem Ton:
„Ich sing dir mein Lied“,
aus Dunkelheit, durch Tränen hindurch,
und in der Hoffnung,
dass du es hörst und mit einstimmst.
Wir rufen: Herr, erbarme dich.
(Stille)
Du sprichst:
Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid.
Ich will euch erquicken.
Du rufst, Gott, unermüdlich.
Und wir, Mühselige und Beladene,
werden still vor dir.
Wir lauschen, bitten und beten wie du uns das beten gelehrt hast!
Vater Unser …
Die oft schwer spürbare Nähe Gottes
Fürbitte für den 1. Sonntag nach Trinitatis, 22. Juni 2025
Die Fürbitten nehmen Bezug auf den alttestamentlichen Lesungstext (Jer 23,16-29)
Gott, du fragst uns: Bin ich nicht auch ein Gott, der ferne ist?
In diesen Tagen blicken wir verstört und erschüttert auf die Welt um uns herum und ja, du wirkst fern.
In den USA wurden eine demokratische Politikerin und ihr Mann ermordet, zwei weitere Menschen verletzt.
Der Täter war ein Christ, der den Hass in seinem Herzen für dein Wort hielt.
Menschen werden ohne Verfahren auf offener Straße durch staatliche Behörden entführt
und das Militär gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt.
Im Nahen Osten weitet sich der Krieg aus. In Iran, Israel und Gaza sterben Menschen, die in Frieden und Freiheit leben möchten.
Aber es gibt kein Entrinnen aus der Teufelsspirale von Macht, Gewalt, Trauma und Hass.
Gott, wir fragen dich: Bist du nicht auch ein Gott, der nahe ist?
Kannst du nicht aus Dunkelheit Licht machen und Tote erwecken?
Wir rufen zu dir aus der Tiefe unserer Herzen und bitten dich:
Erinnere jeden Menschen auf dieser Erde an seine Verantwortung für ein Leben aller in Freiheit, Gleichheit und Frieden.
Verschließe den Mund derjenigen, die in deinem Namen lügen und hetzen;
halte ihren Arm fest, wenn sie aus Worten Taten folgen lassen.
Zeige uns Wege, klar und deutlich von deiner Menschenliebe und deinem Frieden Zeugnis abzulegen.
Weiche nicht von der Seite der Verwundeten, trage die Kraftlosen ein Stück weiter,
bestärke die Mutigen, gib den zum Schweigen Gebrachten ihre Stimme zurück,
befähige die Verzagten zu neuen Schritten und wo alles brach zu liegen scheint,
lass Zukunft und Hoffnung keimen.
Gott, deine Nähe muss größer sein als deine Ferne. Zeige dich!
Gebet zum Sonntag Trinitatis
Gott des Lebens,
du Ursprung allen Seins,
aus deinem Atem erwacht die Welt.
Wir schauen auf deine Schöpfung:
wunderschön in ihrer Vielfalt,
und doch gefährdet bis ins Mark.
Die Meere überhitzt, die Felder verdorren,
die Wälder verstummen.
Wir bitten dich:
Halte deine schützende Hand über diese Erde.
Lehre uns Ehrfurcht vor allem, was lebt.
Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich.
Christus, Friedensbringer,
du kennst unsere zerrissene Welt.
Wir sehen dich
in den Mutigen, die aufrecht bleiben –
in den Verzweifelten, die nicht mehr können.
Du bist bei den Verletzten,
bei den Opfern von Gewalt und Terror überall auf dieser Welt
und ganz nah bei uns.
Wir bitten dich:
Lass den Frieden wachsen,
wo derzeit Rache und Angst regieren.
Schenke sichere Wege den Geflüchteten,
Heilung den Traumatisierten,
Geborgenheit den Trauernden.
Erbarme dich der Toten und aller, die sie lieben.
Christus, du Friedensstifter: komm. Und bleib.
Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich.
Heiliger Geist,
du Kraft in unserer Mitte,
unsichtbar und doch so spürbar.
Du weckst Sehnsucht, wo Resignation war.
Du flüsterst Trost in die Nacht.
Wir bitten dich:
Berühre die Zweifelnden mit einem Funken Licht.
Bewege die Verantwortungsträger,
damit sie zum Wohl vieler handeln.
Stärke die Klugen mit Demut
und die Schwachen mit Hoffnung.
Erneuere deine Kirche –
damit sie den Menschen dient, nicht sich selbst.
Atem Gottes,
hauche neues Leben in unsere müden Seelen.
Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich.
Dreieiniger Gott,
halte deine Hand über diese Welt.
Heile, was zerbrochen ist.
Führe zusammen, was getrennt ist.
Erneuere, was leblos erscheint.
Dir vertrauen wir uns an,
heute, morgen und bis zuletzt.
Amen.
Fürbitten für Pfingsten
Fürbitten für den 8.6. 2025
Einleitung
Heute, an diesem Pfingsttag, bitten wir: Komm, Heiliger Geist! Komm in unsere Mitte, in unsere Herzen, in unsere Welt. Stärke unsere Gemeinschaft und schenke uns Mut zum Leben, zum Lieben und zur Wahrheit.
Für die Kirche
Gott, Heiliger Geist,
du hast die Jünger damals aus ihrer Angst befreit und ihnen Mut geschenkt, von Jesus zu erzählen.
Wir bitten dich für deine Kirche heute:
Erfülle sie mit deinem lebendigen Geist,
damit sie eine Stimme hat für die Schwachen,
und eine Sprache findet, die alle verstehen können.
Wir rufen zu dir: Komm, Heiliger Geist
Für die Welt
Gott, du Geist des Friedens,
du verbindest, wo Menschen sich fremd sind.
Wir bitten dich für alle Länder, die von Krieg und Hass gezeichnet sind,
für Menschen auf der Flucht, für Opfer von Gewalt:
Sende deinen Geist des Trostes und der Versöhnung,
damit neue Wege des Friedens möglich werden.
Wir rufen zu dir: Komm, Heiliger Geist
Für Kraft zum Handeln
Gott, du Geist der Wahrheit,
du öffnest unsere Augen für das Unrecht und unseren Mund für das, was gesagt werden muss.
Wir bitten dich für alle, die Verantwortung tragen:
in Politik, Gesellschaft und Kirche.
Schenke ihnen Weisheit, Mut und ein offenes Herz für die, die keine Stimme haben.
Wir rufen zu dir: Komm, Heiliger Geist
Abschlussgebet
Gott, du Ursprung allen Lebens, wir danken dir für das Pfingstwunder:
dass du uns deinen Geist gibst – nicht um uns zu lähmen, sondern um uns zu bewegen;
nicht um uns zu trennen, sondern um uns zu verbinden.
Bleibe bei uns mit deinem Geist, wenn wir hinausgehen in den Alltag.
Lass uns Menschen der Hoffnung sein, die in deiner Liebe leben und wirken.
Darum bitten wir dich durch Jesus Christus, unseren Herrn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit.
Amen
Fürbitten für Himmelfahrt Christi
29. Mai 2025
Einleitung
Jesus Christus ist in den Himmel aufgefahren – doch er lässt uns nicht allein. Er zieht uns zu sich – hier auf Erden, mitten im Leben. Nicht durch das bloße Schauen in den Himmel erfahren wir seine Gegenwart, sondern im Miteinander, im Einsatz für andere, in der Liebe. Deshalb bringen wir unsere Bitten vor Gott – für uns, für die Menschen um uns und für die Welt, in der wir leben.
Für die Gemeinde
Guter Gott, du hast uns verheißen, bei uns zu sein bis ans Ende der Welt.
Lass deine Gemeinde erkennen, dass der Himmel beginnt, wo Menschen einander in Liebe begegnen.
Erfülle uns mit deinem Geist, dass wir Zeugnis geben von deiner Nähe – im Alltag, in der Gemeinschaft, im Dienst an anderen.
Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich.
Für die Welt
Barmherziger Gott, so vieles in der Welt schreit nach Gerechtigkeit, Frieden und Trost.
Lass die Mächtigen Verantwortung übernehmen und Wege des Friedens suchen.
Sei bei allen, die Leid tragen, auf der Flucht sind oder in Angst leben – und lass sie durch Menschen Hilfe und Hoffnung erfahren.
Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich.
Für uns selbst
Gott des Himmels und der Erde, du kennst unser Sehnen und unsere Zweifel.
Hilf uns, nicht nur nach oben zu schauen, sondern dich in unserem Leben zu entdecken – in der Schönheit des Alltags, im Lächeln eines anderen, in stillen Momenten der Nähe zu dir.
Schenke uns Vertrauen in deine Gegenwart, hier und jetzt.
Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich.
Abschluss
Gott, du bist nicht fern – du bist mitten unter uns. Du verbindest Himmel und Erde, Tod und Leben, Zweifel und Glauben.
Dir vertrauen wir unsere Bitten an – im Namen Jesu Christi, der uns mit dir verbindet, heute und alle Tage.
Amen.
Fürbitten für den Sonntag Rogate, 25. Mai 2025
„Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet.“
Ps 66, 20
Einleitung
Gott, du bist ein Gott des Gesprächs. Viele Menschen fragen sich: Wie komme ich in Kontakt mit dir? Du schenkst uns den Mut, neu das Gebet zu wagen – laut oder leise, in Worten oder in der Stille. Lass sie erfahren, dass du hörst, auch wenn sie keine Worte finden. Wir bitten:
1. Für alle, die beten – mit Hoffnung oder mit Zweifel:
Du kennst das Ringen und das Vertrauen, das im Gebet liegt. Lass alle, die beten, spüren: Du bist da, du hörst zu, du wirkst – manchmal anders als erwartet, aber immer zum Guten.
Stärke das Vertrauen in deine Nähe und Treue.
Wir rufen zu dir: Herr, erhöre unser Gebet.
2. Für Menschen in Not, Einsamkeit und Angst:
Du hörst das unausgesprochene Seufzen, die stille Klage, das verzweifelte Rufen.
Sei bei denen, die krank sind, trauern, fliehen oder keinen Ausweg mehr sehen.
Sende ihnen Menschen, die mit ihnen hoffen und für sie beten.
Wir rufen zu dir: Herr, erhöre unser Gebet.
3. Für unsere Welt voller Unfrieden:
Gott, wir bringen dir die Konflikte und das Leid in vielen Ländern – in der Ukraine, in Israel und Palästina, im Sudan und überall, wo Gewalt regiert.
Erhöre die Gebete der Leidenden, der Helfenden, der Hoffenden.
Stifte du Frieden, wo Menschen versagen.
Wir rufen zu dir: Herr, erhöre unser Gebet.
Was unausgesprochen bleibt, aber unser Herz bewegt, bringen wir in der Stille vor dich:
(Stille)
Du kennst unsere Gedanken und nimmst uns an.
Lass uns im Gebet Kraft finden, Trost und neue Hoffnung.
Wir rufen zu dir: Herr, erhöre unser Gebet.
Dir vertrauen wir uns an – mit dem Gebet, das Jesus uns gelehrt hat:
Vater unser im Himmel…
Fürbitte zur Apostelgeschichte 16,23-34
Sonntag Kantate, am 18.05.2025
Gütiger Gott,
wir bitten dich für alle Menschen,
deren Lebensweg durch gebrochene Erwartungen geprägt ist.
Für die, die enttäuscht wurden –
von anderen Menschen,
vom Leben,
vielleicht auch von dir.
Schenke ihnen neue Hoffnung
und eine innere Befreiung.
Wir bitten dich besonders für die,
die dich noch nicht kennen
oder sich von dir abgewandt haben.
Sprich in ihr Herz –
so wie du es bei dem Gefängniswärter getan hast.
Lass sie erfahren,
wie du Menschen verwandelst
und Gemeinschaft stiftest –
sogar an Orten,
wo wir es nicht erwartet hätten.
Stärke deine Gemeinde,
dass sie einladend ist –
ein Tisch der Gemeinschaft,
offen für alle,
auch für die,
die gesellschaftlich ausgegrenzt
oder innerlich immigriert sind.
Mach uns zu glaubwürdigen Zeugen deiner Liebe.
Das bitten wir dich,
durch Christus,
der durch seinen Geist uns nahe ist.
Amen.
Fürbitte Gaza
Lieber Vater im Himmel,
wir danken Dir für alle Menschen,
die sich um ein Abkommen zur Beendigung der Kriegshandlungen
und zur Freilassung der israelischen Geiseln im Gazastreifen bemüht haben.
Wir bitten Dich, dass dieses Abkommen ein erster Schritt
zu einem Ende der Gewalt ist.
Wir bitten Dich für alle Geiseln, die diese schreckliche Zeit überlebt haben,
dass ihre seelischen und körperlichen Wunden
verheilen und heilen können.
Wir bitten Dich, dass die Familien in Gaza wieder Unterkunft, Nahrung
und Zugang zu medizinischer Versorgung erhalten.
Lass die Staaten, die von außen an dem Zustandekommen
der Vereinbarung beteiligt waren,
in ihrer Energie für den Frieden nicht nachlassen.
Last uns zum Herrn beten: Herr, erbarme dich!
Fürbitte Sonntag Jubilate
Spr 8,22-36
Fürbitten für den 11. Mai 2025
Gott,
Schöpfer des Himmels und der Erde,
wir staunen über die Schönheit deiner Schöpfung –
über das Licht, das Leben, den Klang des Frühlings.
Wir danken dir für die Weisheit,
die du uns schenkst –
durch die Natur, durch Menschen, durch dein Wort.
Hilf uns,
verantwortlich mit deiner Erde umzugehen,
mit Ehrfurcht und Liebe.
Lass uns nicht achtlos sein,
wo Lebensräume zerstört werden,
wo Menschen wegen ihrer Behinderung oder wegen ihres Alters ungerecht behandelt werden.
Gib uns den Mut,
aufzustehen für das, was wir lieben.
Lass uns jubeln mit unserem Leben:
In Dankbarkeit, in Taten des Friedens,
in der Hoffnung für unsere Welt.
Und schenk den Kardinälen in Rom
deinen guten Geist
für die Wahl eines Papstes,
der den Weg seines Vorgängers weitergeht.
Amen.
Fürbitten zu Quasimodogeniti
Sonntag, 27. April 2025
Gott,
der Herr ist auferstanden,
er ist Maria von Magdala erschienen,
und durch Jesu persönliche Ansprache ist die Auferstehung bei ihr lebendig geworden.
Manchmal fällt es uns schwer, an die Auferstehung zu glauben,
und wir bleiben in unseren Zweifeln und Ängsten stecken.
Wir bitten dich,
schenk uns immer wieder die Kraft,
der auferstandenen Hoffnung zu vertrauen,
dass sie wirksam in unserem Leben werden kann,
um uns zu stärken,
gegen Trägheit und für Begeisterung,
gegen Ängste und für Zuversicht,
gegen Sorgen und für Gelassenheit.
Schenke uns die Freude am Leben.
Gott,
wir haben die Nachricht des Todes von Papst Franziskus gehört
und denken daran, wie er sich glaubwürdig für die Armen und Ausgegrenzten eingesetzt hat.
Wir bitten darum,
dass der eingeschlagene Weg weitergeführt wird.
Das alles bitten wir dich im Namen Jesu Christi. Amen.
Ostermontag
Montag, 21. April 2025
(Jes 25,6-9)
Gott,
du hast Jesus vom Tod auferweckt und uns in seinen österlichen Sieg das Leben in Fülle geschenkt.
Am Festmahl des Lebens erkennen wir: Du wendest das Leid, du schenkst Hoffnung, du schaffst Neues.
Gott,
du lädst uns zu deinem zukünftigen Festmahl ein.
Alle sind herzlich eingeladen, keiner ist ausgeschlossen.
Damit zeigst du uns,
wie wir miteinander leben können:In Begegnung auf Augenhöhe, miteinander teilen und sich daran zu freuen.
Lass uns dieses Bild vom Festmahl
mit in unseren Alltag hineinnehmen.
Gott,
wir sind manchmal verzagt,
wenn wir die bedrohlichen Nachrichten von Krieg und Naturkatastrophen hören.
Dann bitten wir dich,
lass uns auf deine Zusage der Auferstehung vertrauen,
sodass wir daraus neue Kraft schöpfen
und uns mit unserer kleinen Kraft
einsetzen für das, was wir positiv beeinflussen können.
Gott,
lass uns aus der Freude des Osterfestes leben
und zu Boten deiner Hoffnung werden.
Frohe Ostern!
Amen.
Ostersonntag
Sonntag, 20. April 2025
Guter Gott, wir feiern Auferstehung!
Das Unvorstellbare ist hereingebrochen in unsere Welt.
Der Tod hat nicht das letzte Wort. Die Angst und Unsicherheit darf nicht unser Leben dominieren.
In Zeiten von Fake news und anderen Lügen, wollen wir bekennen:
Christus ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden.
Jesus, unser Bruder,
Du bist den langen, schweren Weg zu Ende gegangen und bist doch nicht im Tod geblieben. Das Leben war stärker als der Tod, die Hoffnung größer als die Verzweiflung. Die Klarheit deiner Entscheidung, die Liebe, die sich nicht erschüttern ließ, sie lässt uns bis heute hoffen.
In Zeiten von Fake news und anderen Lügen bekennen wir:
Christus ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden.
Guter Gott, nimm uns mit hinein in diese Auferstehung deines Sohnes.
Lass uns unsere Häupter erheben, stütze die, die gebrochenen Herzens sind, gib uns einen klaren Geist und wachen Verstand, um zu erkennen, wo wir in unserem Alltag aufstehen sollen – nicht nur im übertragenen Sinn, sondern dort, wo du uns haben möchtest. Aufstehen und eintreten
- gegen Unrecht
- gegen Kleinkariertheit
- gegen Raffgier und
- gegen Lügen
Lass du, guter Gott unsere Kirchen zu Gotteshäusern werden, wo Menschen deine Liebe, Wärme, Geduld und Klarheit erleben können.
In Zeiten von Fake news und anderen Lügen, tut es gut, zu bekennen:
Christus ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden.
Amen
Osternacht Karsamstag
Samstag 19. April 2025
Gott, du bringst Licht ins Dunkel.
Du machst das Leben neu.
In dieser Nacht, der Nacht hin zum Tag der Auferstehung, spüren wir:
Du befreist. Du gibst Hoffnung. Du bist kein Gott der ewigen Dunkelheit, sondern du führst uns auch nach langen Zeiten der Dunkelheit immer wieder zurück zum Licht.
Durchbrich du unsere Nacht, auch wenn wir das Licht erst erahnen!
Du bist da, bei denen, die ihren Weg nicht finden.
Du bist da, wenn wir meinen, alleine nicht voran zu kommen.
Du bist da, wenn wir an alten Mustern festhalten und nichts Neues riskieren wollen, weil wir Angst haben.
Du bist da, wenn wir ungeduldig warten und meinen, es nicht mehr aushalten zu können.
Du bist da und kannst uns das Vertrauen schenken, dass alles zur rechten Zeit in unserem Leben geschehen wird, dass Totgeglaubtes wieder zu neuem Leben erwachen kann, dass der Tod nicht das letzte Wort hat.
Hilf uns, das zu glauben und lass es uns in unserem Leben erfahren.
Amen.
Karfreitag
Freitag, 18. April 2025
Gott, unser Vater,
Am Karfreitag schauen wir auf das Kreuz, das Zeichen von Leid und Liebe geworden ist.
In diesem Kreuzes erkennen wir das Leid der Welt, das Leid der Menschen, die in Konflikten und Ungerechtigkeit gefangen sind. Du, der sich entschlossen hat, den Weg des Kreuzes zu gehen, siehst auch heute das Leid derer, die unter Diktatur, Machtmissbrauch, Gewalt und Krieg leiden.
Wir bitten dich für die Menschen, die in Ländern leben, in denen Frieden nur ein ferner Traum ist. Für die, die auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung sind. Herr, erhöre unser Gebet und schenke Frieden, Gerechtigkeit und Sicherheit.
Wir denken auch an die politischen Führer dieser Welt und bitten dich, dass du nicht zulässt, dass sie ihre Macht nur im Eigeninteresse ausüben, sondern zum Wohl der Menschen und Staaten, die ihnen anvertraut sind. Gerade im Blick auf das Kreuz erkennen wir die Willkür der Mächtigen. Lenke du unseren Blick auf die, die beiseitegeschoben wurden beim Streben nach Macht und Erfolg. Hilf uns, für sie einzutreten.
Jesus Christus, im Blick auf dein Kreuz, erkennen wir, wie hart und gnadenlos Menschen manchmal miteinander umgehen. Hilf uns, barmherziger zueinander zu sein, gerade auch zu Menschen, die uns unbequem sind.
Bewahre uns vor Selbstgerechtigkeit. Lass nicht zu, dass wir einander verurteilen. Du bist den Weg der Hingabe und des Leidens gegangen. Du hast ganz bewusst auf alle Macht verzichtet. Du hast dich hineinziehen lassen in das Elend der Welt.
Gib uns den Mut und die Wachsamkeit, dir nachzufolgen.
Amen.
Gründonnerstag
Donnerstag, 17. April 2025
Guter Gott, an diesem Tag, an dem wir uns an Jesu angstvolle Stunden am Ölberg erinnern, bitten wir für uns und alle, die in Angst und Sorge leben:
Wir bitten für die, die niedergeschlagen und traurig sind. Du Gott des Trostes, wir bitten Dich erhöre uns.
Für alle, die Angst haben um einen Menschen, um Söhne und Töchter, um den Mann oder die Frau, um den Geliebten, um Bekannte. Du Gott des Trostes, wir bitten Dich erhöre uns.
Für alle, deren Zukunft ungewiss ist, die nicht wissen, wie sie in nächster Zeit über die Runden kommen sollen. Du Gott des Trostes, wir bitten Dich erhöre uns.
Für alle, die in Angst vor schweren Erkrankungen oder deren Diagnosen leben. Wir bitte dich für alle Menschen, die um Heilung ringen, deren Seele tieftraurig ist, die Sorge und Angst vor kommenden Diagnosen haben.
Du Gott des Trostes, wir bitten dich, erhöre uns.
Für alle, denen die Angst den Atem abschnürt, in deren Kopf belastende Gedanken kreisen, die nicht zur Ruhe kommen können - Du Gott des Trostes, wir bitten Dich erhöre uns.
Jesus hatte Angst. Angst, die ihn niedergeworfen. Angst, die ihm den Schweiß auf die Stirn getrieben hat. Angst, die sein Herz durchdrungen hat. Er wusste, was es heißt, in Ängsten sein. Wir vertrauen darauf, dass Jesus uns durch dieses, sein Erleben und Durchleben der Angst am Ölberg nahe ist, wenn wir in Ängste geraten. Hilf uns, diese zu überwinden.
Amen.
Fürbitten für den Sonntag 13.04.2025
Wochenspruch:
"Der Menschensohn muss erhöht werden, auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben."
Joh 3,14b.1
Gott,
du reihst dich nicht ein unter die Mächtigen und Herrschenden dieser Welt,
nicht unter die, die oben auf sind,
die Nase vorne haben
und auf alles eine Antwort.
Du bist unter denen,
die fragen,
die leiden,
die am Wegrand nach Orientierung suchen.
Lass auch uns achten auf jene,
die neben uns leben,
deren Stimme leise ist,
die oft untergehen.
Vieles, das neben uns
– in der Nähe und in der Ferne –
geschieht,
macht uns ratlos und schweigend
auf den großen Schauplätzen dieser Welt
und in den kleinen in unseren Nachbarschaften.
Schenk uns ein Wort der Hoffnung.
Schenk uns eine Geste des Lebens für alle.
Schenk uns deinen Geist des „Darüberhinausblickens“,
damit Ratlosigkeit sich wandelt in Mut,
und Lähmung in Zuversicht,
und deine Verheißung
hineinwirkt
in unsere Welt
schon heute.
Amen
Fürbitten für den Sonntag „Judika“, 6.4.2025
Wochenspruch:
"Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele."
Mt 20,28
Gott,
du bist in die Welt gekommen,
um mit deiner Wahrheit,
mit deinem Licht,
mit deiner Liebe
dem Leiden dieser Welt zu begegnen.
Und was ist unser Auftrag?
Das Leiden ist so groß und so viel!
Lenke du unseren Blick auf die viele Not
an den großen Schauplätzen dieser Welt,
unfassbares Leid herrscht
durch Erdbeben, durchs Kriegsgewalt und durch Hungersnot,
durch einseitige Machtinteressen.
Lenke unseren Blick auch auf die vielen Orte ganz nah,
an die Krankenbetten,
das einsame Zimmer,
die aus Angst durchwachte Nacht.
Hilf uns,
unser Leben als Auftrag zu verstehen,
den Trostlosen Trost,
den Einsamen Wärme,
den Fliehenden ein Zuhause zu schenken
und Hoffnung den Verzweifelten.
Und nimm uns alle hinein
in deine große Hoffnung mitten in der so vielfach umdunkelten Welt.
Lass deine Wahrheit, die allen dient,
der Willkür einzelner standhalten.
Schenke uns Vertrauen,
schenke uns Mut,
schenke uns Licht – immer wieder,
und besonders:
Liebe.
Davon brauchen wir reichlich.
Amen
Fürbitten für den Sonntag „Lätare“, 30.3.2025
Wochenspruch:
"Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.“
Joh 12,24
Gütiger Gott,
Du wirst bei uns sein, bis an der Welt Ende,
sagst du.
So sei bei uns
an allen Enden der Welt
und überall dort,
wo ganze Welten zu Ende gehen.
Dort, wo für Menschen Wege zu Ende gehen,
wo sie nicht mehr weiterwissen,
wo sie nicht mehr weiterkönnen,
wo sie nicht mehr weiterwollen,
wo Holzwege zum Umdrehen zwingen.
Dort, am Ende des Holzwegs,
dort sei ihnen ganz nah,
und gib ihnen die Kraft,
für das Umkehren,
für die leeren Kilometer,
für das Zurück an den Start.
Kraft, es auszuhalten,
und zu vertrauen,
dass Rückschritte Fortschritte sein können,
weil jeder Schritt ein Weg nach vorne ist.
Hauptsache, man steckt im Dreck nicht ewig fest.
Auf dass Neuwege Menschen zum Segen werden,
für einen Neuanfang
und die Erinnerungen an den alten Holzweg sich zur Vergewisserung wandeln:
Das Leben kann immer neu werden, es bleiben immer Chancen.
Das Korn, wenn es erstirbt, bringt viel Frucht.
Gott:
Sei ein Gott-sei-bei-Uns
Alle Tage
Bis an der Welt Ende.
Amen
Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer der Sklaverei und des transatlantischen Sklavenhandels
Fürbitte für den Sonntag Oculi, den 23.03.2025
Der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer der Sklaverei und des transatlantischen Sklavenhandels soll für die Geschichte des transatlantischen Handels mit versklavten Afrikanerinnen und Afrikanern und die Auswirkungen auf die moderne Welt, einschließlich Rassismus und Vorurteile sensibilisieren.
Am heutigen Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer der Sklaverei
bitten wir Dich: Sensibilisiere uns für die Auswirkungen der Geschichte des transatlantischen Handels mit versklavten
Afrikanerinnen und Afrikanern.
Bis heute wuchern Rassismus und Vorurteile, die in der Geschichte des Sklavenhandels wurzeln
und unser menschliches Miteinander weltweit vergiften.
Lass den heutigen Tag eine neue Chance sein,
die Bedeutung von sorgfältiger historischer Aufarbeitung zu erkennen.
Lass auch die Geschichten des kraftvollen Widerstands gegen die Sklaverei laut werden,
damit sie weltweit alle ermutigen, die heute gegen Sklaverei und Rassismus aufstehen.
Segne Projekte und Programme,
mit denen wir als Menschheit in Respekt und Freundschaft vereint werden.
Hilf uns Geschichte vielfältiger wahrzunehmen, und mehr daraus zu lernen,
und so gemeinsam tiefgründiger für die Würde aller Menschen einzustehen.
Fürbitten für den 16. März 2025 zu Reminiszere
Predigt: Johannes 3, 14-21
Du Licht vom unerschöpftem Lichte,
schenke uns ein neues Herz,
mit dem wir glauben und hoffen können,
was die Alten für uns und alle Welt aufgeschrieben haben:
hilf uns in diesen dunklen Zeiten
dich zu sehen, den Tod vor Augen und dennoch in Hoffnung,
das Unrecht am eigenen Leibe spüren
und dennoch der Wahrheit verpflichtet,
das Urteil, dass alles Recht verhöhnt,
und dennoch das Leben feiern;
gib uns, ewiger Gott,
von der Liebe Jesu und von seiner Kraft,
damit wir uns neu auf den Weg machen,
deine Liebe im Gepäck und im Herzen,
damit sich durch uns erfüllt, was du der Welt zugedacht hast:
Leben mitten im Tod.
Fürbitten für den 9. März 2025 zu Hebräer 4,14-16:
Barmherziger Gott,
Am Beginn der Fastenzeit stehen wir vor einigen schwierigen Wochen.
Dein Sohn, Jesus Christus, hat vor vielen Jahren 40 Tage und Nächte in der Wüste verbracht.
Er erlebte die Versuchungen und Herausforderungen der Zurückgezogenheit und des Fastens auf besonders intensive Weise.
Wir beten in dieser ersten Fastenwoche für unsere persönlichen Anliegen in dieser Zeit. Wie auch immer wir in diesem Jahr auf Ostern zugehen - ob durch Fasten, durch ein bewussteres Leben in deinem Sinne, oder durch vertieftes Bibellesen - , du Gott bist bei uns.
Wenn es uns besonders schwer fällt, an unseren Vorhaben festzuhalten, sende du auch uns deine Engel, die uns ermutigen, die uns Kraft schenken, die uns tragen.
Wir beten auch für Menschen, deren Alltag sich in Wüstenmomenten abspielt. Die mit Entbehrung, Hunger, Durst und Leiden täglich konfrontiert sind. Die aufgrund von Krankheiten oder Armut jeden Tag spüren, was es bedeutet, zu verzichten.
Schenke auch ihnen deine Engel, die Zeichen deiner Liebe und Gnade in ihr Leben bringen.
Wir beten für Menschen, die sich schwach fühlen in dieser Woche:
Für ältere Menschen, deren Kräfte und Fähigkeiten nachlassen.
Für Menschen, die auf die Probe gestellt werden: ob im Berufsleben, in der Schule, oder im familiären Umfeld.
Zeige du ihnen deine Nähe und gib ihnen Zuversicht, dass sie mit ihren Sorgen und Ängsten nicht allein sind.
All unsere Gebete sprechen wir im Glauben und in der Hoffnung, dass du Gott es gut meinst mit uns. Höre uns und steh uns bei.
Im Namen Jesu Christi, Amen.
Fürbitten für Aschermittwoch:
„Der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Jesus Christus, unserem Herrn.“
(Römer 6,23)
Gott, Ursprung allen Lebens,
hilf uns, still zu werden in deiner Gegenwart.
Heute gedenken wir der Zerbrechlichkeit des menschlichen Lebens.
Asche zu Asche, Staub zu Staub.
Wir bringen vor dich alle Menschen, deren Alltag von Leid, Trauer und Schmerzen geprägt ist. Wir beten insbesondere für Menschen in Kriegs- und Krisengebieten. Für Menschen, die Tag für Tag hoffen, dass das Leben doch weitergehen möge und der Schmerz ein Ende finden möge.
Wir bitten dich: Schenke ihnen ein Zeichen deiner Nähe und gib ihnen neue Hoffnung.
Wir bringen vor dich alle Menschen, deren Alltag von Hektik geprägt ist. Wir beten für alle, die sich abmühen, um den Anforderungen von Beruf und Familie nachzukommen. Wir beten für alle, die verzweifelt versuchen, genug zu verdienen, um die steigenden Ausgaben des täglichen Lebens zu decken. Wir beten für Menschen, die unter schwierigen Bedingungen versuchen, ihre Aufgaben gut zu erledigen.
Wir bitten dich: Schenke ihnen Momente der Ruhe inmitten des Trubels und gib ihnen neue Kraft.
Wir bringen vor dich die Kinder und Jugendlichen, die in unserem Land aufwachsen. Wir beten insbesondere für diejenigen, die mit besonderen Einschränkungen versuchen, ihr Leben gut zu meistern. Wir beten für alle, die unter den Auswirkungen der Pandemie noch immer leiden; vor allem für Kinder und Jugendliche, die auf psychologische Hilfe angewiesen sind. Wir beten auch für alle Minderjährigen, die auf Schutz in unserem Land angewiesen sind.
Wir bitten dich: Sende ihnen liebevolle Mitmenschen, die ihre Ängste verstehen und ihre Leiden lindern können.
All unsere Gebete und Bitten legen wir in deine Hände, gütiger Gott.
Wir vertrauen darauf, dass du uns nahe bist und es gut meinst mit uns.
Im Namen Jesu Christi,
Amen.
Wochenspruch
"Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn.“
Lk 18, 31, Fürbitten für den Sonntag Estomihi, Sonntag, 02. März 2025
Einleitung: Gott der Liebe, du hast uns berufen, dir nachzufolgen. Du stärkst deine Kirche in der Welt, dass sie standhaft bleibt in der Verkündigung deiner Gerechtigkeit und Liebe. Danke, dass sie ein Zeichen deiner Gegenwart ist, auch wenn es Widerstand gibt. Wir bitten dich:
1. Für die Nachfolgerinnen und Nachfolger Jesu
Herr Jesus Christus, du hast uns gezeigt, dass Nachfolge Opfer bedeutet. Hilf allen, die für Wahrheit und Gerechtigkeit eintreten, selbst wenn es sie viel kostet. Schenke ihnen Mut, Trost und Hoffnung.
Wir bitten dich: Erhöre uns.
2. Für die Leidenden und Bedrängten
Barmherziger Gott, dein Sohn ging den Weg des Leidens aus Liebe zu uns. Sei bei allen, die heute leiden – sei es durch Krankheit, Verfolgung oder seelische Not. Schenke ihnen Kraft und Menschen, die sie begleiten.
Wir bitten dich: Erhöre uns.
3. Für die Verantwortlichen in der Welt
Gütiger Gott, wir bitten dich für alle, die in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft Verantwortung tragen. Lass sie Entscheidungen treffen, die dem Frieden und der Gerechtigkeit dienen, und bewahre sie davor, nur nach Macht und Gewinn zu streben.
Wir bitten dich: Erhöre uns.
Herr, lass uns nicht müde werden, in der Liebe zu bleiben. Öffne unsere Herzen für die Not anderer und lehre uns, deinen Willen zu tun. Möge Gott uns auf unserem Weg begleiten und uns helfen, seinen Ruf in unserem Leben zu erkennen in Jesu Namen. Amen.
Wochenspruch
Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt euere Herzen nicht.
Hebr. 3, 15.
Fürbitten für den Sonntag Sexagesimä, Sonntag 23.02.2025
Einleitung:
Gott, du streust dein Wort großzügig aus. Wir danken Dir, dass Du zu uns sprichst. Manchmal ist die Wirkung des Wortes scharf, schmerzhaft und trennend wie ein Schwert, dann wieder scheint es nicht zu wirken, setzt sich aber fest und wächst im Stillen. Ohne Wirkung bleibt Dein Wort nicht. Wie bei Lydia, die von Gottes Wort angefacht, zur ersten Christin Europas wurde. Wir bitten Dich:
1. Für die Suchenden und Zweifelnden
Guter Gott, dein Wort hat die Kraft, Herzen zu öffnen und Leben zu verändern. Wir bitten dich für alle, die nach Sinn und Wahrheit suchen, aber noch nicht wissen, wo sie dich finden können. Sende ihnen Menschen, die deine Liebe verständlich machen, und gib ihnen ein offenes Herz, damit dein Wort in ihnen auf fruchtbaren Boden fällt. Gott, unser Vater:
Wir bitten dich, erhöre uns.
2. Für alle, die dein Wort weitergeben
Herr, wir danken dir für alle Menschen, die uns dein Wort nahegebracht haben – in der Familie, in der Gemeinde oder durch ihr gelebtes Zeugnis und diakonischen Dienst. Stärke alle, die das Evangelium verkünden: Pfarrerinnen und Pfarrer, Religionslehrkräfte, Seelsorgende und Ehrenamtliche, wie auch für alle, die das Evangelium im diakonischen Dienst leben. Lass sie mit Freude und Weisheit wirken, damit ihre Worte und ihr Leben ein Zeugnis deiner Liebe sind. Gott, unser Vater:
Wir bitten dich, erhöre uns.
3. Für uns selbst und unsere Gemeinschaft
Heiliger Geist, du wirkst oft im Stillen und auf unerwartete Weise. Öffne unsere Ohren und Herzen für dein Wort, damit wir es nicht nur hören, sondern auch danach handeln. Zeige uns, wo du uns heute brauchst – in der Familie, am Arbeitsplatz, in der Gemeinde, bei Menschen in Notlagen, bei Kranken und Bedürftigen. Lass uns im diakonischen Dienst deine Liebe spürbar machen. Gott, unser Vater:
Wir bitten dich, erhöre uns.
Schluss:
Gott, durch dein Wort ist die Welt erschaffen. Sprich zu uns und öffne unser Herz, damit wir dein Wort hören und verstehen. Darum bitten wir dich im Namen unseres Herrn Jesus Christus.
Amen
_____________________________
Hoffen auf Gottes Barmherzigkeit
Fürbitte für den Sonntag Septuagesimä, 16. Februar 2025
Wochenspruch: Wir liegen vor dir mit unserem Gebet und vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. (Daniel 9,18).
Am Sonntag Septuagesimae hören wir aus den Texten, dass wir Menschen in all unserem Streben nach Gerechtigkeit auf Gottes Barmherzigkeit und Fürsorge angewiesen sind. Die Fürbitte nimmt Bezug auf Wochenspruch, Epistel (Philipper 2, 12-13), Alttestamentliche Lesung (Jesaja 9,22-33), und das Evangelium (Matthäus 20,1-16).
Sprecher*in:
Die Entwicklungsbehörde USAID in den USA ist durch umfassende Mittelkürzung in ihrer Existenz bedroht. Über vierzig Prozent der weltweiten Ausgaben für Entwicklung stehen nicht mehr zur Verfügung, tausende Mitarbeiter in aller Welt müssen ihre Arbeit einstellen. Das hat massive Auswirkungen auf Menschen in aller Welt. Die afrikanische Gesundheitsorganisation CDC rechnet mit weit über zwei Millionen Toten durch Rückschritte in der Gesundheitsversorgung. Lang geplante Programme zur Ernährungssicherheit oder der Bekämpfung von sexueller Ausbeutung von Kindern können nicht begonnen werden.
Liturg*in:
Guter Gott, der du Wollen und Vollbringen in uns wirkst, sei bei uns und gib uns Kraft in diesen schwierigen Zeiten. Sei bei allen, die für Gerechtigkeit unter den verwundbarsten Menschen wirken, in Lateinamerika, Afrika, Asien, Südosteuropa, und die nun ohne die Hilfe aus den USA auskommen müssen, ohne die Kolleg:innen von dort und mit viel weniger Geld. Wehre dem Verzagen und schenke Ausdauer und Beharrlichkeit, wo es gilt, neue Kooperationspartner zu finden und Geldquellen zu erschließen. Erbarme dich, Gott, und lass nicht zu, dass Machtspiele einiger weniger die Lebensgrundlagen Vieler zerstören.
Liedvers: Kyrie eleison
Sprecher*in:
In Europa wurden in den letzten Jahren manche Erfolge beim Klimaschutz erzielt. Gleichzeitig geht die Klimakrise weiter, die globale Erwärmung hat bereits 1,5 Grad erreicht, bis 2050 ist zu befürchten, dass über 10 Millionen Menschen durch den Klimawandel ihr Leben verlieren. Die junge Generation fürchtet um ihre Zukunft, doch die Politik reagiert nicht mit Entschlossenheit.
Liturg*in:
Guter Gott, schenke Segen und Gedeihen allem Einsatz für den Klimaschutz. Und wo die Herausforderungen zu groß und gewaltig erscheinen, lass uns nicht nicht versinken in unserer Ratlosigkeit. Hilf uns und öffne uns dafür, nicht nur unsere eigenen Aufgaben zu sehen, sondern alle Menschen, die der Klimawandel heute trifft und die zukünftigen Generationen. Guter Gott, wirke, dass alle Menschen die Zukunft deiner guten Schöpfung zu ihrem Anliegen machen.
Liedvers: Kyrie eleison
Wochenspruch:
Über dir geht auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.
(Jesaja 60, 2b)
Lass uns aufgehen, Gott.
Lass uns aufgehen,
was wir wirklich brauchen.
Denn du bist das Licht des Lebens.
Lass uns aufgehen,
wo wir Fehler machen.
Denn du bist barmherzig.
Lass uns aufgehen,
wie wichtig Vergebung ist.
Denn du bist Gnade um Gnade.
Lass uns aufgehen,
wie besinnungslos wir sind.
Denn dein Geist ist Besonnenheit.
Lass uns aufgehen,
und selbst Licht sein.
Denn deine Herrlichkeit scheint in uns.
Lass uns aufgehen, Gott
dereinst in deiner Ewigkeit,
denn du bist Leben.
Wir werden still …
Gehe du auf, Gott,
an den Orten der Zerstörung,
an den Stätten des Grauens und der Angst,
an den Plätzen des Aufbruchs und der Hoffnung.
Gehe du auf, Gott,
in deiner Gemeinde,
in deiner Kirche,
in den Herzen aller,
die dir, Ewiger, vertrauen.
Um dein Licht und deine Liebe, bitten wir dich.
Durch Jesus Christus
lass es aufscheinen –
heute und alle Tage.
Amen.
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Wochenspruch:
Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes.
(Lukas 13, 29)
Gebet zum 3. Sonntag nach Epiphanias, 26. Januar 2025.
Großer Gott,
verstreut ist die Menschheit
zerstreut sind unsere Gedanken.
Alle Völker der Welt sind auf der Suche
nach Sinn und Erfüllung.
Du Gott aller Menschen,
lass uns deine Nähe spüren,
am Beginn eines jeden Lebens,
am Morgen eines jeden Tages,
und wenn Neues sich anbahnt und Altes vergeht.
Du Gott aller Menschen,
lass uns deine Nähe spüren
in den Höhepunkten des Lebens,
wenn die Wärme des Mittags sich um uns breitet,
und bei allem, was gelingt und gedeiht.
Du Gott aller Menschen,
lass uns deine Nähe spüren,
wenn uns die Kräfte schwinden,
wenn der Lebensabend naht,
und bei allem, was verschwindet und verblasst.
Du Gott aller Menschen,
lass uns deine Nähe spüren,
wenn uns das Licht verlässt,
die Dunkelheit gewinnt
und alle Farben verloren sind.
Du Gott aller Menschen,
lass uns deine Nähe spüren,
in allen Himmelsrichtungen des Lebens
und führe uns zusammen zum Festmahl deiner neuen Welt.
Verwandle uns.
Mache uns zu Menschen des Friedens
durch Jesus Christus.
Er ist das Licht in unserer Dunkelheit
und unsere Hoffnung – heute und alle Tage.
Amen
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Wochenspruch:
Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.
(Johannesevangelium 1, 16)
Fürbittengebet zum 2. Sonntag nach Epiphanias, 19. Januar 2025.
Gott, deine Gnade zeigt sich uns
an so vielen Orten unseres Weges
durch die Höhen und Tiefen unseres Lebens.
Dennoch bitten wir dich heute um Erfüllung.
Denn wir wissen: die Fülle deiner Gnade ist es,
die uns durch alles trägt.
Sei bei uns, Gott, mit deiner Gnade,
in den lichten Zeiten des Lebens,
lass uns spüren, wie sehr deine Güte der Kern
unserer geteilten Lebenshöhepunkte ist.
Sei bei uns, Gott, mit deiner Gnade,
wenn uns die Ängste des Lebens plagen.
Wenn wir uns fürchten um uns,
um unsere Lieben und den Zusammenhalt in der Welt.
Sei bei uns, Gott, mit deiner Gnade,
wenn das Leben dunkel wird.
Wenn Gewalt, Leid und Sterben sich sichtbar um uns breiten
und keine Auswege zu finden sind.
Sei bei uns, Gott, mit deiner Gnade,
wenn wir über unsere engen Grenzen nicht hinausschauen können,
nicht merken, wie du uns liebst und trägst,
wie du uns birgst in deiner Fülle, die höher ist als alles,
was wir verstehen können.
Sei bei uns, Gott, mit deiner Gnade,
Lass unser Leben zu einem Fest werden.
Denn du gibst uns mehr,
als wir wünschen und hoffen können,
Gnade um Gnade, jeden Abend, jeden Morgen,
jeden Augenblick unseres Lebens.
Amen.
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Fürbitte zum ersten Sonntag nach dem Epiphaniasfest, 12. Januar 2025.
Jesus,
du bist menschgewordenes Gotteswort.
An deine Worte wollen wir uns halten.
Deinen Willen eifern wir nach.
„Dein Wille geschehe“,
hast du uns gelehrt zu beten.
Hilf uns zu sehen,
was dein Wille bewirken kann.
Wie er uns hilft zu prüfen
und das Gute zu bewahren.
Wie die Liebe wachsen kann,
wo dein Wort gehegt und gepflegt wird
Hilf uns dein Wort weiterzusagen,
dass die Mächtigen deinen Willen ernst nehmen,
dass die Traurigen ermuntert
und die Verzweifelten getragen werden.
Hilf der Welt und uns darauf zu vertrauen,
dass deine Liebe uns Menschen verbindet
über alle Grenzen der Welt
und des Lebens hinweg.
Sprich zu uns, jeden Tag neu,
denn wir gehören zu dir
und bringen in die Stille vor dich
was unsere Herzen gerade bewegt:
Stille
Amen
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Wochenspruch
"Gott, wie einst der Stern die Weisen zu Jesus führte, leuchtet Dein Licht auch heute und weist uns den Weg dorthin, wo wir dich finden können."
Fürbitten für die Epiphaniaszeit, 5. Jänner 2025
Anfangsbitte
Gott, wie einst der Stern die Weisen zu Jesus führte, leuchtet Dein Licht auch heute und weist uns den Weg dorthin, wo wir dich finden können. Dein Stern lenkt den Blick auf Menschen und Orte, die wir sonst übersehen. Lass uns diesem Licht folgen und aufmerksam sein für Deine Gegenwart in der Welt.
Für die, die am Rand stehen
Gott, Dein Stern führt uns zu denen, die am Rand stehen, genau wie er die Weisen zur Krippe führte. Wir bitten für die Vergessenen – die Armen, die Obdachlosen, die Einsamen. Hilf uns, sie nicht zu übersehen.
Für die Opfer von Gewalt und Ungerechtigkeit
Herr, Dein Stern leuchtet dort, wo Menschen in Not sind und Unrecht leiden. Zeige die Orte, wo wir helfen können, und rüttle auf, wenn Menschen zu bequem sind, um einzugreifen. Lass uns das Licht der Gerechtigkeit weitertragen.
Für die, die wie Jesus übersehen werden
Gott, wir bitten für alle, die in unserer Welt, Sprache und Gesellschaft unsichtbar gemacht werden. Zeig mit deinem Stern den Weg und mach sichtbar, was unsichtbar ist.
Für unsere Gemeinschaft
Gott, lass den Stern leuchten, damit wir eine Gemeinschaft werden, die hinsieht, wo andere wegschauen, die handelt, wo andere zögern. Mache uns zu Träger:innen Deines Lichts, damit Deine Liebe sichtbar wird in dieser Welt.