Im Jubiläumsjahr blicken wir dankbar auf unsere Wurzeln zurück: das Wirken der Diakonissen und der Spirit der Nächstenliebe prägen uns bis heute. Zugleich schauen wir hoffnungsvoll in die Zukunft. Als Organisation befinden wir uns immer in Bewegung, um den Anforderungen im Sozialbereich auf professionelle Weise begegnen zu können. Erfahren Sie auf dieser Seite mehr über das Diakoniewerk im Wandel der Zeit und welche Jubiläumsaktivitäten Sie in diesem Jahr erwarten.

Rückblick und Ausblick ...

Am 3. Jänner 1874 wurde in Gallneukirchen der "Verein für Innere Mission" durch Pfarrer Ludwig und Cécile Schwarz gegründet - das heutige Diakoniewerk. Das Jahr 1874 gilt somit als Gründungsjahr der Diakonie in Österreich, die damit auch die älteste Sozialorganisation in Österreich ist. In den Folgejahren übernahm die Schwesternschaft der Diakonissen die Führung des Vereins, die sich im Zeichen der Nächstenliebe für benachteiligte Menschen einsetzte. Mit der Zeit schlossen sich mehr und mehr weltliche Mitarbeiter:innen an und setzen sich für Senior:innen, Menschen mit Behinderung, Kinder und Jugendliche und im Gesundheitsbereich ein. 

Diakonissen prägten den Beginn - ihr einstiges Wirken ist auch heute noch in der täglichen Arbeit von mittlerweile 3.800 Mitarbeitenden spürbar.

Mehr zur Geschichte erfahren

 

Diakonissen als erste Wegbereiter

Die Diakonissen leisteten Pionierarbeit in ihrer Zeit im Zeichen der diakonischen Nächstenliebe. Die ersten beiden österreichischen Diakonissen Elise Lehner und Elisabeth Obermeir begannen ihre soziale Arbeit in Gallneukirchen 1877 nach ihrer Ausbildung in Deutschland. Das Modell der Diakonissen ermöglichte vielen Frauen eine Ausbildung und Berufsausübung jenseits von Abhängigkeiten in Ehe und Familie und gilt als wichtiger Grundstein für die Entwicklung von Frauenberufsbildern. Nach 1945 erreichte die Zahl der Diakonissen mit 250 ihren Höchststand. Diakonissen waren in allen Arbeitsfeldern des Diakoniewerks sowohl in leitenden Positionen als auch an der Basis tätig. Danach nahm die Anzahl der Diakonissen kontinuierlich, da es kaum mehr Neueintritte gab. Somit wurden die Funktionen immer mehr und mehr von weltlichen Mitarbeiter:innen übernommen.

Oberin Schwester Helga feiert 85. Geburtstag
Oberin Schwester Helga feiert 85. Geburtstag / © Diakoniewerk

Helga Sikora

Eine der letzten beiden Diakonissen ist Oberin Schwester Helga Sikora. Sie befindet sich im Ruhestand. Im kurzen Video erzählt Schwester Helga wie sie ihre aktive Zeit als Diakonisse erlebt hat. 

Wer ihr begegnet, ist von ihrer charismatischen Persönlichkeit fasziniert. Sie umgibt die Aura einer langen, ehrwürdigen Tradition der Selbstlosigkeit.

Zum Video 

Wissenswertes zum Diakoniewerk in Zahlen

Seit dem 19. Jahrhundert ist das Diakoniewerk eine beständige Größe als Dienstleister im Sozial- und Gesundheitsbereich und hat sich zu einem modernen Unternehmen mit Standorten im Ausland entwickelt.

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... setzt sich das Diakoniewerk bereits für Kinder und Jugendliche, Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen und Geflüchtete ein.
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... Mitarbeiter:innen sind in Österreich und den Auslandsstandorten in Rumänien, Bosnien-Herzegowina und Slowakei täglich im Einsatz.
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... die beiden letzten Diakonissen verbringen ihren Lebensabend im Haus Abendfrieden in Gallneukirchen. Eine davon ist Schwester Oberin Helga Sikora, aktives Kuratoriumsmitglied des Diakoniewerks.

Ihr Wegweiser durchs Jubiläumsjahr

In der folgenden Übersicht erfahren Sie mehr zu den geplanten Aktivitäten des Diakoniewerks im Jubiläumsjahr. Feiern Sie mit uns.

April

Mai

ab Juni

Oktober

November

Jubiläumsausgabe des diakonie-Magazins

150 Jahre Diakoniewerk - Ein Blick zurück zu den Anfängen und dem Wirken der Diakonissen - ein Blick in die Gegenwart und in die Zukunft. Die Jubiläumsausgabe des diakonie-Magazins erscheint im April. Wir freuen uns über Feedback unter office@diakoniewerk.at.

Buntes Treiben und gute Stimmung auf dem jährlichen Diakoniefest in Gallneukirchen
Jubiläumsempfang, Diakoniefest und Museumseröffnung

Am 8. Mai laden wir zum inklusiven Jubiläumsempfang! Wir wollen unseren Mitarbeiter:innen Danke sagen für Ihren täglichen unermüdlichen Einsatz im Dienste der Menschen.

Am 9. Mai findet unser 150. Diakoniefest in und rund um das Haus Bethanien statt. Wir präsentieren das Impulsbuch, ein Jubiläums-Projekt des Diakoniewerks in Kooperation mit der Evangelischen Pfarrgemeinde - 150 Jahre in Bildern. Außerdem: Neu-Eröffnung des Museums in Gallneukirchen, der Gegenwartsteil wurde vollständig neu überarbeitet und gibt nun auch einen Überblick zu Hilfsmitteln der unterstützten Kommunikation von LIFEtool. 

Wir treffen einander bei Tisch

Wir laden zu Tischgemeinschaften auf öffentlichen Plätzen in ganz Österreich, u.a. Linzer Hauptplatz und in Gallneukirchen. Ziel ist es, einander wieder näherzukommen - miteinander essen, reden und lachen - und im Sozialraum als Dienstleister für die Menschen in allen Lebenslagen noch stärker wahrgenommen zu werden.

Spiritual Care Impuls-Brunch und ZDF-Gottesdienst

6. Oktober: ZDF Gottesdienst in der Christuskirche in Gallneukirchen

7. Oktober: Online-Spiritual Care Impuls-Brunch

Vorbereitungen zum inklusiven Theaterstück "Hotel California" des Theater Malaria
Zukunftssalon und "Hotel California"

Am 7. November findet der Zukunftssalon in der Tabakfabrik Linz statt. Wir stellen uns als Organisation u.a. der Frage wie Pflege und Begleitung in Zukunft aussehen können.

Von 6. - 9. November freuen wir uns auf die neue Produktion des inklusiven "Theater Malaria" unter dem Namen "Hotel California" im Phoenix in Linz.

Titelseite 150 Jahre Diakonie Themenmagazin
150 Jahre Diakonie Themenmagazin

25 Portraits der Diakonie

Im Laufe der 150 Jahre haben viele Menschen die Entwicklung der Diakonie mitgeprägt. Lernen Sie auszugsweise 25 Personen aus 150 Jahren kennen. Beginnend beim Gründer des Evangelischen Vereins für Innere Mission in Gallneukirchen, über eine Gallneukirchner Diakonisse, die drei Mädchen mit Behinderung vor der Euthanasie beschützte, bis hin zum ersten Zivildiener der Diakonie und einer begleiteten Mitarbeiterin, die den Sprung auf den regulären Arbeitsmarkt geschafft hat.

Zu den 25 Porträts der Diakonie